Interviews

Griechenlandkrise verstärkt Flüchtlingsstrom

Rund 4.000 Albaner haben seit Jahresbeginn in Berlin und Brandenburg Asyl beantragt. Eine Chance auf Anerkennung hat von ihnen nur ein verschwindend geringer Prozentsatz; die meisten von ihnen werden daher mit dem Flugzeug wieder zurückgeschickt (auf deutsche Staatskosten). Der Anstieg liegt unter anderem auch an der verschärften Krise in Griechenland, wie rbb-Reporter Olaf Sundermeyer herausgefunden hat. Einzelheiten erklärte er im Gespräch mit Irina Grabowski.  

Flüchtlinge warten am Rand der Autobahn A16 vor der Einfahrt in den Eurotunnel auf die Gelegenheit, auf einen Laster zu springen. Foto: dpa (Archivbild, 23. Juni 2015)

Briten schotten sich weiter ab

Großbritannien plant umfassende Maßnahmen, um Flüchtlinge auf der französischen Seite des Eurotunnels zu stoppen. Das gab Premierminister Cameron nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in London bekannt. Cameron sagte, man werde mehr Zäune, mehr Spürhunde-Staffeln und zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Der ARD-Korrespondent Thomas Spickhofen sprach mit Irina Grabowski darüber, was die britische Regierung sich davon verspricht - und in welche europapolitische Bredouille Cameron dadurch gerät.

Eine "Patriot"-Feuereinheit der Bundeswehr steht am 25.03.2014 in Kahramanmaras in der Türkei © dpa

Ausgangssperre für Bundeswehrsoldaten in der Türkei

Aus Sorge vor Terrorangriffen sind die Sicherheitsvorkehrungen für die in der Türkei stationierten deutschen Soldaten verstärkt worden. Zu den neuen Regeln gehört eine Ausgangssperre für die 260 Soldaten, die in der südtürkischen Stadt Kahramanmaras eine Raketenabwehr-Batterie vom Typ Patriot betreiben. Sind die deutschen Soldaten in der Türkei noch sicher? Irina Grabowski sprach darüber mit Hauptmann Andreas Steinmetz, 2. Stellvertreter des Vorsitzenden des Deutschen Bundeswehrverbandes.

Badelatschen stehen auf einem Badesteg am Wörthersee an einem heißen Sommertag (Quelle: imago/Ralph Peters)

Die nächste Hitzewelle kommt

Es gibt eine gute oder eine schlechte Nachricht - je nachdem, ob Sie Hitze mögen oder nicht: Der Sommer kommt zurück! Das wird diejenigen freuen, die sich gerade noch über das "Herbstwetter im Juli" beklagt haben. Und diejenigen, die diese Temperaturen gerade angenehm fanden, sollten sich schon einmal wappnen. Wann genau es wieder wärmer wird - und wie warm es wird, verriet Meteorologe Ronny Büttner im Gespräch mit Irina Grabowski: Anfang der Woche wird die neue Hitzewelle erwartet.

Interview-Archiv

  • Der amtierende Polizeipräsident Brandenburgs, Hans-Jürgen Mörke (Bild: Nestor Bachmann/dpa)

    Neuer Polizeipräsident in Brandenburg

    Am 1. August geht’s los für den neuen Polizeipräsidenten von Brandenburg, Hans-Jürgen Mörke – da tritt er offiziell sein Amt an. Vergangene Woche hatte er bereits seine Ernennungsurkunde bekommen. Mörke sagte im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder, er wolle Erfolge der Polizei bei der Kriminalitätsbekämpfung deutlicher der Öffentlichkeit präsentieren und mit einem Gesundheitsmanagement gegen den hohen Krankenstand bei der Polizei vorgehen. Fast zwölf Prozent der Beamten seien über 100 Tage im Jahr krank.

