Dr. Alexander Gauland (AfD Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2017)
Bild: imago/Müller-Stauffenberg

- AfD-Spitzenkandidat Gauland: Annexion der Krim zunächst akzeptieren

Alexander Gauland will die Strafmaßnahmen gegen Russland beenden und die Annexion der Krim zunächst akzeptieren. Damit stellt sich der Spitzenkandidat der AfD in dieser Frage hinter FDP-Chef Lindner. Seine eigene Partei forderte Gauland im Gespräch mit Sabina Matthay auf, weniger zu streiten und bis zum Wahltag "mal etwas Ruhe zu halten."

Der Konflikt um die Krim sei "nicht juristisch zu lösen", sagte Gauland im Inforadio: "Ob die Annexion der Krim letztlich völkerrechtswidrig war oder nicht, ist schon mal ein großer Streit der Juristen." Der AfD-Politiker sprach sich auch dafür aus, die Strafmaßnahmen gegen Russland zu beenden: "Sanktionen haben noch nie irgendetwas gebracht. [...] Die Sanktionen schaden Russland und schaden uns, sie bringen aber niemals die Krim zurück. [...] Mir wäre es lieber gewesen, man hätte im Rahmen einer Neuordnung Europas diese Fragen friedlich gelöst. Aber zu glauben, dass sie mit Sanktionen die Krim zurückholen, das finde ich völlig daneben. Und insofern gebe ich Herrn Lindner recht."

"Streitkultur gehört zur AfD"

Für die gesunkenen Umfragewerte für die AfD macht Gauland die parteiinternen Konflikte mitverantwortlich. Das Problem sei zum Teil "selbstgemacht": "Manchmal streiten wir ein bisschen zu viel. [...] Und von daher haben die innerparteilichen Auseinandersetzungen, die man ja gar nicht leugnen soll und kann, schon zu einem gewissen Wählerrückgang beigetragen." Auf der anderen Seite gehöre diese Streitkultur aber auch zur AfD. Ihm sei es wichtig, dass die Partei keinen ihrer Flügel verliere: "Aber ich hab jetzt immer bei meinen Freunden dafür plädiert, dass wir bis zum 24.September mal etwas Ruhe halten."

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