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Die aktuelle Sendung

Der Strand vor einem Fischerdorf mit Hochhausbauten im Hintergrund - Mumbai, Indien, Quelle: imago/robertharding

Illegaler Sandabbau in Indien

Indiens Bevölkerung explodiert - die Folge: ein ungezügelter Bauboom. Um zu bauen, braucht es Sand. Genauer gesagt grobkörnigen Bausand. Der wertvolle Rohstoff wird im Wasser von Billigst-Löhnern abgebaut, und das unter illegalen, lebensgefährlichen und menschenunwürdigen Bedingungen. Die Verdienste streicht die Baumafia ein. ARD-Korrespondent Bernd Musch-Borowska berichtet.

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Sendungsarchiv

Der Landsitz von Brecht und Weigel (Bild: rbb/Rautenberg)

Streit um Brechts früheren Sommersitz

Dass auch an idyllischen Orten größter Unfrieden herrschen kann, zeigt sich momentan am Beispiel des Sommersitzes von Berthold Brecht und Helene Weigel nahe des Buckower Sees: Hier wird nämlich darum gestritten, ob der Denkmalschutz wichtiger ist als ein Pavillon für die Besucher. Wer mit wem streitet und wie der Streit nach aktuellem Stand ausgehen wird, weiß Inforadio-Reporter Thomas Rautenberg.

Puppen des philippinischen Präsidenten Duterte (Bild: imago/Dacalanio)

Dutertes zweite Front

Die Berichte aus der Stadt Marawi im Süden der Philippinen erinnern eher an Szenen aus Syrien oder dem Irak. Flaggen des "Islamischen Staats" (IS) wehen an den Autos. Rund 100 islamistische Terroristen marodieren durch die Straßen. Sie besetzen ein Krankenhaus. Feuergefechte toben seit Wochen zwischen den Häusern, in denen sich Scharfschützen positioniert haben. Präsident Duterte hat das Kriegsrecht verhängt und will auch hier jetzt durchgreifen, wie Holger Senzel berichtet.

Hinweis auf Ersatzbus (Bild: rbb/Wendling)

Ersatzverkehr in Kreuzberg - ein Selbstversuch

Noch bis zum 29. Juli fahren auf der U1 zwischen den Stationen "Hallesches Tor" und "Schlesisches Tor" keine Züge. Die Gleise werden ausgetauscht. Deshalb sind auf diesem Abschnitt 19 Ersatzbusse gleichzeitig im Einsatz - auf der ohnehin schon vollen Skalitzer Straße, auf der seit Monaten gebaut wird. Da ist das Verkehrschaos doch vorprogrammiert – müsste man meinen. Inforadio-Reporterin Sabrina Wendling hat es ausprobiert – und eine Überraschung erlebt.

EIn Demonstrant hält am 11.06.2017 in Rabat (Marokko) während eines Protests gegen Korruption und Machtmissbrauch ein Schild mit der Aufschrift «Freiheit, Gerechtigkeit» Foto: Mosa'ab Elshamy/AP/dpa

Marokko: Schlagworte gegen Schlagstöcke

In der nordmarokkanischen Stadt Al Hoceima reißen die Proteste nicht ab, seit mittlerweile sieben Monaten. Vor allem junge Menschen demonstrieren dort für mehr Arbeitsplätze, für eine bessere Gesundheitsversorgung, für Meinungsfreiheit. Gegen Korruption und schlechte Verwaltung. Seit eine der Führungsfiguren dieser Protestbewegung verhaftet wurde kommt es regelmäßig zu Handgemengen zwischen Polizei und Demonstranten. Schlagworte treffen auf Schlagstöcke. Jens Borchers, unser Korrespondent in Marokko, ist der Frage nachgegangen, was hinter diesen anhaltenden Protesten steckt.

