Interviews

Anhänger von Recep Tayyip Erdogan warten am 24.05.2014 in Köln vor der Lanxess-Arena (Foto: dpa)

Spaltung der türkischen Gesellschaft

Am Sonntag wollen in Köln 15.000 Erdogan-Unterstützer auf die Straße gehen. Die Kundgebung mit dem Titel "Ja zur Demokratie - Nein zum Staatsstreich" wurde von der  Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) angemeldet, die der türkischen Regierungspartei AKP nahe steht. Ebenfalls angemeldet wurden mehrere Gegendemonstrationen; die Polizei wird mit 2000 Beamten im Einsatz sein. Gökay Sofuoğlu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Deutschland, sagt dass die Spaltung in der türkischen Gesellschaft immer größer wird. Den Erfolg Erdogans führt er auch auf seine Präsenz in der deutschen Öffentlichkeit zurück.

Die Bankentürme von Frankfurt am Main (Foto: dpa)

Wie fit sind die Banken?

Was, wenn die Konjunktur einbricht? Die Immobilienpreise in den Keller rauschen? Würden diese Schockwellen die wichtigesten Banken in Europa in die Knie zwingen? Gestern abend gab es Antworten auf diese Fragen. Um 22 Uhr hat die europäische Bankenaufsicht die Ergebnisse ihres jüngsten Stresstests bekannt gegeben. 51 Häuser wurden überprüft. Und danach sieht es insgesamt ganz ordentlich aus. Deutsche Bank und Commerzbank landeten allerdings unter den schlechtesten zehn Instituten in Europa. Schlusslicht: die Monte dei Paschi aus Italien. Die älteste Bank der Welt. Prof. Hans-Peter Burghof, Bankenspezialist der Universität Hohenheim, warnt davor sich in Sicherheit zu wiegen. Bestimmte Risiken würden gar nicht abgetestet.

Wahlplakate in Berlin (Foto: imago/ Gerhard Leber)

Welchen Einfluss haben Wahlplakate?

Am Samstag ist es wieder soweit: Im Vorfeld der Abgeordnetenhauswahl am 18. September pflastern die Parteien wieder Straßen und Plätze mit Wahlplakaten zu. Aber wie wirken Plakate eigentlich? Und bringen sie überhaupt etwas? Raban Ruddigkeit, Chef der gleichnamigen Werbeagentur in Berlin, ist enttäuscht von leicht durchschaubaren Wahlplakaten. Er vermisst Überraschungen.

Interview-Archiv

  • Der türkische Präsident Erdogan tront in seinem Büro

    "Von der Bundesregierung ist wenig zu hören"

    Nach dem Putschversuch verlangt die Türkei von der Bundesrepublik jetzt Amtshilfe: Auch dort sollen Behörden gegen Einrichtungen vorgehen, die zur Gülen-Bewegung gehören, und die wiederum Präsident Recep Tayyip Erdogan für den vereitelten Militärputsch verantwortlich macht. Die Antwort aus Deutschland kam prompt: so nicht. Zu Recht, wie Baha Güngör findet. Der Leiter der türkischen Redaktion bei der Deutschen Welle, weist darauf hin, dass die Türkei nach wie vor keine Beweise für die Rolle Gülens beim Putsch geliefert habe. Allerdings sagt Güngör auch: "Ich hätte mir ein klareres Wort von der Bundeskanzlerin gewünscht."

    Ein Nachtzug der Österreichischen Bundesbahnen steht im Bahnhof Hamburg-Altona zur Abfahrt nach Wien bereit (Foto: dpa)

    ÖBB übernimmt Nachtzüge in Deutschland

    Bis vor kurzem schien klar: Der Nachtzugverkehr in Deutschland mit Liege- und Schlafwagen steht vor dem Aus. Nun geht es doch weiter. Aber nicht mit der Deutschen Bahn: Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wollen die meisten Nachtzüge der Deutschen Bahn  übernehmen - obwohl sich diese angeblich doch gar nicht wirtschaftlich betreiben lassen. Was machen die Österreicher anders - oder besser? Fragen an Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn.

