Interviews

Russische Militäringenieure in Aleppo (Bild: RUSSIAN DEFENSE MINISTRY PRESS SERVICE/AP/dpa)

Neuer Anlauf für Frieden in Syrien

Der Verlust von Aleppo, die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, die Annäherung der Türkei an Russland: Seit dem Ende der letzten Syrien-Gespräche Anfang 2016 hat sich die weltpolitische Lage drastisch geändert. Heute soll es unter Vermittlung Russlands und der Türkei einen neuen Versuch geben, das riesige Misstrauen zu überwinden, das nach fast sechs Jahren Bürgerkrieg zwischen Regierung und Opposition herrscht. Aus Astana berichtet unser Korrespondent Markus Sambale.

Die Anzeigetafel eines Flughafen: BER Eröffnung 2017 entfällt (Quelle: Montage rbb)

"Die Reputation Deutschlands steht auf dem Spiel"

Seit dem Wochenende ist klar: Der BER-Flughafen öffnet frühestens 2018. Tegel und Schönefeld platzen schon jetzt aus allen Nähten. “Die Passagierentwicklung in Berlin ist fulminant. Umso dringender wird der BER benötigt“, betont der Präsident des Flughafenverbands ADV, Michael Garvens. Auch der BER-Flughafen sei zu klein, “aber daran wird ja auch schon mit Hochdruck gearbeitet. Ein neues Terminal soll 2020 fertig sein, das könnte 8 Millionen Passagiere zusätzlich versorgen“, sagt er. Von der Offenhaltung Tegels hält der Flughafenexperte derweil herzlich wenig.

 

Martin Delius (Die Linke) (Bild: imago/IPON)

BER-Chaos nimmt kein Ende

Seit dem Wochenende ist es nun auch offiziell: In diesem Jahr wird es nichts mit der Eröffnung des BER-Flughafens. Martin Delius leitete als Mitglied der Piratenfraktion bis zum Herbst den BER-Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses. Inzwischen beobachtet er als Mitglied der Linkspartei das Treiben rund um den Flughafen - außerhalb des Parlaments, sozusagen als Privatperson. Für ihn ist die erneute Verschiebung "aus dem ganzen gewachsenen Wirrwarr innerhalb des Gebäudes heraus entstanden". Dass 2017 als Eröffnungstermin nicht klappen würde, "wussten wir alle schon im letzten Jahr", sagt Delius.

Bauern-Demo "Wir machen euch satt!" am 21.01.17 in Berlin (Bild: Gregor Fischer/dpa)

Landwirte im Clinch

Alle Jahre wieder zur Grünen Woche fahren mehr als 100 Traktoren durch die Berliner Innenstadt, um die Bundesregierung zu einer anderen Agrarpolitik zu bewegen. Doch die Landwirte scheinen zunehmend gespalten: Der Demo “Wir haben es satt!“ stellte sich am Sonnabend die Demo “Wir machen Euch satt!“ entgegen. "Wir sind es leid, pauschal als Tiermörder angegangen zu werden", wehrt sich Marcus Holtkötter, Initiator der Aktivisten-Gruppe "Wir machen Euch satt". In seinem Betrieb leben mehr als 3000 Schweine. "Der Stall ist bei allen Tieren gleich", verteidigt er sich. Der Begriff Agrarindustrie sei "völlig falsch".

Michael Müller und Raed Saleh auf der SPD-Klausurtagung in Erfurt (Bild: Candy Welz/Arifoto Ug/dpa-Zentralbild/dpa)

Saleh wirbt weiter für mehr Videoüberwachung

Zunächst der Fall Andrej Holm, dann die Attacke von SPD-Fraktionschef Raed Saleh gegen den Beschluss der eigenen Koalition, mehr Videoüberwachung nur vorübergehend und an bestimmten Orten auszudehnen: Trotz einiger Stolpersteine sprach der Regierende Bürgermeister Müller am Wochenende auf der SPD-Fraktionsklausur in Erfurt von einem positiven Auftakt von Rot-Rot-Grün. Auch Saleh sieht die Berliner Landesregierung gut aufgestellt. Zugleich wiederholt er im Inforadio: "Mit Videoüberwachung lassen sich viele Folgetaten verhindern. Das ist auch Opferschutz."

