Di, 21.05.2013 | 14:24 Uhr
In Südafrika diskutieren seit Montag die Vertreter der Welt über Maßnahmen gegen den Klimawandel. Noch kann man die schlimmste Katastrophe verhindern, sagt Prof. Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung.
Der Ausstoß der Treibhausgase steigt weltweit. Mit 33,5 Mrd. Tonnen CO2 haben wir im vergangen Jahr so viel CO2 in die Atmosphäre gepustet wie noch nie, Tendenz steigend. Auch weil die Wirtschaft der Schwellenländer wie China, Brasilien und Indien weiter boomt.
Heute gibt es etwa 500 Millionen Autos, im Jahr 2030 werden es rund 2,3 Milliarden sein und damit steigern wir den CO2-Ausstoß durch Verkehr von 4,4 Mrd. auf über 10 Mrd. Tonnen. So ist die Klimakatastrophe nicht zu verhindern.
Oder vielleicht doch? Im südafrikanischen Durban sitzen die Vertreter der Welt zusammen, um genau darüber zu diskutieren. Es hat bisher mehr als ein Dutzend UN-Klimakonferenzen gegeben - noch immer aber wird über die gleichen Probleme geredet.
Professor Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung sagte im rbb-Inforadio, das Klimaschutzziel - den Anstieg der Erdtemperatur auf zwei Grad zu begrenzen - sei noch zu erreichen, wenn die Schutzmaßnahmen tatsächlich umgesetzt würden.
Zwar seien die Fortschritte bei globalen Klimakonferenzen wie der aktuellen in Durban viel zu langsam seien, um das Problem in den Griff zu bekommen. Ermutigend finde er aber den Fortschritt bei den erneuerbaren Energien:
"Wir wissen heute, dass wir den Energiebedarf der Menschheit tatsächlich in den nächsten Jahrzehnten umstellen können auf Erneuerbare, wenn wir das wollen, auch zu durchaus moderaten Kosten, so dass die Lösung des Problems heute wesentlich optimistischer aussieht als man das noch vor zehn oder 20 Jahren sagen konnte."
Das Gespräch führte Heiner Martin.