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Fr, 03.09.2010 | 04:54 Uhr

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Wöchentliche Porträt-Reihe im Inforadio

Menschen beim Mauerfall (Quelle: dpa)

Zeitgenossen - Begegnungen mit '89

Niemand hatte die Absicht, die Mauer einzureißen. Trotzdem ist es geschehen - in einer friedlichen Revolution: Vom 9. Mai bis 7. November 2009 stellte Inforadio Menschen vor, die sie voran getrieben haben oder die sich mittreiben ließen.

Die einzelnen Sendungen

Michael Demus

Serie "Zeitgenossen", 07.11.2009

"Die Menschen waren nicht mehr zu halten"

Der ehemalige Volkspolizist Michael Demus wurde am Abend des 9. November zum Grenzübergang Bornholmer Straße gerufen. 20 Jahre danach hat sich Alexander Jewtuschenko dort mit ihm getroffen: _mehr

Jan Josef Liefers liest im rbb-Kulturradio den neuen Roman von Ian McEwan ein. - Foto: ARD - © RBB/Hanna Lippmann

Serie "Zeitgenossen", 31.10.2009

Keinen Dialog mit der SED

Vielen Menschen in Deutschland ist Jan Josef Liefers heute vor allem als Professor Börne aus dem Münsteraner Tatort bekannt - doch am 4. November 1989 forderte der Schauspieler nicht mehr und nicht weniger als das Ende der Vorherrschaft der SED und aller alten Strukturen. Hendrik Schröder hat Jan Josef Liefers getroffen. _mehr

Andreas Krieger

Serie "Zeitgenossen", 24.10.2009

Mit der Wende kam die Erkenntnis

Andreas Krieger war ein erfolgreicher Sportler in der DDR - oder besser eine erfolgreiche Sportlerin. Als Heidi Krieger gewann er 1986 die Europameisterschaften im Kugelstoßen. Erst nach der Wende wurde ihr klar, dass sie jahrelang gedopt wurde. In den 1990er Jahren ließ sie sich operieren, heute heißt sie Andreas. Anne Klotz hat sich mit dem ehemaligen Leistungssportler in Magdeburg getroffen. _mehr

Hans Modrow (l), und seine Lebensgefährtin Gabriele Lindner (Bild: dpa)

Serie "Zeitgenossen", 17.10.2009

Dabei und doch dagegen

Hans Modrow war der vorletzte Ministerpräsident der DDR. Heute vor 20 Jahren beschloss das Politbüro den Abtritt von Erich Honecker. Egon Krenz wurde sein Nachfolger. Wie Hans Modrow den Wechsel an der Staatsspitze der DDR bewertete und wie er die Oppositionsbewegung 89/90 wahrnahm - darüber hat Dörthe Nath mit ihm gesprochen. _mehr

Ralph van der Wyst

Serie "Zeitgenossen", 10.10.2009

Mit der US-Air-Force in Berlin

Fast fünfzig Jahre waren die Alliierten in West-Berlin stationiert. Für viele der Soldaten wurde die Stadt zu einer zweiten Heimat. So auch für Ralph Van der Wyst, Staff Sergeant bei der US Air Force, stationiert im Flughafen Tempelhof. Er verliebte sich in die Stadt und in die Frau seines Lebens, eine West-Berlinerin. Den Mauerfall erlebte er ebenso begeistert und aufgeregt wie die Berliner. Auch wenn er für die Alliierten der Anfang vom Ende war. _mehr

Tom Zickler - Foto:T.Zickler

Serie "Zeitgenossen", 26.09.2009

Tom Zickler - Filmische Dokumente

Im Oktober 1989 spitzte sich die Stimmung in der DDR zu. Die Menschen gingen auf die Straße - vor allem in Leipzig und Ostberlin. Der 24-jährige Filmstudent Tom Zickler wollte das Unrecht auf den Straßen dokumentieren und filmte die Auseinandersetzungen. Alexander Jewtuschenko hat mit ihm gesprochen. _mehr

