Interviews

Symbolbild zur Kapitalflucht und Liquiditätsmangel der Banken durch den drohenden Staatsbankrott Griechenland (Bild: imago/Ralph Peters)

"Nur ein Ja kann das Leid beenden"

Am Sonntag stimmen die Griechen über den zukünftigen Spar- und Reformkurs des Landes ab. Der SPD-Politiker Norbert Spinrath warnte zuletzt vor einem "Grexit" und betonte: Die Verhandlungen müssten unbedingt weitergehen. Doch ein "Nein" beim Referendum mache dies unmöglich, betonte er im Gespräch mit Martin Krebbers. Bei einem Ja gebe im Bundestag durchaus eine Mehrheit für ein drittes Rettungspaket, so Spinrath.

Ausflugskahn "Anneliese" mit Passagieren auf dem Finowkanal bei Eberwalde (Quelle: dpa)

Der Oder geht das Wasser aus

Für viele Wassersportler dürfte das heiße Wetter an diesem Wochenende eine Freude sein, aber für die Schifffahrt bringt es auch Probleme. Die Oder hat wegen der Hitze Niedrigwasser. Und die Pegelstände sinken weiter - auf derzeit 95 cm, wie Peter Münch, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts Eberswalde sagt. Güterschifffahrt sei auf der Oder derzeit nicht möglich. Für Paddler und Wassersportler gebe es aber keine Einschränkungen, betonte er im Gespräch mit Martin Krebbers.

Weitere Interviews

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  • Mitglieder der Partei Alternative für Deutschland (AfD) sind am 22.03.2014 auf dem Weg zum Europaparteitag auf der Messe in Erfurt. (Bild: dpa)

    Sa 04.07.2015 | 08:04 - Wer führt künftig die AfD?

    Im Machtkampf an der Spitze der Alternative für Deutschland, AfD, haben jetzt die Parteimitglieder das Wort. Bei einem außerordentlichen Bundesparteitag am Wochenende in Essen sollen sie entscheiden, ob die Partei künftig von AfD-Gründer Bernd Lucke geführt wird oder von der bisherigen Co-Vorsitzenden Frauke Petry. Unsere Korrespondentin Cecilia Reible ist vor Ort. Sie rechnet frühestens am Samstagabend mit einem knappen Ergebnis, wie sie Martin Krebbers sagte. Vor der Wahl hätten Lucke und Petry durchaus aggressiv für sich geworben, so Reible.

  • Griechen demonstrieren gegen die Sparmaßnahmen (Bild: dpa)

    Sa 04.07.2015 | 07:24 - "Wenn Tsipras klug ist, löst er das Parlament auf"

    In Griechenland ist der Ausgang des geplanten Referendums am Sonntag völlig ungewiss. Neueste Umfragen deuten auf ein Kopf-an Kopf-Rennen von Gegnern und Befürwortern der EU-Sparauflagen hin. Im Gespräch mit Martin Krebbers geht ARD-Korrespondent Michael Lehmann von einem knappen Sieg der Gegner des Tsipras-Kurrses aus. "Wenn Tsipras klug ist, sollte er dann am Montag das Parlament auflösen", meint Lehmann.

Interview-Archiv

  • Fahrrad am Meer, Foto: Antenne Brandenburg/a.p.

    Ostsee erwartet Besucheransturm

    Blauer Himmel, Sonne von früh bis spät - das Thermometer zeigt Werte Richtung 40 Grad. Am Donnerstag kam die Luft aus der Sahara auch in Deutschland an. Was liegt da näher, als am Wochenende an die Ostsee zu fahren? Das Ostseebad Karlshagen auf der Insel Usedom erwartet über 30 Grad, und vereinzelt sind auch noch Unterkünfte frei, wie Christina Hoba, Sprecherin der Kulturverwaltung in Karlshagen, im Gespräch mit Sabine Dahl sagte.