    Der netzpolitische Aktivist und Journalist Markus Beckedahl bei der Eröffnung der re:publica 2014 (Quelle: dpa)

    Vorwurf des Landesverrats gegen Journalisten

    Netzpolitik.org – das ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Blogs. Die Blogger setzen sich für digitale Bürgerrechte ein. Der Generalbundesanwalt wirft Journalisten des Blogs Landesverrat vor und und ermittelt. Hans Leyendecker, Leitender politischer Redakteur der "Süddeutschen Zeitung", sagte im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder, die Ermittlungen seien ein Versuch, Journalisten und Informanten einzuschüchtern. Er glaube allerdings nicht, dass die Bundesregierung hinter den Ermittlungen stecke.

    Vesper: Künftig mehr Olympia-Bewerberstädte

    Die Olympischen Winterspiele finden 2022 in Peking statt. Das wurde heute in Kuala Lumpur entschieden. Zur Auswahl standen das kasachische Almaty und Peking. Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes, sagte im Gespräch das Alexander Schmidt-Hirschfelder mit ihm noch vor der Entscheidung geführt hat, es sei ungewöhnlich, dass nur zwei Städte zur Wahl stehen, aber demnächst würden sich wieder mehr Städte bewerben. Vesper verwies dabei auf die IOC-Reform für mehr Flexibilität und Bescheidenheit.

    Friedrich Schorlemmer im März 2015 [dpa]

    Willkommenskultur in Deutschland

    Angesichts von Übergriffen auf Flüchtlinge hat der evangelische Theologe und Publizist Friedrich Schorlemmer Gewalt gegen Asylbewerber scharf kritisiert. Die Mehrheit müsse zeigen, "dass wir keine Vorausstigmatisierung zulassen", sagte Schorlemmer im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder. Die Aufnahme vieler Menschen werde jetzt ein Härtetest für die Willkommenskultur.

    Türkische Militärpatrouille auf einer Straße im Südosten der türkischen Provinz Simak (Archivbild, dpa)

    Türkische Justiz ermittelt gegen den Kurden-Parteichef Demirtas

    Die Türkei geht gegen die kurdische PKK vor. Die türkische Armee fliegt Angriffe gegen Stellungen im Nordirak - aber auch in der Türkei. Beobachter sehen im Vorgehen der Türkei auch innenpolitische Gründe. Günther Seufert, Türkeiexperte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, sagte im Gespräch mit Norbert Hansen, die regierende AKP hoffe, die pro-kurdische HDP im Parlament unter zehn Prozent zu drücken. Ob das gelingen werde, sei aber offen.

    Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP, während einer Rede im Bundestag (Bild: dpa)

    Vorwürfe "vollkommen unangemessen"

    Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen kritische Netz-Journalisten haben am Freitag eine leidenschaftliche Debatte ausgelöst: Begehen Journalisten tatsächlich Landesverrat, wenn sie über Praktiken der deutschen Geheimdienste berichten? Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sagte im Gespräch mit Martin Krebbers, sie könne die Vorwürfe nicht verstehen, hier werde "mit Kanonen auf Spatzen geschossen." Mit den Ermittlungen solle "eingeschüchtert und verunsichert" werden.  

    Der Kultursoziologe Armin Nassehi (Bild: imago/Horst Galuschka)

    "Wir brauchen eine neue Diskussion über Einwanderung"

    Wirtschaftsflüchtlinge, Asylmissbrauch - diese Formulierungen sind in den letzten Wochen immer wieder in der Flüchtlingsdebatte zu hören - von Spitzenpolitikern und Journalisten. Martin Krebbers sprach darüber mit dem Kultursoziologen Armin Nassehi von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Menschen ohne Zukunftsperspektiven despektierlich Wirtschaftsflüchtlinge zu nennen, sei perfide - und auch gefährlich, meint der Wissenschaftler. Er forderte generell eine neue Diskussion über das Thema Einwanderung - denn: "Wir müssen uns fragen, ob wir gute und schlechte Einwanderungen tatsächlich unterscheiden müssen."

