Interviews

Markus Beckedahl spricht auf der Netzkonferenz republica (Bild: imago/Christian Mang)

Wie digital ist Berlin?

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat kündigte im Inforadio freies W-Lan in den Kliniken der Stadt an. Mit dem Urban-Krankenhaus will der Senat beginnen. Vor zehn Jahren hätte man dieses Vorhaben "super-innovativ" genannt, sagte Markus Beckedahl, er ist Chefredakteur von netzpolitik.org. Doch mittlerweile schreibe man das Jahr 2017. Er finde es aber dennoch lobenswert, dass sich der Senat Gedanken über ein möglichst flächendeckendes, freies W-Lan in öffentlichen Gebäuden mache.

Gedenkstätte für Germanwings-Absturzopfer am 12.03.2017 auf dem kommunalen Walfriedhof Sundern in Haltern am See (Bild: imago/Revierfoto)

Germanwings: Vater von Copilot zweifelt an Schuld des Sohnes

150 Menschen starben vor zwei Jahren beim Absturz einer Germanwings-Maschine in den französchen Alpen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Co-Pilot Andreas Lubitz die Maschine absichtlich verunglücken ließ. Die Familie bezweifelt das. Am zweiten Jahrestag der Katastrophe trat Lubitz' Vater vor die Öffentlichkeit. Inforadio-Reporter David Donschen hat die Pressekonferenz beobachtet und erläutert im Gespräch mit Sabine Dahl, wie Günter Lubitz seine Zweifel begründet.

Georg Pazderski, Fraktionsvorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD) am 26.01.2017 bei der Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses (Foto: dpa / Bernd von Jutrczenka)

AfD-Fraktionschef Pazderski für Impf-Pflicht

Nach der CDU hat sich jetzt auch die Berliner AfD für eine Impf-Pflicht ausgesprochen. Fraktionschef Pazderski sagte im Inforadio, Aufklärung allein reiche nicht aus. In bestimmten Bereichen sei ein Impf-Zwang angebracht. Andernfalls müsse man darüber nachdenken, ungeimpfte Kinder von den Kitas auszuschließen. Berlins Gesundheitssenatorin Kolat (SPD) hatte zuvor im Inforadio eine Masern-Impf-Pflicht für Kinder abgelehnt. Sie sprach sich für mehr Aufklärung aus, damit Eltern ihre Kinder freiwillig impfen lassen.

Dr. Hans-Gert Pöttering Präsident des Europäischen Parlaments a.D., Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung (Bild: imago/Metodi Popow)

"Wir haben allen Anlass, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen"

In der Geburtsstunde der Euroäischen Union ging es um Kohle und um Atomeneregie. Es war die Wirtschaft, die die erbitterten Weltkriegsfeinde Frankreich, Deutschland, Italien und die Beneluxländer zusammenführte - vor 60 Jahren unterzeichneten sie die Römischen Verträge. Hans-Gert Pöttering saß annähernd 35 Jahre lang im Europaparlament und war von 2007 bis 2009 dessen Präsident. "Die Lage ist ernst, aber nicht hoffungslos", meint er mit einem Zitat Konrad Adenauers. Die Europäische Union bilde eine Wertegemeinschaft und könne auch die Probleme der Zukunft bewältigen.

Schüler lernen am Montag (06.12.2010) an einer Hauptschule in Arnsberg (Sauerland). Schulleiter werden an vielen Hauptschulen Nordrhein-Westfalens vergeblich gesucht. (Bild: Julian Stratenschulte/dpa)

"Rektorenmangel ist ein zunehmendes Problem"

In Düsseldorf beraten derzeit mehr als 2000 Schulleiter und Experten. Beim 6. Deutschen Schulleiterkongress geht es unter anderem um Führungskultur, optimales Lernklima und die Steuerung des Schulalltags. Den Schwerpunkt bildet jedoch ein anderes Thema: In ganz Deutschland mangelt es an Schulleitern. Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung, fordert für Schulleiter eine bessere Bezahlung und eine gute Vorbereitung auf den Beruf, da sie vielfältige Aufgaben bewältigen müssten und eine große Verantwortung hätten.  