Interview-Archiv

  • US-Präsident Trump bei seiner Amtseinführung (Bild: dpa)

    Antrittsrede von US-Präsident Donald Trump - "Keine Spur von Einigkeit"

    "Amerika zuerst" - das war die Kernbotschaft von Donald Trumps Amtsantritt am Freitag. Aus Sicht von Zeke Turner, Berlin-Korrespondent des Wall Street Journals, hat Trump allerdings eher eine Wahlkampfrede gehalten. Er habe weder ein Angebot an Frauen, Schwarze, Latinos und Muslime gemacht noch habe er insgesamt dynamisch-optimistische Lösungsansätze präsentiert, um der Spaltung im Land entgegenzuwirken.

    Das türkische Parlament (Bild: dpa)

    Türkisches Parlament billigt Verfassungsreform - "In Treue fest zu ihrem großen Anführer"

    Für den türkischen Präsidenten Erdogan läuft alles nach Plan: Nach fast zweiwöchigen Beratungen hat das Parlament am frühen Morgen die umstrittene Verfassungsreform angenommen. Damit rückt das von Erdogan angestrebte Präsidialsystem in greifbare Nähe - mit allen neuen Machtbefugnissen, die es dem Präsidenten bringt: Er soll künftig auch Regierungschef sein, Minister ernennen oder absetzen und Dekrete mit Gesetzeskraft erlassen können. Die Opposition fürchtet eine Autokratie in der Türkei. Istanbul-Korrespondent Reinhard Baumgarten erklärt die Hintergründe.

    Bob Hanning, Vizepräsident des deutschen Handball-Bundes (Bild: imago sportfotodienst)

    Handball-Weltmeisterschaft - Interviews

    Das erste Endspiel bei der WM hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft schon mal gewonnen: Durch das 28:21 gegen Kroatien sichert sich die DHB-Auswahl den Gruppensieg und erspart sich so einigen Reise-Stress. Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handball-Bundes, zeigt sich zufrieden: "Das war mit Abstand unser bestes Spiel gegen einen großen Gegner".

  • Bernhard Mattes 2015 als Moderator bei der 112. Jahresversammlung des American Chamber of Commerce (Bild: imago stock&people)

    "Wir müssen als Wirtschaft mit Trump kommunizieren"

    96 Prozent der deutschen Führungskräfte sehen die am Freitag beginnende Präsidentschaft von Donald Trump in den USA als Risiko. Wie ernst muss man Trumps Androhung von hohen Strafzöllen nehmen? Fürs Abwarten plädiert Bernhard Mattes, ehemaliger Deutschland-Chef von Ford, nun im Aufsichtsrat von Ford. Es liege nun an der Wirtschaft im Ganzen, mit Trump und seiner Regierung in Kontakt zu treten und die Wichtigkeit der transatlantischen Beziehungen für europäische und US-amerikanische Unternehmen zu betonen.  

    Trump-Shirts werden am 18.01.2017 in Washington, DC, USA, zum Verkauf angeboten, während die Vorbereitungen für die Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Trump laufen. (Bild: Matt Rourke/AP/dpa)

    In Zeiten von Präsident Trump: Wie umgehen mit Veränderung?

    Donald Trump zieht am Freitag ins Weiße Haus - und damit steht die Welt steht vor einer einer großen Veränderung - auch Deutschland. Wie lässt sich damit umgehen? "Wach und mutig sein", rät Dajana Langhof, die Unternehmen und Privatpersonen bei großen Veränderungsprozessen coacht. So lasse sich auch das Potenzial der neuen Situation erkennen.

