Sängerin Sarah Connor beim Topurneeauftakt in Leipzig (Foto: imago/STAR-MEDIA

- Sarah Connor in Berlin

Am Samstagabend gab es rund um die Mercedes-Benz-Arena in Berlin-Friedrichshain einen Riesenstau. Der Grund: 14.000 Menschen wollten zu Sarah Connor. Mit ihrem Erfolgsalbum „Muttersprache“ von 2015 gibt sie in diesem Jahr weitere Zusatzkonzerte. Magdalena Bienert wollte wissen, warum die Erfolgswelle nicht abreißt.

Egal, ob man ihre Musik mag oder nicht – in der ausverkauften Arena wird schnell klar: Sarah Connor ist einfach eine coole Braut. Wer in Deutschland mit einem Album über eine Million Platten verkauft und fast zwei Jahre später damit zum dritten Mal auf Tour gehen kann und immer noch authentisch ist, dankbar, und vor allem auf den Punkt  der verdient Respekt.

Das Publikum: ab fünf Jahren aufwärts

"Muttersprache" ist Connors erstes Album auf Deutsch - ihre Neuerfindung.  Und das schlug direkt in die Charts ein. Ihr Publikum? Textsicher, ab fünf Jahren aufwärts, mit Stirnlampen bei den ruhigen Songs - die eigenen vier Kinder sind auch alle dabei, das Kleinste, erst zwei Monate alt, aber natürlich Backstage.

Ab und zu setzt sich Sarah Connor und macht Witze über ihren Beckenboden und das Wasserglas, in dem sie lieber Wodka hätte. Und dazwischen liefert sie ab, mit drei tollen Background-Sängerinnen und ihrer sechsköpfigen Band.

Connors Erfolg ist messbar

Sogar Sarah Connors, wie sie sagt, "dunkle Vergangenheit" kommt im Mittelteil nicht zu kurz. Dazu tauscht sie die Bikerjacke und den Hut gegen eine olle rote Trainigsjacke und fetzt im Medley durch die Anfänge der 2000er Jahre – "Let's get back to bed boy, from Sarah with Love" und "From Zero to Hero" - stimmt ja, hatte man alle verdrängt.

Dann kommt ihr Support und Musikerfreund Henning Wehland noch einmal dazu - der ehemalige H-Blockx-Frontmann ist inzwischen auch solo unterwegs und überreicht Sarah Connor nach ihrem gemeinsamen Lied Bonnie&Clyde die dreifach Platin-Auszeichnung, kurz wird es etwas peinlich- kitschig. Aber Sarah Connors Erfolg ist nun mal messbar.

Sarah Connor zeigt live ihr ganzes enormes Stimmvolumen und man überlegt, welche deutsche Sängerin sonst mit dieser Qualität die Hallen vollkriegt:  Keine.

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