Interview-Archiv

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (re.) und Andrea Müller (SR) gemeinsam auf einem Foto beim Interviewtermin, 22.03.2017 - © Bundesregierung /Guido Baumann

    Do 23.03.2017 | 08:45 | Interviews - "Am Berg wechselt man die Pferde nicht"

    Bundeskanzlerin Angela Merkel will trotz neuer Drohungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen Europa und Deutschland eine Verschärfung der Situation vermeiden. "Deutschland hat kein Interesse an einer Eskalation der Beziehungen zur Türkei", sagte Merkel dem Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB). Was die bevorstehende Saarlandwahl angeht, warnt die Bundeskanzlerin vor "rot-rot-grünen Experimenten".

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (re.) und Andrea Müller (SR) am Schreibtisch beim Interviewtermin, 22.03.2017 - © Bundesregierung /Guido Baumann

    Wie war die Atmosphäre des Interviews?

    Wie war es, der Bundeskanzlerin gegenüber zu sitzen und sie zu befragen? In welcher Atmosphäre fand das Gespräch statt? In welcher Stimmung war die Regierungschefin? Wie nimmt sie die gegenwärtige "Schulz-Euphorie" wahr? Darüber spricht Martin Krebbers mit Andrea Müller, die das Interview führte.

    ARCHIVBILD: Rezeption des Hilton-Hotels in Doha (Katar), 09.01.2017 - Quelle: imago/MiS

    "Man ist 24 Stunden Concierge"

    650 Hotel-Concierges aus aller Welt kommen am Donnerstag in Berlin zu einem Treffen des Clubs „Les Clefs d´Or“ zusammen. Es ist bereits das 64. Jahrestreffen, 2016 kam man in Dubai zusammen. Was macht den Beruf aus? "Ein Concierge erfüllt die Extra-Wünsche der Gäste", sagt Florian Weidenbach, der seit 2005 Concierge im „Bayerischen Hof“ ist. Diese Wünsche könnten von Tickets für ein Fußballspiel bis zum Ferrari an Heiligabend, beschreibt er.  

    Eine Skulptur, die den Schriftzug «#LAISVE» (#Freiheit) darstellt, aufgenommen am 25.01.2017 vor Präsidentenpalast in Vilnius, Litauen. (Bild: Birgit Zimmermann/dpa-Zentralbild/dpa)

    "Die Literatur Litauens ist betont sehr europäisch"

    In Leipzig startet am Donnerstag die Buchmesse; vier Tage lang können Bücherwürmer sich durch Stapel neuer Titel wühlen. Das Angebot ist breit: So findet alljährlich das Lesefest "Leipzig liest" statt, das im Rahmen der Buchmesse Literatur an ungewöhnlichen Orten präsentiert. Jedes Jahr gibt es ein Gastland, dessen Literatur es zu entdecken gilt: in diesem Jahr ist es Litauen. Mit der Wahl habe man ein EU-Land gewählt, dass sich aufgrund seiner Nachbarschaft zu Russland besonders bewusst sei, dass es starke Partner in Europa brauche, sagt der Direktor der Leipziger Buchmesse Oliver Zille im Interview.

    Reinemachefrau schiebt einen Putzwagen (Bild: imago/Winfried Rothermel)

    DGB: Minijobber oft "Beschäftigte zweiter Klasse"

    Millionen Minijobber in Deutschland nehmen trotz eines klaren Rechtsanspruchs keinen bezahlten Urlaub. Auch Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Entgelt an Feiertagen bekommen viele Minijobber nicht, obwohl es ihnen zusteht. Das geht aus einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie hervor. Sabrina Klaus-Schelletter, Referatsleiterin Arbeitsmarktpolitik beim DGB, sagte im Inforadio, diese Verstöße würden bereits seit Jahren vom Geswerkschaftsbund kritisiert.  

    Erkundungsbergwerk Gorleben (Bild: doa/Julian Stratenschulte)

    Neustart für Endlager-Suche

    Wieder begibt sich Deutschland auf die Suche nach einem Endlager für den Atommüll. Der Bundestag hat am Donnerstag dem Gesetz zugestimmt, das die Suche nach dem Endlager regelt. Frank Aischmann aus dem Hauptstadtstudio erläutert im Gespräch mit Sabine Dahl, welche Art Bergwerk gesucht wird und wie sich die Bevölkerung an der Suche beteiligen kann. 

