Interviews

Flüchtlinge stehen am 05.08.2015 auf dem Gelände der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Ingelheim (Rheinland-Pfalz) in einem Gebäudeflur. Foto: dpa

Welche Chancen bietet die "Flüchtlingskrise"?

Noch vor kurzem sagte das Statistische Bundesamt vor, dass die Bevölkerung in Deutschland bis 2050 um rund sieben Millionen Menschen auf insgesamt 75 Millionen schrumpfen werde. Kommt da nicht der aktuelle Flüchtlingsstrom ganz recht? Sind die Flüchtlinge, die es derzeit nach Deutschland zieht, eine Chance für das Land? Franz Dormann, Geschäftsführer der Gesundheitsstadt Berlin GmbH, sprach mit Jana Ebert über den demografischen Nutzen der aktuellen Zuwanderung und welche politischen Weichen jetzt gestellt werden müssen.

Axel Schäfer, stellv. Vorsitzender SPD-Bundestagsfraktion für die Bereiche Europa und Petitionen [A. Schäfer]

Schäfer weist Forderungen der Union zurück

Auch wenn momentan die kurzfristige Hilfe für die hier ankommenden Flüchtlinge im Mittelpunkt steht, so ist doch eine mittel- und langfristige Strategie längst überfällig. Deswegen will die SPD auf ihrer Fraktionsklausur in Mainz ab Donnerstag ein Beschlusspapier für ein Einwanderungsgesetz und ein Positionspapier zur Asylpolitik verabschieden. SPD-Vizefraktionschef Axel Schäfer warf der Union bei den Themen Sachleistungen und Gesundheitskarte eine "reine Symbolpolitik" vor.

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) bei der Flüchtlings-PK (Bild: dpa)

Henkel: Bisher keine Hinweise auf verstärkten Zustrom

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass eine größere Zahl von Flüchtlingen aus Ungarn mit der Bahn nach Berlin unterwegs ist. Das teilte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Morgen mit. Ähnlich äußerte sich Berlins Innensenator Henkel im Inforadio. Man gehe bisher davon aus, dass über Budapest und Wien etwa 10.000 Menschen nach Deutschland kommen. Es sei noch unklar, ob diese alle mit der Bahn oder auch mit Bussen oder anderweitig unterwegs seien.

ARCHIV - Eine Smarthome-Oberfläche für ein Einfamilienhaus wird am 08.09.2014 auf der Elektronikmesse IFA in Berlin auf dem Stand des Unternehmens digital Strom gezeigt. Foto: dpa

Das Smartphone als Heizungsregler

Das Kürzel für die Berliner IFA steht zwar noch immer für "Internationale Funk-Ausstellung", aber die Zeiten, in denen dort nur Radios und Fernseher zu sehen waren, sind lange vorbei. Längst schon nimmt der Bereich "Home Electronics" einen gewichtigen Bereich ein. Dieser sei heute nicht mehr wegzudenken, sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikations-Elektronik, am Donnerstag im Inforadio. Wichtigstes Thema sei dabei die Vernetzung.

Kristin Shi-Kupfer - Foto: Marco Urban - Copyright: merics

China lädt zur Militärparade

Mit einer riesigen Waffenschau feiert Peking am Donnerstag Japans Niederlage im Zweiten Weltkrieg. Einladungen wurden reichlich verschickt. Zusagen kamen u.a. von Kremlchef Putin, der südkoreanischen Präsidentin Park Geun-hye und UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon. Sonstige Größen der Weltpolitik - vor allem aus dem Westen - machen sich rar. Wie ist es um Chinas internationale Renommee bestellt? Das fragt Alexander Schmidt-Hirschfelder Kristin Shi-Kupfer vom China-Institut der Mercator-Stiftung.

Weitere Interviews

RSS-Feed
  • Flüchtlinge sitzen vor dem Budapester Ostbahnhof (Bild: imago/Kyodo News)

    Noch immer Chaos am Budapester Bahnhof

    Nach zwei Tagen Sperre wurden die Flüchtlinge am Budapester Ostbahnhof am Mittwoch früh wieder in die Züge gelassen. Ein erster Zug mit etwas 300 von ihnen verließ den Bahnhof mittlerweile, doch angesichts Tausender Menschen, die noch warten, sieht das Bild kaum anders aus als die Tage zuvor, berichtet Korrespondent Tim Heller im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder.

