Neuköllner Oper
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Bild: imago/F. Berger

- 40 Jahre Neuköllner Oper: "Immer neugierig auf das Leben"

Am kommenden Sonntag feiert eines der langlebigen Off-Theater Berlins, die Neuköllner Oper, mit vielen Weggefährten ihren 40. Geburtstag. Was die Macher und Macherinnen immer wieder und besonders jetzt umtreibt, bespricht Harald Asel mit dem Künstlerischen Leiter der Neuköllner Oper, Bernhard Glocksin.  

Eigentlich hatten Bernhard Glocksin und seine Mitstreiter gar keine Lust, den 40. Geburtstag der Neuköllner Oper zu feiern. Dass man es nun doch tut, hat mit den Gründungsvätern zu tun, erklärt der Künstlerische Leiter, "der Gründungsgeneration, der wir das alles zu verdanken haben. Das ist für uns ein Anlass zu gucken: Wo steht die Neuköllner Oper jetzt und was sind die Zweige, die Arbeitsfelder, die wir aufgetan haben? Es ist so eine Art Boxenstopp.

Kein Problem mit Abwerbungen

In gewisser Weise war und ist die Neuköllner Oper auch schon immer ein Ausbildungsbetrieb: Immer wieder werden Talente von dort abgeworben. Damit hat Bernhard Glocksin aber gar kein Problem: "Wir leben in so einer Zeit, in der das Talente angeln so ein bisschen Mode ist – aber Talente erst, wenn sie als solche schon den Stempel haben. Und da sind wir ja anders drauf. Wir sind ja seit 40 Jahren bekennende Scouts und Gräber, nicht nur was vergessene Werke, sondern auch was noch unentdeckte, junge Künstler betrifft. Und da ist das Haus schon auch einzigartig, denke ich, weil wir komplett drauf setzen, dass wir sagen: Wir entdecken Sänger, Komponisten, Autoren, Regisseure und gehen mit denen ein Stück. Und dann sind sie irgendwann woanders – und das ist toll!"

Warum Bernhard Glocksin genau den umgekehrten Weg einschlug, welche Freiheiten er an der Neuköllner Oper hat, die er woanders nicht hätte und was er sich von Kultursenator Klaus Lederer wünscht, darüber spricht Kulturredakteur Harald Asel mit ihm im Vis à vis.

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