Interviews

Das Deutsche-Bank-Hochhaus in Frankfurt (Bild: imago/Future Image)

Cum-Ex-Ausschuss: "Es gab keine Gesetzeslücke"

Einmal Steuern zahlen - und sie gleich mehrfach vom Staat zurückfordern. Das hat über Jahre hinweg bei Aktiengeschäften in Deutschland bestens funktioniert. So gut, dass der Fiskus unterm Strich mehr als 30 Milliarden Euro eingebüßt hat. Dem Bundestag war dieser Steuerbetrug einen Untersuchungsausschuss wert. Dessen Mitglieder waren sich nur in wenigen Punkten einig, berichtet Bettina Meyer, aber in einer Sache doch: Diese Praxis war von Anfang an kriminell.

Initiatorin Seyran Ates (hinten M) spricht am 16.06.2017 in Berlin die Predigt zur Eröffnung einer liberalen Moschee. Foto: Maurizio Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Liberale Moschee: "Viele haben Angst"

Auch eine Woche nach Eröffnung der liberalen Moschee in Berlin-Moabit wird das Gotteshaus heftig angefeindet: von der türkischen Religionsbehörde, von der ägyptischen Fatwa-Behörde. Der Vorwurf: das Gotteshaus sei "un-islamisch" - unter anderem deshalb, weil dort Männer und Frauen gemeinsam beten. "Dabei verstößt das nicht gegen den Koran, sondern eher gegen die Regeln patriarchaler Imame", erklärt der Berliner Islamwissenschaftler Ralph Ghadban. Die türkische Kritik sei jedoch gefährlich, weil sie politischen Hintergrund habe, warnt er. "Viele haben Angst, in die liberale Moschee zu gehen", sagt Ghadban.

Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin (Bild: imago/ZUMA Press)

Ibn-Rushd-Goethe-Moschee: Angst hält Gläubige fern

Eine liberale Moschee für moderne Muslime wollte die Anwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates schaffen. Seit einer Woche gibt es das muslimische Gotteshaus in Berlin-Moabit. Inzwischen gab es Morddrohungen und die Behauptung aus der Türkei, Ates stünde der Gülen-Bewegung nahe. Und die Einschüchterung scheint zumindest kurzfristig Wirkung zu zeigen: Am zweiten Freitagsgebet nahmen nicht einmal mehr 10 Menschen teil. Doch Seyran Ates wolle sich dadurch nicht entmutigen lassen, wie rbb-Reporterin Anne Winter berichtet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, l) unterhält sich am 23.06.2016 auf dem EU-Gipfeltreffen in Brüssel (Belgien) mit Federica Mogherini, der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik. Foto: Pool Frederic Sierakowski/BELGA/dpa +++(

EU-Gipfel berät über Handel und Flüchtlinge

In Brüssel hat am Freitag der zweite Tag des EU-Gipfels begonnen. Auf der Agenda stehen Beratungen über Wirtschafts- und Handelsthemen. Angesichts des wirtschaftspolitischen Kurses von US-Präsident Donald Trump wollen die EU-Staats- und Regierungschefs nach dem Entwurf der Schlusserklärung ihr Festhalten an einem freien und auf Regeln basierten Welthandel ohne Protektionismus betonen. Informationen von Andreas Meyer-Feist (ARD-Studio Brüssel).

Ambrosiapflanzen in Kroatien (Bild: imago/Pixsell)

Gefährliche Ambrosia: Ein aussichtsloser Kampf?

Am Freitag treffen sich die Menschen in Vetschau, um einer eher traurigen Tradition nachzugehen: Sie reißen Ambrosia-Pflanzen aus, die in der Region für enorme Gesundheitsprobleme sorgt. Viele Menschen leiden an Asthma, ausgelöst durch die aggressiven Pollen. Der Allergieforscher Thomas Dümmel schilderte im Inforadio, wie sein Institut an der FU Berlin den Kampf unterstützt, warum sich Ambrosia so schnell ausbreiten konnte und warum immer noch zu wenig dagegen getan wird.

