Benjamin Dürr (Bild: privat)

- Der Internationale Strafgerichtshof in der Krise

Bei der Gründung 2002 wurde der Internationale Strafgerichtshof bejubelt als Leuchtturm gegen Kriegsverbrechen, Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Eine Mahnung an politische und militärische Führer sollte es sein, dass auch sie sich bei Missachtung juristisch verantworten müssten. Dazu der Völkerstrafrechtler Benjamin Dürr, Analyst am IStGH, im Gespräch mit Sabina Matthay.

Längst hat Ernüchterung eingesetzt; Syrien, Süd Sudan und viele weitere Konflikte haben gezeigt, dass vom IStGH keine abschreckende Wirkung ausgeht. Wie sehr das Gericht vor allem politischen Interessen ausgesetzt ist, zeigt gerade der angekündigte Rückzug Russlands und mehrerer afrikanischer Länder.

Buch-Info

Benjamin Dürr
Im Namen der Völker

Der lange Kampf des Internationalen Strafgerichtshofs
ISBN: 978-3-89684-192-6
Euro 16,00
Edition Körber-Stiftung

Homepage - Benjamin Dürr

Sendung

Bild: rbb/Gundula Krause

Zwölfzweiundzwanzig

Zwölfzweiundzwanzig ist das große Interview im Inforadio. Sabina Matthay führt Gespräche mit interessanten Gästen aus Politik und Gesellschaft zu vieldiskutierten Themen.