Langzeitarchiv

RSS-Feed
  • Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Trebbin, Quelle: Amelie Ernst, Inforadio

    Junge Flüchtlinge zwischen Hoffen und Bangen

    Genau zwei Wochen ist es her, da machte das beschauliche Gerswalde in der Uckermark Schlagzeilen – oder besser: Einer seiner Bewohner… Nidal A., 17 Jahre alt, geflohen aus Syrien, soll seiner Mutter per WhatsApp geschrieben haben, dass er einen Selbstmordanschlag plant. Die Polizei nahm ihn fest, die Vernehmung ergab, dass er sich in den letzten Monaten selbst radikalisiert habe. Nidal A. wohnte, wie die meisten der rund 40.000 so genannten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Deutschland, in einer Gemeinschaftsunterkunft, zusammen mit anderen jugendlichen Asylbewerbern. Die meisten sind ein Jahr und länger dort und schwanken oft zwischen Frust, Hoffnung und Heimweh. So hat es auch unsere Reporterin Amelie Ernst erlebt -  in Trebbin, südlich von Potsdam.

  • Kumari in Nepal, 2016, Quelle: imago/ZUMA Press

    Nepal - das harte Los der Kindsgöttinnen

    Sie haben keine Kindheit wie andere Mädchen, sondern leben getrennt von ihrer Familie und der Außenwelt in einem Palast in Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal. Ihr Tagesablauf ist bestimmt von jahrhundertealten religiösen Ritualen, denn sie werden dort verehrt als Jungfrauengöttinnen, als Kumari. Kein leichtes Los für die Mädchen, die als Drei- oder Vierjährige dafür ausgewählt werden und am Ende ihrer Kindheit nach ihrer göttlichen Existenz wieder in ein irdisches Leben zurückkehren müssen, auf das sie oft niemand richtig vorbereitet hat. Nepal-Korrespondent Jürgen Webermann ist zwei von ihnen selbst begegnet: einer ehemaligen und einer amtierenden Kumari.

  • Schulkrankenschwester Tabea Müller am Verbandsschrank, Quelle: Thomas Rautenberg, Inforadio

    Traumjob Schulkrankenschwester

    Beim Toben auf dem Pausenhof verletzt - oder Bauchweh, und sei es auch nur wegen der Mathearbeit - um solche Fälle sollen sich an 20 Brandenburger Schulen künftig wieder Schulkrankenschwestern kümmern. Bei dem Modellprojekt geht es aber nicht nur um die Erstversorgung in einem Notfall. Die Schulkrankenschwestern sollen auch ein Auge auf gesundheitliche Pävention, ausreichend  Bewegung und richtige Ernährung der Schüler und Schülerinnen haben. Thomas Rautenberg hat sich das näher angesehen.

  • Ein Bewaffneter Polizist steht am 02.06.2017 in Marondera (Simbabwe) bei einer Jugend-Veranstaltung vor einem Porträt Robert Mugabe, dem Präsidenten von Simbabwe (Foto: dpa)

    Simbabwe hofft auf das Ende der Ära Mugabe

    Bei der G20-Konferenz zur Afrika-Partnerschaft in Berlin sollen in dieser Woche Anreize für private Investitionen in Afrika gestärkt werden. Warum das so schwierig ist, warum Investoren zögern, ihr Geld in Länder Afrikas zu stecken, die es dringend benötigen für die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes, das zeigt das Beispiel Simbabwe. Jan-Phlippe Schlüter berichtet.

  • Ein Bus der BVG in Berlin (Foto: imago/Stefan Zeitz)

    Unterwegs mit einem BVG-Busfahrer

    BVG-Busfahrer - das war mal ein durchaus gefragter Beruf für viele. Doch über die Jahre hat sich das geändert. Zunehmender Verkehr, mehr Übergriffe, schwierige Arbeitsbedingungen und Einkommen, die im bundesweiten Vergleich am Ende der Skala liegen: Das alles hat den Job weniger attraktiv gemacht. Inforadio-Reporterin Marion Lucke wollte wissen, wie sich das im Arbeitsalltag auswirkt. Sie hat einen Busfahrer auf seiner Tour durch die Berliner City-West begleitet. 

