Interviews

ARCHIV - Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (l), und der SPD-Landesvorsitzende von Berlin, Jan Stöß, unterhalten sich am 13.06.2015 in Berlin auf dem Landesparteitag der Sozialdemokraten in Berlin. Foto: dpa

SPD-Landesparteitag: Müllers Krönungsmesse

Heute will sich Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller wieder zum SPD-Landesvorsitzenden wählen lassen. Müller will freie Hand haben, auch bei bevorstehenden Koalitionsverhandlungen. Der innerparteiliche Machtkampf mit seinem Dauer-Rivalen Jan Stöß ist damit entschieden. Für Politikwissenschaftler Gero Neugebauer ist das ein nachvollziehbarer Schritt. Müller stehe nun ein schwieriger Kampf um SPD-Stammwähler bevor, auch an die AfD könnten vereinzelt Wähler verloren gehen, prognostiziert er im Gespräch mit Irina Grabowski.

Zahlreiche Besucher sind am 25.04.2015 unter blühenden Bäumen zum 136. Baumblütenfest in Werder/Havel (Brandenburg) unterwegs. (Quelle: Ralf Hirschberger/dpa)

Heute beginnt das Baumblütenfest in Werder

Pünktlich zur Obstbaumblüte wird in Werder wieder gefeiert: Entweder ganz romantisch auf sanft fallenden Wiesen mit fantastischem Havel-Panoramablick, oder eher actionreich auf dem Rummelplatz zwischen Autoscooter und Bungee-Jumping. Die Baumblüte ist der unbestrittene Höhepunkt im Feierkalender der Stadt. Frank Wache, stellvertretender Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Werder e.V., ist froh, dass jetzt die Süßkirschsorten in Vollblüte sind: "Die Wettergötter sind uns endlich gnädig."  

Interview-Archiv

  • ARCHIV - Alexander Gauland, Sprecher der Alternative für Deutschland in Brandenburg, spricht am 11.03.2016 während des Wahlkampfabschlusses der AfD in Magdeburg (Sachsen-Anhalt). Foto: dpa

    "Das Umlagesystem ist durch nichts zu ersetzen"

    Der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland hat sich im innerparteilichen Streit über die Wirtschafts- und Sozialpolitik dafür ausgesprochen, die umlagefinanzierte Rente beizubehalten. Gauland sagte am Freitag im rbb-Inforadio, das System habe sich auch in Zeiten niedriger Zinsen als einigermaßen wetterfest erwiesen.

    Die Berliner SPD, CDU, Grüne, Linke, Piratenpartei sowie DGB Berlin und Ver.di Berlin haben zu einer Kundgebung gegen die AfD am Brandenburger Tor aufgerufen. (Quelle: rbb/Alex Krämer)

    Berlin-Studie: "Das Unfertige ist auch ein Vorteil"

    Morgen stellt die SPD die Weichen für ihren Abgeordnetenhaus-Wahlkampf. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller will sich zum Parteichef küren lassen - und wird sicher auch darauf verweisen, was für eine tolle Metropole Berlin sei. Doch gerade erst hat das Berlin-Institut der Stadt eine "Kultur des Mittelmaßes“ bescheinigt: In der Studie "Berlin 2030" heißt es, Probleme gebe es in der Verkehrspolitik, bei der Effizienz der Verwaltung, dem Zustand der Schulen und auch bei der Sauberkeit, erläutert Studienleiter Reiner Klingholz - und betont zugleich: Das Unfertige biete auch große Chancen für Neues und Kreatives.

    Monika Herrmann (Bild: Paul Zinken/dpa)

    "Nicht erst 24 Stunden vorher"

    Im Streit um die so genannte Revolutionäre 1. Mai Demonstration hat die Bezirksbürgermeisterin von Frierichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann, dem Berliner Innensenator Henkel Fehlplanung vorgeworfen. Die Polizei hätte sich rechtzeitig und frühzeitig um die Routenführung kümmern müssen, und nicht "erst 24 Stunden bevor das Myfest anfängt", sagte die Grünen-Politikerin im Inforadio.