  • Ein toter Junge aus Syrien liegt am Strand von Bodrum (Bild: dpa)

    Weltweite Reaktionen auf das Bild vom toten syrischen Flüchtlingskind

    Das Bild des ertrunkenen syrischen Flüchtlingsjungen an einem türkischen Strand hat weltweit entsetzen und Diskussionen ausgelöst. Für viele ist es das Sinnbild füßr das Versagen Europas in der Flüchtlingsfrage. Inforadio-Redakteurin Hilke Grabow fasst im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder die Reaktionen zusammen.

  • Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban (Bild: DPA)

    Orban sieht Flüchtlinge als deutsches Problem an

    "Es ist kein europäisches sondern ein deutsches Problem: Keiner will in Ungarn bleiben, alle wollen nach Deutschland." Das sagte Ungars Staatschef Victor Orban über die Flüchtlinge am Budapester Ostbahnhof. Brüssel-Korrespondent Andreas Meyer-Feist meint im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder: Orban versucht nur, irgendwie das Chaos in Budapest zu erklären.

  • RCHIV - Militärparade zum 60. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China - Archivbild, dpa

    Welches Signal sendet Chinas Militärparade?

    Zum ersten Mal in ihrer Geschichte feiert die Volksrepublik China das Ende des Zweiten Weltkriegs in Asien, also die Kapitulation Japans, mit einer großen Militärparade. Bislang hatte Peking seine Rüstung immer nur zum Nationalfeiertag am 1. Oktober zur Schau gestellt. Unser Peking-Korrespondent Axel Dorloff war bei der Parade dabei und schildert seine Eindrücke und warum sich China ausgerechnet den 70. Jahrestag des Kriegsendes in Asien für die Parade ausgesucht hat.

Interview-Archiv

  • Kirsten Niehuus, Geschäftführerin Filmförderung des Medienboard Berlin-Brandenburg (Bild: DPA)

    Das Medienboard Berlin-Brandenburg zieht positive Bilanz

    Die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH will am Mittag Bilanz für das vergangene Jahr ziehen und aktuelle Projekte vorstellen. Die Geschäftsführerin des Medienboards, Niehuus, äußerte sich im Inforadio zufrieden über die Filmförderung in der Region. Auch die Entwicklung von Apps und Spielen habe an Bedeutung gewonnen, sagte Niehuus im Inforadio-Gespräch mit Sabine Dahl.

    Der Präsident der Humboldt-Universität Berlin Jan-Hendrik Olbertz (Quelle: dpa/Jens Wolf)

    Flüchtlinge können als Gasthörer an die Humboldt-Universität

    Der Präsident der Berliner Humboldt-Universität, Professor Dr. Jan-Hendrik Olbertz, hat Flüchtlinge ermuntert, das neue Angebot einer Gasthörerschaft ab dem Wintersemester zu nutzen. "Wir betrachten das als Überbrückungsangebot, damit die jungen Leute sich finden können in der neuen Situation und um ihre Perspektiven und Chancen beurteilen zu können", sagte Olbertz am Mittwoch im rbb-Inforadio-Gespräch.

    Papst Franziskus (c) dpa

    Papst erlaubt Vergebung von Abtreibung

    Papst Franziskus erlaubt katholischen Priestern vorübergehend, Abtreibung zu vergeben. Der 78-jährige Argentinier erklärte am Dienstag, er habe entschieden, während des im Dezember beginnenden Heiligen Jahrs allen Priestern zu erlauben, Frauen von der "Sünde der Abtreibung" loszusprechen. Friederike Sittler aus der rbb-Kirchenredaktion erklärte im Gespräch mit Jana Ebert, wie die Entscheidung einzuschätzen ist.

    Flüchtlinge in einem Park in Belgrad im August 2015 [dpa]

    CARE leistet Transit-Flüchtlingen in Serbien Hilfe

    Bis zu 3.000 Flüchtlinge kommen täglich auf der sogenannten "Balkanroute" an der serbischen Grenze an. Sie wollen über Ungarn weiter nach Österreich oder Deutschland. Wenn sie in Serbien ankommen, haben sie tagelange Fußmärsche hinter sich und sind meist völlig entkräftet. CARE Deutschland hat deswegen eine Hilfsaktion gestartet. Jana Ebert sprach mit Ninja Taprogge von CARE über die Situation vor Ort in der serbischen Grenzstadt Subotica, und was jetzt am dringendsten dort gebraucht wird.

