Schauspieler Lars Eidinger
imago/ITAR-TASS
Bild: imago/ITAR-TASS

- Lars Eidinger: "Das war ein neues Gefühl für mich"

Die Rolle als Zar Nikolai II im russischen Film "Mathilde" wird der Berliner Schauspieler Lars Eidinger wohl nie vergessen: Weil es eine große Ehre war, als Deutscher diese Rolle zu spielen. Und weil er anschließend von fanatischen Nationalisten öffentlich bedroht wurde. Mit Alexander Soyez spricht er über die überaus ungewöhnlichen Arbeiten an dem Film - und über alles, was er nach sich zog.

Der Berliner Schauspielstar Lars Eidinger als Zar Nikolai II - und das in einem großen russischen Liebes- und Geschichtsepos fürs Kino: Das allein hat in Russland schon für Aufregung gesorgt, die sich kurz vor Filmstart von "Mathilde" allerdings zu einem handfesten Skandal ausweitete.

Wie und was das Melodram über die verbotene Liebschaft des Zaren vor seiner Krönung erzählt, war kaum mehr ein Thema. Stattdessen gab es Boykott-Aufrufe, offene Drohungen von Ultra-Nationalisten und der Orthodoxen Kirche gegen die Macher - und auch einen Molotow-Cocktail-Anschlag auf Regisseur Alexej Utschitel.

Nach Drohungen direkt gegen seine Person traute sich auch Lars Eidinger nicht, zur Premiere nach St. Petersburg zu reisen. In dieser Woche startet "Mathilde" mit deutlich weniger Aufregung in unseren Kinos. Alexander Soyez hat sich mit Lars Eidinger über den Zaren, die Russen, den Skandal, Putin und die Widerstände gegen den Film unterhalten.

Zur Sendungs-Übersicht

Interviewsituation. Symbolbild für die Sendereihe Vis à vis [colourbox]

Vis à vis

Hintergründe, Meinungen und Analysen im Dialog: Hier kommen Menschen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu Wort.