    Der designierte US-Präsident Donald Trump spricht am 17.01.2017 in Washington DC, USA, während des «Chairman·s Global Dinner» vor seiner Amtseinführung. (Bild: Evan Vucci/AP/dpa)

    US-Gesandter in Berlin: "Wir alle müssen abwarten"

    Wie sehen die US-amerikanischen Botschafter den Machtwechsel im Weißen Haus - und welche außenpolitische Linie glauben sie, wird Donald Trump einschlagen? Es bleibe abzuwarten, wie sich der neue Präsident verhalte, sagt Kent Logsdon, der Gesandte als Geschäftsträger ad interim der Vereinigten Staaten in Berlin. Er sichert aber zu, dass Deutschland weiterhin der wichtigste europäische Partner der USA bleiben werde - und man keine Politik der Grenzschließung befürworte.

     

     

    Demonstranten versammeln sich am 18.01.2017 in Washington, DC, USA, zu einem Protest vor dem Kapitol (Bild: John Minchillo/AP/dpa)

    "Viele Leute können es immer noch nicht fassen"

    Auch wenn er drei Millionen Wählerstimmen weniger als Hillary Clinton bekam, wird Donald Trump an diesem Freitag zum neuen Präsidenten der USA gewählt. Die deutsche Journalistin Maiken Scott lebt seit 1992 in den USA und beschreibt eine gespaltene Stimmung im Land: Während die Trump-Fans auf eine Verbesserung ihrer Lebenssituation hoffen, haben seine Gegner Angst vor den anstehenden Veränderungen.

    Donald Trump im November 2016 bei einer Wahlkampfveranstaltung (Bild: Evan Vucci/AP/dpa)

    Bundesregierung wünscht starke Partnerschaft mit den USA

    Wenn Donald Trump am Abend der 45. Präsident der USA ist, bedeutet das auch Unsicherheit für bisherige Partner – wie zum Beispiel Deutschland. Der Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit der Bundesregierung Jürgen Hardt (CDU) hofft dennoch auf Kontinuität und setzt dabei weniger auf den neuen Präsidenten, als auf die Menschen, die ihn umgeben. Außerdem sieht er auch Chancen im Machtwechsel: Der angestrebte Neuanfang mit Russland sei positiv, solange er nicht auf Kosten Dritter gehe.

  • Erfurt: Der Fraktionsvorsitzende der Thüringer AfD, Björn Höcke (AfD), in der 70. Plenarsitzung des Thüringer Landtags am 9. Dezember 2016 - Foto: imago/Jacob Schröter

    "Höcke sagt, was die AfD wirklich will"

    Im Nachhinein war alles wieder gar nicht so gemeint: Björn Höcke hat Vorwürfe zurückgewiesen, das Andenken an den Holocaust in seiner Rede am Dienstag in Dresden als "Schande" bezeichnet zu haben. Doch diese Interpretation seiner Worte hat er ziemlich exklusiv. rbb-Reporter und Rechtsextremismus-Experte Olaf Sundermeyer ist sich sicher: Höcke meint, was er sagt - und er sagt, was die AfD tatsächlich will. Die Kritik durch Frauke Petry hält er für wenig glaubwürdig.

    Polizeibeamte gehen am 16.01.2017 in Berlin vor der Gedächtniskirche an einer Gedenkstätte für die Opfer vom Breitscheidplatz vorbei. - Foto: dpa/Kay Nietfeld

    Breitscheidplatz: "Jeder muss seinen Weg der Trauer finden"

    Genau einen Monat nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz  gedenkt der Bundestag der Opfer mit einer Gedenkminute. Für viele zu spät: In der Öffentlichkeit hat sich das Gefühl breitgemacht, es werde zu viel über den Täter und zu wenig über die Opfer geredet. Martin Germer, Pfarrer der Gedächtniskirche, teilt diese Kritik nicht: Zwar habe man kaum Namen oder Bilder der Opfer, aber auch ohne das könne man Anteil nehmen – und das nehme er bei vielen Menschen intensiv wahr.

    Zuschauer beim Berlin Marathon, 25.09.2016, Bülowstraße Ecke Potsdamer Platz - Foto: imago/Camera 4

    Bundestagswahl und Marathon an einem Tag: Geht das?