  • Stacheldraht in der Justizvollzugsanstalt ( JVA) Berlin Ploetzensee. (Bild: Thomas Trutschel/photothek.net/imago)

    Was bewirkt muslimische Seelsorge im Gefängnis?

    Wer in Deutschland im Gefängnis sitzt, den schützt das Strafvollzugsgesetz. Darunter fällt auch das Recht, entsprechend seines Glaubens seelsorgerlich betreut zu werden. Bei christlichen Gefangenen gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert gut bezahlte Pfarrer in den Justizvollzugsanstalten. Aber muslimische Seelsorger? Fehlanzeige. Jetzt gibt es in Berlin ein Pilotprojekt für die islamische Gefangenenbetreuung. Thomas Klatt hat sich das im Gefängnis Berlin-Plötzensee etwas genauer angeschaut.

  • Mobilen Einzelfallhelfer der Berliner Stadtmission (Foto: inforadio/Markus Streim)

    Willi Nadolny betreut Obdachlose

    Unter Brücken, in Parkanlagen oder auf der Straße - Obdachlose in Berlin werden an vielen Orten geduldet und auch unterstützt. Doch in öffentlichen Verkehrsmitteln hört die Hilfsbereitschaft meist auf. Fahrgäste fühlen sich belästigt - die S-Bahn klagt über verunreinigte Züge. Aber auch hier gibt es jetzt einen sozialen Lösungsansatz. Die Berliner Stadtmission schickt seit einigen Monaten mobile Einzelfallhelfer dahin, wo die Not am größten ist. Finanziert wird das Projekt von der Deutsche Bahn Stiftung. Markus Streim hat einen Sozialarbeiter begleitet.

  • Wahlhelfer tragen Wahlboxen zu einem Wahllokal in Edinurgh (Schottland) (Foto: imago/PA Images)

    Schottland: Bei der Unterhauswahl geht es auch um die Unabhängigkeit

    Nach dem dritten Terroranschlag binnen zehn Wochen stellt sich die Frage, wie sehr die Sicherheitsdebatte die Parlamentswahl in Großbritannien bestimmen wird und Politiker die Anschläge für ihre Zwecke missbrauchen werden. Für viele Schotten ist die Wahl auch ein Testlauf für ein mögliches neues Unabhängigkeitsreferendum. Unser Großbritannien-Korrespondent Jens Peter Marquardt hat den Wahlkampf in Schottland beobachtet - jedoch vor den Ereignissen in London am vergangenen Wochenende.

  • Assad Shirzad bei der Arbeit, Quelle: Matthias Bertsch, Inforadio

    Geflüchtete in Lindow: Angelernt und abgeschoben?

    Als im Herbst 2015 hunderttausende Geflüchtete nach Deutschland kamen, beschlossen einige Arbeitgeber, ihnen eine Chance in ihren Betrieben zu geben. So wurde aus manchem Flüchtling längst ein wichtiger Mitarbeiter. Doch einige davon sind nun von der Abschiebung bedroht. Bundesweit - und auch im brandenburgischen Lindow. Matthias Bertsch war dort.

  • Stadiongala beim Deutschen Turnfest den Schriftzug "Berlin 2017", Quelle: Uwe Anspach, dpa

    Turnfest: Ist Berlin noch eine Turnstadt?

    In der kommenden Woche bekommt Berlin Besuch von 80.000 Sportlern. Sie kommen für das Turnfest nach Berlin. Für viele sind Handstand, Flugrolle oder Reck und Barren antiquiert in Zeiten von hippen Sportarten wie Parcour oder Frisbee. Doch Turnen zählt bis heute zu den populärsten Formen des Breitensports. Jakob Rüger hat sich umgeschaut: Ist Berlin eigentlich noch eine Turnstadt?