    Symbolbild: Die Silhouette eines Mannes spiegelt sich in einer Glasfassade. (Quelle: dpa)

    Bundestag will Verfassungsschutz reformieren

    Die Bundesregierung will aus den Fehlern im NSU-Fall lernen und die Zusammenarbeit des Inlandsgeheimdienstes in Bund und Ländern neu ordnen. Die Verfassungsschützer sollen per Gesetz zu einem intensiveren Informationsaustausch verpflichtet werden. An den umstrittenen V-Leuten wird festgehalten. Besonders diese Regelung kritisiert der Vorsitzende des Geheimdienst-Kontrollgremiums, André Hahn (Die Linke). Im Gespräch mit Sabine Dahl forderte er vielmehr, den Verfassungsschutz abzuschaffen und durch eine transparente Informations- und Dokumentationsstelle zu ersetzen.

    Ein Hinweisschild zeigt die Waldbrandwarnstufe IV an (Quelle:dpa)

    Akute Waldbrandgefahr in Brandenburg

    So schön das aktuelle Hochsommerwetter auch ist, es birgt auch so manche Gefahr. Mit bangen Blicken schauen zum Beispiel die Förster in Brandenburg auf ihre Reviere. Denn mit der Hitze steigt immer auch die Waldbrandgefahr. Derzeit gilt in Brandenburgs westlichen Landkreisen schon die höchste Gefahrenstufe, so der Beauftragte für den Waldbrandschutz, Raimund Engel. "Nach wie vor sind weggeworfene Zigarettenkippen der Gefahrenherd Nummer eins", so Engel im Gespräch mt Heiner Martin.  

    Flüchtlingsheim in Berlin-Köpenick (Bild: dpa)

    Pro Asyl kritisiert neues Aufenthaltsgesetz

    Der Bundestag hat eine Reform des Aufenthaltsgesetzes verabschiedet. Da gibt es Verbesserungen beim Bleiberecht, auf der anderen Seite Verschärfungen bei der Abschiebung. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere brachte es auf die Formel: Das Gesetzespaket enthalte eine einladende und eine abweisende Botschaft. Der Rechtsanwalt Victor Pfaff, Mitbegründer des Vereins Pro Asyl, sieht Verbesserungen beim Bleiberecht, kritisiert aber, dass die Bundesregierung entgegen der Vorgaben von Gerichten offenbar einen Automatismus bei Ausweisungen plant statt Einzelverfahren.

  • Andreas Knieriem

    Tierische Party in Friedrichsfelde

    Europas größter Landschaftstierpark feiert in diesen Tagen seinen 60. Geburtstag. Zwar lockte der Tierpark im vergangenen Jahr rund 1,2 Millionen Besucher an, trotzdem steht er klar im Schatten seines westlichen Bruders. Doch Zoodirektor Andreas Knieriem will das ändern: Einiges soll neu gestaltet, vieles aber auch konserviert werden, so Knieriem. Die Weitläufigkeit des Tierparks mit seinen 160 Hektar Fläche sei Stärke und Schwäche zugleich. Hier müsse man neue Konzepte umsetzen.

    Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) (Bild: Maurizio Gambarini/dpa)

    Schwesig kündigt mehr Hilfe für Senioren an

    Anlässlich des 11. Deutschen Seniorentags, der heute in Frankfurt am Main beginnt, hat Familienministerin Schwesig  in unserem Programm auf die besonderen Anforderungen durch den demographischen Wandel hinzuweisen. Die ältere Generation könne viel in die Gesellschaft einbringen. Deshalb wolle die Bundesregierung in den nächsten Jahren altersgerechtes Wohnen, aber auch die ehrenamtliche Beschäftigung älterer Menschen stärker fördern, wie sie im Gespräch mit Sabine Dahl ankündigte.

