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- LSB: "Bittere Entscheidung, aber da müssen wir jetzt durch"

Der Berliner Sport muss im November eine Corona-Zwangspause machen. Nur wenige Ausnahmen gelten - etwa für Profisport oder für Kinder bis zwölf Jahre. LSB-Präsident Thomas Härtel kritisiert, dass diese Entscheidung ohne differenzierte Betrachtung getroffen wurde.

Der Präsident des Landessportbundes Berlin, Thomas Härtel, begrüßt die Entscheidung, des Senats, dass die Kinder bis zu zwölf Jahren im Freien trainieren dürfen. "Wir haben immer gefordert, dass wir die Kinder und Jugendlichen in den Blick müssen, die leiden am meisten." Zudem hoffe der Verbund, dass die Sportstätten nicht generell geschlossen würden.

Die Entscheidung, dass der Sport insgesamt heruntergefahren werde, sei aber eine "bittere Entscheidung". Diese sei ohne differenzierte Betrachtung gefallen, kritisiert Härtel. Nach dem Shutdown im Frühjahr seien viele Hygienekonzepte erarbeitet und umgesetzt worden. "Wir sind betrübt, dass dieses Bemühen unserer vielen Übungsleiter und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei diesen Entscheidungen keine Anerkennung gefunden hat."

Der Landessportbund werde nicht gegen die Entscheidung klagen, betont der Landessportbund-Präsident. Man wisse, dass das gesamte Herunterfahren wichtig sei, er selbst werbe für Akzeptanz für diese Entscheidung. Die Kritik richte sich dagegen, dass nicht genau hingeschaut worden sei, denn der Sport sei kein Infektionstreiber. "Wir sind hart getroffen von dieser Entscheidung, aber wir müssen da jetzt durch. Wir müssen alles tun, dass die Pandemie eingedämmt wird."

Bisher gebe es keine Austrittswellen in den Vereinen, erklärt Landessportbund-Präsident Härtel. Die Mitglieder halten demnach den Vereinen die Treue. er habe aber Sorge, dass sich das in Zukunft ändern könnte. Daher seien die Vereine bemüht, die Mitglieder weiter im Verein zu halten, "auch mit digitalen Angeboten."

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Der Senat hat am Abend beschlossen, die Bund-Länder-Vereinbarungen mit einigen Änderungen umzusetzen. So dürfen Kinder bis zwölf Jahren in festen Gruppen an der frischen Luft Sport treiben. Außerdem bleiben Bibliotheken und die Außenbereiche von Zoo und Tierpark geöffnet.

Dagegen werden unter anderem Theater, Museen und Freizeitstätten geschlossen. Restaurants dürfen nur außer Haus verkaufen. Private Kontakte müssen stark eingeschränkt werden.

Die Brandenburger Landesregierung will am Freiatg entscheiden, wie sie die Bund-Länder-Vereinbarungen umsetzt.

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