Corona-Intensivstation
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- Physiker zu Maßnahmen: Besser kurz und intensiv als lang und locker

Bund und Länder haben Zwangspausen und Kontaktbeschränkungen im November verordnet. Physiker Dirk Brockmann befasst sich mit wissenschaftlichen Prognosen für Infektionsverläufe wie bei der Corona-Pandemie und sagt: Kurze und intensive Maßnahmen helfen besser als lange und lockere.

Nach Angaben des Physikers Dirk Brockmann wirkten Modellen zufolge intensive Eingriffe für eine kürzere Zeit, besser als lockere Eingriffe für einen längeren Zeitraum. Das könne man auf die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus übertragen.

Nach dem Willen von Bund und Ländern sollen im November Kultur, Freizeiteinrichtungen und Gastronomie in eine Zwangspause gehen und nur noch Menschen aus zwei Haushalten sollen sich in der Öffentlichtkeit treffen können.

Effekte von Kontaktreduktion durch Modelle abschätzen

Effekte ließen sich über Modelle abschätzen - etwa wie viel eine Kontaktreduktion hilft. "Das deckt sich im Wesentlichen mit dem gesunden Menschenverstand", so Brockmann. Er ist Physiker an der Berliner Humboldt-Universität und befasst sich mit wissenschaftlichen Prognosen für Infektionsverläufe wie jetzt bei der Corona-Pandemie.

Blick in andere Länder werfen

Für das Leben mit dem Virus sei es wichtig, an langfristen Konzepten zu arbeiten, meint Brockmann. Das schließe aber kurzfristige Konzepte nicht aus. Auch der Blick in andere Länder helfe. "Wir können lernen aus den Verläufen der anderen Länder."