    Ein Mann läuft am 23.03.2017 in London (Großbritannien) an einem Zeitungsstand vorbei. Die Zeitungen titeln alle mit dem Anschlag vom Vortag. (Bild: dpa/Kirsty Wigglesworth)

    Das Dilemma der Medien

    Bei der Berichterstattung über Terroranschläge stecken die Medien "immer in einem Dilemma" - meint der Sicherheitsexperte Malte Roschinski. Einerseits bestehe die Pflicht, die Öffentlichkeit zu informieren, andererseits lebe der Terrorismus von der Verbreitung der Taten, erläuterte Roschinski im Inforadio. Wichtig sei, bei den Meldungen über Anschläge zu differenzieren - und die Taten auch als Zeichen der Schwäche des IS zu bewerten.

  • Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon winkt am 18.03.2017 nach ihrer Rede beim Frühlingsparteitag der Schottischen Nationalpartei SNP in Aberdeen (Bild: dpa/Andrew Milligan)

    "Die Schotten werden sich nüchtern den Verlauf des Brexit angucken"

    Neun Monate nach dem Brexit-Votum will Großbritannien am 29. März die EU-Austrittserklärung abgeben. Die Schotten sollen deshalb nach dem Willen ihrer Regierungschefin Nicola Sturgeon erneut über die Unabhängigkeit von Großbritannien abstimmen. Am Dienstag begannen die Beratungen im Parlament in Edinburgh, die Abstimmung ist am Mittwoch. Was würde die Unabhängigkeit Schottlands für Großbritannien bedeuten? Wir fragen Anthony Glees, Politikwissenschaftler an der Buckingham University.

    Richard Lutz (Bild: Britta Pedersen/dpa)

    Neuer Bahn-Chef: "Er muss die Weichen richtig stellen"

    Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat den bisherigen Finanzvorstand des Bundeskonzerns, Richard Lutz, zum neuen Chef des Unternehmens bestellt. Seit fast sieben Jahren ist der promovierte Betriebswirt Mitglied der Führungsebene; bei der Deutschen Bahn arbeitet er seit 1994. Vor der Sitzung des Aufsichtsrats sprachen wir mit dem SPD-Politiker und Vorsitzenden des Bundestags-Verkehrsausschusses, Martin Burkert, welche Erwartungen er an den neuen Konzernchef hat. Investition und Innovation sind die beiden Stichworte, die Burkert für die neue Aufgabe von Lutz nennt. Dabei müsse sich der Manager von seiner Rolle als Finanzvorstand lösen: "Er muss nach vorne blicken und darf nicht nur aufs Geld schauen."

    Ein Junge holt am 19.03.2017 in Lahore, Pakistan Wasser vom Fluss Ravi. (Bild: dpa/Rana Sajid Hussain)

    "Abwasser als Quelle von Energie und Rohstoffen betrachten"

    Die Umweltschutzorganisation WWF hat anlässlich des Weltwassertags am Mittwoch vor einer "gefährlichen Verschärfung der globalen Wasserkrise" gewarnt. Bis 2030 werde sich durch ein Zusammenspiel von Klimawandel, Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern die Lage weiter zuspitzen, erklärte der WWF. Wie kann Wasser effizienter genutzt werden? Es gehe besonders darum, die Aufbereitung von Abwasser in vielen Ländern der Welt neu zu organisieren, sagt Lutz Möller im Interview, Vize-Generalsekretär der deutschen Unesco-Kommission.

    Stefan Evers, CDU (Bild: Dieter Freiberg)

    "Hauptverkehrsverbindungen sollen Verkehr flüssig halten"

    Regine Günther, Berlins neue Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, will den Stadtverkehr umkrempeln. Radfahrer sollen es besser haben, luftverpestende Autos dagegen möglichst ausgebremst werden - mit weiteren Tempo-30-Zonen. Das hat sie im Vis-à-Vis-Gespräch betont. Stefan Evers, Generalsekretär der Berliner CDU, wirft Rot-Rot-Grün vor, das Thema Tempo-30 politisch zu instrumentalisieren. Es sei wichtig, dass der Verkehr in der Innenstadt fließt. Statt Verordnungen zu erlassen, müsse der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel attraktiv gemacht werden - etwa indem das Umland von Berlin besser an das Zugnetz angebunden werde.

    ARCHIV - Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) nimmt am 05.10.2012 in Berlin an einer Pressekonferenz teil. Quelle: dpa/Maurizio Gambarini

    DSW-Liste: Welche Aktien lohnen sich noch?