    Hand in Hand läuft ein schwules Paar in Berlin über die Straße. (Bild: dpa)

    "Home-Ehe entspricht nicht dem Ehe-Ideal"

    Die Berliner CDU tut sich nach wie vor schwer im Umgang mit dem Thema "Homo-Ehe". Welchen Weg die Union einschlagen wird, will sie von einer Mitgliederbefragung abhängig machen, die noch bis zum 24. Juli läuft. In einem Offenen Brief lehnten 21 Unionspolitiker die "Ehe für alle" ab. Mitinitiiert hat das Schreiben der Vorsitzende der Jungen Union Berlin, Christoph Brzezinski. Im Gespräch mit Heiner Martin verteidigte er seine ablehnende Haltung als "Beitrag zur demokratischen Meinungsfindung innerhalb der CDU".

    Im Tagebau im brandenburgischen Jänschwalde (Spree-Neiße) der Vattenfall Europe Mining AG trägt ein Schaufelradbagger Abraum ab. (Bild: dpa)

    IHK Cottbus: Auf Strukturwandel ohne Braunkohle einstellen

    Die von Bundeswirtschaftsminister mal geplante Klima-Abgabe für alte Kohlekraftwerke ist vom Tisch, die Regierung will ihre Klimaziele mit anderen Mitteln erreichen: In der Nacht einigten sich die Parteichefs von Union und SPD darauf, mehrere betagte Braunkohlekraftwerke stillzulegen und nur in Notfällen wieder zu aktivieren, die Energiekonzerne sollen dafür einen Ausgleich bekommen. Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, sagte im Gespräch mit Oliver Rehlinger, er sei erleichtert, aber jetzt beginne die eigentliche Arbeit. Der Strukturwandel bedeute, dass eines Tages Braunkohlekraftwerke nicht mehr gebraucht würden.

    Symbolbild: Weltweite Spionage und Abhörtechnik

    Größer und umfangreicher: Lauschangriff der NSA

    Der US-Geheimdienst NSA hat nach Informationen der Enthüllungsplattform Wikileaks nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgespäht, sondern weite Teile der Regierung. Zu den Zielen gehörte demnach nicht nur das Wirtschafts-, sondern auch Finanz- sowie das Landwirtschaftsministerium. John Goetz vom NDR, der zu der Recherche-Gruppe gehört, die die Wikileaks-Dokumente einsehen durften, sagte im Gespräch mit Oliver Rehlinger, es sei überraschend, wieviele Telefone abgehört wurden und dass die Bundesregierung flächendecken ausgespäht wurde.

    Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke gibt am 01.07.2015 ein Interview auf dem Sommerfest der Landesregierung. Das Fest findet unter dem Motto "25 Jahre Brandenburg - ein Grund zum Feiern" statt. (Quelle: rbb Fernsehen)

    Woidke begrüßt Verzicht auf Kohle-Abgabe

    Die Große Koalition hat sich auf neue Eckpunkte der Energiewende geeinigt. Bundeswirtschaftsminister Gabriel verkündete in Berlin das endgültige Aus für die umstrittene Klima-Abgabe für alte Kohle-Kraftwerke. Die Bundesregierung will die Meiler als Reserve bereithalten. Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) begrüßte die Entscheidung der Bundesregierung, auf die Strafabgabe zu verzichten. Dadurch werde vermieden, dass in der Lausitz schlagartig Arbeitsplätze verloren gehen, sagte Woidke im Gespräch mit Irina Grabowski.

  • Der frühere und letzte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maiziere (Bild: Wolfgang Kumm/dpa)

    25 Jahre Währungsunion - doch alles richtig gemacht?

    Am 1. Juli 1990 kam die West-Mark - und die Ost-Mark war Geschichte. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl setzte sich damals über den Rat vieler Ökonomen hinweg. Lothar de Maizière (CDU), damals Ministerpräsident der DDR, blickte im Gespräch mit Sabine Dahl zurück. Anfangs habe er sich große Sorgen wegen der logistischen Herausforderungen gemacht, erzählte er. Immerhin seien 25 Milliarden DM umgetauscht worden. Alles in allem sei die Währungsunion aber alternativlos gewesen. "Der Exodus an Abwanderungen in den Westen konnte gestoppt werden", so de Maiziére.

