Leben in der Nähe eines Atomkraftwerks - für viele eine unbehagliche Vorstellung, aber für dieses Unbehagen finden sich Gründe: Eine über mehrere Jahre laufende Untersuchung der Universität Mainz und des Deutschen Kinderkrebsregisters hat ergeben, dass Kinder, die in der Nähe eines Atomkraftwerks aufwachsen, einem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt sind. Der Bundesumweltminister hat vor einiger Zeit die Strahlenschutzkommission beauftragt, diese Ergebnisse zu bewerten - heute wurde diese Bewertung vorgestellt, und die Kommission hat die Mainzer KiKK-Studie im wesentlichen bestätigt.
Der Vorsitzende der Strahlenschutzkommission, Rolf Michel, sagte im Inforadio, die Ursache des erhöhten Leukämierisikos sei bisher unklar. Die Strahlung von Krenkraftwerken sei so gering, dass sie die Krankheit nicht hervorrufen könne. Es sei noch umfangreiche Forschung nötig, um zu erklären, warum Kinder an Krebs erkranken.
Der Vorsitzende der Strahlenschutzkommission, der Hannoveraner Radiologe Rolf Michel, wurde befragt von Oliver Rehlinger.