    Wer sind die größten Geldvernichter Deutschlands? Die DSW, die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz legt jedes Jahr eine Watchlist vor, sozusagen eine Beobachtungsliste, wie Aktienunternehmen mit dem Geld ihrer Anleger umgegangen sind. Auf der Watchlist landen die 50 AGs, die am schlechtesten performt haben, also das meiste Geld vernichtet haben - welche das sind verrät DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler im Inforadio - und er gibt Tipps, worauf Anleger achten sollten.

    ARCHIV: ARCHIV - Neonazis stehen am 15.11.2003 in Halbe (Brandenburg) während einer Demonstration nebeneinander. Quelle: dpa/Patrick Pleul

    "Es pöbeln auch 'normale' Bürger"

    In Brandenburg hat es vergangenes Jahr zehn Prozent mehr politisch motivierte Straftaten gegeben. Nach der Kriminalitätsstatistik waren es insgesamt etwa 2.200 Fälle, 1.700 davon mit rechtsextremistischem Hintergrund. Susanne Kschenka vom Mobilen Beratungsteam Cottbus sagte, auch in ihrer Stadt gebe es zunehmenden Rassismus auch im Alltag - und das nicht nur von Neonazis.

    ARCHIV - Ein Geschwindigkeitsschild für Tempo 30 ist auf der Berliner Allee am 05.01.2016 in Berlin zu sehen. Quelle: dpa/Jörg Carstensen

    "Tempo 30 verbessert Sicherheit senkt Schadstoffe"

    In Berlin ist der Streit um weitere Tempo 30-Zonen in der Stadt in vollem Gang: Rot-Rot-Grün will das Tempolimit auf einigen Hauptstraßen durchsetzen, wo die Luftqualität besonders schlecht ist, etwa die Leipziger Straße, die Frankfurter Allee, die Silbersteinstraße und die Karl-Marx-Allee. Die CDU lehnt das ab. Der Verkehrswissenschaftler Heiner Monheim kennt die Diskussion um Tempo 30, seit sie in den 70er Jahren aufkam - er sprach sich im Inforadio klar für mehr Zonen mit Geschwindigkeitsbegrenzung aus.  

  • Eine Uhr zeigt "fünf-vor-zwölf", während sich über ihr ein Flugzeug im Landeanflug auf den Flughafen Tegel am 20.03.2017 in Berlin befindet. (Bild: Jörg Carstensen/dpa)

    Wahlamt: Volksbegehren Tegel hat rund 247.000 Unterschriften

    Die Landeswahlleiterin hat am Vormittag bekanntgeben, wieviele Stimmen das Volksbegehren für den Weiterbetrieb des Berliner Flughafens Tegel erhalten hat. Den Angaben zufolge wurden bis zum Ende der Frist rund 247.000 Unterschriften abgegeben, von denen bisher 91.377 geprüft wurden. 15.327 davon waren ungültig. Zuvor hatte der Vorsitzende des Vereins "Tegel bleibt offen", Kromarek, im Inforadio geschätzt, es seien etwa 220.000 Stimmen zusammen gekommen.

    SYMBOLBILD: Junge Menschen in der Ausbildung vor einem Laptop (model-released), Quelle: imago/allOver-MEV

    Ripsas: "Junge Menschen müssen unternehmerischer denken"

    Der Digitalwirtschaft fehlt es an Nachwuchs in Deutschland. Viele Aufträge könnten nicht abgearbeitet werden, weil es schlicht an Personal fehle, hat der Geschäftsführer des Branchenverbands Bitkom, Bernhard Rohleder, am Montag im Inforadio gesagt. Auch Sven Ripsas, Akademischer Direktor an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht, sieht bei diesem Thema "dringenden Nachholbedarf". Die Ökonomie müsse vor allem in den Schulen "positiver belegt werden", sagte Ripsas im Inforadio-Interview.