    Frauke Petry, Parteivorsitzende der AfD, am 29.11.2015 auf dem 4. Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) in Hannover (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

    Politikwissenschaftler: Die AfD muss sich erst noch sortieren

    Am Samstag beginnt in Stuttgart der Parteitag der AfD. Drei Jahre nach ihrer Gründung will die die Partei ihr erstes Grundsatzprogramm beschließen. Doch vorher ist ein Richtungsstreit neu ausgebrochen. Konkret zwischen Parteichefin Frauke Petry und dem Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke. Wohin bewegt sich die AfD? Gewinnt der konservativ-liberale oder der nationalkonservativ-soziale Flügel die Oberhand? Werner Patzelt ist Politikwissenschaftler an der TU Dresden. Er glaubt, dass die Partei gut damit fährt, den Konflikt in der Schwebe zu halten, um möglichst viele Leute anzusprechen. Zumindest so lange man ohnehin noch keine Regierungsverantwortung übernehmen müsse.

    Ein Hagelschauer geht am 09.01.2015 in Berlin nieder. Kurze Zeit später ging der Hagel in heftigen Regen über (Quelle: dpa)

    Langsam, aber sicher: Der Frühling kommt

    Heute holen wir endlich die Sonnenbrille raus, aber ohne Mütze und Handschuhe kommt man als Radfahrer heute morgen wieder nicht aus. Der Wonnemonat Mai steht vor der Tür, doch von Frühling keine Spur: Stattdessen Hagel, Schnee und glatte Straßen. Ist so eine Kälte noch normal für April? Kann vorkommen - sagt Meteorologe Frank Abel. Seine gute Nachricht: Der Frühling kommt noch.

    Muslime beten am 26.05.2015 im Gebetsraum der DiTiB-Moschee in Stuttgart (Foto: Daniel Naupold/dpa)

    "Der Staat muss wissen, was in den Moscheen gepredigt wird"

    Wie soll die deutsche Gesellschaft mit dem Islam umgehen? Die AfD sagt klar und deutlich "Der Islam gehört nicht zu Deutschland" und tritt für ein spezielles Islam-Gesetz mit strengen Regeln ein. Aber auch aus der CDU sind nun Stimmen zu hören, die in diese Richtung gehen. So fordert Unions-Fraktionschef Volker Kauder heute in der Berliner Zeitung, Moscheen in Deutschland besser zu kontrollieren. Dem schließt sich der Islamwissenschaftler Thomas Volk an. Der Staat müsse wissen, was in den Moscheen gepredigt werde, sagte der Koordinator für Islam und Religionsdialog an der Konrad-Adenauer-Stiftung im Gespräch mit Dietmar Ringel. Deshalb müssten die Predigten auf deutsch gehalten werden.

    Klaus Lederer, Landesvorsitzender der Berliner Linkspartei, hält eine Rede beim Landesparteitag der Berliner Linken, 11.03.2016, Foto: imago

    "Nicht unsere Aufgabe, der SPD den Machterhalt zu sichern"

    Beim Landesparteitag der Berliner SPD an diesem Wochenende soll der Regierende Bürgermeister Michael Müller wieder zum Parteivorsitzenden gewählt werden. Seinen innerparteilichen Konkurrenten Jan Stöß vom linken Flügel hatte er zuvor zum Rückzug gedrängt. Schlechte Aussichten für die Linkspartei als möglichen Koalitionspartner? Deren  Landesvorsitzender Klaus Lederer findet, es sei ohnehin nicht die Afgabe der Linkspartei, der SPD den Machterhalt zu sichern. Die Frage müsse sein, wie man die Stadt gemeinsam gerechter machen könne, so Lederer im Gespräch mit Dietmar Ringel.