Jens Reich - Foto: J. Reich

Serie "Zeitgenossen", 19.09.2009

Mitbegründer des Neuen Forums

Jens Reich gehörte zu den Gründern der Bürgerbewegung Neues Forum. In der DDR galt er als Dissident – im vereinigten Deutschland kandidierte er 1994 sogar für das Amt des Bundespräsidenten. Axel Dorloff hat Jens Reich getroffen. _mehr

Roland Jahn am TV-Schneidetisch

Serie "Zeitgenossen", 12.09.2009

Er brachte die Montagsdemonstration ins Fernsehen

Roland Jahn war einer der bekanntesten Bürgerrechtler der DDR. 1983 wurde er gewaltsam ausgebürgert und arbeitete dann als Reporter für das SFB Fernsehmagazin Kontraste. Er schmuggelte Videokameras in die DDR und ließ Oppositionelle Aufnahmen machen, die der SFB dann ausstrahlte. Auch die ersten Bilder der ersten großen Montagsdemonstration in Leipzig kamen durch Roland Jahn ins Fernsehen. Hendrik Schröder hat ihn getroffen. _mehr

Gesine Oltmanns

Serie "Zeitgenossen", 05.09.2009

An der Spitze der Bewegung

Gesine Oltmanns gehörte zu den Oppositionellen, die sich montags, im Umkreis der Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche, immer kritischer gegenüber der DDR-Regierung äußerten. Anfang September 89 fand das erste Montagsgebet nach der Sommerpause statt und Gesine Oltmanns und ihre Mitstreiter nutzten den Abend, um vor den Augen der Westjournalisten für offene Grenzen zu demonstrieren. Es war der Auftakt zu den großen Montagsdemonstrationen. Dörthe Nath hat Gesine Oltmanns getroffen - vor der Nikolaikirche in Leipzig. _mehr

Manfred Haferburg

Serie "Zeitgenossen", 29.08.2009

Nach dem Fluchtversuch in den Knast

Manfred Haferburg war einer der letzten Gefangenen im Stasi Gefängnis Hohenschönhausen. Am 1. September 89, wurde er wegen Republikflucht inhaftiert und 2 Monate lang gequält. Seit seiner Entlassung war Manfred Haferburg nicht mehr dort, erst wieder mit unserem Reporter Hendrik Schröder. _mehr

Serie "Zeitgenossen", 22.08.2009

Im Urlaub einfach rübergemacht

Ende August 89 flüchteten hunderte DDR-Bürger über die ungarische Grenze über Österreich in die Bundesrepublik Deutschland. Es sind vor allem junge Leute, die gerade ihren Sommerurlaub in Ungarn verbringen. Unter ihnen ist auch Anke Burmeister, eine junge Journalistin. Für die 22jährige Anke Burmeister veränderte sich damals innerhalb eines Tages ihr gesamtes Leben. Anne Klotz hat sich mit ihr getroffen. _mehr

Dieter Rulff

Serie "Zeitgenossen", 15.08.2009

Radio Glasnost

Dieter Rulff war Ende der 80er Jahre Redakteur beim linksalternativen West-Berliner Sender "Radio 100". Dort verantwortete er unter anderem die Sendung "Radio Glasnost", die sich als Stimme der DDR-Opposition verstand. Ungekürzt wurden aus Ost-Berlin geschmuggelte Aufnahmen und Interviews über die Mauer gesendet. Das machte den DDR-Oberen so viel Angst, dass zeitweise sogar Störsender aufgestellt wurden, um eine Ausstrahlung von Radio Glasnost zu verhindern. Hendrik Schröder hat Dieter Rulff getroffen. _mehr

Eberhard Grashoff

Serie "Zeitgenossen", 08.08.2009

Leben wie in einer Festung

Mehr als 130 ausreisewillige DDR-Bürger waren heute vor zwanzig Jahren in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Ostberlin. Wochenlang wohnten sie in dem Haus in der Hannoverschen Straße, täglich kamen mehr Ausreisewillige - bis die Einrichtung wegen Überfüllung geschlossen wurde. Eberhard Grashoff war damals Pressesprecher der Ständigen Vertretung. _mehr