ARCHIV: Dr. Gerhard Schick (B90/Grüne), Quelle: imago/Wolf P. Prange

CumEx-Skandal: "Es gab krasse Fehler"

Um bis zu 32 Milliarden Euro sollen Aktionäre den Staat betrogen haben - mit der sogenannten "Cum-Ex-"Methode. Dabei geht es kurz gesagt um die Erschleichung von Steuererstattungen. Insider sprechen von "rauschenden Parties", die zwischen 1999 und 2012 gefeiert wurden. Am Freitag präsentiert der Cum-Ex-Untersuchungsausschuss des Bundestags seinen Abschlussbericht, daran mitgewirkt hat der Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick. Er warf im Inforadio Union und SPD vor, hausgemachte Fehler nicht zuzugeben. Zugleich forderte er, die Finanzaufsichtsbehörde in Berlin neu aufzustellen.

Eva Högl (Bild: imago/Stefan Boness/Ipon)

Högl: "Wir wollen regieren und gestalten"

Am Sonntag will die SPD auf ihrem außerordentlichen Bundesparteitag in Dortmund ihr Regierungsprogramm 2017 verabschieden. Dabei setzt die Partei vor allem auf mehr Gerechtigkeit. Doch auch bessere Schulen, ein starker Sozialstaat, sichere Arbeit und eine starke Wirtschaft werden gefordert. In den Umfragen schlägt sich dieser Kurs bisher noch nicht nieder. Doch Eva Högl, Spitzenkandidatin der Berliner SPD bei der Bundestagswahl, gab sich im Inforadio dennoch zuversichtlich, mit Martin Schulz als Spitzenkandidaten zu gewinnen.

Interview-Archiv

  • Gelöbnis der Bundeswehr am 8.9.16 auf der Niederburg in Thüringen (Bild: Martin Schutt/dpa)

    Wehrbeauftragter befürchtet Nachwuchsdelle

    Die Bundeswehr hat in den vergangenen Monaten viel Kritik einstecken müssen, unter anderem wegen der Affäre um den Oberleutnant Franco A., der unter Terrorverdacht steht, und Fällen mit rechtsextremem Hintergrund. Zieht die Truppe, seit sie eine Freiwilligenarmee ist, mehr Extremisten an? Nein, sagt der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD) im Inforadio: Eine solche Tendenz sei nicht nachweisbar. Er befürchtet aber, dass die Negativschlagzeilen durchaus zu einer Nachwuchsdelle führen könnten.

    Günter Verheugen am 8.5.17 in Berlin (Bild: Ulli Winkler/imago)

    Verheugen: "Brexit ist Weckruf für die EU"

    Wieder einmal ohne Großbritannien beschäftigt sich am Donnerstag und Freitag der EU-Gipfel in Brüssel mit den Folgen des Brexits. Unter anderem müssen neue Standort für EU-Agenturen gefunden werden, die bislang in London ansässig waren. Der ehemalige Vizepräsident der EU-Kommission, Verheugen, sieht den Brexit als Weckruf für die EU. Im Inforadio forderte er zugleich Reformen - etwa ernsthaft gegen die Überregulierung vorzugehen oder für mehr Transparenz und Flexiibilität zu sorgen.

    AfD-Fraktionschef Andre Poggenburg (Bild: Peter Gercke/dpa)

    AfD-Leak und seine Folgen

    "Deutschland den Deutschen!" dazu ein schöner Zwinkersmiley. Eigentlich sollte ja so etwas eher privat bleiben, gerade wenn man Spitzenpolitiker ist. Das dachte sich wahrscheinlich auch André Poggenburg, Fraktions-Chef der AfD in Sachsen-Anhalt. Ein anderer AfD-Funktionär schreibt, nach der "Machtergreifung" müsse ein Gremium alle Journalisten prüfen und sieben. Das alles stammt der Whatsapp-Gruppe "AfD Info LSA". Der Sozialwissenschaftler Sebastian Friedrich hat ein Buch über die AfD veröffentlicht. Seiner Meinung nach zeigen die Beiträge vor allem die Flügelkämpfe innerhalb des Landesverbandes Sachsen-Anhalt.

    Gebhard Ullmann © Gregor Baron

    Ullmann erhält ersten Berliner Jazzpreis

    Es gibt einen neuen Musikpreis: Den Jazzpreis Berlin. Verliehen wird er von nun an jedes Jahr vom Kulturradio des rbb und vom Land Berlin, dotiert ist er mit 15.000 Euro. Der erste Preisträger ist der Saxofonist Gebhard Ullmann. Er spielt am Donnerstagabend anlässlich der Verleihung im Haus des Rundfunks, im Kleinen Sendesaal. Zur namhaft besetzten Jury gehörte auch Kulturradio-Redakteur und Jazzkenner Ulf Drechsel. Er würdigt den Preisträger Ullmann als "Aktivposten in Berlin, der immer wieder neue Bands und neue musikalische Konzepte entwickelt."

