Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitalisierung
Christian Weber
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- Bär erwartet Digitalisierungsschub durch Corona

Ob Homeoffice für Berufstätige, E-Learning für Schüler*innen und Online-Bereitschaft für Unternehmen und Behörden - die Corona-Krise könnte nach Ansicht der CSU-Politikerin Dorothee Bär die Digitalisierung vorantreiben. Und dieser Wandel sei dringend nötig, wie die Digitalisierungsbeauftragte der Bundesregierung im Gespräch mit Sabina Matthay erläuert.  

Dorothee Bär erläutert im Inforadio, dass die Gesellschaft normalerweise ängstlich und zögerlich sei, was Wandel angeht. Jetzt sei dieser Wandel aber dringend nötig, und er werde funktionieren, so Bär: "Jetzt ist es so, dass wir eine Situation haben, wo wir vielleicht auch ganz anders eben, schneller, an Lösungen rangehen müssen und jetzt wird es auch funktionieren, man sieht ja auch schon, dass es funktioniert. Ob das jetzt beim Thema "Homeschooling" ist, ob das jetzt bei Lösungen ist, die die Bundespolizei eingereicht hat, wie wir jetzt lange Staus an den Grenzen verhindern können durch effektivere und schnellere Grenzkontrollen durch Digitalisierung (…), aber auch Herausforderungen beim Thema Verwaltungsdigitalisierung (...)  Ich bin fest davon überzeugt, dass wir ... diejenigen sind, die den Wandel auch am Besten bewerkstelligen können."
 

Corona-App für Deutschland

Auch hat Dorothee Bär ihre Forderung nach einer Corona-App erneuert. Auf diese Weise ließen sich Infektionswege besser zurückverfolgen, sagte die CSU-Politikerin im Inforadio. Es sei inzwischen immer schwerer festzustellen, mit wem und wann ein Erkrankter vorher Kontakt hatte. Laut Bär sollte es aber freiwillig sein, die App zu nutzen.

Bislang müssen die Behörden im Gespräch herausfinden, wen ein Corona-Erkrankter getroffen hat; das ist zeitaufwändig. Das Robert-Koch-Institut will daher stärker auf Handydaten zugreifen. Kritiker haben allerdings datenschutzrechtliche Bedenken.