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Die aktuelle Sendung

Trauernde stehen am 05.11.2015 im islamischen Teil des Landschaftsfriedhofs Gatow in Berlin bei der Beerdigung des getöteten Flüchtlingsjungen Mohamed um den Sarg herum (Quelle: Britta Pedersen/dpa)

Alles so normal: Unter aller Augen

Ihr Auftritt vor dem Landgericht Potsdam war berührend: Als Aldiana Januzi, die Mutter des ermordeten Mohamed, in dieser Woche im Prozess gegen Silvio S. aussagte, da spürten auch die Prozessbeobachter, wie sehr der Mord an dem 4-jährigen Flüchtlingsjungen die ganze Familie quält, auch heute noch, fast 9 Monate nach der Tat. Und das ist auch das Thema von Dörthe Nath und Wolf Siebert in ihrem podcast "Alles so normal". Durch den Mord an Mohamed starb nicht nur der kleine Junge. Auch seine Familie wurde zum Opfer.

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Sendungsarchiv

Anti-Brexit-Demonstranten in London am 28. Juni 2016 (Bild: dpa)

Brexit, Bregret, Break-Up?

Vor einer Woche waren die Briten dazu aufgerufen, über den Verbleib in der EU zu entscheiden. 52 Prozent entschieden sich letztlich für "Leave" - und stürzten das Vereinigte Königreich in eine Depression. Zahlreiche Briten bekamen kalte Füße und bereuten ihre Entscheidung. Längst läuft eine Online-Petition, die den Brexit noch verhindern will. ARD-Korrespondent Thomas Spickhofen hat tief hinein geblickt in die britische Seele, eine Woche nach der historischen Brexit-Entscheidung.

So soll das Libeskind Haus nach Fertigstellung aussehen (Copyright: Libeskind/Ziegert)

Umbruch auf der Chausseestrasse

Berlins Mitte verändert sich - auch an Ecken, die lange von Investoren links liegen gelassen wurden. Wie zum Beispiel die Chausseestraße: Wo früher die Mauer verlief, entstehen jetzt mit Volldampf Wohnungen - und die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes. Bald arbeiten 4000 Geheimdienstler auf der Chausseestraße - inmitten von Touristen, Alteingesessenen und Zuzüglern. Inforadio-Reporterin Sylvia Tiegs über den Umbruch auf der Chausseestraße.

Das Appartmenthotel Unter den Eichen (Foto: radioBERLIN 88,8 / Tatiana Brasching)

Wie ein Flüchtlingsheim den Kiez verändert

In Berlin leben derzeit rund 80.000 geflüchtete Menschen. Noch ist nicht klar, wie viele sich hier dauerhaft niederlassen werden. Klar ist: Unser Leben wird sich in den kommenden Jahren verändern. Das macht sich teilweise jetzt schon bemerkbar: In Dahlem wurden seit dem vergangenen Herbst innerhalb kürzester Zeit zwei Flüchtlingsunterkünfte eröffnet. Das verändert den Kiez und die Nachbarschaft, wie Tatiana Brasching in ihrer Reportage berichtet.

Sanabad - Die Frauenstadt von Kabul (Bild: Christine-Felice Röhrs/dpa)

Der Witwenhügel von Kabul

Eine Frau in Afghanistan gehört erst ihrem Vater, dann ihrem Ehemann - so ist es Tradition, sagen viele Afghanen. Doch was, wenn eine Frau Witwe wird? Dann wird sie schnell zum Freiwild. Und der ewige Krieg macht immer mehr Frauen zu Witwen in Afghanistan. Aus dieser Not heraus entstand in der Hauptstadt  Kabul der "Hügel der Witwen", eine illegale Siedlung von Frauen für Frauen errichtet, die sich so zumindest gegenseitig ein wenig Schutz bieten. Sanabad, die Stadt der Frauen auf einem Hügel, gehört zu den ungewöhnlichsten Orten in Kabul. ARD-Korrespondentin Sandra Petersmann hat sich dort umgesehen.