    Im Wohnheim für minderjährige Flüchtlinge Boizenburg liest Senayt aus Eritrea eine Nachricht auf ihrem Smartphone. [dpa]

    Überlebenswichtig: das Smartphone auf der Flucht

    "Die haben ja alle teure Smartphones!" ist ein oft gehörter Satz von Asylgegnern, der belegen soll, dass es den Flüchtlingen ja gar nicht so schlecht gehen könne. Dabei wird oft übersehen, dass dieses Gerät für viele Flüchtlinge überlebenswichtig ist - auf der Flucht selbst wie auch danach. Über die Bedeutung der Smartphones für Migranten spricht Alexander Schmidt-Hirschfelder mit dem Migrationsforscher Vassilis Tsianos.

    Allensbach-Studie "Generation Mitte" wird vorgestellt (Bild: dpa)

    Studie: Der "Generation Mitte" geht es hervorragend

    Die "Generation Mitte" – also die 30- bis 59-Jährigen – steht für 80 Prozent der zu versteuernden Einkommen. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat im Auftrag der Versicherungswirtschaft erforscht, wie zufrieden diese Generation ist. Und siehe da: 90 Prozent gibt es, dass es ihnen gut oder gar sehr gut geht, bestätigt Alexander Erdland vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft im Interview bei Alexander Schmidt-Hirschfelder.

    Zwei Piloten im Cockpit eines Flugzeugs (Quelle: imago/Westend61)

    Cockpit: "Lufthansa will die Gewerkschaft entmachten"

    Kaum sind die Sommerferien in den meisten Bundesländern vorbei, drohen bei der Lufthansa neue Piloten-Streiks. Die Pilotengewerkschaft begründet das damit, dass der Konzernvorstand ein Angebot zu einem Bündnis für Wachstum und Beschäftigung abgelehnt habe. Jörg Handwerg von Cockpit übte im Interview bei Alexander Schmidt-Hirschfelder massive Kritik an der Politik der Fluggesellschaft: Diese mache eine Lösung unmöglich.

  • Ein Teilnehmer am Ostermarsch (Quelle: dpa)

    Antikriegstag: Wie friedlich ist unsere Welt?

    "Die Welt ist friedlicher geworden" - die Experten des Heidelberger Instituts für internationale Konfliktforschung sagen, die Zahl bewaffneter Konflikte sei weltweit konstant, allerdings sind mehr Länder betroffen. Auch der Konfliktforscher Ekkehard Forberg (Hilfsorganisation World Vision) sagt im Gespräch mit Sabine Dahl, es gebe inzwischen weniger Kriegstote als vor 1989 während der Stellvertreterkriege. Aber: "Seit 2010 steigt die Zahl der Kriege wieder an, und wir haben so viele Kriegsflüchtlinge wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr", so Forberg.

    Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof (Bild: dpa)

    "Das Dublin-Abkommen ist tot – und das ist auch gut so!"

    In Budapest lassen Polizisten verzweifelte Migranten die Züge stürmen, in Deutschland setzen überlastete Beamte ihre Kontrollen aus. Der Flüchtlingsandrang überfordert die Behörden aller beteiligten Nationen. Die Leidtragenden sind einmal mehr die Flüchtlinge. Die österreichische Außenpolitikerin Ulrike Lunacek übt scharfe Kritik an der fehlenden Einigkeit innerhalb der EU. Man solle sich ein Beispiel an der deutschen Kanzlerin nehmen, die mutig vorangehe, lobt Lunacek.

    Proteste gegen die Änderungen der Ukrainischen Verfassung am 31.08.15 [dpa]

    Unruhen in der Ukraine: Kiew unter Schock

    Bei einer Demonstration von Nationalisten vor dem Parlament in Kiew gegen eine Verfassungsänderung für mehr Autonomie im Donbass starb gestern ein Polizist, mindestens 125 weitere Menschen wurden verletzt. Die Lage in der Ukraine bleibt also fragil, nicht nur in den umkämpften Gebieten im östlichen Donbass. Miriam Kosmehl leitet die Friedrich-Naumann-Stiftung in Kiew. Für sie ist der Vorfall auch Teil eines populistischen Kampfes im Vorfeld der Kommunalwahlen am 25. Oktober.

