Nahaufnahme

Die aktuelle Sendung

Onsen-Bad in Kyushu, Japan (Bild: imago/robertharding)

Entspannung auf Japanisch: Onsen

Japaner lieben das Baden. Noch heute nimmt jede Japanerin, jeder Japaner allabendlich ein Vollbad. Man wärmt sich auf, bevor man ins Bett geht, spült den Staub des Tages von Körper und Seele, tankt Energie für den neuen Tag. Das ist eine Tradition mit einer langen Geschichte aus einer Zeit, als es Bäder im eigenen Haus noch gar nicht gab und man gemeinsam ins heiße Thermalbad stieg. Aus der Mode gekommen ist es nie, im Gegenteil:  Ob schlicht oder mit allen Schikanen, ein Besuch im "Onsen" ist noch immer ein besonderes Vergnügen. Das hat jetzt auch Japan - Korrespondent Jürgen Hanefeld  am eigenen Leib erfahren.

Nahaufnahme

  • Über die Sendung

  • Sendezeiten

Sendungsarchiv

Menschen in Pekings Haupteinkaufsstraße Wangfujing (Bild: imago/robertharding)

Gläserne Chinesen

China möchte bis 2020 ein System aufbauen, das das Verhalten seiner Bürger anhand von Spuren im Internet bewertet. Das so genannte "Sozialkreditsystem“ soll alles erfassen: Schulden-Historie, Zahlungsmoral, Strafregister, Einkaufsgewohnheiten und soziales Verhalten. Chinas Kommunistische Partei möchte die Bürger damit zu ehrlichem Verhalten erziehen und den perfekten autoritären Staat schaffen. China-Korrespondent Axel Dorloff hat sich angesehen, wie das funktioniert und was es für die Chinesen bedeutet.

Kirchentag 2017 (Bild: imago/Schlueter)

Es ist angerichtet für den Kirchentag

Alle zwei Jahre findet ein Evangelischer Kirchentag statt - ab Mittwoch in Berlin, Potsdam und Wittenberg. Rund 100.000 Menschen mit orangenen Schals werden erwartet und am Sonntag dann nach Wittenberg zum Abschlussgottesdienst weiterreisen. Eine Besonderheit dieses inzwischen schon 36. Deutschen Evangelischen Kirchentags: Über zwei Jahre liefen die Vorbereitungen. Ulrike Bieritz hat den langen Weg begleitet.

Präsidentschaftswahlen Iran: Anhänger des iranischen Präsidents Hassan Rouhani in Teheran (Bild: imago/UPI Photo)

Der Iran am Scheideweg

Rund 55 Millionen Iranerinnen und Iraner sind am Freitag dazu aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Sechs Kandidaten hat der Wächterrat zugelassen. Beobachter sind sich einig: es dürfte auf ein Duell zwischen dem Amtsinhaber Hassan Rohani und dem erzkonservativen Kleriker Ebrahim Ra'isi hinauslaufen. Iran-Korrespondent der ARD, Reinhard Baumgarten, ist schon seit Tagen in Teheran unterwegs und hat dort für uns die Stimmung vor dem Urnengang eingefangen.

Demonstration und Solidaritätsmarsch für gefolterte und ermordete Homosexuelle in der russischen Teilrepublik Tschetschenien. (Bild: imago/Christian Mang)

Schwulenverfolgung in Tschetschenien

In Ländern wie Saudi-Arabien, Iran, dem Jemen, Mauretanien oder Sudan steht auf Homosexualität die Todesstrafe. Weltweit gibt es 77 Länder, in denen Gesetze die sexuelle Freiheit immer noch massiv einschränken. Die meisten davon befinden sich in Afrika und im Nahen Osten, aber auch in Europa werden Schwule, Lesben und Transsexuelle immer noch verfolgt - beispielsweise in Tschetschenien, einer autonome Republik im Südwesten Russlands. Von dort sind mindestens hundert Schwule bekannt, die von den Behörden verfolgt, in geheime Gefängnisse verschleppt und dort gefoltert wurden. ARD-Korrespondentin Sabine Stöhr in Moskau hat sich ihre erschütternden Geschichten angehört.