Wolfgang Templin

Serie "Zeitgenossen", 01.08.2009

Ausgewiesen nach West-Berlin

Wolfgang Templin war einer der Mitbegründer der Ost-Berliner Oppositionsgruppe Initiative für Frieden und Menschenrechte. Er war 1988 war für sein Engagement zwangsweise in den Westen abgeschoben worden. Als er im August 89 aus Polen kommend in Schönefeld aus dem Flugzeug stieg, versagten ihm die Grenzer stundenlang Einreise und Transit. Obwohl er einen DDR Pass besaß. Hendrik Schröder hat Wolfgang Templin am Flughafen Schönefeld getroffen. _mehr

Martin Gutzeit

Serie "Zeitgenossen", 25.07.2009

Ein Angriff auf das Machtmonopol der SED

Martin Gutzeit ist heute der Stasi-Beauftragte des Landes Berlin. Vor 20 Jahren schrieb er zusammen mit Markus Meckel den Aufruf zur Gründung einer sozialdemokratischen Partei in der DDR. Und das war nicht mehr und nicht weniger als ein Angriff auf das Machtmonopol der SED. Martin Gutzeit und seine Mitstreiter hatten 1989 mit der Gründung der SDP großen Erfolg. Hendrik Schröder hat sich mit ihm in der Golgatha Gemeinde getroffen. _mehr

Tatjana Böhm - Foto: rbb

Serie "Zeitgenossen", 18.07.2009

Frauen hatten in der DDR wenig zu lachen

Eines war in der DDR doch immerhin gut, heißt es immer wieder: die Frauen waren gleichberechtigt, sie hatten Jobs und die Kinder wurden umfassend. betreut. Das Ideal der werktätigen Frau und Mutter war aber eben nur das - ein Ideal. Die Feministin und Gründerin des Unabhängigen Frauenverbandes Tatjana Böhm hat die Realität der DDR-Frauen ganz anders wahrgenommen. Irène Bluche hat Tatjana Böhm an ihrem alten Arbeitsplatz getroffen, der Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt. _mehr

Salomea Genin [Foto: Verlag für Berlin und Brandenburg]

Serie "Zeitgenossen", 11.07.2009

Als IM im Dienst der Sache

Salomea Genin ist eine deutsch-australische Jüdin, die als überzeugte Kommunistin zurück in das Land ihrer Kindheit kam. Erst arbeitete sie in der DDR für die Stasi, später wurde sie Teil der Bürgerrechtsbewegung. Salomea Genin erklärte damals, im Juli 89, ihren Austritt aus der SED - mit einem Artikel über den Antisemistismus in der DDR in den oppositionellen Umweltblättern. Dörthe Nath hat sie in ihrer Wohnung in Berlin-Mitte getroffen. _mehr

Der Leipziger Pfarrer Chrisoph Wonneberger - Quelle: Christoph Wonneberger

Serie "Zeitgenossen", 04.07.2009

Der Leipziger Pfarrer Christoph Wonneberger

Jahrelang kämpfte der Leipziger Pfarrer Christoph Wonneberger für mehr Freiheit in der DDR. Er initiierte die Friedensgebete, aus denen später die Montagsdemonstrationen werden sollten. Kurz vor dem Mauerfall erlitt er einen Schlaganfall. Hendrik Schröder hat sich mit Christoph Wonneberger in der Leipziger Lukaskirche getroffen. Dort hatte der Pfarrer Anfang Juli 1989 einen alternativen Statt-Kirchentag veranstaltet. _mehr

Schwarzweißporträt Harald Hauswald (Bild Hauswald, Agentur Ostkreuz)

Serie "Zeitgenossen", 27.06.2009

Der Fotograf Harald Hauswald

Er fotografierte den Alltag in der DDR in schwarz-weiß – und machte sich damit bei den Genossen in der DDR wenig Freunde. Denn die Bilder von Harald Hauswald zeigten, was es in der offiziellen Propaganda nicht gab - und auch nicht geben durfte. _mehr