  • ARCHIV - ILLUSTRATION: Auf einem Klingelschild ist am 25.04.2014 in Berlin "Ferienwohnung" zu lesen. Foto: dpa

    "Ich lasse mir meine Existenz nicht kaputt machen"

    Die Goldgräberstimmung bei Anbietern von Ferienwohnungen in Berlin dürfte vorbei sein: Wer ab dem 1. Mai noch Ferienwohnungen vermieten will, braucht eine Genehmigung (die aber nicht mehr erteilt wird). Wer illegal vermietet, muss mit Strafen von bis zu 100.000 Euro rechnen. Mehrere Anbieter wie das Internetportal Airbnb haben sich bereits aus Berlin zurückgezogen. Einer der Vermieter von FeWos, Marcus Buthmann, wirft dem Senat vor, die Verknappung von Wohnraum selbst verursacht zu haben. Er will "auf jeden Fall versuchen, sich juristisch gegen das Gesetz zu wehren".

    Expertenkommission zur Finanzierung des Atomausstiegs v.l.n.r.: Jürgen Trittin, Matthias Platzeck, Ole von Beust (Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa)

    Atomdeal: Platzeck schließt Nachverhandlungen aus

    Rund 23 Mrd. Euro sollen deutsche AKW-Betreiber in einen Fonds einzahlen, um die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls zu finanzieren. Das hat eine Expertengruppe am Mittwoch beschlossen, zu der auch der frühere Brandenburgische Ministerpräsident Platzeck (SPD) gehört. Im Inforadio wies Platzeck die Kritik der Energiekonzerne zurück: Man habe versucht, auf die teils schwierige Situation der Unternehmen einzugehen. Nachverhandlungen schloss er aus und verwies auf die breite Zustimmung in der Kommission.

    Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg - Quelle: SuGB

    Böttcher: "Die Schmerzgrenze ist erreicht"

    Im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes hat der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg. Karl-Ludwig Böttcher, die Forderung der Gewerkschaft Verdi nach sechs Prozent mehr Lohn zurück gewiesen. Vor dem Beginn der dritten Verhandlungsrunde sagte Böttcher im Inforadio am Donnerstag, schon das Angebot der Arbeitgeber von drei Prozent in zwei Stufen schlage mit 80 Mio. Euro für die Kommunen zu Buche. "Da muss man sich überlegen, ob solche Größenordnungen überhaupt sinnfällig sind."

    Türkischer Präsident Erdogan (l) bei einem Treffen mit EU-Kommisionspräsident Juncker im Oktober 2015 (Bild: EPA/Olivier Hoslet)

    Das Verhältnis bleibt schwierig

    Die EU hat sich in der Flüchtlingsfrage abhängig von der Türkei gemacht. Inzwischen mehren sich Vorwürfe, Ankara nutze dies aus und versuche Brüssel zu erpressen. Für Hans-Georg Fleck, Leiter der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung in Istanbul, hört sich all das weitaus weniger dramatisch an: "Die Türkei muss ihre Zusagen erfüllen - und die EU ebenso." Der Ton zwischen beiden Seiten sei allerdings schon seit geraumer Zeit "von negativen Emotionen geprägt". Die Türkei fühle sich z.B. in Sachen EU-Beitritt schon über Jahre hingehalten.  

    SPD-Bundestagsabgeordnete Eva Högl (Bild: Wolfgang Kumm/dpa)

    Unser Ziel: "Nein heißt Nein!"

    Sexuelle Übergriffe sollen künftig leichter als Vergewaltigung geahndet werden können als bisher. Das sieht ein Gesetzentwurf von Justizminister Maas vor, über den der Bundestag am Donnerstag berät. In der Großen Koalition herrscht darüber noch Uneinigkeit; die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Högl äußerte sich im Inforadio allerdings zuversichtlich, eine Einigung mit CDU und CSU erreichen zu können.

