Nordrhein-Westfalen, Essen: Eine Mitarbeiterin der Pflege in Schutzausrüstung betreut einen Corona-Patienten.
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- Corona: Berliner Krankenhausgesellschaft ist besorgt

Die neuen Corona-Maßnahmen im November sollen auch die Krankenhäuser entlasten. Funktioniert das? Wie viel Krisenmodus brauchen wir? Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft, spricht über die aktuelle Lage und die Grenzen bei der Versorgung.

Die Berliner Krankenhausgesellschaft zeigt sich wegen der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen besorgt. Geschäftsführer Marc Schreiner geht davon aus, dass die Kapazitäten auf den Intensivstationen zum Ende des Jahres eng werden könnten. Aktuell seien in absoluten Zahlen etwa 160 Intensivbetten sofort verfügbar. Bisher gebe es noch Potential die Anzahl weiter zu erhöhen - etwa dadurch, dass planbare Operationen verschoben oder zusätzliche Betten aufgestellt werden.

Sorge bereite vor allem der Personalmangel. "In Berlin ist die Lage leider genauso besorgniserregend wie im Rest der Republik auch", so Schreiner. Man werde alles Erdenkliche tun, um Personal umzuschichten oder externe Reserven zu mobilisieren.

Die steigende Zahl der Corona-Neuinfektionen wirke sich immer stärker auf die Situation in den Berliner Krankenhäusern aus. Es wurde eine Art Stresstest gemacht, aber: "Wir haben die Sorge, dass wenn es nicht gelingt, durch einschneidende Maßnahmen in der Bevölkerung, die Infektionszahlen zu verlangsamen, dass wir dann im Dezember in eine schwierige Versorgungslage in den Krankenhäusern kommen können."

Es sei nicht ausgeschlossen, dass am Ende ganze Fachabteilungen geschlossen werden müssten, um genug Personal für Covid-Patienten zur Verfügung zu haben.