Die französische Schriftstellerin Françoise Sagan 1987
imago/ZUMA Press/Ulf Andersen/Aurimages
Bild: imago/ZUMA Press/Ulf Andersen/Aurimages

- Von Farben und Tristesse

In dieser Ausgabe von "Quergelesen" mit Ute Büsing geht es um "Schwarz und Weiß", genauer um ein Paar mit diesen Hautfarben im neuen New York-Roman von Irene Dische. Im Nachklapp der Buchmesse stellen wir Ihnen Neuerscheinungen aus dem Gastland Frankreich vor. "Der letzte Buddha" von Markus Braun sorgte für Aufsehen, Renée Zucker hat das Buch gelesen. Und wie immer gibt es weitere Neuigkeiten aus der Welt der Literatur.

Der Man Booker Prize ist mit 56.000 Euro die höchste britische Literaturauszeichnung und geht in diesem Jahr zum zweiten Mal an einen US-amerikanischen Autor: George Saunders, der die Jury mit seinem Debüt Lincoln in the Bardo überzeugte. Kommenden Mai soll der Roman auf Deutsch im Luchterhand Verlag erscheinen.

Die vielstimmige neue französische Literatur hat auf der vergangenen Frankfurter Buchmesse fasziniert. Eine frühe freie Stimme wurde dabei in der Neuübersetzung von Rainer Moritz wiederentdeckt: Bonjour Tristesse von Françoise Sagan. Jana Treffler hat die Neuübersetzung des bei Ullstein erschienenen Weltbestsellers für uns gelesen. Ebenfalls aus Frankreich: der neue Asterix. Asterix in Italien lautet der Titel.  

Der letzte Buddha von Markus Braun hat Aufsehen erregt. Der minimalistisch-meditative Polit-Thriller zwischen Tibet und China beruht auf einer wahren Geschichte: dem Verschwinden des vom Dalai Lama als Wiedergeburt erkannten kindlichen Nachfolgers. Renée Zucker hat das Buch mit großer Begeisterung gelesen.

Nach acht Jahren hat die Deutsch-Amerikanerin Irene Dische wieder einen Roman vorgelegt. In Schwarz und Weiß nimmt sie am Beispiel eines "mixed race couples", wie man in den 1970er und 1980er Jahren noch sagte, die unterschwelligen Rassen-Zuschreibungen in den USA aufs Korn. Ute Büsing hat das Buch gelesen.

Bestsellerautor Daniel Kehlmann hat ebenfalls ein neues Buch auf den Markt gebracht. Tyll heißt es und dreht sich um den sagenhaften Till Eulenspiegel. Knut Cordsen hat den Schelmenroman gelesen.  

Veranstaltungshinweise

Am Dienstag, dem 24. Oktober um 20 Uhr stellt Reisereporter Andreas Altmann seine "Gebrauchsanweisung für das Leben" im Kesselhaus der Kulturbrauerei vor.

Ebenfalls am 24. Oktober um 20 Uhr liest Stefanie Sargnagel, die Wienerin mit der roten Baskenmütze, ihre "Statusmeldungen" im Festsaal Kreuzberg. Es geht um Flüchtlinge, Flexitarier und die FPÖ.

Buchinfos

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  • George Saunders
    "Lincoln in the Bardo"
    Novelle
    Random House
    368 Seiten

  • Françoise Sagan
    "Bonjour tristesse"
    Roman
    Ullstein Verlag
    185 Seiten

  • Jean-Yves Ferri und Didier Conrad
    "Asterix in Italien"
    Egmont Comic Collection
    48 Seiten

  • Marcus Braun
    "Der letzte Buddha"
    Roman
    Hanser Berlin
    208 Seiten

  • Irene Dische
    "Schwarz und Weiß"
    Roman
    Hoffmann und Campe Verlag
    496 Seiten

  • Daniel Kehlmann
    "Tyll"
    Roman
    Rowohlt
    480 Seiten

     

Sendung

Die Schauspielerin Sophie Nelisse als Liesel Meminger in einer Filmszene des Kinofilms "Die Bücherdiebin". (Bild: dpa)
dpa

Quergelesen

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