Serie "Zeitgenossen", 20.06.2009

Walter Momper traf sich im Juni 1989 mit Erich Honecker

Im Juni 1989 ist Walter Momper gerade mal drei Monate im Amt als Bürgermeister. Er soll sich mit Erich Honecker treffen, im Schloss Schönhausen in Pankow. Offiziell geht es auf dem Treffen um Reiseerleichterungen für Westberliner. Aber Momper soll auch heikle Themen ansprechen, wie die DDR-Kommunalwahlen, die offensichtlich gefälscht waren.
Anne Klotz hat sich mit Walter Momper getroffen. _mehr

Serie "Zeitgenossen", 13.06.2009

"Herbst in Peking"

Wer in der DDR öffentlich gegen das Regime protestierte, musste mitunter mit erheblichen Konsequenzen rechnen - auch noch im Sommer vor der Wende. Wie Rex Joswig, der Sänger der Ost-Berliner Underground-Band "Herbst in Peking", die sich schon in der Vorwendezeit kritisch mit dem System auseinandersetzte. Rex Joswig bekam im Juni 1989 Auftrittsverbot und spielte nie wieder ein Konzert in der DDR.  Hendrik Schröder hat ihn getroffen: _mehr

Serie "Zeitgenossen", 06.06.2009

Solidaritätsgottesdienst nach dem Massaker auf dem Pekinger Tiananmen

Dass der streitbare Pfarrer in der DDR schon in den Jahre zuvor nie ein Blatt vor den Mund genommen hat, ist bekannt. Dass die Stasi ihm deshalb sogar nach dem Leben trachtete, hat er selbst erst nach dem Mauerfall erfahren. Er hat sich nicht einschüchtern lassen - auch nicht von den Reaktionen der DDR-Regierung auf die Ereignisse in Peking im Juni 89: Reiner Eppelmann -  Irene Bluche hat ihn getroffen. _mehr

Serie "Zeitgenossen", 30.05.2009

Holm Birkholz, Violinist bei den Berliner Philharmonikern

Genau vor 20 Jahren, am 30. Mai 1989,  sollten die Berliner Philharmoniker das erste Mal in Ost-Berlin auftreten. Doch in letzter Minute wäre das Konzert fast geplatzt: unter den Musikern war ein Mann, der Jahre zuvor aus der DDR geflohen war: Der Geiger Holm Birkholz. Er hatte zwar 1989 dem SED-Staat längst den Rücken gekehrt - doch die Genossen hatten immer noch Einfluss.  _mehr

Serie "Zeitgenossen", 23.05.2009

Matthias Freihof, Hauptdarsteller des DDR-Schwulenfilms "Coming out"

Matthias Freihof ist der Hauptdarsteller in dem Film "Coming out“ - dem ersten und einzigen Schwulen-Film der DDR. Ende Mai 1989 wurden die Dreharbeiten zu "Coming Out“ abgeschlossen. Hendrik Schröder hat Matthias Freihof an einem Original-Drehort getroffen: Dem Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain: _mehr

Serie "Zeitgenossen", 16.05.2009

Lutz Godau, FDJ-Sekretär

Blauhemden marschierten voran, die Fahnen wehten auf der Karl-Max-Allee - doch der ganz große Jubel blieb aus, beim letzten Pfingsttreffen der FDJ vor zwanzig Jahren in Ost-Berlin. FDJ-Sekretär Lutz Godau war im Mai 1989 dabei - und sollte dafür sorgen, dass die Jugendlichen auch ordentlich jubeln. _mehr

Serie "Zeitgenossen", 09.05.2009

Mario Schatta, Wahlkontrolleur und Bürgerrechtler

Mario Schatta gehörte zu den DDR-Oppositionellen, die bei der Kommunalwahl 1989 dafür sorgten, dass Wahlfälschungen in der DDR erstmals tatsächlich nachgewiesen werden konnten. Dörthe Nath hat sich mit Mario Schatta getroffen: _mehr