Symbolbild: Bildung weiltweit in Corona-Zeiten
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Bild: imago images / INA Photo Agency

- 75 Jahre UNESCO: Weltweiter Bildungsnotstand durch Corona

Die UNESCO, Organisation der Vereinten Nationen, feiert 75. Geburtstag während der Corona-Pandemie. Die Krise gehe weltweit oft zu Lasten der Bildung, meint Walter Hirche (FDP). Zwischenzeitlich waren 1,6 Milliarden Lernende betroffen.

Walter Hirche (FDP) zufolge, Mitglied der UNESCO-Steuerungsgruppe zur Agenda Bildung 2030, leidet weltweit die Bildung unter Corona-Pandemie. Beim Höhepunkt der ersten Welle waren demnach 1,6 Milliarden Lernende in 200 Ländern von Schließung der Bildungseinrichtungen betroffen, so Hirche. "Die Pandemie verschärft und vertieft die soziale und regionale Ungleichheit."

"Wer nichts weiß, muss alles glauben"

Die Finanzlücke, die sich weltweit auftue, sei allein im Bildungsbereich auf 200 Milliarden gesteigen, sagte Hirche. "Bildung ist ein zentraler Baustein für die Transformation der Welt." Denn: "Wer nichts weiß, muss alles glauben." Nicht zuletzt wegen der mangelnden Gelder hofft Hirche auf einen erneuten Beitritt der USA zur UNESCO.

Überall mangele es an Lehrkräften

Anderswo sei Distanzlernen zwar ausgeprägter, es fehle aber überall an Lehrpersonen, so Hirche. Naturkatastrophen und Bürgerkriege sowie nun auch die Gesundheit schränke Bildung massiv ein. "Es fehlt an Sicherheit fürs Lernen."