Langzeitarchiv

RSS-Feed
  • Schüler beim Essen (Foto: imago/Xinhua)

    Bargeld für Bedürftige

    Um sich eine eigene Existenz aufzubauen, bedarf es in Kenia nicht immer riesiger Geldbeträge. Oft reicht auch schon eine kleine Anschubfinanzierung. Ein kleiner Geldbetrag jeden Monat und keinerlei Verwendungs-Vorschriften - so kennen wir das Prinzip des sogenannten bedingungslosen Grundeinkommens. Das versucht nun eine Gruppe engagierter Leute umzusetzen und für Existenzgründungen zu nutzen. Die Organisation "Give Directly" hat in Kenia ein großangelegtes Pilotprojekt gestartet, um zu beweisen: Bargeld funktioniert - bei der Armutsbekämpfung und als effektive, weil verwaltungskostensparende Entwicklungshilfe. Die ARD-Korrespondentin in Ostafrika, Linda Staude, hat sich angesehen, wie das funktioniert.

  • Der Mitte-Links-Politiker und Präsidentschaftskandidat, Moon Jae In (Bild: Ahn Young-Joon/AP/dpa)

    Zwischen Kerzen und Raketen: Wahlkampf in Südkorea

    Am 9. Mai wählen die Südkoreaner einen neuen Präsidenten. Eigentlich hätte diese Wahl erst im Dezember stattfinden sollen, aber die bisherige die bisherige Staatschefin Park Geun-Hye wurde nach öffentlichen Protesten aus dem Amt gejagt. Sie sitzt unter der Anklage des Machtmissbrauchs und der Korruption im Gefängnis. Der Demokrat Moon Jae In geht als Favorit ins Rennen, wie unser Korrespondent Jürgen Hanefeld berichtet.  

  • Volksbühne Berlin, 20.4.2017, Quelle: imago/ZUMA Press, Jan Scheunert

    Die letzten Tage der Ära Castorf

    Im Sommer endet an der Berliner Volksbühne eine Ära. Nach einem Vierteljahrhundert verlässt Frank Castorf das Haus, das er ästhetisch und politisch geprägt hat. Die Politik hat den bisherigen Museumskurator Chris Dercon als Nachfolger bestimmt. Am Rosa-Luxemburg-Platz läuft gerade der Abschiedsreigen. Zum letzten Mal sind prägende Inszenierungen der Intendanz Castorf zu sehen. Ute Büsing hat sich in dieser Abschiedstimmung unters Volk gemischt.

  • Parlamentswahl in Algerien (Bild: imago/ZUMA Press)

    Parlamentswahl in Algerien

    Die Menschen in Algerien sind am Donnerstag zur Wahl eines neuen Unterhauses im Parlament aufgerufen. Während viele Länder Nordafrikas tiefgreifende Umwälzungen durchmachen und teilweise in Bürgerkrieg versinken, bleibt Algerien relativ stabil. Das flächenmäßig größte Land Afrikas stagniert. Doch die Ruhe ist teuer bezahlt. Womöglich wird wieder nur ein kleinerer Teil der Wahlberechtigten auch zur Stimmabgabe gehen: Denn trotz der großen Unzufriedenheit im Land ist die Angst vor Veränderungen groß.  Unser Algerien-Korrespondent Jens Borchers hat versucht herauszufinden, warum.

  • Hannah-Höch-Schule Berlin-Reinickendorf (Bild: imago/Ulli Winkler)

    Bonusprogramm für Brennpunktschulen: "Nicht mehr wegzudenken"

    Wie können es Schulen in sozialen Brennpunkten schaffen, dass ihre Schüler dort gerne und erfolgreich lernen? Seit gut drei Jahren bekommen diese Schulen zusätzliches Geld vom Land, nämlich bis zu 100.000 Euro pro Jahr aus dem so genannten Bonus-Programm. Damit können sie etwa zum Beispiel Theaterprojekte finanzieren, ihre Bibliotheken besser ausstatten oder zusätzliche Sozialarbeiter einstellen. Was bringt den Schulen diese Unterstützung? Kirsten Buchmann hat sich umgehört.