Gedenkfeier für ermordeten Elias (Bild: dpa)

Alles so normal: Der Fall Elias

Silvio S. hat zugegeben, die Kinder Mohamed und Elias entführt und ermordet zu haben. Begleitend zu seinem Prozess recherchieren unsere Reporter Dörthe Nath und Wolf Siebert die Hintergründe zu dem Fall in unserem Serial Podcast "Alles so normal". In Folge 3 widmet sich Dörthe Nath dem Fall von Elias aus dem Potsdamer Stadtteil Schlaatz: Wie konnte er vom Spielplatz direkt vor seiner Haustür entführt werden? Was macht seine Mutter durch? Und was hat Elias' Tod mit den Menschen in Schlaatz gemacht?

Schriftzug der Piraten Partei an einer Fassade (Bild: imago/Jürgen Schwarz)

Operation gelungen, Patient tot

Als die 15 Abgeordneten der Piraten 2011 völlig überraschend ins Berliner Landesparlament gewählt wurden, wollten sie vor allem eines: nicht so werden wie die Etablierten. Das wurden sie auch nicht – aber gerade darum ist die Partei heute am Ende. Der landespolitische Korrespondent Christoph Reinhardt blickt zurück auf die vergangenen - und wohl einzigen - Jahre der Piratenpartei in der Berliner Politik.

Langzeitarchiv

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  • Deutsche Soldaten in Russland gegen 1941 (Bild: imago/United Archives International)

    Anfang vom Ende eines mörderischen Krieges

    Am 22. Juni 2016 jährt sich der Beginn des "Unternehmens Barbarossa" zum 75. Mal. Der Angriff der Wehrmacht auf die UdSSR steht für viele für den Anfang vom Ende des Dritten Reiches. Hitler habe das Potenzial der Sowjetunion unterschätzt, sagen Historiker, damit sei der 2.Weltkrieg eigentlich schon 1941 entschieden worden. Er dauerte aber noch vier Jahre länger, eine Zeit, in der 26 Millionen Sowjetbürger starben. Korrespondent Bernd Großheim hat mit Zeitzeugen und Historikern über den Deutschen Angriff auf Russland gesprochen.

  • Baustelle Bahnhof Ostkreuz (Bild: imago/Hohlfeld)

    Dauerbaustelle Ostkreuz auf der Zielgeraden

    Seit 10 Jahren wird am Bahnhof Ostkreuz gebaut. Bei laufendem Betrieb mausert sich das Ostkreuz derzeit von einem alten, verwinkelten Umsteigebahnhof zu einem modernen Knotenpunkt für den S-Bahn- und den Regionalverkehr. In zwei Jahren sollen die Bagger und Kräne weg sein, dann wird der Verkehr wieder reibungslos fließen. Das Projekt befindet sich auf der Zielgeraden, sagt die Bahn. Was das heißt, hat sich Inforadio-Reporter Thomas Rautenberg vor Ort angeschaut.

  • Blick in den Innenraum der St--Hedwigs-Kathedrale (Bild: imago/Sabine Gudath)

    Hedwigskathedrale: Die ganze Geschichte

    Der Streit um den Umbau der Hedwigskathedrale könnte bald ein Ende haben. Alle wichtigen Gremien des Erzbistums - vom Diözesanrat bis zum Domkapitel - haben darüber diskutiert, gestritten und abgestimmt, ob die Kathedrale nur saniert oder auch umfassend umgebaut werden soll. Erzbischof Heiner Koch hat mit allen Beteiligten gesprochen. Am Montag und am Dienstag wird er das auch noch einmal mit seinen Bischofskollegen tun. Dann muss er entscheiden. Er hat das letzte Wort. Carmen Gräf erzählt noch einmal die ganze Geschichte.