    Alexander Kritikos (DIW) Foto: Bettina Keller

    Experte: "Ich glaube weiter an eine Lösung"

    In der Nacht lief das aktuelle Hilfsprogramm der Euroländer für Griechenland aus. Außerdem wurde eine Zahlung an den Internationalen Währungsfonds in Höhe von 1,5 Milliarden Euro fällig, von der die griechische Regierung bereits sagte, dass sie sie nicht bezahlen werde. Der Griechenland-Experte beim DIW, Prof. Dr. Alexander Kritikos, hofft gleichwohl weiter auf eine Übergangslösung. "Beide Seiten haben großes Interesse daran, bis zum Ende dieser Woche eine Lösung zu finden", sagte er Sabine Dahl.  

    Illustration: Elterngeld - Ein Zusatzschild eines Verkehrsschildes zeigt eine Familie mit Kinderwagen (Bild: Jens Kalaene/dpa)

    Caritas kritisiert das neue Elterngeld Plus

    Ab 1. Juli gibt es in Deutschland das Elterngeld Plus: Das soll es den Eltern ermöglichen, flexibler als bisher Elterngeld und Arbeit miteinander kombinieren können. Kritik an der neuen Regelung kommt von der Caritas: Sie werde familien- und sozialpolitischen Anforderungen nicht gerecht, sagte Caritas-Präsident Dr. Peter Neher im Gespräch mit Heiner Martin. Die konkrete Verteilungswirkung sei sehr ungleich und sozial ungerecht, so Neher.

    GDL zufrieden mit Schlichtung

    Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt. Im Schlichtungsverfahren setzte die GDL spürbare Einkommenserhöhungen und eine Verkürzung der Arbeitszeit durch. Bereits zum 1. Juli werden die Löhne um 3,5 Prozent erhöht, am 1. Mai nächsten Jahres um weitere 1,6 Prozent. Das Kernproblem der Auseinandersetzung bestand im Ziel der GDL, für alle bei ihr organisierten Berufsgruppen einen eigenen Tarifvertrag abzuschließen. Frank Nachtigall, der GDL-Bezirksvorsitzende Berlin - Sachsen - Brandenburg, sagte im Gespräch mit Oliver Rehlinger, entscheidend sei der Bundesrahmentarifvertrag auch für die Zugbegleiter, dadurch werde Lohndumping auch bei Ausschreibungen verhindert.

  • Alexander Graf Lambsdorff, FDP-Abgeordneter im Europaparlament (Bild: dpa)

    Lambsdorff: Griechenland braucht Planungssicherheit

    Griechenland will die am Dienstag fällige Kreditrate über 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds nicht zahlen. Das kündigte Ministerpräsident Alexis Tsipras an. Zugleich deutete er an, dass er zurücktritt, wenn die Bevölkerung sich beim Referendums am Sonntag für die Sparauflagen der internationalen Geldgeber ausspricht. Der Vizepräsident des Europaparlaments, Alexander Graf Lambsdorff, begrüßte  die Ankündigung. Griechenland brauch eine Regierung, die bereit sei, ein Reformprogramm durchzusetzen. Die Griechen benötigten Planungssicherheit.

    Urlaub in Griechenland auf der Insel Santorini (Bild: colourbox.com)

    Sommer, Sonne, Sorgen?