    Brennende Sporthalle in Nauen (Foto: dpa)

    Mehr Gewalt von Rechts und Links

    In Brandenburg hat die Zahl gewaltbereiter Rechts - und Linksextremisten zugenommen. Das ergibt sich aus dem neuen Verfassungsschutzbericht, den Innenminister Schröter in Potsdam vorstellte. Rechtsextremismus sei die größte Gefahr im Land. Demnach stieg die Zahl gewaltbereiter Rechtsextremisten im vergangenen Jahr um 50 auf 470. Es wurden 129 Gewaltdelikte registriert, 56 mehr als im Vorjahr. Die Zahl gewaltbereiter Linksextremisten nahm den Angaben leicht zu und zwar auf 200 Personen. Die Zahl der Gewaltdelikte stieg von 18 auf 48.

    Dietmar Barsch, Die Linke (Bild: imago/Metodi Popow)

    "Ich vermisse Handlungen"

    Angela Merkel bleibt auch nach den Anschlägen von Ansbach und Würzburg dabei: “Wir schaffen das!“, verkündete sie am Donnerstag auf ihrer Pressekonferenz vor der Sommerpause. Gleichzeitig kündigte sie einen Neun-Punkte-Plan für mehr Sicherheit an, der auch Abschiebung in Krisengebiete einschließt. Der Fraktionschef der Linken, Dietmar Bartsch, vermisst eine Handlung der Kanzlerin. Sie sei seit elf Jahren an der Regierung und trage damit die Verantwortung für die derzeitige Situation in Deutschland.

    Hillary Clinton hinter einem Meer aus US-Flaggen (Foto: dpa)

    Clinton gegen Trump

    Schwach gestartet ist der Parteitag der US-Demokraten. Die Umfragewerte, die CNN am Montag veröffentlicht hatte, sahen Hillary Clinton hinter Donald Trump. Eine E-Mail-Affäre erschütterte die Parteispitze und hartnäckige Fans ihres Rivalen Bernie Sanders konnten nicht loslassen. Doch dann kam die Vor-Band auf die Bühne: Michelle Obama, Bill Clinton und der Präsident, Barack Obama, haben die Herzen und Köpfe der Partei erreicht und die Stimmung zu ihren Gunsten entschieden. Clinton wurde mit klarem Ergebnis nominiert und hielt in der Nacht ihre erste Rede, als erste weibliche Präsidentschaftskandidatin der USA. Darin betonte sie besonders ihre Verbundenheit zu den "kleinen Leuten".

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich in Berlin vor der Bundespressekonferenz zu aktuellen Themen der Innen- und Außenpolitik © dpa/Kay Nietfeld

    Frankreichs Reaktion auf Merkels Rede

    Nach den Anschlägen von Würzburg und Ansbach und dem Amoklauf von München hat sich gestern Nachmittag  die Bundeskanzlerin in einer anderthalbstündigen Pressekonferenz den Fragen der Journalisten gestellt. Dafür hatte Merkel ihren Sommerurlaub unterbrochen – eigentlich war diese PK erst für den Spätsommer geplant gewesen, war aber wegen der Anschläge vorgezogen worden. Pascal Thibaut hat den Auftritt der Kanzlerin für Radio France International verfolgt. Wie hat die Kanzlerin aus französischer Sicht auf die Anschläge in Deutschland reagiert?