  • Volle Schubleichter vor dem Abtransport nach Rummelsburg, Quelle: Inforadio

    Königs Wusterhausen: Ein Hafen braucht Kohle

    Den Ausstieg aus der Braunkohle gibt es nicht umsonst. Wenn man in Zukunft auf diesen Energieträger verzichten will, kostet das erstmal Arbeitsplätze. Vor allem in der Lausitz, aber auch in Berlin und Umgebung. In der Hauptstadt stellt Vattenfall Ende Mai das Rummelsburger Kraftwerk um auf Gas. Noch schaffen Frachtschiffe täglich tonnenweise Lausitzer Braunkohle dort hin. Beladen werden diese Frachter seit Jahrzehnten schon im Hafen von Königs Wusterhausen. Der verliert damit sein Kerngeschäft. Inforadio-Reporterin Marie Asmussen hat sich den Betrieb dort angesehen.

  • Das Sommerhaus der Familie Alexander (Bild: Archiv der Familie Alexander)

    90 Jahre deutscher Geschichte - in einem Sommerhaus

    Ein 90 Jahre altes kleines Sommerhäuschen zwischen Berlin und Potsdam erzählt die großen Brüche der deutschen Geschichte. "Sommerhaus am See" hat der britische Autor Thomas Harding sein Buch genannt, ein Bestseller. Dieses Haus seiner aus Deutschland vertriebenen Familie hat Harding vor dem Abriss gerettet. Jetzt wird es renoviert. Maria Ossowski hat die Familie, Zeitzeugen und den Architekten im Sommerhaus getroffen.

  • Schiitische Huthi-Kämpfer in Sanaa, Quelle: Hani Mohammed, AP

    Jemen: Wie können Krieg und Hunger beendet werden?

    Am Donnerstag beginnt in Berlin die G20-Konferenz unter dem Titel "Eine Welt ohne Hunger". Im Fokus dabei: Die Entwicklung des ländlichen Raums. Doch es gibt Länder, in denen ist so eine Entwicklung gar nicht möglich, weil Bürgerkrieg herrscht. Krieg und Hunger sind oft eng miteinander verbunden. Das ist auch im Jemen so. Die UN-Geberkonferenz hat dem arabischen Land Milliardenhilfen in Aussicht gestellt. Doch der Bürgerkrieg wird trotzdem weiter toben. ARD-Korrespondent Jürgen Stryjak mit einem aktuellen Bericht aus dem geschundenen Land.

  • Die gesperrte Allende-Bruecke (Quelle: rbb/ Rautenberg)

    Angeschlagene Allende-Brücke

    Akute Einsturzgefahr - so lautete vor drei Jahren die Diagnose für die Salvador Allende-Brücke, eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in Köpenick. Das Bauwerk wurde im Februar 2014 halbseitig gesperrt, es sollte abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Passiert ist seitdem - jedenfalls optisch - nichts. Der gesperrte Brückenteil rottet vor sich hin und der Verkehr zwängt sich derweil über die verbliebene Fahrbahn. Woran liegt es, dass es mit dem Bau nicht vorwärts geht? Inforadio-Reporter Thomas Rautenberg hat sich vor Ort umgehört.

  • Mexikanische Arbeiterinnen auf einer Kaktusfarm (Bild: imago/Sabine Gudath)

    Wo stehen Frauen in anderen Ländern?

    Unter prominenter Beteiligung von Ivanka Trump, der Tochter des US-Präsidenten, dreht sich am Dienstag und Mittwoch in Berlin alles um die Rolle der Frau in der Wirtschaft. Unter dem Kürzel "W20" soll vor allem ihre Arbeitssituation in den 20 größten Industrie- und Schwellenländern beleuchtet werden. Wie es um ihre Lage in Mexiko, Saudi-Arabien, Australien und Südafrika bestellt ist, berichten von dort unsere Korrespondentinnen.