    Social Media: Kommunikations-Emanzipation für die Politiker

    Auch für die Politiker selbst hat sich durch die sozialen Medien einiges verändert, sagt der Kommunikationswissenschaftler Mario Anastasiadis von der Uni Bonn. So bedeute das Internet für die Politiker "auch eine Befreiung von  journalistischen Limitierungen", sprich: Sie sind jetzt freier im Umgang mit der Bevölkerung. Deswegen hat sich der Umgang mit sozialen Medien in der Politik auch vom Ausnahmefall zum Regelfall entwickelt, so Anastasiadis. 

    Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump während seiner Rede, 27. April 2016, Indianapolis. Foto: dpa

    Trump zur US-Außenpolitik: "Amerika zuerst"

    "America first" - und danach kommt erst einmal lange nichts: US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat in der vergangenen Nacht in einer Rede seine außenpolitischen Ziele veranschaulicht. Wenig präsidial fand diese Rede der Direktor des Aspen-Instituts Berlin, Rüdiger Lentz: "Er würde eine sehr viel härtere Gangart wählen. Nach dem Motto 'Draufhauen, und dann sehen wir weiter' - die Verbündeten können kaum mit diesem Mann zusammenarbeiten", so der US-Experte im Gespräch mit Jana Ebert.
     

    Eine Wölfin in der russischen Rostov-Region (Bild: imago/ITAR-TASS)

    Wölfe: "Angriffsgefahr im Promillebereich"

    In Niedersachsen sorgt "Problem"-Wolf Kurti für Schlagzeilen: das offenbar kranke Tier näherte sich einer Spaziergängerin und wurde daraufhin erschossen. Mehr als 100 Wölfe leben mittlerweile in Brandenburg, Tendenz steigend. Bislang hieß es, Menschen müssten sich vor dem Wolf nicht fürchten. Das bleibe auch nach dem Zwischenfall in Niedersachsen gültig, betonte Jens-Uwe Schade ist Sprecher des Brandenburger Landesumweltamts und Verfasser einer Broschüre zum Wolfsmanagement in Brandenburg. "In den letzten Jahren gab es weitaus mehr Angriffe von Hunden als von Wölfen", betont er.

  • Eine Ein-Euro-Münze neben einem Sparbuch (Bild: Daniel Karmann/dpa)

    Niedrigzinsen: Sparkassen in großer Sorge

    Wenn heute der "Deutsche Sparkassentag" begangen wird, dann ist das für die Wenigsten ein Grund zum Feiern. In Zeiten von Nullzinsen scheinen die Tage des guten alten Sparbuchs gezählt, das bei den Deutschen so beliebte Zurücklegen ist nicht mehr lukrativ. "Die Branche macht sich Sorgen", bestätigt der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder. Immer weniger Menschen sorgten für das Alter vor, beklagt er.

    Ein Elektroauto wird an einer Stromtankstelle aufgeladen (Bild: Susann Prautsch/dpa)

    "Wir müssen noch aufholen"

    Nach dem "E-Autogipfel" im Kanzleramt will die Bundesregierung an diesem Mittwoch über die geplante Förderung von Elektroautos informieren. Inoffiziell wurde nach dem mehrstündigen Spitzentreffen am Dienstagabend bekannt, dass eine Kaufprämie von 4.000 Euro eingeführt werden soll. Gernot Lobenberg leitet die Berliner Agentur für Elektromobilität eMo. Mit 3.000 E-Autos und einer guten Lade-Infrastruktur nimmt Berlin bundesweit einen Spitzenplatz ein, "allerdings auf niedrigem Niveau", wie er im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder sagte.

    Facebook Chronik (Bild: dpa)

    Wie komme ich aus meiner Blase?

