Ein Mann benutzt die Tracing-App SwissCovid auf seinem Smartphone (Bild: dpa)
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- Corona-App: Was ist der Unterschied zwischen Tracking und Tracing?

Um die Ausbreitung des Corona-Virus auch bei Lockerungen einzudämmen, setzen viele Regierungen auf digitale Technologien, sogenannte Corona-Apps für das Smartphone. Inforadio-Reporter Stephan Ozsváth bringt auf den Punkt, wie sie funktionieren.

Die meisten Corona-Apps sind sogenannte Tracing-Apps, englisch für Spur. Das heisst: Sie erfassen Kontakte, aber nicht persönliche Daten oder Standort-Daten. Und das geschieht über den Kurzfunk-Dienst Bluetooth.

Das Prinzip: Wenn zwei Handys mit installierter Corona-App länger als eine Viertelstunde in Funkkontakt sind, reichen sie sich „digital die Hände“. Das wird auf dem Gerät in der App gespeichert, dezentral also, und ausserdem verschlüsselt.

So sollen Infizierte ihre Kontaktpersonen warnen können. Ziel ist, Infektionsketten zu durchbrechen. Nachteil: Bislang muss die App auch aktiviert sein, damit Bluetooth funktioniert. Damit sie künftig auch im Hintergrund laufen kann, haben Google und Apple jetzt ihre jeweiligen Schnittstellen im Betriebssystem freigeschaltet.

Anders funktionieren sogenannte Tracking-Apps, englisch für Verfolgen. Sie gibt es etwa in China, Indien und Südkorea. Dort erfassen die kleinen Programme auch persönliche Daten und überwachen den Aufenthaltsort – etwa über GPS: Der Alptraum von Datenschützern. Sie befürchten, so eine App könne ein Überwachungswerkzeug werden, da ein Staat so Bewegungs- und Kontaktprofile seiner Bürger erstellen kann.    

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