Heide Ecker-Rosendahl damals (1970) und heute
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Bild: imago sportfotodienst/ Chai v.d. Laage

- "Miss Leichtathletik" mit Ringelsocken

Sie ist nicht nur eine der größten deutschen Leithathletinnen, sie war zu ihrer aktiven Zeit so was wie ein Popstar: Heide Ecker-Rosendahl, Doppel-Olympiasiegerin von 1972. Dennis Wiese aus der Inforadio-Sportredaktion hat sie 45 Jahre nach den Spielen von München getroffen. Dabei hat die frühere Weltklasse-Leichtathletin auch das Geheimnis ihres Markenzeichens gelüftet - das der rot-weißen Ringelsocken.

Heide Ecker-Rosendahl hat das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse erhalten, wurde vom Boulevard einst als "Miss Leichtathletik" gefeiert und sogar von der BRAVO ausgezeichnet. 1972 war sie der große Star der Olympischen Sommerspiele in München. Zwei Mal hat sie Gold gewonnen, einmal Silber. Ihr Prämien damals: Bügeleisen und Eierkocher. Aber das ist für sie ganz in Ordnung so: "Man hat den Sport nicht gemacht, um damit Geld zu verdienen."

Auch das Attentat auf die israelischen Sportler hat sie hautnah miterlebt. Für die und die anderen deutschen Athletinnen war das sehr dramatisch, erzählt sie: "Wir hatten eine sehr enge Beziehung zu der israelischen Mannschaft, wir waren selbst in Israel im Trainigslager, die israelische Frauenmannschaft war vor den Spielen bei uns in Leverkusen, so dass wir uns auch alle sehr gut kannten. Und dann kam dieses Attentat."

Wie sie damit umging, selbst auch eine Morddrohung zu bekommen, warum sie immer Nickelbrille und Ringelsocken trug und warum sie mit Mitte Zwanzig bereits ihre Karriere beendete, erzählt sie Dennis Wiese im Vis-à-Vis.

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