Demonstration in Nairobi, Kenia
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- Kenia in der Krise: Pokern um die Präsidentschaftswahl

Wird am Donnerstag nun in Kenia gewählt oder nicht? Eigentlich soll am 26.Oktober die Wiederholung der vom Obersten Gericht wegen angeblicher Hacker-Angriffe annullierten Präsidentschaftswahl vom September stattfinden. Doch der Oppositionsführer verlangt eine Verschiebung, der Präsident weigert sich. Korrespondent Alexander Göbel berichtet über das Wahl-Chaos in Kenia.

Nur noch wenige Tage, dann sollen die Kenianer eigentlich zur Neuauflage der Präsidentschaftswahl in die Wahlbüros kommen. Die erste Wahl im August hatte Amtsinhaber Kenyatta klar gewonnen, doch Anfang September annullierte Kenias Oberstes Gericht die Abstimmung wegen angeblicher Hacker-Angriffe auf die Auszählung. Die Neuwahl muss laut Verfassung binnen 60 Tagen stattfinden, als Termin wurde der 26. Oktober festgelegt, also kommender Donnerstag.

Ob es nun aber tatsächlich zu dieser Wahl kommt, ist mehr als fraglich: Denn Präsident Kenyattas schärfster Widersacher, Oppositionsführer Odinga, gab vor kurzem bekannt, er werde nicht zur geplanten Neuwahl antreten, stattdessen lässt er seine Anhänger demonstrieren und verlangt eine weitere Verschiebung des Urnengangs – was Präsident Kenyatta natürlich ablehnt. Mittendrin: die Wahlkommission, massiv unter Druck. In Kenia herrscht inzwischen das totale Wahl-Chaos; viele Menschen fürchten eine weitere ethnische und politische Spaltung.

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Dominik Lenz befragt den Inhaber einer Mühle (Foto: Inforadio/Kattner)
Inforadio/A. Kattner

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