    Buchcover: "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" von J.K. Rowling (Bild: Jan-Peter Kasper/dpa)

    Faszination Harry Potter

    Joanne Rowling, die Erfinderin der Saga über den Zauberlehrling Harry Potter, wird am Freitag 50 Jahre alt. Die Literaturwissenschaftlerin Dr. Ada Bieber sagte im Gespräch mit Leon Stebe, Grund des Erfolgs sei die stimmige und komplexe Geschichte über sieben Bände. Ein weiterer Grund seien die Figuren.

  • Illustration: Armut - Nackte Kinderfüße auf Kies (Bild: colourbox.com)

    Der Begriff Wirtschaftsflüchtling ist ein Unwort

    Bei Flüchtlingen scheint es zwei Klassen zu geben: Gute Flüchtlinge und schlechte Flüchtlinge. Zumindest macht das so den Anschein, wenn Politiker von Verfolgten auf der einen und Wirtschaftsflüchtlingen auf der anderen Seite sprechen. Im Gespräch mit Martin Krebbers erklärt der Soziologe, Prof. Ludger Pries, warum Politiker diese Trennung so stark betonen.

     

    Festival-Gelände im Regen Quelle (dpa)

    "Der Schlamm steht in den Gummistiefeln"

    Für Heavy-Metal-Fans ist es Kult: Das Festival Wacken Open Air. Jedes Jahr kommen etwa 75.000 Besucher in das schleswig-holsteinische Dorf mit 1800 Einwohnern. Gründer Thomas Jensen erklärt im Gespräch mit Leon Stebe, warum das weltgrößte Metal-Festival in die Provinz gehört.

    Zwei Jugendliche mit Smartphone und Tablet surfen im Internet (Quelle: imago/Westend61)

    "Wir brauchen eine neue Medienkompetenz"

    Das Smartphone hat unseren Alltag verändert. Immer mehr Dinge werden heute mit mobilen Online-Geräten erledigt, wir kommunizieren immer mehr via Smartphone, verbringen zunehmend mehr Zeit mit googeln, chatten, spielen. Der Internetsoziologe Dr. Stephan Humer erklärte im Gespräch mit Norbert Hansen die Gefahren der digitalen Dauerpräsenz.

    Zelte für Asylbewerber (Bild: Michael Latz/dpa)

    Brandenburg erwartet rund 18.000 Asylbewerber

    In diesem Jahr muss in Brandenburg mit 18.000 Asylbewerbern gerechnet werden. Das sagte der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, Karl-Ludwig Böttcher, am Donnerstag im rbb-Inforadio. Böttcher forderte die Politik auf, diese Hochrechnung zur Grundlage weiterer Planungen zu machen. Mit ihm sprach Alexander Schmidt-Hirschfelder über die Flüchtlingssituation in Brandenburg. Dort sollen erstmals in Potsdam-Mittelmark Zelte für Flüchtlinge aufgestellt werden. Bislang war das nur in Erstaufnahmestellen wie Eisenhüttenstadt der Fall.

    Eine Fußballerin (Bild: Franz-Peter Tschauner/dpa)

    "Da haben wir gar nichts drum gegeben!"

    Vor 60 Jahren, am 30. Juli 1955 verbot der DFB auf seinem Bundestag einstimmig den Frauenfußball. Im DFB organisierten Vereinen war es danach untersagt, Frauenfußball als Sportart anzubieten.  Anne Droste war 1955 eine der Gründerinnen des Damenfußball-Vereins "Fortuna Dortmund". Im Gespräch mit Norbert Hansen verriet sie, wie die Frauen trotzdem weitergemacht haben mit ihrer Lieblingssportart - und wie die Männer ihnen trotzdem Respekt zollten.

    Illustration: Zu spät kommen - Ein Geschäftsmann schaut überrascht auf eine Uhr (Bild: colourbox.com)

    Heute ist "Tag des Zuspätkommens"

    Wenn Sie heute früh verschlafen oder auch sonst Schwierigkeiten haben, ihre Termine einzuhalten - berufen Sie sich einfach auf den heutigen "Tag des Zuspätkommens". Vor neun Jahren ist dieser inoffizielle Gedenktag von einem Blogger ins Leben gerufen worden - wohl, um für gesellschaftliche Akzeptanz des Zustätkommens zu werben. Alexander Schmidt-Hirschfelder sprach mit dem Zeitmanagement-Trainer Ivan Blatter darüber, warum Menschen zu spät kommen und welche Grenzen man noch tolerieren kann.  