    Wer sich am Morgen durch seine Facebook-Timeline scrollt, bekommt das Gefühl, rundum informiert zu sein darüber, was in der Welt passiert. Doch dieser Eindruck kann durchaus trügen: Facebook gewichtet Inhalte und stellt die Timelines der User nach einem komplexen Alghorithmus zusammen. Wie funktioniert der Algorithmus? Wie kann der User aus der Blase ausbrechen? Das versuchen wir mit dem freien Journalisten und Social Media – Experten Martin Hoffmann zu klären.

    Ein Schlüssel mit einem Schlüsselanhänger, auf dem "Ferienwohnung" zu lesen ist. (Bild: Britta Pedersen/dpa)

    Wie Pankow gegen Ferienwohnungen vorgeht

    Der Berliner Senat macht ernst: Wer ab dem 1. Mai eine nicht genehmigte Ferienwohnung vermietet, handelt illegal und muss mit Geldbußen bis 100.000 Euro rechnen. So sieht es das entsprechende Gesetz vor, das in wenigen Tagen greift. Der Pankower Bezirksstadtrat Torsten Kühne erklärte im Gespräch mit Irina Grabowski, was das Auslaufen der Übergangsfrist für die Besitzer von FeWos bedeutet. Betroffen sind in Pankow ca. 900 Wohnungen: 100 wurden dem regulären Wohnungsmarkt wieder zugeführt, 200 haben einen Neuantrag gestellt, der jedoch abgelehnt wird.

    ARCHIV - Der Berliner Verdi-Sprecher Andreas Splanemann, aufgenommen am 21.02.2012 in Berlin auf einer Pressekonferenz.

    "Wichtig ist eine schnelle, faire Lösung"

    Die Warnstreiks von Verdi sind in der Politik auf scharfe Kritik gestoßen: Bundesinnenminister de Maizière erklärte, von den Arbeitsniederlegungen seien nur Unbeteiligte betroffen. Auch Arbeitgeberpräsident Kramer nannte die Streiks unverhältnismäßig. Berlins Verdi-Sprecher Splanemann wies die Kritik zurück: Nur massive Warnstreiks könnten die Tarifverhandlungen voranbringen, sagte er am Mittwoch im Inforadio.

    Natur - Wald in Deutschland (Bild: Julian Stratenschulte/dpa)

    Umfrage: Deutsche wollen mehr Natur- und Tierschutz

    94 Prozent der Deutschen schätzen die Natur und sagen: zu einem guten Leben gehört sie einfach dazu. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Bundesumweltministeriums und des Bundesamts für Naturschutz. Große Unterscheide gibt es zwischen der Stadt- und Landbevölkerung: "In kleineren Gemeinden fordern wesentlich mehr Menschen strengere Naturschutzvorschriften für die Landwirtschaft", erklärt an die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel.

    Reiseverkehr - Staus in Österreich am 11.6.2011 (Bild: dpa)

    Schon bald Grenzkontrollen am Brenner?

    Österreich macht erneut in Sachen Flüchtlingspolitik von sich reden: Der Nationalrat hat das Asylrecht deutlich verschärft. Und die Sicherheitsbehören bereiten sich darauf vor, am Brenner, dem wichtigsten Grenzübergang zu Italien, Grenzkontrollen einzuführen. Edith Meinhart leitet das Ressort Innenpolitik beim Nachrichtenmagazin "Profil". "Inzwischen wurde der Plan eines Grenzzauns am Brenner bestätigt", berichtet sie im Gespräch mit Dietmar Ringel.

  • Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (Bild: Kay Nietfeld/dpa)

    Hendricks: Das Restrisiko ist nicht beherrschbar

    26. April 1986: Im damals sowjetischen Tschernobyl explodiert der AKW-Reaktor des Blocks 4. Der Super-GAU heute vor 30 Jahren markiert den bisher weltweit schwersten Unfall in einem Kernkraftwerk. Die enorme radioaktive Freisetzung verseuchte weite Teile Europas und forderte nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO mehrere tausend Todesopfer. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks war vor wenigen Wochen vor Ort. Im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder schildert sie eine gespenstische Szenerie.