    Prof. Dr. Dr. mult. Klaus Töpfer, Bundesminister a. D., beim Willy-Brandt-Gespräch 2016. Quelle: imago/Jens Jeske

    Töpfer: "Wir kommen an den entscheidenden Stellen nicht voran"

    Angesichts des fortschreitenden Klimawandels hat der ehemalige Chef des UN-Umweltprogramms, Töpfer, eine weltweite Zusammenarbeit gegen den Klimawandel angemahnt. Im Inforadio kritisierte Töpfer die Bundesregierung für ihre - so wörtlich - "zögerliche Politik". Hauptprobleme seien der Verkehr und die Kohle-Verstromung in Deutschland. Hintergrund ist der Anstieg der globalen Temperaturen: 2016 war nach Angaben der Welt-Wetterorganisation WMO das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

    Robbin Juhnke, CDU (Bild: Dieter Freiberg)

    Juhnke kritisiert Senator Behrendt

    Die Berliner CDU wirft dem neuen Justizsenator Behrendt Untätigkeit vor. In den ersten 100 Tagen im Amt habe der Grünen-Politiker die falschen Prioritäten gesetzt, sagte der innenpolitische Sprecher der Berliner CDU, Juhnke im Inforadio. Anti-Diskriminierungsstellen und Unisex-Toiletten würden die drängenden Probleme der Stadt nicht lösen. Zuvor hatte Justizsenator Behrendt angekündigt, eine Stelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt einzurichten. Kann Behrendt auf die Unterstützung von Juhnke rechnen? Das fragte Alexander Schmidt-Hirschfelder in innenpolitischen Sprecher der Berliner CDU.

    Zwei grosse Augen zusammen mit der Losung Du siehst mich auf orangefarbenem Hintergrund - damit werben die Protestanten fuer den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg (Bild: imago/epd/Rolf Zoellner)

    Programm für Kirchentag präsentiert

    Das Programm für den diesjährigen Evangelischen Kirchentag Ende Mai steht: Am Dienstag präsentierten die Veranstalter das fast 600 Seiten starke Veranstaltungsprogramm in Berlin. Auf Podien werden viele Prominente aus Kirche und Gesellschaft erwartet, auch der neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Friedrike Sittler, die Leiterin der rbb-Kirchenredaktion, stellt die Highlights des Programms vor, berichtet über den Stand der Vorbereitungen - und erinnert daran, dass noch Unterbringungsmöglichkeiten gesucht werden: "Berlinerinnen und Berliner - da geht noch was!"

    Kinder sitzen am 31.07.2015 vor der Flüchtlingsunterkunft in Wolgast (Bild: dpa/Bernd Wüstneck)

    Unicef beklagt "Kindheit im Wartezustand"

    Das Kinderhilfswerk Unicef fordert eine bessere und vor allem kindgerechte Unterbringung von Flüchtlingskindern. Die Kinder verbrächten oft viele Monate in Massenunterkünften, auf engstem Raum mit anderen und ohne Privatbereiche, beklagte Unicef-Geschäftsführer Christian Schneider. Im Inforadio sagte er, angesichts der hohen Zahl der Flüchtlinge sei eine Unterbringung in Massenunterkünften zunächst nicht zu umgehen. Sorge bereite jedoch, dass sich diese Notstruktur verfestige.

    Union Berlin - Würzburger Kickers Union Fans mit Spruchband Scheiße, wir steigen auf (Bild: imago/Camera 4)

    "Es ist der pure Rausch"

    Der 1. FC Union Berlin führt seit Montagabend die Tabelle in der 2. Fußball-Bundesliga an, der direkte Aufstieg scheint machbar. Natürlich überwiegt bei den "Eisernen" die Freude - aber es gibt auch Zweifel: Die Union-Fans haben sich immer gegen das gesträubt, was der Kommerz-Fußball mit sich bringt. Frank Nussbücker ist Autor des Buches "111 Gründe, Unioner zu sein". Auch er habe sich lange gegen die Aufstiegseuphorie gewehrt, sagte er im Inforadio. Aber das falle ihm derzeit immer schwerer.

    ürkische Flaggen mit dem Konterfei des türkischen Präsidenten Erdogan schwenken Anhängerinnen am 06.03.2017 während einer Wahl-Veranstaltung des türkischen AKP-Abgeordneten Taner Yildiz in einer privaten Veranstaltungshalle in Kelsterbach (Hessen) (Bild: dpa/Boris Roessler)

    AKP: Keine weiteren Wahlkampf-Auftritte

    Die türkische Regierungspartei AKP will vorerst keine Wahlkampf-Auftritte türkischer Politiker in Deutschland mehr durchführen. Das sagte eine Sprecherin der deutschen Koordinationsstelle. Man wolle nicht, dass die Spannung in Deutschland weiter steige, erklärte der Generalsekretär des türkischen Lobby-Verbandes UETD, Bülent Bilgi, im Inforadio. Man sehe diesen Schritt als Entgegenkommen. Als Gegenleistung erwarte man, dass das "Türkei-Bashing" in Deutschland zumindest reduziert werde.  