    Unwetter über Berlin am 30.05.2017 (Quelle: Sebastian Schneider /rbb)

    Schwere Unwetter erreichen die Region

    Endlich ist er da, der Sommer. Doch kaum angekommen, da macht er schon wieder eine Pause. Tief Paul macht alle denen, die an so einem Tag lieber im Freibad sind, heute einen Strich durch die Rechnung. Von Nordwesten her zieht ein Unwetter auf, das Starkregen, Sturmböen und möglicherweise auch Hagel nach Berlin und Brandenburg bringt. Am Nachmittag wird die Gewitterfront mit Sturm im Gepäck die Bundeshauptstadt erreichen und dann südostwärts weiterziehen, wie Diplom-Meteorologe Friedrich Föst erklärt. Abends und nachts sind dann weitere Gewitter mit Hagel und Sturmböen möglich.

    Smartphone mit Messenger-Apps (Bild: Wolfram Kastl/dpa)

    Messengerdienste unter Beobachtung

    WhatsApp-Nachrichten abzugreifen war bislang nur bei schwersten Verbrechen wie Terrorismus erlaubt. Am Donnerstag will der Bundestag beschließen, dass dieses Instrument künftig mehr oder weniger zur Standard-Ausrüstung der Ermittler gehört - beim Verdacht auf organisierte Kriminalität ebenso wie bei Kinderpornografie oder Geldfälschung. Gabriele Intemann aus dem Hauptstadtstudio hat sich intensiv mit der Angelegenheit befasst und spricht darüber mit Dietmar Ringel.

    Boris Becker am 6.4.17 (Bild: Christoph Hardt/imago)

    Steht Becker vor dem Ruin?

    Er ist der berühmteste Leimener aller Zeiten: Boris Becker. Als 17jähriger hat er das Turnier von Wimbledon gewonnen und damit in Deutschland einen Tennis-Boom ausgelöst. Aber nicht nur das: Seit Jahrzehnten liefert Becker Medien Stoff, inzwischen eher mit Klatsch- und Tratschgeschichten. Die neueste Nachricht: Eine Richterin in England hat Becker für Bankrott erklärt. Was es damit auf sich hat, erklärt Thomas Kroh aus der Inforadio-Sportredaktion.

  • Belgischer Soldat in Brüssel (Bild: imago/Xinhua)

    Neuer Anschlag in Brüssel verhindert

    In Brüssel haben Sicherheitskräfte am Abend einen erneuten Terroranschlag vereitelt. Sie schossen im Zentralbahnhof einen Mann nieder, der dort zuvor einen Sprengsatz gezündet haben soll. Der mutmaßliche Attentäter starb später an seinen Verletzungen. Unbeteiligte kamen nicht zu Schaden. Was genau passiert ist, lassen wir uns von Brüssel-Korrespondent Andreas Meyer-Feist schildern.

    Lkw auf dem Rastplatz Hockenheimring Ost (Bild: imago/Hardt)

    Mautdaten zur Verbrechensaufklärung nutzen? Jein!

    Politiker der Union plädieren dafür, bei der Maut erhobene Daten auch für die Verbrechensbekämpfung zu nutzen. Darüber diskutieren am Mittwoch die Justizminister der Länder. Der von Rheinland-Pfalz, Herbert Mertin (FDP), sieht den Vorschlag kritisch: Wenn überhaupt, komme das nur ein Einzelfällen in Frage. Einer pauschalen Nutzung dieser Daten stehe das Grundrecht der Freizügigkeit im Weg.

    Rembert Vaerst (Bild: Lars Berg/imago)

    Landeseigene Flüchtlingsheime - ein Erfolgsmodell?

    Um Flüchtlinge in Berlin schneller und unbürokratischer unterzubringen, hat das Land im April einen eigenen Landesbetrieb gegründet. Inzwischen hat die von Rembert Vaerst geleitete Einrichtung drei Flüchtlingsheime übernommen - zum Ärger freier Träger wie die Caritas, die unlauteren Wettbewerb befürchtete. Am Mittwoch lädt der Landesbetrieb für Flüchtlingsheime in Berlin zum Tag der offenen Tür ein. Wir wollen das zum Anlass nehmen, mit Rembert Vaerst eine Zwischenbilanz zu ziehen.

