Ein zerstörtes Gebäude in Afghanistans Hauptstadt Kabul (6. Februar 2017) (Bild: imago/Xinhua)

- Abgeschoben aus Deutschland - in den Krieg

Bund und Länder wollen die Zahl der Abschiebungen nach Afghanistan erhöhen. Davon sind auch Menschen betroffen, die seit Jahren in Deutschland leben, integriert sind, einen Job haben, Steuern bezahlen. Wenig später sitzen sie mit leeren Händen in Kabul, einer Stadt, in der im vergangenen Jahr 300 Menschen durch Bomben um Leben kamen. ARD-Korrespondent Jürgen Webermann hat drei von ihnen getroffen.

Matiullah, wurde aus Deutschland nach Afghanistan abgeschoben, Quelle: Jürgen Webermann
Matiullah

Wie gehen Amir, Matiullah und Samir mit dem neuen Alltag in Afghanistan um – einem Land, in dem es nicht sicher ist? Was erwartet die Abgeschobenen? Matiullah hat in Deutschland eine Ausbildung gemacht und sogar Steuern gezahlt. Trotzdem wurde er – begleitet von drei Polizisten – nach Kabul abgeschoben. Nun ist er verzweifelt und ratlos, wie es weiter gehen soll. Matiullah sagt, er sei bei einem Anschlag auf das Oberste Gericht in Kabul leicht verletzt worden.

Samir Narang (li) und sein Zimmernachbar Rajpal - Foto: ARD/Jürgen Webermann
Samir Narang (li) und sein Zimmernachbar Rajpal

Und Samir gehört zur religiösen Minderheit der Hindus, die in Afghanistan diskriminiert werden. Die Vereinten Nationen betonen, dass die Sicherheitslage auch 2017 schlechter werden dürfte. Und das Flüchtlingshilfswerk UNHCR schreibt, man könne nicht zwischen sicheren und unsicheren Gebieten unterscheiden.

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