    Am 24. September sind alle Wahlberechtigten aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen. Für Berlin ein unglücklicher Termin: Denn an jenem Tag findet mit dem Berlin-Marathon eines der größten Sportereignisse des Jahres statt. Welche Probleme das für die Berliner Behörden mit sich bringt und wie sie zu lösen sind bespricht Sabine Dahl mit Christian Gaebler (SPD), Staatssekretär der Berliner Verwaltung für Inneres und Sport.

    Deutsche Soldaten in Vilnius (Bild: imago stock&people)

    Litauen: "Die Ängste der Menschen sind real"

    Als Konsequenz aus dem Krieg in der Ukraine stationiert die Nato rund 4000 Soldaten in Ost-Europa. Ein deutliches Zeichen an Russland, das darin wiederum eine Bedrohung seiner nationalen Sicherheit sieht. Das Bataillon in Litauen wird von der Bundeswehr angeführt, der erste Verband macht sich am Donnerstag auf den Weg. Tobias Mörschel aus dem Vilnius-Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung sagt: Die Nato-Soldaten sind hier sehr willkommen, denn die Ängste der Menschen in den baltischen Staaten vor einer erneuten Besatzung durch Russland seien groß und real.

    Hanfpflanze (Bild: EPA)

    Cannabis: "Dieses Gesetz ist ein Meilenstein"

    Wer Cannabis als Schmerzlinderungsmittel oder Appetitanreger dringend benötigt, erhält es künftig über die Krankenkasse. Das hat der der Bundestag heute beschlossen. Maximilian Plenert vom Deutschen Hanfverband sieht in dem neuen Gesetz fast schon eine Zeitenwende in der deutschen Cannabis-Politik. Deutschland werde damit zu einer der führenden Nationen weltweit, was Cannabis als Medizin angehe.

    Passanten gehen am 16.01.2017 in Berlin vor der Gedächtniskirche an einer Gedenkstätte für die Opfer vom Breitscheidplatz vorbei. (Bild: Kay Nietfeld/dpa)

    Thierse: Konkrete Hilfe für Opfer ist wichtiger als Staatstrauer

    Rund vier Wochen nach dem Anschlag vom Berliner Breitscheidplatz hat der Bundestag am Donnerstag der Opfer des Attentats gedacht. Aber bräuchte es nicht einen Staatsakt? Wieviel offizielle Trauer ist nötig, damit die deutschen Bürger zusammen mit den Angehörigen den Anschlag angemessen verarbeiten können? Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) findet konkrete Unterstützung für die Opfer wichtiger, als öffentlich vollzogene Trauer. Er fordert staatliche Unterstützung - im Privaten.

     

    Symbolbild Lüge: Pinocchio mit der langen Nase (Bild: colourbox.com)

    "Bullshit untergräbt die Basis des Gemeinwesens"

    In diesen Tagen ist viel von Lüge die Rede - egal ob es um den Abgas-Skandal und den  Ex-VW-Chef Martin Winterkorn geht oder um den künftigen US-Präsidenten. Doch was ist eigentlich eine Lüge - und lügt Donald Trump? Wer wissentlich etwas Falsches sagt, um sein Gegenüber zu täuschen, der lügt, sagt der Mediziner, Jurist und Publizist Rainer Erlinger. Deshalb sage Trump auch nicht die Unwahrheit, sondern verbreite "Bullshit" - und untergrabe so die Grundlage von Diskussionen in einer Demokratie.

  • Bundespräsident Joachim Gauck steht am 13.01.2017 am Dienstsitz Berlin im Karteiarchiv des Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR (BStU). (Bild: Michael Kappeler/dpa)

    "Er hat das hervorragend hinbekommen"

    Bundespräsident Joachim Gauck hält am Dienstag im Schloss Bellevue seine Abschiedsrede. Einer, der ihn lange begleitet hat, ist der ehemalige Leiter des ARD-Hauptstadtstudios Ulrich Deppendorf. Wir fragen ihn: Wie war Gaucks Amtszeit? "Sehr gut", sagt Deppendorf. Der parteilose Gauck sei immer politischer geworden und habe eigene Töne gesetzt, die das Amt auch nach seinem Abtritt weiter prägen dürften.