    Bombenangriffe in Damasmus, Syrien am 29.08.15 [Imago/Zuma Press]

    Syrien: "Städte erinnern an Stalingrad"

    Seit März 2011 herrscht Bürgerkrieg in Syrien. Mindestens 220.000 Tote sind bereits zu beklagen, über 4 Millionen Menschen sind ins Ausland geflohen, rund 7,6 Millionen sind derzeit in Syrien auf der Flucht. Die UNO bezeichnet die Flüchtlingskrise als eine der schlimmsten, die es je gegeben hat. Der "Spiegel"-Reporter Christoph Reuter bestätigt: das Land liegt in Trümmern, nur wenige harren noch aus. Und ein baldiges Ende des Konflikts ist nicht in Sicht, wie er im Gespräch mit Jana Ebert erklärte.

    Flüchtlinge werden in Rosenheim kontrolliert (Bild: dpa)

    Ausnahmezustand in Rosenheim

    Solche Zustände hat man auf dem Bahnhof von Rosenheim noch nicht erlebt: Zu Hunderten sind Flüchtlinge in Zügen aus Ungarn in der süd-bayerischen Stadt eingetroffen. Viele Geflüchtete betreten hier zum ersten Mal deutschen Boden. Man bemüht sich in Rosenheim, mit der Situation angemessen umzugehen. Aber auch dort steht man vor einer bislang nicht gekannten Herausforderung, sagt auch Thomas Bugl, Sprecher der Stadt Rosenheim. Nur um eines macht er sich im Interview bei Alexander Schmidt-Hirschfelder keine Sorgen: Um die Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung.

    Milchbauern fahren am 24.08.2015 zu einer Protestkundgebung gegen die fallenden Milchpreise ins Stadtzentrum von Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) (Quelle: dpa)

    Milchbauern fürchten um ihre Existenz

    Während am Münchner Hauptbahnhof Tausende von Flüchtlingen saßen, versammelten sich in der Innenstadt die Milchbauern mit ihrer Kundgebung: an die 2000 Bauern mit 200 Traktoren auf dem Odeonsplatz. Der Milchpreis ist im Keller, die Politik muss was tun, fordern die Bauern. Deshalb wurde letzte Woche eine Proteststaffel durch Deutschland geschickt, die ausgerechnet an diesem Tag in München ankam. Über die Probleme der Milchbauern spricht Irina Grabowski mit Karin Beuster, die selbst einen Hof mit 200 Kühen in Tietzow in Brandenburg betreibt.

    Münchens OB Dieter Reiter (Bild: dpa)

    Münchens OB: "Stimmungstest überragend positiv ausgefallen"

    2500 Flüchtlinge hat Bayern sozusagen über Nacht dazubekommen, alleine 1650 sind in der Landeshauptstadt München angekommen. Münchens OB Dieter Reiter (SPD) hat sich seit dem Vormittag selbst ein Bild von der Lage am Hauptbahnhof gemacht und zeigt sich im Interview bei Irina Grabowski davon überzeugt, dass seine Stadt den Zustrom bewältigt.

  • Linke-Parteichefin Katja Kipping (Bild: dpa)

    "Dummheit und Rassismus haben keine Adresse"

    Nach den Ausschreitungen im sächsischen Heidenau wehren sich die fünf Ministerpräsidenten der östlichen Bundesländer gegen den Vorwurf, im Osten Deutschlands sei die Neonazi-Szene besonders stark und das Gewaltpotenzial besonders hoch. Auch die Parteichefin der Linken, Katja Kipping, meint, Rassismus sei ein gesamtdeutsches Problem. Vielmehr hätten sich rechstradikale Kader der NPD auf Länder wie Sachsen fokussiert, erklärt sie im Gespräch mit Sabine Dahl. Hinzu kämen politische Fehler der sächsischen Landesregierung.

    Syrische Flüchtlinge beziehen Wohnungen in Berlin-Wedding (Quelle: rbb)

    Private Wohnungen für Flüchtlinge

    Bis zu 40.000 Flüchtlinge werden noch bis Ende des Jahres in Berlin erwartet. Die Plätze in den Notunterkünften sind schon lange knapp. Gefragt sind daher auch Plätze in Privatwohnungen oder -häusern. Friederike Subklew-Sehume leitet die Beratungsstelle für Wohnungsvermittlung beim Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk. An sie können sich Interessierte wenden. Welche bürokratischen Hürden überwunden werden müssen, hat sie im Gespräch mit Sabine Dahl erklärt.

    Die NASA-Aufnahme zeigt die westliche Hemispähre der Erdkugel. (Bild: dpa)

    Was folgt auf das Kyoto-Protokoll?