    Flüchtlingsfamilie in Erbil (Nordirak) (Bild: Jan Kuhlmann/dpa)

    "Das ist ein gefährliches Spiel"

    Die Türkei befindet sich mittlerweile im Krieg mit der verbotenen Kurden-Organisation PKK. Im Nordirak hat das türkische Militär deswegen mehrere Luftangriffe auf PKK-Stellungen geflogen. Alexander Schmidt-Hirschfelder sprach mit dem Bürgermeister von Erbil, Nihad latif Kodscha. Er hat über 20 Jahre in Deutschland gelebt und meint, die Angriffe der Türkei auf den Norden Iraks bereiteten den Kurden durchaus Sorgen.

  • "Wir sind schon sehr viel weiter"

    Immer mehr Menschen fliehen aus den Krisengebieten in Afrika und im Nahen Osten nach Europa; die meisten von ihnen versuchen, über das Mittelmeer nach Italien oder Griechenland zu gelangen. Der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth (SPD) war gerade in Süd-Italien und hat sich ein Bild der Lage vor Ort gemacht. Zumindest bei der Seenot-Rettung sei man ein großes Stück weitergekommen, sagte Roth im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder. Nun müsse der Schlepperkriminalität das Handwerk gelegt werden.

    Beine von Jugendlichen (Bild: colourbox.com)

    Jugend enttäuscht von der Demokratie

    Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat in den Jahren zwischen 2011 und 2014 eine repräsentative Studie unter Jugendlichen in acht Ländern Südosteuropas durchgeführt. Das Ergebnis: ein großer Teil ist zutiefst unzufrieden mit dem Zustand der Demokratie in ihren Ländern. Norbert Hansen sprach mit einem der Autoren der Studie, Bert Hoppe, über die Gründe für das Misstrauen in staatliche Strukturen.

    Der Autor Andre Wilkens - © Gerlind Klemens

    "Analog ist das neue Bio"

    Durch digitale Veränderungen ist unsere Welt schneller, mobiler und praktischer geworden. Doch die Allgegenwärtigkeit, die ständige Erreichbarkeit, birgt auch Gefahren. Der Berliner Autor André Wilkens hat in seinem Buch "Analog ist das neue Bio" erklärt, wie das digitale Zeitalter unser Leben und Denken verändert hat - und warum ein reales Skatspiel mit richtigen Menschen am Tisch eben doch besser ist als ein Online-Skatspiel. Mit ihm spricht Norbert Hansen.  

    Ein Stau auf der A 100 in Berlin höhe Kaiserdamm (Quelle: rbb/Andrea Marshall)

    Auto hat in Berlin noch immer Priorität

    Überraschendes Ergebnis beim Inforadio-Mobilitäts-Check: Am schnellsten kam unsere Reporterin mit dem Auto vorwärts, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauerte es deutlich länger. Nur eine Momentaufnahme? Nein, dieser Befund sei "gar nicht so unrepräsentativ", meint Verkehrsexperte Dr. Wulf-Holger Arndt im Gespräch mit Leon Stebe. Noch immer sei Berlin eine "sehr stark autogerechte Stadt". Vor allem die Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsmittel müsse verbessert werden, auch die Frequenz sei viel zu niedrig, so Arndt.  

    Prof. Dr. Rita Süssmuth (Bundestagspräsidentin a.D.) (Bild: imago/Enters)

    "Integration und Migration gehören zusammen"

    Vor 14 Jahren hätte Deutschland fast ein zukunftsweisendes Einwanderungsgesetz bekommen. Die rot-grüne Bundesregierung hatte die frühere CDU-Bundestagspräsidenten Rita Süssmuth damit beauftragt. Doch es scheiterte - an der Union. Die Einwanderungsprobleme bleiben. Im Gespräch mit Martin Krebbers erklärt Prof. Rita Süssmuth, warum es solche Widerstände gegen ihr Konzept gab.