  • Lisa Wiese im Folienzelt, Quelle: Inforadio, M. Asmussen

    Vom Hörsaal auf die märkische Scholle

    Moderne Berliner stehen auf Bio, am besten aus Brandenburg. Noch ist das Angebot dort ziemlich überschaubar. Aber das kann sich ändern - durch die Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Die bietet als eine von gerade mal zwei  Hochschulen in Deutschland den Studiengang Ökolandbau an. Auch deshalb kommen mehr als zwei Drittel der Studierenden des Fachbereichs aus den alten Bundesländern. Von denen bleiben nicht wenige nach dem Studium als Ökobauern in Brandenburg. Marie Asmussen hat einen gerade entstehenden Hof bei Bad Freienwalde besucht.

  • Hollande-Anhängerin in Tulle (Bild: imago/Xinhua)

    Das Dilemma von Tulle

    Das Städtchen Tulle in Zentralfrankreich ist die Wahlheimat von Noch-Präsident François Hollande. Immerhin war er acht Jahre lang Bürgermeister der Stadt. Die Sozialisten hier haben die ganze Regentschaft über dem unbeliebten Hollande die Treue gehalten. Und nun? Immerhin hat der sozialistische Kandidat Benoît Hamon jahrelang gegen Hollande rebelliert. Kerstin Gallmeyer nach Tulle aufgemacht und mit Sozialisten gesprochen, die vor dem Scherbenhaufen ihrer Partei stehen.

  • Marine le Pen auf einer Wahlkampfveranstaltung (Bild: imago/Aurelien Morissard)

    Reims: Von links nach rechts

    Was ist mit den Menschen geworden, die in Frankreich früher mehrheitlich die kommunistische Partei gewählt haben? Wen wählen sie heute? Die Antwort ist so klar wie bedrückend: sie wählen vorrangig extrem-rechts, den Front National. Das ist auch in Reims der Fall, etwa eine Stunde östlich von Paris in der Champagne gelegen. Grassierende Arbeits- und Perspektivlosigkeit treiben die Wähler nach rechts. ARD-Korrespondentin Barbara Kostolnik hat sich in Reims umgesehen.

  • Wahlplakate der Präsidentschaftskandidaten, französische Präsidentschaftswahl 2017 (Bild: imago/Seyfferth )

    Ein ungewöhnlicher Unternehmer in Nantes

    Blockade, Stillstand, Krise. Viele französische Unternehmer sind nicht gut auf Präsident Hollande und seine sozialistische Regierung zu sprechen, vor allem die unzähligen bürokratischen Hemmnisse stoßen vielen sauer auf. Wer aus Altersgründen sein Unternehmen weitergeben möchte, hat daher mit allerlei Widrigkeiten zu kämpfen. Ein Unternehmer aus Nantes will nun seine eigens aufgebaute Firma an seine Mitarbeiter verkaufen. Unser Korrespondent Marcel Wagner hat Eric Belile getroffen.

  • Chemieindustriegelände von Carling in Lothringen (Bild: imago)

    Lustlos in Lothringen

    Von wegen blühende Landschaften: Das Fenschtal in Lothringen, tief im Osten Frankreichs, hat lange von der Stahlindustrie gelebt. Nun, da die Stahlindustrie darnieder liegt, liegt auch im Fenschtal Vieles im Argen. Im Rahmen einer "Tour de France" unserer Korrespondenten vor den Präsidentenwahlen am Wochenende ist Kerstin Gallmeyer nach Lothringen gereist und hat verunsicherte, desillusionierte und wütende Menschen getroffen.

RSS-Feed

Auch auf Inforadio.de

Weltsichten

An Ort und Stelle: In unserer Inforadio-Reihe "Weltsichten" senden wir Reportagen der ARD-Korrespondenten aus aller Welt. 

Hier geht's zum Internet (Bild: Götz Gringmuth)

Digitales Leben

Erfahren Sie, was in der Netzwelt im Gespräch ist: Von Themen, die aktuell im Internet diskutiert werden, bis hin zu netzpolitischen Themen, Netzsicherheit und Technik-Trends. Außerdem schauen unsere Netzreporter ab und zu in ausländische Internetforen oder Blogs. Beiträge und Gespräche für Internet-Laien und Nerds.