    Militärputsch in der Türkei - Demonstration in Stuttgart (Bild: Andreas Rosar/dpa)

    Angst vor Gewalt bei Erdogan-Demo

    Wenn am Sonntag in Köln mindestens 15.000 Anhänger des türkischen Präsidenten Erdogan auf die Straße gehen, steht ihnen entschiedener Widerstand im Weg: Die Jugendorganisationen von SPD, Grünen und Linken haben zum Protest aufgerufen. Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies kündigte starke Präsenz an. Cemile Giousouf, Integrationsbeauftragte der Unionsfraktion im Bundestag, sprach sich für ein Verbot der Demonstration aus, falls es Anzeichen gibt, dass es zu einer gewalttätigen Eskalation kommt. Ansonsten müssten wir solche Protestaktionen aushalten.

  • Unwetter über Berlin setzte die Pappelallee und angrenzende Straßen unter Wasser (Quelle: imago/Seeliger)

    Bauplaner müssen umdenken

    Alptraumartige Bilder haben unsere Redaktion am Mittwochnachmittag via twitter & co. erreicht: Ganze Straßenzüge standen in Berlin unter Wasser, Passanten wateten knietief durch die Regenfluten, Autos wurden weggespült. Besonders schwer getroffen hat es die Stadtteile Prenzlauer Berg und Weißensee. Dort gebe es zu wenige Grünflächen, die das Wasser wie ein Schwamm aufsaugen könnten, sagen Experten und schlagen vor, Sportplätze als Auffangbecken tieferzulegen. Sportplatzbau-Experte Michael Henze hält davon wenig: Dachbegrünung sei viel effizienter, sagt er.

    Türkische Tageszeitung Zaman (Bild: Deniz Toprak/epa)

    Türkische Journalisten: "Wir machen weiter!"

    Erdogan "säubert" kräftig weiter: 45 Zeitungen, 16 TV-Sender und 23 Radiostationen wurden per Dekret geschlossen. Frank Überall, Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes, steht mit türkischen Kollegen in Kontakt. "Es herrscht eine sehr bedrückende Situation, viele Familienväter haben Angst vor dem Gefängnis", berichtet er. Die meisten wollten sich aber nicht einschüchtern lassen. Inzwischen würden auch Leser regierungskritischer Zeitungen in Deutschland unter Druck gesetzt: "Beim deutschen Ableger von Zaman wurden jüngst 500 Abos gekündigt", so Überall.

    Kinder nerven ihre Mutter (Foto: imago/ blickwinkel)

    Regretting Parenthood: Jeder Fünfte bereut Elternschaft

    "Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mir nicht noch mal Kinder anschaffen." - jeder fünfte Deutsche denkt so. Das geht aus einer neuen Studie hervor, für die das Marktforschungsinstitut YouGov gut 2000 Frauen und Männer befragt hat. Holger Geißler, Forschungschef bei YouGov und selbst Vater von vier Kindern, nennt die Studie "sehr, sehr ehrlich". Gründe, die Elternschaft zu bereuen, seien Einschränkungen in der Karriere, in der persönlichen Entfaltung und finanzielle Nachteile.

    Ein Schild vom Helene Beach Festival (Quelle: Fritz)

    Höhere Sicherheitsvorkehrungen beim Helene Beach Festival

    Nach dem Selbstmordanschlag beim Musikfestival Ansbach Open 2016 am vergangenen Wochenende, bei dem 15 Menschen teils schwer verletzt wurden, reagieren nun auch Veranstalter größerer Open Airs: rbb-Reporter Michael Lietz berichtet über massive Sicherheitsmaßnahmen beim "Helene-Beach Festival", das bis Sonntag am Helene-See in Frankfurt (Oder) stattfindet.  

    Trauernde am 24.7.16 vor dem OEZ München (Bild: Karl-Josef Hildebrand/dpa)

    Keine Angst!

    Würzburg, München, Reutlingen, Ansbach: Die Angst vor möglichen Amokläufer und Terroristen verunsichert viele Menschen. Die Politik diskutiert über die Strategien und Konsequenzen. Angstforscher Prof. Dr. Ulrich Wagner von der Uni Marburg, warnt davor, dass Angst unsere Gesellschaft entzweien könnte. Er rät: Vor Angst nicht zurück weichen und darüber nachdenken, welchen viel größeren Gefahren wir ausgesetzt sind, vor denen wir keine Angst haben. Außerdem sei Integration die beste Gewaltprävention.

