Eine Spritze wird vor den Schriftzug "Impfung" gehalten. (Bild: dpa)
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- Wie läuft die klinische Studie zum möglichen Corona-Impfstoff?

In Deutschland wurde ein möglicher Impfstoff gegen das Coronavirus für klinische Tests zugelassen. Wer jetzt was an wem testet und warum das so wichtig ist - Catharina Hopp aus der Inforadio-Redaktion bringt es auf den Punkt.

Das Mainzer Unternehmen Biontech hat die Erlaubnis bekommen, einen Impfstoff-Kandidaten an Menschen zu testen - es arbeitet dabei mit dem US-Unternehmen Pfizer zusammen.

Der Beginn der klinischen Tests ist ein enorm wichtiger Schritt in der Entwicklung - schließlich wird der Stoff zum ersten Mal Menschen verabreicht. In einer ersten Testphase mit etwa 200 gesunden Freiwilligen geht es vor allem darum, ob ein Mittel verträglich und sicher ist. Dann kommt die nächste Phase mit einigen tausend Probanden, in der die Wirksamkeit getestet wird. Und erst wenn in einer dritten Phase Wirksamkeit und Sicherheit bei bis zu 20.000 Menschen erforscht wurden, geht's an die Zulassung.

Normalerweise werden für den ganzen Prozess etwa fünf Jahre angesetzt. Die Corona-Pandemie hat aber weltweit Labore und Experten zusammengebracht, um den Prozess zu beschleunigen. Mehr als 80 Impfstoff-Projekte sind inzwischen angelaufen, vier sollen sich schon in der klinischen Testphase befinden. Dass ein Impfstoff noch in diesem Jahr auf den Markt kommt, gilt trotzdem als sehr unwahrscheinlich - denn die wissenschaftlichen Standards müssen natürlich trotz der Eile eingehalten werden.

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