  • Demonstration "Puls of Europe" am 30.4.17 in Berlin, Quelle: Jan Scheunert, imago stock&people

    Künstler für Europa

    Von Aachen bis Zwickau gehen die Menschen für Europa auf die Straße: "Pulse of Europe" hat sich zu einer breiten Bürgerbewegung entwickelt. Auch in Berlin, Potsdam, Rathenow und Cottbus gehen sonntags Tausende auf die Straße, um für Europa zu demonstrieren. Darunter sind auffällig viele Künstler und Kulturschaffende. Warum engagieren sie sich so stark? Und was möchten sie erreichen? Vanessa Loewel hat sie in Berlin beim Demonstrieren begleitet.

  • Cuba, Man mit Gitarre, Symbolfoto Cuba, Quelle: Mauro Grigollo, imago

    Kubas langsamer Abschied von den Castros

    Ein halbes Jahr nach dem Tod von Revolutionsführer Fidel Castro herrscht in Kuba weiter Stillstand - politisch. Der Tourismus hingegen wächst rasant, vor allem bei US-Amerikanern. Davon und von den Lockerungen des US-Embargos profitieren vor allem die selbständigen Berufe, die in der sozialistischen Planwirtschaft zugelassen sind. Der Annäherungsprozess zu den USA tritt derzeit auf der Stelle, weil noch niemand weiß, wie die Kuba-Strategie des Donald Trump aussehen wird. Korrespondentin Anne-Kathrin Mellmann berichtet.

  • ARCHIV - Ein Mann sammelt am 13.06.2017 bei Accra (Ghana) verwertbares Material am verschmutzten Korle Gono Strand.Foto: Christian Thompson/EPA/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

    Balis Kinder kämpfen gegen Plastikmüll

    In den Weltmeeren schwimmen gigantische Müllberge aus Plastik - Fische, Vögel und andere Tiere gehen daran oft jämmerlich zu Grunde. Auch an den Stränden ist der Plastikmüll ein Riesenproblem - zum Beispiel im indonesischen Bali. Dort hat eine Initiative von Kindern jetzt der Plastiktüte den Kampf erklärt. ARD-Südostasien-Korrespondent Holger Senzel berichtet.

  • In der Ruine des Zisterzienser Klosters Himmelpfort im August brannte das Haus lichterloh, Quelle: Inforadio

    Kampf gegen Abrissbirnen

    Kirchen, alte Wirtschaftsgebäude oder Klosteranlagen - gut 13.000 eingetragene Denkmäler gibt es in Brandenburg. Das Land lebt zwar von solchen Anziehungspunkten für Touristen, allerdings ist hier der Etat für die Denkmalpflege bundesweit am niedrigsten. Immer wieder werden Denkmäler von der Landesliste gestrichen, weil sie in sich zusammenfallen oder abgerissen werden müssen. Einer, der dagegen ankämpft, ist Brandenburgs oberster Denkmalpfleger: Landeskonservator Thomas Drachenberg. Domink Lenz hat ihn zu einem Baudenkmal begleitet, das in letzter Minute gerettet werden konnte.

  • Viel Arbeit für die Hummeln, Quelle: Inforadio

    Hummeln - die emsigen Bestäuber

    Die Bienen gelten als fleißig, als emsige Bestäuber. Wenn es den Bienenvölkern einmal schlecht geht, wird ein großes Bohei gemacht. Die Hummel hingegen wird unterschätzt. Eigentlich dürfte sie wegen ihrer Körperfülle gar nicht fliegen können - das behaupten zumindest die Aerodynamiker. Dabei sind auch die dicken Brummer den ganzen Tag auf Pollensuche unterwegs. Sie übernehmen sogar einen Job, den die Bienen nicht haben wollen: Die Bestäubung der Blüten in den schwülwarmen Gewächshäusern der regionalen Tomatenproduzenten. Thomas Rautenberg hat den fleißigen Hummeln bei ihrer Arbeit zugesehen.

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