    Edda Müller (Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa)

    TTIP: "Obama hat Zeitdruck erzeugt, nicht Vertrauen"

    In Hannover haben gestern Kanzlerin Merkel und US-Präsident Obama versucht, den Deutschen die Ängste vor dem geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP zu nehmen. Der Pakt ermögliche ein dringend nötiges Wirtschaftswachstum, so Obama. Hat er damit Vertrauen erzeugt? Edda Müller, Vorsitzende von Transparency International Deutschland, bezweifelt das. Vielmehr habe der öffentliche Druck Auswirkungen auf die laufenden Verhandlungen. Alexander Schmidt Hirschfelder sprach mit Edda Müller, die auch im TTIP-Beirat sitzt.

    Elektroauto wird in Halle/Saale betankt (Bild: Jan Woitas/dpa)

    Burkert: "Die Kauf-Prämie für Elektroautos kommt"

    Wie soll die Automobilbranche beim Vertrieb von Elektroautos unterstützt werden? Darüber beraten am Dienstag Kanzlerin Merkel, Kanzleramtschef Altmaier, Verkehrsminister Dobrindt, Umweltministerin Hendricks und Wirtschaftsminister Gabriel. Finanzminister Schäuble ist bisher gegen finanzielle Anreize oder Prämien für Käufer. SPD-Verkehrspolitiker Martin Burkert ist sich dagegen sicher: Die E-Mobil-Prämie kommt - und zwar noch vor der Bundestagswahl. Im Gespräch seien 4000 Euro für reine Elektroautos und 3000 Euro für Hybridfahrzeuge, bestätigte Burkert im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder.

    Elektroauto steht an der Ladesäule (Foto: imago)

    Elektro-Prämie: "Subvention für die gut verdienende Autoindustrie"

    Der Deutsche fährt mit Benzin und Diesel. Was auch kein Wunder ist angesichts der niedrigen Spritpreise. Anders sieht es aus beim Strom. Der treibt nicht einmal ein halbes Prozent aller zugelassenen Fahrzeuge an. Also soll nicht nur die Infrastruktur ausgebaut werden - es sollen auch finanzielle Anreize für den Verbraucher her. Zum Beispiel eine Prämie für Elektroautos. Eine solche soll heute Abend im Kanzleramt beschlossen werden. Aber wie umweltfreundlich ist das? Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) jedenfalls lehnt die Prämie in der geplanzten Form entschieden ab. Gerd Lottsiepen schlug im Gespräch mit Norbert Hansen vor, stattdessen die Halter großer und schwerer Fahrzeuge zur Kasse zu bitten.

    Frauen in langen Mänteln und mit Kopftüchern in Berlin (Bild: imago)

    "Integrationsklima ist stabil freundlich"

    Eine deutliche Mehrheit in Deutschland bezeichnet das Zusammenleben mit Migranten als gut - das ist ein zentrales Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration. Das Integrationsklima sei stabil positiv, berichtet der stellvertretende Vorsitzenden des Gremiums, Prof. Haci-Halil Uslucan. Zudem ergab die Studie: Die Mehrheit der Muslime hat das Gefühl, "ich gehöre zu Deutschland". Die Rolle der Religion für Integration von Menschen werde in der Öffentlichkeit überschätzt.

    Günther Oettinger (Bild: Soeren Stache/dpa)

    Oettinger: "TTIP-Verhandlungen weit gediehen"

    Für viele Beobachter war der Obama-Besuch in Hannover vor allem eine TTIP-Werbetour. Bundeskanzlerin Merkel war dabei ganz auf Obamas Seite - anders als die rund 30.000 Gegner des Freihandelsabkommens, die in Hannover auf die Straße gingen. Es ist völlig offen, wie die Nachfolgerin oder der Nachfolger Obamas im Präsidentenamt mit TTIP umgehen. EU-Kommissar Günther Oettinger geht davon aus, dass spätestens im November über einen ersten TTIP-Vertragsentwurf verhandelt werden könnte, sagte er im Gespräch mit Dietmar Ringel.