  • Eine Personenwaage zeigt ein Gewicht von 130 kg an (Bild: colourbox.com)

    Deutschland wird immer dicker

    Sieben Millionen Menschen lassen sich in Deutschland wegen Adipositas, also krankhafte Fettleibigkeit, behandeln. Adipös ist, wer mehr als 130 Kilogramm wiegt. Menschen ab 130 Kilogramm werden hierzulande immer mehr und begeben sich immer häufiger unters Messer. Das besagt eine aktuelle Studie im Auftrag der Krankenkasse Barmer GEK. Die Folgen von Operationen wegen Fettleibigkeit würden zu häufig unterschätzt, warnt Studienleiter Boris Augurzky vom RWI in Essen. Alternativen wie Ernährungs- und Bewegungstherapien müssten stärker in den Fokus rücken, betont er.

    Computermonitor in dunklem Raum (Foto: imago/ epd)

    "Das Darknet ist kein strafverfolgungsfreier Raum"

    Das "Darknet" - seit München, seit dem Amoklauf ist dieser geheime, virtuelle Handels- und Informationsplatz in aller Munde. Der Täter hat seine Waffe offenbar über das Darknet beschafft. Für die Fahnder der Kriminalpolizei ist dieses Netz immer wieder ein Ort für illegale Aktivitäten, das aber äußerst schwer zu überwachen ist. BKA-Präsident Holger Münch sieht seine Behörde gut aufgestellt im Kampf gegen Darknet-Kriminalität.  

    BKA stellte das Cybercrime-Report vor (Bild: Boris Roessler/dpa)

    "Wir brauchen mehr Ermittler!"

    Die Cyberkriminalität ist weiter auf dem Vormarsch. Zu diesem Ergebnis kommt das BKA in einer aktuellen Bilanz. Immerhin: die Aufklärungsquote ist im vergangenen Jahr leicht angestiegen. Schwer zu knacken sind derweil die sogenannten "Darknets", in denen Waffen, Drogen und andere ilegale Dinge angeboten werden. Deutschen Ermittlern seien rechtlich oft die Hände gebunden, da sie anders als die amerikanischen NSA-Kollegen nicht so einfach internationale Seiten hacken dürften, wie der Berliner IT-Experte Sandro Gaycken zu bedenken gibt. Grundsätzlich sei die deutsche Polizei auf dem Gebiet der Cyberkriminaliät zu schwach aufgestellt.

    Flüchtlings-Registrierung in Eisenhüttenstadt (Bild: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)

    Wie werden Flüchtlinge registriert?

    Nach den Gewalttaten von Würzburg und Ansbach ist das Thema Registrierung von Flüchtlingen wieder in den Fokus gerückt. Beim Angreifer aus dem Regionalzug war nicht ganz klar, ob er Pakistaner oder Afghane ist. Der Selbstmordattentäter von Ansbach war ordnungsgemäß registriert, in Bulgarien und in Österreich. Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) leitet Katja Wilken–Klein den Operativen Bereich. Im Gespräch mit Sabine Dahl verteidigte sie ihre Behörde gegen Kritik. Und kündigte an: bis Herbst sollen alle 150.000 noch nicht registrierten Flüchtlinge angemeldet sein.

    Anschlag in Ansbach - SEK sperrt Straße ab (Bild: Daniel Karmann/dpa)

    "Aktionismus hilft uns jetzt nicht weiter"

    Die CSU will schnell Konsequenzen aus den Anschlägen von Würzburg und Ansbach ziehen: Strengere Kontrolle von Flüchtlingsunterkünften, strengere Grenzkontrollen, schnellere Abschiebungen, auch in Krisengebiete, fordert Bayerns Innenminister Herrmann. Eva Högl (SPD), Vize-Chefin der Bundestagsfraktion, sagt, es gebe keinen Anlass für generelle Kritik an unserer Flüchtlingspolitik. Auch mit strengeren Maßnahmen würden wir nicht verhindern können, dass verstörte Einzeltäter Amok laufen.  

