Gabriele Heuser (Bild: Dieter Freiberg)
(Bild: Dieter Freiberg)

Aus der Praxis der GIZ

Auslandsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) berichten von ihrer Arbeit in Entwicklungs- und Transformationsländern. Hier erfährt der Steuerzahler, wofür Gelder in der Entwicklungszusammenarbeit ausgegeben werden. Abseits der üblichen Berichterstattung präsentiert Gabriele Heuser Länder, die im Fokus der Nachrichten stehen, aus einem anderen Blickwinkel - oder gibt neue Einblicke in Länder, die kaum in den Medien präsent sind und dennoch interessante Entwicklungen durchlaufen.

"Ja zum Frieden", Versammlung zur Unterschrift des Friedensabkommens in Bogotá
Camilo Ara

Kolumbien: Friedensprozess mit Rückschlägen

Vor einem Jahr unterzeichneten die kolumbianische Regierung Lateinamerikas älteste und größte Guerillabewegung FARC nach vierjährigen Verhandlungen ein Friedensabkommen. Die FARC legte ihre Waffen nieder und stellte sich als Partei neu auf. In den Verhandlungen mit der zweitgrößten Guerilla ELN konnte ebenfalls ein Waffenstillstand erreicht werden und auch die Paramilitärs kündigten jetzt ihre Bereitschaft zur Entwaffnung an. Anja Heuft ist Leiterin des GIZ-Projekts ProPaz (Für den Frieden) in Kolumbien. Im Gespräch mit Gabriele Heuser erörtert sie derzeitige Entwicklungen vor Ort und die Maßnahmen, welche die GIZ im Auftrag der Bundesregierung ergreift, um den Friedensprozess in Kolumbien voranzutreiben.

Die Solarstation NOOR in der Region Ouarzazate
GIZ

Marokko - Wege aus der Perspektivlosigkeit

Seit den 1960er Jahren hat sich Marokko zu einem wichtigen Herkunftsland von Migranten in Europa entwickelt. Denn in Marokko lebt noch heute rund ein Fünftel der ländlichen Bevölkerung in Armut. Die Unzufriedenheit vieler Menschen über mangelnde Bildungschancen und Entwicklungsmöglichkeiten, nicht ausreichende Perspektiven am Arbeitsmarkt, sowie eine qualitativ nicht ausreichende berufliche Qualifizierung stellen die Regierung vor große Herausforderungen. Jürgen Dierlmaier, Landesdirektor der GIZ in Marokko, berichtet im Gespräch mit Gabriele Heuser über Maßnahmen, Zukunftsperspektiven für Menschen in Marokko zu entwickeln.

Nigeria: Kinder vor einer Hütte eines Lagers für von der Terror-Organisation Boko Haram Vertriebenen (Bild:
imago stock&people

Nigeria – Afrikas taumelnder Riese?

Nigeria ist mit mehr als 180 Millionen Einwohnern nicht nur das bevölkerungsreichste Land in Afrika, es ist neben Südafrika auch die größte Volkswirtschaft des Kontinents. Gleichzeitig gilt das Land als eines der instabilsten weltweit. In der Reihe "Aus der Praxis der GIZ" spricht Gabriele Heuser mit Thomas Kirsch, dem Landesdirektor der GIZ in Nigeria. Er berichtet über die Entwicklung Nigerias in den letzten Jahren, aber auch über Herausforderungen und Aussichten für das westafrikanische Land.

Vietnamesische Bauern bepflanzen ein Reisfeld im Mekong Delta (Bild: imago/imagebroker/giovannini)
imago/imagebroker/giovannini

Vietnams Kampf gegen den Klimawandel

Mehr als 245 Millionen Menschen werden weltweit mit Reis aus dem Mekong-Delta versorgt. Das macht Vietnam zum zweitgrößten Reisexporteur der Welt. Doch die Küstenregion kämpft wie kaum eine andere mit den Folgen des Klimawandels, die auch die Reisernte bedrohen.  Im Gespräch mit Gabriele Heuser berichtet Jochem Lange, Landesdirektor der GIZ in Vietnam, über die derzeitigen Herausforderungen und Aussichten für das Land.

Sonnenuntergang im Khama Rhino Sanctuary in Botswana (Bild: GIZ/Anja Assmann)
GIZ

Paradies im Diamantenfieber

Die Republik Botsuana gilt seit mehr als zwei Jahrzehnten als afrikanisches Musterland: Sie hat sich von einem der ärmsten Länder der Welt zu einem aufstrebenden Land mit mittlerem Einkommen entwickelt. Einen zentralen Anteil daran hat der Bergbau, und hier insbesondere die Diamantenförderung, Botsuanas größter Wirtschaftssektor. Aber auch der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für das Land. Dabei setzt Botsuana nicht nur auf hochpreisigen, sondern auch auf besonders nachhaltigen Tourismus.