    Jugendliche (Bild: colourbox.de)

    Jugend 2016: Brav und tolerant

    Jugendliche in Deutschland sind erstaunlich angepasst - so könnte man das Ergebnis der neuen Sinus-Studie zusammenfassen, die heute vorgestellt wurde. Das Sinus-Institut hat die Lebenssituation 14- bis 17jähriger untersucht und dabei herausgefunden, dass die meisten anpassungsbereit sind und Normen wie Pünktlichkeit und Disziplin akzeptieren. Ein Grund sei, dass die heutige Elterngeneration und ihre Kinder enger beieinanderlägen, erklärt Studienleiter Marc Calmbach vom Sinus-Institut: "Heute gehen die Eltern ja nicht mehr zum Flippers-Konzert, sondern auch eher zu Beyonce."

  • Nach der Landung in Hannover steht US-Präsident Obama in der geöffneten Flugzeugtür und winkt (Foto: Holger Hollemann/dpa)

    "Obama hat partnerschaftlichen Weg mit Deutschland gefunden"

    Zum fünften Mal ist Barack Obama als US-Präsident zu Besuch in Deutschland. Es ist nach sieben Amtsjahren gleichzeitig so etwas wie eine Abschiedsreise. Und es waren sieben gute Jahre für das deutsch-amerikanische Verhältnis, meint Jürgen Hardt (CDU), Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit. Alexander Schmidt-Hirschfelder hat mit ihm gesprochen.

    Symbolbild mit Buntstiften in schwarz, grün und rot sowie dem Wappens von Sachen-Anhalt (Foto: imago)

    Kenia-Koalition in Sachsen-Anhalt: Vernunftehe statt Liebesheirat

    Am Montag haben die Abgeordneten im Landtag von Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff (CDU) erneut zum Ministerpräsidenten gewählt. Ungewöhnlich ist die bundesweit erste Koalition aus CDU, SPD und den Grünen  - wegen ihrer Parteifarben auch "Kenia-Koalition" genannt. "Eine Vernunftehe", sagt SPD-Landeschef Burkhard Lischka im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder, und spricht von schwierigen Koalitionsverhandlungen. Andererseits hält er die Schnittmenge der drei Parteien für groß genug.

    Markus Beckedahl (Bild: imago/IPON)

    "Eine Freiheit, die es so vorher nicht gab"

    Smartphone, Computer und Internet machen es möglich: Innerhalb von Sekunden kann der einzelne Informationen um die Welt schicken oder mit einem Freund in Australien chatten. Für Markus Beckedahl von netzpolitik.org ist das wirklich fasizinierende am Internet die Möglichkeit, unabhängig von Zeit und Ort konsumieren, kommunizieren und sich informieren zu können, sagt er im Interview bei Alexander Schmidt-Hirschfelder.

    FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer (Bild: EPA/Filip Singer)

    FPÖ-Sieg: "SPÖ und ÖVP müssen reagieren!"

    Liegt das traditionelle politische System Österreichs in Trümmern? Der Ausgang der Bundespräsidentenwahl in unserem Nachbarland sorgt für Unruhe. Gewonnen hat der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer mit rund 35 Prozent, gefolgt vom Grünen Alexander van der Bellen (21 Prozent). Beide gehen in vier Wochen in die Stichwahl. Die Österreich-Expertin und Politikwissenschaftlerin Tanja Börzel sieht in dem Ergebnis vor allem einen Denkzettel für die regiernde SPÖ-ÖVP-Koalition. Die müsse nun reagieren, sagte sie im Gespräch mit Dietmar Ringel.

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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Hertha BSC - Olympiastadion (Bild: dpa)

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