    Außenansicht des BER-Terminals in Berlin (Quelle: rbb)

    Diesmal die Türen: BER öffnet auch 2017 nicht

    So richtig überrascht haben kann es eigentlich keinen mehr: Nach rbb-Informationen kann der Flughafen BER auch in diesem Jahr nicht eröffnet werden. Diesmal gibt Probleme mit den Türen, dazu noch die schon bekannten mit der Sprinkleranlage, sagt rbb-Flughafenexperte Thomas Rautenberg.

    CDU Bundesparteitag am Dienstag (06.12.2016) in Essen mit David McAllister - Foto: imago/Wiegand Wagner

    Brexit: McAllister für Freihandelsabkommen

    Die britische Regierungschefin Theresa May hat Klartext geredet: Sie strebt einen klaren Bruch mit der Europäischen Union an. Gleichzeitig will ihr Land aber "bester Freund und Nachbar Europas" bleiben. Und wie geht das? Das fragen wir David McAllister von der CDU fragen. Er sitzt im Europa-Parlament, ist Halb-Deutscher, Halb-Schotte und hält zumindest ein Freihandelsabkommen für denkbar.

    Björn Höcke (Bild: dpa)

    Höcke-Rede: "Das ist völkischer Rechtsradikalismus"

    Bei einer Rede in Dresden am Dienstagabend hat Thüringens AfD-Chef Björn Höcke das Berliner Holocaust-Mahnmal als "Denkmal der Schande" bezeichnet und gesagt, Deutschland brauche "einen vollständigen Sieg der AfD". Damit hat er bei Politikern und in den sozialen Netzwerken für Empörung gesorgt. Politikwissenschaftler Hajo Funke sieht in diesen Zitaten "völkischen Rechtsradikalismus" und "Aufstandsrhetorik gegen unsere Verfassung und das demokratische System", wie er im Inforadio sagt. Die AfD sieht er in einem Machtkampf und auf dem Weg, eine völkisch-rechte Partei zu werden.

    ARCHIV - ILLUSTRATION - Getränkepulver mit Vitaminen und Mineralstoffen, aufgenommen am 29.01.2016 in Berlin. Foto: dpa-Zentralbild/Britta Pedersen

    Wie sinnvoll ist Nahrungsergänzung?

    Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel? Und wissen Sie, ob diese Präparate tatsächlich die Wirkung erbringen, die sie versprechen? "Klartext Nahrungsergänzung" - das ist der Name eines neuen Internetportals, das am Mittwoch online ging. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat es erstellt. Dessen Referentin für Lebensmittel im Gesundheitsmarkt Angela Clausen erklärte im Inforadio, was das Ziel dieser Seite ist.

    Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt (Bild: dpa)

    Mit Özdemir und Göring-Eckardt ins "Super-Wahljahr"

    Die beiden grünen Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl haben den Anspruch ihrer Partei auf eine Regierungsbeteiligung angemeldet. Parteichef Özdemir sagte in Berlin, er wolle die Grünen zu einem starken Wahlergebnis führen. Ähnlich äußerte sich Fraktionschefin Göring-Eckardt. Der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, Palmer, sieht in der Wahl des Spitzenduos keinen Vorentscheid für irgendeine mögliche Koaliton im Bund. Die Partei sollte sich in dieser Frage auch nicht festlegen, sagte Palmer im rbb-inforadio.  

  • Models auf dem Laufsteg bei der Fashionweek (Bild: imago stock&people)

    "Es geht um die Kombination"

    Die Fashion Week in Berlin ist das erste Highlight des Jahres für die nationale und internationale Modeszene. Einkäufer, Fachbesucher und die Mode-Presse kommen in die Stadt. Die Designer zeigen die Mode für Herbst/Winter 2017/2018. Wie wird die aussehen? Die Kleidungsstücke müssten nicht neu, sondern nur gut sein, verrät  Christiane Arp, Chefredakteurin der deutschen Ausgabe des Modemagazins Vogue. Vielmehr gehe es um die Kombination - und darum, sich wohlzufühlen.