  • ARCHIV - Regale voll mit Akten von Antragstellern stehen in Berlin im BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, aufgenommen am 03.03.2015. Foto: dpa

    Jäger fordert schnellere Asylverfahren

    Der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger hält nichts davon, Bannmeilen vor Flüchtlingsunterkünften einzurichten, um diese vor Übergriffen zu schützen. Solche Sperrzonen seien grundgesetzwidrig, sagte der SPD-Politiker im Inforadio-Interview mit Alexander Schmidt-Hirschfelder. Zugleich forderte Jäger mehr Geld vom Bund, aber auch eine schnellere Bearbeitung der Aslyanträge. Sieben Monate im Durchschnitt seien zu lange. Im Koalitionsvertrag sei eine Verkürzung auf drei Monate vorgesehen. Dies würde Kosten und Unterbringungskapazitäten "faktisch halbieren", so Jäger.

    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko (Bild: dpa)

    "Russland hält den Konflikt am Köcheln"

    Nach wiederholten Rückschlägen haben sich die Konfliktparteien in der Ostukraine auf einen Waffenabzug veständigt. Aber trotz der geplanten Friedensschritte und der Einrichtung einer entmilitarisierten Zone im Donbass gingen die Gefechte am Wochenende weiter. Alexander Schmidt-Hirschfelder sprach mit dem Europa-Abgeordneten der EVP-Fraktion Michael Gahler, darüber, warum sich der Truppenabzug aus der Ost-Ukraine so hinzieht.  

    Eine NATO-Flagge (Bild: colourbox.com)

    "Türkische Strategie ist unmöglich"

    In Brüssel berät der Nato-Rat am Vormittag in einer Sondersitzung über die aktuellen militärischen Aktionen der Türkei. Diese richten sich nicht nur gegen die Terror-Miliz IS sondern auch gegen kurdischen Kämpfer im Nordirak. Der frühere Verteidigungs-Staatssekretär Stützle sagte im Inforadio-Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder, er hoffe, dass die NATO-Staaten mäßigend auf das Bündnis-Mitglied Türkei und dessen Staatspräsidenten Erdogan einwirken.

    Ein Junge in einem Bombenkeller in der Nähe von Donezk, 23. Januar 2015, beim Licht einer Kerze neben seinem Spielzeug - einem Laster und einer Pistole (Foto: dpa)

    "Man hört, wer von welcher Seite schießt"

    Wie erleben die Menschen in der Ost-Ukraine den Kriegsalltag? Wie gestaltet sich das Leben in einem Land im Ausnahmezustand? Norbert Hansen sprach mit der Dolmetscherin und Lehrerin Olena Konstantinova darüber, welches die größten Probleme sind.

    Ein ICE der Deutschen Bahn (Bild: colourbox.com)

    Die Krise der Bahn

    Der Deutschen Bahn bricht der Gewinn ein. Konzernchef Grube führt das unter anderem auf den Lokführerstreik und mehrere Unwetter zurück. Im Gespräch mit Martin Krebbers erklärt Prof. Christian Böttger von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, warum die Deutsche Bahn seiner Meinung nach ein strukturelles Problem hat.

  • Heiko Maas, SPD, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz

    "Ein gutes Zeichen"

    Das ist selbst für die deutsche Hauptstadt etwas Besonderes: Die European Maccabi Games - die Olympischen Spiele des jüdischen Breitensports - starten am Montag in Berlin. 2.300 jüdische Sportler aus ganz Europa kämpfen über eine Woche um Medaillen - 70 Jahre nach dem Holocaust und zum ersten Mal in der Bundesrepublik. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) ist Pate für die Triathlon-Wettbewerbe. Im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder erklärt er, warum die Makkabiade für ihn als Minister und Freizeit-Sportler eine große Bedeutung hat.