  • US-Präsident Trump bei der Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel in Washington D.C., Freitag, 17.03.2017. Quelle: dpa/AP Photo/Pablo Martinez Monsivais

    "Das entspricht Trumps Politik-Verständnis"

    Die Kanzlerin war noch nicht ganz zur Tür raus, da griff US-Präsident Trump zum Handy und twitterte ihr hinterher: Deutschland schulde der Nato riesige Summen & die USA müssten mehr Geld erhalten für die starke - und sehr teure - Verteidigung, die Deutschland zugute komme. Das war weder freundlich noch zutreffend. Für den außenpolitischen Experten der American Academy Berlin, Jan Techau, ist Trumps Verhalten symptomatisch für seinen Politikstil: "Man glaubt mit Trump in einer verbindlichen Situation zu sein - und sofort danach nutzt er wieder hintenrum seine eigenen Kanäle, um das Gegenteil zu behaupten."

    Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Quelle: Oliver Dietze, dpa

    "Die Umfragen geben uns einen knappen Vorsprung"

    Die SPD hat am Sonntag ihren Krönungsparteitag für Martin Schulz abgehalten - und dort erhielt der Mann aus Würselen 100 Prozent der Stimmen. Die Union verfolgt indes verwundert, dass die SPD in den Umfragen fast gleichgezogen ist. Die saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer nannte die Wahl des neuen SPD-Chefs eine perfekte Inszenierung. Im Inforadio äußerte sie sich zuversichtlich, dass ihre CDU bei der Landtagswahl am Sonntag stärkste Kraft bleibt - wenn auch nur knapp vor der SPD.

    Mitarbeiter Patrik blickt am 19.03.2017 am Stand von Hewlett Packard Enterprise (HPE) auf dem Messegelände in Hannover (Niedersachsen) auf einen Chip in einem Glaskasten. (Bild: Friso Gentsch/dpa)

    Rohleder: "Mehr als 50.000 offene IT-Stellen"

    In Hannover hat am Montag die Technologiemesse Cebit begonnen. Mehr als 3.000 Aussteller aus 70 Ländern präsentieren ihre Neuentwicklungen. Schwerpunkt sind in diesem Jahr konkrete Anwendungsbeispiele digitaler Technik wie Roboter oder selbst fahrende Autos. Nach Einschätzung des Branchenverbands Bitkom gibt es in Deutschland noch Defizite bei der Digitalisierung der Wirtschaft. Hauptgeschäftsführer Rohleder sagte im Inforadio, angesichts der guten Auftragslage sei es Unternehmen oft nicht bewusst, dass sie ihr Geschäftsmodell umstellen müssen. Außerdem fehle es an Experten, sagte Rohleder.

    Das Ortsschild von Glückstadt (Schleswig-Holstein), aufgenommen am 15.03.2017. (Bild: Carsten Rehder/dpa)

    Hauptglücksfaktor: Die richtige Einstellung zum eigenen Leben

    Am Montag ist der Weltglückstag der Vereinten Nationen. Den "International Day of Happiness" gibt es seit 2013 immer am 20. März. Aber was macht glücklich - und warum nimmt Deutschland in puncto Glüklichkeit unter den reichen Ländern nur einen mittleren Platz ein? Prof. Karlheinz Ruckriegel, Professor für Volkswirtschaft mit Schwerpunkt Glücksforschung erklärt, wie man Glück messen kann und warum viel Geld nicht automatisch viel Glück bedeutet.

    Sebastian Czaja, FDP (Bild: Dieter Freiberg)

    Czaja: "Tegel wird als Flughafen für den Wirtschaftsstandort gebraucht"

    Die Berliner FDP hat ihre Forderung bekräftigt, den Flughafen Tegel offen zu halten. Die nötigen Investitionen dort seien wirtschaftlicher als ein Umzug nach Schönefeld, sagte der Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, Czaja, am Montag im Inforadio. Zuvor hatte Berlins Wirtschaftssenatorin Pop im Inforadio davor gewarnt, den Flughafen Tegel weiter zu betreiben. Die Fläche werde benötigt, um Unternehmen anzusiedeln und Wohnungen zu bauen.

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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Hertha BSC - Olympiastadion (Bild: dpa)

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