    Der drohende Grexit sorgt nicht für sinkende Buchungen. Torsten Schäfer vom Deustchen Reiseverband rät deutschen Urlaubern, etwas mehr Bargeld als sonst nach Griechenland mitzunehmen. Pauschalreisende hätten den Vorteil, dass sie den größten Teil der Reise bereits bezahlt haben und nur noch Getränke oder Besuche in Restaurants begleichen müssten. Schäfer empfiehlt Urlaubern darüber hinaus, Demonstrationen zu meiden, die allerdings normalerweise nur in Athen stattfinden.

    SPD-Haushaltspolitiker Carsten Schneider verfolgt am 16.03.2013 in Arnstadt (Thüringen) auf einem Parteitag der Thüringer SPD die Reden. - Foto: dpa

    Schneider: Athen hält sich nicht an Regeln

    Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat seine politische Zukunft vom Ausgang eines Referendums über das europäische Reformprogramm der internationalen Geldgeber abhängig gemacht. Der SPD-Finanzpolitiker Christian Schneider übte im Inforadio Kritik an Tsipras. Das Kabinett in Athen halte sich an keine Regeln mehr. Die Entscheidung der Griechen für eine solche Links-Rechts-Regierung müsse man zwar akzeptieren, aber nicht bezahlen. Je länger die jetzige "Hängepartie" dauere, "desto unsicherer wird es, dass Griechenland in die Lage kommt, das alles zurückzuzahlen. Aber auch Deutschland zahlt ja seine Schulden nicht zurück, sondern verlängert sie immer nur. Entscheidend ist, dass Griechenland zu Wachstum kommt und die Zinslasten zahlen kann."

  • Die Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Simone Peter (Bild: dpa)

    "Es fehlt das richtige Konzept"

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Mittag die Partei- und Fraktionschefs zu sich ins Kanzleramt eingealden, um über weitere Schritte in der Griechenlandkrise zu informieren. Grünen-Chefin Simone Peter reagierte im Inforadio enttäuscht. Die Kanzlerin und auch die EU-Institutionen begnügten sich mit einseitigen Schuldzuweisungen an Griechenland, anstatt ein wirklich weiterführendes Konzept zu haben. Ein solches müsse die Sorgen Griechenlands aufnehmen und dem Land wieder auf die Beine helfen, forderte sie im Gespräch mit Irina Grabowski.

    Warten vor dem Bankautomat in Griechenland (Bild: dpa)

    "Ernste Atmosphäre, aber keine Panik"

    Das Drama nimmt seinen Lauf: Alexis Tsipras lehnt die Vorschläge der Geldgeber ab und kündigt ein Referendum an, die Euro-Finanzminister entscheiden im Gegenzug, das aktuelle Hilfsprogramm nicht über den 30.Juni hinaus zu verlängern. Ab heute können die Menschen in Griechenland nur noch je 60 Euro am Geldautomaten abheben, an den Tankstellen bilden sich Schlangen. Susanna Vogt leitet das Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Athen. Im Gespräch mit Irina Grabowski berichtet sie von vielen Einschränkungen und Nervosität.

    Symbolbild Carsharing (Bild: imago/MiS)

    Die dunkle Seite der Sharing-Economy

    Lieber das Traumauto mieten anstatt es zu kaufen, lieber Musik aus der "Cloud" leihen als im Laden die CD zu erstehen: immer mehr Verbrauchen und auch Unternehmen schätzen die Vorzüge der “Sharing Economy“. Der Medienwissenschaftler Tilman Baumgärtel ist allerdings skeptisch. Im Gespräch mit Oliver Rehlinger kritisierte er vor allem amerikanische Anbieter. Der Fahrdienstleister Uber zum Beispiel unterwandere deutsches Arbeitsrecht. "Leute werden zu digitalen Tagelöhnern degradiert", bemängelt er.