  • AfD-Plakate - ausgelegt in einem Auto (Bild: imago/IPON)

    Die AfD auf Wahlkampftour in Berlin

    Wenn am Sonntag Wahl wäre in Berlin, käme die AfD nach dem neuesten Berlin Trend von Berliner Morgenpost und Abendschau auf 15 Prozent - genauso wie schon beim letzten Berlin-Trend vor einem Monat. Allerdings muss die Partei erstmal noch Unterstützer-Unterschriften sammeln, um überhaupt zur Wahl zum Abgeordnetenhaus antreten zu können. Dafür gehen die Kandidaten in diesen Wochen auf die Straße. Tina Friedrich hat einige von ihnen im Vorwahlkampf begleitet: zum Deutsch-Russischen Volksfest, in die Wahlkampfzentrale - und in die Einkaufstraßen.

  • Nina Müller und Marcin Piekoszewski von der deutsch-polnischen Buchhandlung Buchbund - Foto: rbb Inforadio/Thomas Rautenberg

    Nina, Marcin und ihr "Buchbund" für's Leben

    Das deutsch-polnische Ehepaar Nina Müller und Marcin Piekoszewski führen die einzige deutsch-polnische Buchhandlung in Berlin. Kurz vor dem 25. Jahrestag des deutsch-polnischen Freundschaftsvertrages hat Inforadio-Reporter Thomas Rautenberg die beiden in ihrem Buchladen besucht und sich erklären lassen, wie in ihrem Laden – und in ihrer Ehe – über das nicht immer einfache Verhältnis zwischen Deutschland und Polen diskutiert wird.

  • Dürre in Madhya Pradesh (Indien) (Bild: dpa)

    Die große Dürre - hausgemacht

    Indiens Bauern warten sehnsüchtig auf den Monsun, der nach zwei Jahren extremer Trockenheit endlich wieder Wasser bringen soll. Nur im Süden des Subkontinents hat es die ersten Regengüsse bereits gegeben. Das Zentrum und der Norden leiden nach wie vor unter der ungewöhnlichen Trockenheit. ARD-Korrespondent Udo Schmidt schildert, was das für die Menschen in der Distrikthauptstadt Latur im Bundesstaat Maharashtra bedeutet, und dass die Dürre zum größten Teil vom Menschen selbst verschuldet ist.

  • Aleksandra Kozlowska - Foto: rbb Inforadio/Thomas Rautenberg

    Junge, kreative Polen in Berlin

    Im Geist der guten Nachbarschaft und Freundschaft sollen Grenzen ihren trennenden Charakter dadurch verlieren, dass wirtschaftliche und soziale Unterschiede überwunden werden. So steht es zumindest sinngemäß im deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag, der vor 25 Jahren unterschrieben wurde. Inzwischen hat die Grenze für viele Polen und Deutsche längst ihre ursprüngliche Bedeutung verloren und bei allen Schwierigkeiten, die es immer mal gibt, ist der europäische Alltag eingezogen. Thomas Rautenberg hat junge Polen getroffen, für die Berlin längst zu einer zweiten Heimat geworden ist.

  • Schlaatz - Blick vom Holz-Nilpferd hinweg zur Eingangstür des Wohnhauses von Elias (Bild: rbb/Dieter Freiberg)

    Warum starben Elias und Mohamed?

    Mohamed und Elias - diese Namen haben sich vielen von uns ins Gedächtnis gebrannt. Im vergangenen Jahr wurden sie entführt, der 6-jährige Elias in Potsdam, der 4-jährige Mohamed in Berlin. Wochenlang haben Polizisten und viele Freiwillige nach ihnen gesucht, dann die traurige Gewissheit: Die Kinder sind tot. Umgebracht von einem Mann aus Brandenburg, der beide Taten gestanden hat. Nächste Woche beginnt der Prozess gegen ihn. Dörthe Nath und Wolf Siebert haben sich auf Spurensuche begeben. "Alles so normal" - ab sofort Woche für Woche als Podcast und nun auch hier bei uns im Programm.