    Der beurlaubte Bürgermeister von Guben, Klaus-Dieter Hübner (Foto: dpa)

    Bürgermeister trotz Vorstrafe

    Die Stadtverordneten in Guben wollen von Klaus-Dieter Hübner (FDP) nichts mehr wissen. Der vorbestrafte und wiedergewählte Ex-Bürgermeister soll nach seinem Amtsantritt sofort wieder den Stuhl räumen. Gegen die Suspendierung durch die Stadtverordneten werde er rechtliche Schritte einleiten sagte Hübner. Den Stadtverordneten warf er noch einmal eine Kampagne gegen ihn vor. "Was die Damen und Herren da in dieser Allianz vorgetragen haben, das war kein Wahlkampf, das war blanke Hetze." Das Votum der Wähler sei eindeutig.

    Security-Mitarbeiter in einer Flüchtlingsunterkunft (Foto: dpa)

    Mehr Prävention, mehr Repression

    Die Anschläge von Würzburg und Ansbach verunsichern die Menschen in Deutschland. Immer stärker wird die Flüchtlingspolitik in Frage gestellt. Die CDU-Integrationsexpertin Barbara John ist für mehr Prävention und mehr Repression. Es müsse geklärt werden, woher die Flüchtlinge kommen und wer sie sind.  

  • Unterricht in einer gemischten Klasse, bestehend aus Zuwanderern, Flüchtlingen und ehemalige Flüchtlingen (Foto: dpa)

    Psychotherapeuten fordern Nachbesserungen

    Nach den jüngsten Anschlägen diskutieren Politik und Öffentlichkeit darüber, die Polizei aufzustocken, das Waffengesetz zu verschärfen und abgelehnte Asylbewerber konsequenter abzuschieben. Und es fragen sich viele: Wenn Täter wie jener von Ansbach in psychiatrischer Behandlung waren, warum hat keiner gemerkt, was mit ihm los ist? Grundsäztlich sei die pychotherapeutische Behandlung der Flüchtlinge zu lückenhaft, bemängelt der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, Dietrich Munz, im Inforadio. Neue Modelle müssten dringend umgesetzt werden, notfalls im künftigen Integrationsgesetz, so Munz.

    Polizisten errichten eine Straßensperre vor der Eröffnung der Richard-Wagner-Festspiele (Foto: dpa)

    "Ausreisepflichtige Asylbewerber konsequenter abschieben"

    Nach dem Schock über den Selbstmordanschlag in Bayern wird über Konsequenzen diskutiert: Ist der Staat genug gegen solche Attacken gewappnet? Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer fordert mehr Investitionen in die innere Sicherheit. CDU-Innenexperte Armin Schuster unterstützt diese Forderung - und will außerdem abgelehnte Asylbewerber konsequenter abschieben als bisher. Nur dann könne man sich um die Menschen kümmern, die bleiben sollen. "Ansonsten sinkt die Integrationsqualität",  so Schuster im Gespräch mit Martin Krebbers.

    Polizisten vor dem Eingang des Hauses Rigaer Straße 94 (Foto: imago/ Markus Heine)

    "Kauf der Rigaer 94 langfristige Option"

    In der Berliner SPD gibt es Überlegungen, das besetzte Haus in der Rigaer Straße 94 durch das Land Berlin kaufen zu lassen. Innenexperte Tom Schreiber hat bestätigt: Ein Kauf könne eine langfristige Option sein, um Rechtssicherheit zu schaffen. So könnten die Bewohner und die linke und linksextreme Unterstützerszene beruhigt werden. Ähnliche Projekte etwa in Hamburg hätten positive Effekte gezeigt, so Schreiber im Gespräch mit Martin Krebbers.