    NPD-Demonstrant (Bild: dpa)

    "Teile der AfD sind mittlerweile die bessere NPD"

    Die rechtsextreme NPD wird nicht verboten. Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag zum zweiten Mal einen Verbotsantrag abgewiesen. Kann die NPD die Demokratie in Deutschland ernsthaft gefährden kann? Das haben wir Timo Reinfrank gefragt, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung. Mittlerweile gehe die Bedrohung von anderen Gruppierungen und Parteien aus, sagt er - etwa von Teilen der Alternative für Deutschland.

    Bundesverfassungsgericht verkündet Urteil zu NPD-Verbotsverfahren (Bild: dpa)

    NPD-Verbot zum zweiten Mal gescheitert

    Zum zweiten Mal ist ein Antrag vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert: Die NPD wird nicht verboten. Was bedeutet das Urteil für die NPD und die rechte Szene? Wie haben die Richter ihren Spruch begründet? War es ein Fehler, nach 2003 einen neuen Anlauf zu wagen? Fragen dazu von Heiner Martin an RBB-Redakteur Jo Goll.

    Der zurückgetretene Berliner Staatssekretär Andrej Holm kommt zu einer öffentlichen Diskussion über soziale Wohnungspolitik am 16.01.2017 in Berlin (Bild: Jörg Carstensen/dpa)

    Berliner Mieterverein: Schlechter Start für eine soziale Wohnungspolitik

    Andrej Holm ist nicht mehr Berlins Baustaatssekretär. Dabei wollte man mit seiner Berufung der Gentrifizierung den Kampf ansagen und Berlin mit seiner Hilfe zu einer mieterfreundlichen Stadt machen. Was wird nun aus den hohen Zielen, die sich der rot-rot-grüne Senat in Sachen Wohnungspolitik gesteckt hat? Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, hofft, dass die Pläne der neuen Regierung bleiben. Mit der Causa Holm sei zwar etwas "Porzellan zerbrochen" worden, aber es sei noch nicht  zu späte für eine soziale Wohnungspolitik unter Rot-Rot-Grün.  

    Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) spricht am 23.11.2016 in Potsdam (Brandenburg) bei einer Pressekonferenz (Bild: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa)

    Woidke will NPD weiter bekämpfen

    Nach dem gescheiterten NPD-Verbotsverfahren rufen verschiedene Politiker dazu auf, den Kampf gegen Rechtsextremismus entschieden fortzusetzen. Nur das könne das Fazit nach der Entscheidung der Verfassungsrichter sein, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Müller. Ähnlich äußerte sich Bundesjustizminister Maas. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke hob im Inforadio hervor, dass die Richter der NPD grundsätzlich eine verfassungsfeindliche Gesinnung bescheinigt hätten und fügte hinzu, Brandenburg werde nun alle juristischen Mittel nutzen, um die Rechtsextremen zu schwächen.

    ARCHIV - Der Berliner Landesvorsitzende von Die Linken, Klaus Lederer (l-r), Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, Ramona Pop, am 08.12.2016 in Berlin nach der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags - Foto: dpa/Kay Nietfeld

    Was nun, Rot-Rot-Grün?

    Die Koalitionsverhandlungen hatten SPD, Linke und Grüne in Berlin ja noch einigermaßen hinbekommen und sogar einen Hauch von Aufbruchstimmung verbreitet. Doch jetzt scheint davon nichts mehr zu spüren zu sein. Noch keine 100 Tage ist der Senat im Amt, und schon jetzt stellt sich die Frage, ob diese Koalition überhaupt die Legislaturperiode übersteht. Fragen dazu an den Politikwissenschaftler Gero Neugebauer.

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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Hertha BSC - Olympiastadion (Bild: dpa)

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