    Ein Bus fährt an der CDU-Parteizentrale in Berlin vorbei (Bild: dpa)

    70 Jahre CDU - und nun?

    Die CDU feiert in diesen Tagen ihren 70. Geburtstag, auch wenn die Griechenland-Krise das Jubiläum überschattet. Nach Einschätzung des Passauer Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter wird die Parteivorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel, vor allem dafür geachtet, dass sie der Union die Macht sichert. Das sei das wichtigste Kriterium, noch vor ihrer Rolle innerhalb der EU. Oberreuter räumte ein, dass Merkel vor neuen Integrationsaufgaben stehe, weil die Flügel innerhalb der CDU stärker geworden seien.

    Die schwarze Flagge "Islamischer Staat" der Terrorgruppe "IS" (Bild: dpa)

    Ein Jahr IS-Kalifat

    Seit einem Jahr sorgt der “Islamische Staat“ für Terror und Tod. Im Juni 2014 riefen die fanatisierten und skrupellosen Milizen in Syrien ein Kalifat aus und bestimmen seit dem täglich die Nachrichtenagenda. Ein Jahr danach ist kein Ende der Schreckensherrschaft der Islamisten in Sicht. Trotz der Luftangriffe einer internationalen Militärallianz unter Führung der USA deutet nichts auf eine Schwächung des Systems hin. Islamwissenschaftler Stephan Rosiny vom GIGA-Institut Hamburg sieht Zusammenhänge zwischen der Ausrufung des Kalifats und dem Anschlag in Tunesien. Einige Länder hätten den IS aber noch nicht als wichtiges Problem erkannt.

    Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis (Bild: dpa)

    Griechenland: Woran ein Geschäftsmann sich hält ...

    Noch eine Woche ohne klare Entscheidungen für die Griechen. Chance oder Absturz ? Möglich, dass sie wegen "Kapitalverkehrskontrollen" oder geschlossener Banken gar nicht mehr an ihr Geld kommen. Viele horten bereits Euro zuhause - die Zahl der Einbrüche nimmt zu. Der Manager Dimitri Kamargiannis von der Unternehmensberatung Perea/Thessalonik sieht eine große Panikgefahr in Griechenland. Das geplante Referendum sieht er kritisch: Die Fragestellung sei unklar, niemand kenne die Maßnahmen genau, die die Kreditgeber forderten.

    Das Amphitheater der antiken Stadt Palmyra in der syrischen Wüste nördlich von Damaskus aufgenommen am 03.06.2009. Foto: dpa

    Schwere Zeiten für das Weltkulturerbe

    Die politische Agenda hat das Wirken des UNESCO-Welterbe-Komitees selten so überschattet wie in diesen Tagen und Wochen: Die ISIS-Terrormilizen haben die antike syrische Stadt Palmyra besetzt - und die zum Weltkulturerbe gehörenden antiken Bauten vermint. Die UNESCO ist in tiefer Sorge. In dieser Woche trifft sich das Welterbe-Komitee in Bonn zu seiner alljährlichen Konferenz, Deutschland führt derzeit den Vorsitz. Die amtierenden Präsidentin und Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, plädiert für eine Erneuerung der Kriterien. Welterbestätten müssten außergewöhnlich sein. Der Titel dürfe nicht nach politischen Gesichtspunkten vergeben werden.

    Symbolbild: Sharilng (Bild: imago)

    Teilen, aber mit Bedingungen

    “Teilen. Haben. Teilhaben.“ – im Verbraucherverhalten deutet sich hierzulande eine Trendwende an. Immer mehr Menschen teilen und sparen lieber, als nur für sich allein teure Anschaffungen zu tätigen. Die Wirtschaft hat längst reagiert, die Branche der “Sharing Economy“ boomt. Um diese Entwicklung dreht sich auch der diesjährige Deutsche Verbrauchertag. Der SPD-Verbraucherschutzexperte Ulrich Kelber sieht in dem Teilen viele Vorteile, z.B. beim Carsharing. Allerdings müssten auch bei der Sharing Economy der Arbeits- und Verbraucherschutz gelten.

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Die Inforadio-Welt: Unsere Interviews der vergangenen 7 Tage

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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