    Hillary Clinton und Bernie Sanders auf der Wahlkampfbühne (Foto: imago/ UPI Photo)

    US-Demokraten suchen die Geschlossenheit

    Der Parteitag der Demokraten in Philadelphia drohte, von einem Skandal überschattet zu werden. Auf Wikileaks wurden E-Mails aus der Parteizentrale der Demokraten veröffentlicht, die belegen, was das Sanders-Lager schon lange behauptet hat: dass der Parteiapparat gegen Sanders war - und für Clinton. Politikwissenschaftler Michael Werz warnt aber davor, die Sache zu überschätzen. Im Gespräch mit Martin Krebbers sieht er die Demokraten alles in allem gut aufgestellt.

  • Unterstützer der türkischen Oppositionspartei CHP halten türkische Fahnen und Atatürk-Portraits in die Luft (Foto: dpa)

    "Sanktionen derzeit kein Thema"

    In der Türkei hat Ministerpräsident Yildirim die Auflösung der Präsidentengarde angekündigt. Zudem lässt Erdogan mehr als 2300 Einrichtungen schließen, die aus Sicht der Regierung zur Gülen-Bewegung gehören, darunter mehr als 1000 private Schulen. Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat sich für Sanktionen gegen die Türkei ausgesprochen, falls diese ihren Kurs nicht ändert. Der ehemalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hält das aber für verfrüht. Vielmehr müsse die Türkei auf die Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie hingewiesen werden.

    Menschen trauern am Olympia Einkaufszentrum in München (Foto: imago/ Christian Mang)

    "Die Häufung der Ereignisse ist kein Zufall"

    Der Amokläufer von München hatte seine Tat ein Jahr lang akribisch geplant. Er hat sich intensiv mit dem Amoklauf von Winnenden 2009 befasst und auch vor Ort recherchiert. Was treibt einen jungen Menschen zu einer solchen Tat? Und wo ist die Grenze zum Terrorismus? Darüber spricht Martin Krebbers mit dem Kriminalpsychologen Jens Hoffmann. Er sieht im Täterprofil von München Gemeinsamkeiten mit früheren Amokläufern - und betont: "Es gibt im Vorfeld fast immer Anzeichen."

    Eine Ansammlung verschiedener Waffen (Foto: dpa)

    "Wir brauchen ein strengeres Waffenrecht"

    Innenminister de Maizière hat eine Verschärfung des Waffenrechtes nicht ausgeschlossen: Erst müsse man ermitteln, wie sich der Schütze die Waffe besorgt habe, dann prüfen ob und wo es noch gesetzlichen Handlungsbedarf gebe. Auch Konstantin von Notz, Mitglied des Innenausschusses, sieht Lücken im existierenden Recht. Dietmar Ringel hat mit dem Grünen-Politiker gesprochen.

    Ein Smartphone-Display zeigt das Twitter-Logo (Foto: dpa)

    "Soziale Medien bei der Polizeiarbeit unverzichtbar"

    Als Fluch und Segen zugleich haben sich Facebook und vor allem Twitter bei dem tödlichen Angriff von München erwiesen. Denn die Polizei hatte gegen wilde Spekulationen zum Tatgeschehen und das Hochladen von Videos kämpfen. Zugleich schaffte das Netz aber auch Solidarität und Hilfe in einer unübersichtlichen Lage. Auch der Sprecher der Berliner Polizei, Winfried Wenzel, sieht Licht- und Schattenseiten der sozialen Medien. Eine Alternative zu ihrem Einsatz gebe es aber nicht, so Wenzel im Gespräch mit Sandra Schwarte.

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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Hertha BSC - Olympiastadion (Bild: dpa)

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