  • ARCHIV - Ein Wolf (Canis lupus) ist in seinem Gehege im Wildpark Schorfheide in Groß Schönebeck (Brandenburg) am 05.04.2016 zu sehen. Quelle: dpa

    Unterwegs mit dem Wolfsbeauftragten

    Seit 1999 sind Wölfe bei uns wieder heimisch. Über die Lausitz haben sie sich vom Osten Brandenburgs bis in den Norden verbreitet. Doch das Leben mit den Wölfen ist konfliktreich. Gerissene Schafe und Gatterwild sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Noch stehen die Wölfe unter absolutem Schutz, aber sie sollen ins Jagdrecht aufgenommen werden. Das Land Brandenburg setzt aktiv auf Beobachtung und hat dafür "Wolfsmanager" engagiert. Einer davon ist Peter Peuker. RBB-Reporterin Sabine Tzitschke hat ihn einen Tag lang begleitet.

  • Übergangswohnheim in Berlin-Köpenick, Salvador-Allende-Viertel, undatierte Aufnahme, Foto: Imago/Hans Scherhaufer

    "Flüchtlinge sind Nachbarn wie andere auch"

    Kaum eine der Berliner Not- und Sammelunterkünfte für Flüchtlinge ist so bekämpft worden wie das erste Containerdorf im Köpenicker Allende-Viertel. Die Anlieger waren anfangs auf´s Heftigste beunruhigt. Es gab Demonstrationen. Und fast ein Jahr hielten NPD-Anhänger noch "Mahnwachen" vor der Unterkunft. Inzwischen hat sich die Lage deutlich entspannt. Marion Lucke ist der Frage nachgegangen, wie das gelingen konnte. Und was jetzt - eineinhalb Jahre später - der Stand der Dinge ist.

  • Der Taj Mahal in Indien (Bild: colourbox.de)

    Der langsame grüne Tod des Taj Mahal

    Das Taj Mahal, Indiens Wahrzeichen, für die Inder das Symbol der Liebe, wird jedes Jahr von vier Millionen Touristen besucht - mittlerweile auch von Millionen Mücken. Diese sind Ausdruck der dramatischen Umweltverschmutzung in Indien. Direkt hinter dem Monument dümpelt der Yamuna-Fluss vor sich hin, längst leben keine Fische mehr darin, die den Insekten Einhalt gebieten könnten. Das Taj Mahal wird nun grün von den Insekten-Ausscheidungen - und die Inder sind gezwungen, sich über die hausgemachte Umweltverschmutzung Gedanken zu machen. ARD-Korrespondent Udo Schmidt berichtet.

  • Panama City (Bild: colourbox.com)

    Panama - nach dem Sturm

    Zwei Monate ist es her, dass die Veröffentlichung der Panama Papers weltweit für Wirbel sorgten. Inzwischen hat sich die Aufregung gelegt - die Papers sind kaum noch Thema. "Wir sind kein Steuerparadies! Ihr seid die Hölle!" verteidigt ein panamaischer Bankdirektor sein Land gegen den Vorwurf, es existiere keine Steuermoral - und die Regierung zeigt Bereitschaft zur Veränderung und verhandelt mit mehreren Ländern über bilaterale Abkommen. Sorgen macht sich jedoch in Panama kaum jemand - denn Panama boomt. Eine Reportage von Anne-Katrin Mellmann.

  • Das SPD-Logo (Bild: Oliver Mehlis/dpa)

    SPD - eine Volkspartei am Abgrund?

    Das Integrationsgesetz - auch aus der Feder der SPD. Sie regiert sich fast wund, bekommt viele Projekte durch, und hängt trotzdem fest im Umfragekeller. Liegt das am unbeliebten Vorsitzenden Sigmar Gabriel? An der Kleinen-Schwester-Rolle in einer Merkel-Regierung, die SPD-Erfolge cool einheimst? Oder ist einfach die Zeit der SPD als Volkspartei abgelaufen? Angela Ulrich aus dem ARD-Hauptstadtstudio hat sich auf Spurensuche begeben.

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