    Ende des Jahres findet in Paris die 21. UN-Klimakonferenz die wichtigste  Umweltkonferenz der vergangenen Jahre statt: 194 Staaten wollen gemeinsam einen bindenden Nachfolger des auslaufenden Kyoto-Protokolls finden. Ab heute soll diese Konferenz in Bonn vorbereitet werden. Achim Steiner (Leiter der UN-Umweltorganisation UNEP) hofft auf wichtige Weichenstellungen auf dem Weg hin zu Kompromissen: "Wir wollen einen Vertragstext entwerfen, der eine gute Grundlage für Paris bieten kann", sagte er im Gespräch mit Sabine Dahl.  

    Medienvertreter fotografieren am 25.07.2013 Publikationen des Axel-Springer-Verlags vor dem Verlagsgebäude in Hamburg. Foto: dpa

    Funke-Gruppe startet Berliner Zentralredaktion

    Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt und die WAZ: Nach der Übernahme einiger Titel vom Springer-Konzern ist die Funke-Gruppe ein mächtiges Medienhaus geworden. Jetzt bündelt sie ihre Kräfte und will angreifen: Zum September nimmt die neue Zentralredaktion in Berlin ihre Arbeit auf. "12 Tageszeitungen kommen nun unter ein Dach", wie der rbb-Medienexperte Daniel Bouhs im Gespräch mit Jana Ebert erklärt. "Vielfalt stirbt", meint Bouhs.  

    Der Klimaforscher Mojib Latif steht vor einer Weltkugel. (Bild: dpa)

    Experte warnt vor "stärkstem El Nino der Geschichte"

    "El Nino" - spanisch: der Junge, auch das Christkind - heißt eines der bekanntesten und gefährlichesten Unwetterphänomene. Seinen Namen erhielt es, weil es ursprünglich immer um die Weihnachtszeit auftrat. Doch das ist schon seit Jahren nicht mehr so: El Nino narrt die Meteorologen - und in diesem Jahr soll es aufgrund des Klimawandels besonders heftig ausfallen. Der Klimaforscher Mojib Latif rechnet sogar mit dem stärksten El Nino-Ereignis seit Beginn der Messungen 1850, wie er Jana Ebert sagte.  

  • Der Berliner Ärztekammerpräsident Günther Jonitz - Foto: Kathleen Friedrich/Ärztekammer Berlin.

    Jonitz fordert Senat zum Handeln auf

    Der Präsident der Berliner Ärztekammer, Jonitz, hat den Senat aufgefordert, mehr für die medizinische Versorgung der Flüchtlinge in der Stadt zu tun. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales sei mit der Organisation der humanitären Hilfe vor Ort überfordert, sagte Jonitz im Inforadio. Hier müssten der Regierende Bürgermeister Müller und Gesundheitssenator Czaja eingreifen.

    Flüchtlinge gehen am 26.08.2015 zur Flüchtlingsunterkunft in Heidenau (Sachsen) © dpa

    "Interessenten gibt es genug"

    Jeden Tag kommen Flüchtlinge aus dem Westbalkan nach Mitteleuropa - viele von ihnen aus dem Kosovo. Diese Menschen haben kaum eine Chance auf politisches Asyl, dennoch versuchen sie der Armut ih ihrer Heimat zu entfliehen und Arbeit in Deutschland zu finden. Nina Theiss von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit leitet in Pristina ein Informationszentrum, das Interessenten legale Arbeitsmöglichkeiten vermitteln will. Dietmar Ringel hat mit ihr über die Chancen für die Menschen gesprochen.

    Die Schatten von Jugendlichen mit einem Laptop vor dem Schriftzug des sozialen Internet-Netzwerks Facebook (Bild: dpa)

    Soziales Engagement via Facebook?

    Gerade wird heftig darüber diskutiert, was man gegen die ausländerfeindliche Hetze in den sozialen Netzwerken wie Facebook machen kann. Es gibt aber auch den entgegengesetzten Trend: Mit Hilfe dieser Netzwerke organisieren sich viele Initiativen zur Unterstützung der Flüchtlinge, die ohne Facebook, Twitter & Co. zumindest so schnell wohl kaum möglich wären. Bürgeschaftliches Engagement und neue Medien - Jan-Hinrik Schmidt von der Uni Hamburg erklärt, worin Vor- und Nachteile der digitalen Vernetzung liegen.

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Die Inforadio-Welt: Unsere Interviews der vergangenen 7 Tage

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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