    Gedenkstein für Hatun Sürücü (Quelle: rbb/Friederike Schröter)

    Sürücü-Brüder in der Türkei angeklagt

    Der Berliner Justizsenator Heilmann hofft, dass zehn Jahre nach dem Mord an Hatun Sürücü jetzt auch in der Türkei Gerechtigkeit gesprochen wird. Er habe seit seinem Amtsantritt für ein Verfahren gegen die beiden gearbeitet, sagte der CDU-Politiker im Inforadio. Die türkische Justiz hatte am Wochenende bekannt gegeben, dass sie die beiden Brüder der Ermordeten anklagt, die sich in die Türkei abgesetzt hatten. Die junge Frau war in Berlin von ihrem jüngsten Bruder erschossen worden, weil ihre Familie ihren westlichen Lebensstil ablehnte.

     

    Fahrgastverband hofft auf "Pofalla-Effekt"

    Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn berät heute in Berlin darüber, ob der Konzernvorstand verkleinert wird. Berichten zufolge soll die Zahl der Vorstandsmitglieder von acht auf sechs sinken. Neu hinzukommen soll unter anderem der frühere Kanzleramtschef Pofalla. Der Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Naumann, begrüßte die Pläne. Ein kleinerer Vorstand könne mehr Effizienz bringen - und Pofalla möglicherweise ein Gewinn sein, sagte Naumann im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder.

    Die jüdische Schwimmerin Sarah Poewe (Bild: dpa)

    "Teil davon zu sein ist phänomenal"

    Zum ersten Mal nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges finden die "European Maccabi Games", die Spiele der jüdischen Sportlerinnen und Sportler, in Deutschland - genauer gesagt in Berlin - statt. Welche Bedeutung hat das für deutsche Sportler jüdischen Glaubens? Schwimmerin Sarah Poewe, holte 2004 als erste jüdische Sportlerin seit 1936 eine olympische Medaille für Deutschland. Sie sprach mit Norbert Hansen über die Gedanken und Gefühle, die sie mit dem Event verbindet.

    ARCHIV - Eine Schülerin schreibt am 19.11.2014 mit ihrem Smartphone einen Whatsapp-Dialog mit einer Freundin. Foto: dpa

    "Zeiträume ohne Netz schaffen"

    Ein Leben ohne Smartphone - geht das überhaupt? WhatsApp, Facebook, Twitter: Für Millionen Deutsche gehört das mittlerweile zum Alltag. Doch wie reagiert die Psyche auf die ständige Erreichbarkeit? Der Arzt Dr. med. Bert te Wildt von der Ruhr-Universität Bochum (Autor von "Digital Junkies") sprach mit Norbert Hansen über Symptome der Abhängigkeit und Wege aus der Sucht.

    Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) in Brandenburg an der Havel (Bild: Bernd Settnik dpa)

    Brandenburg: Zündeln gegen Flüchtlinge?

    Mit einer mit Benzin getränkten, brennenden Zeitung wurden sie angegriffen – eine Flüchtlingsfamilie in der Stadt Brandenburg an der Havel ist wohl Opfer eines Brandanschlages geworden. Die Polizei ermittelt. Das Feuer konnte noch rechtzeitig gelöscht werden. Die Oberbürgermeisterin von Brandenburg an der Havel, Dietlind Tiemann, erzählt im Gespräch mit Martin Krebbers, dass sie den mutmaßlichen Brandanschlag sehr ernst nehme.

    Klaus Scherer, Fernsehjournalist (Foto: Michael Flassak/rbb)

    Nagasaki: Der Mythos der entscheidenden Bombe

    Im August 1945 detonierten über Hiroshima und Nagasaki die beiden einzigen Atombomben der Kriegsgeschichte. Bis heute gelten die beiden Bomben als notwendige Mittel, um den Zweiten Weltkrieg zu beenden. Der Journalist Klaus Scherer zeichnet in seinem Buch "Amerikas verklärtes Kriegsverbrechen: Warum die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki den Krieg nicht beendeten" ein ganz anderes Bild. Martin Krebbers spricht mit ihm darüber.

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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