    Bundeswehr Kampfjet in Incirlik (Bild: dpa)

    Kujat: Abzug aus Incirlik überfällig

    Reine Formsache ist die Abstimmung im Bundestag am Mittwoch: Denn längst ist entschieden, dass die Bundeswehr vom türkischen Stützpunkt Incirlik abgezogen und nach Jordanien verlegt wird. Für Harald Kujat, ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr und früheren Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses, ein überfälliger Schritt, wie er im Inforadio sagt.

    Abgestellter Kühllaster, in dem die Leichen von 71 Flüchtlingen gefunden wurden (Bild: dpa/APA)

    Tote im Kühllaster: "An Zynismus nicht zu überbieten"

    Der grausige Fund von 71 toten Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak in einem Kühllaster ging im Sommer 2015 um die Welt. Nun sitzen die mutmaßlichen Verantwortlichen in Ungarn auf der Anklagebank. Ihnen droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Über den Fall und den nun beginnenden Prozess berichtet Korrespondent Clemens Verenkotte.

  • Flüchtlinge in Nairobi (Bild: imago/Xinhua)

    Weltflüchtlingstag: "Müssen Afrika als Partner sehen"

    Mehr als 65 Millionen Menschen sind im Moment weltweit auf der Flucht. Weltweit. Sie fliehen vor Krieg, Vertreibung, Verfolgung, Hunger und Umweltkatastrophen. Und oft sind die Ursachen miteinander verbunden. Darauf macht heute der Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen aufmerksam. Luxemburgs Außen- und Immigrationsminister Jean Asselborn sieht es als wichtigste europäische Aufgabe an, die Entwicklungshilfe in Afrika zu intensivieren – auch aus eigenem Interesse.

    Krankenpfleger schiebt ältere Patientin im Rollstuhl (Bild: imago/allOver-MEV)

    "Hauptstadtkongress Medizin" diskutiert Pflegenotstand

    Der "Hauptstadtkongress Medizin", der am Dienstag in Berlin begonnen hat, beschäftigt sich mit zahlreichen Themen rund um das Thema Gesundheitspolitik, ein Problem sticht aber hervor: Der Engpass bei den Pflegekräften in Krankenhäusern und Altenheimen. Was da bisher falsch läuft und was an Diskussionen zum Thema beim Kongress zu erwarten ist, weiß Inforadio-Reporterin Anna Corves.

    Stau auf Berliner Stadtautobahn im Mai 2016 (Bild: Jürgen Heinrich/imago)

    Hiobsbotschaft von den Messstellen

    Die vielbesungene "Berliner Luft" ist ungesunder als bislang vermutet - das zeigen Daten der Landesregierung, die bisher noch unter Verschluss gehalten werden, die der rbb aber kennt: Demnach war im vergangenen Jahr die Belastung mit Stickstoff-Dioxid an fast allen Messstellen höher als der gesetzliche Grenzwert. Stickstoff-Dioxid schädigt die Atemwege und kann Asthma auslösen. Besonders schlimm ist die Belastung offenbar auf der Leipziger Straße nicht weit von der Kreuzung Friedrichstraße. rbb-Reporter Thorsten Gabriel fasst zusammen.

    Ein Mitarbeiter von Bosch fährt am 04.05.2015 auf der Autobahn 81 bei Abstatt (Baden-Württemberg) in einem Auto, das als Prototyp für autonomes Fahren genutzt wird. (Bild: Daniel Naupold/dpa)

    Ethische Leitplanken für "Autonomes Fahren"

    Der Trend zum autonomen Fahren ist nicht mehr aufzuhalten, auch wenn noch unzählige Fragen offen sind. Beispiel: Ein Auto mit drei Insassen fährt auf drei Fußgänger zu - plötzlich versagen die Bremsen. Sollen die Fußgänger überfahren werden, oder soll der Computer das Auto in eine Betonwand am Straßenrand steuern, was den Tod der Insassen bedeuten würde? Mit diesen und ähnlichen Fragen befasst sich eine Ethik-Kommission, die am Dienstag erste Zwischenergebnisse vorgestellt hat. Gabriele Intemann aus unserem Hauptstadtstudio war bei der Präsentation dabei.

    Wartezimmer in einer Zahnarztpraxis (Bild: Jochen Tack/imago)

    Was tun gegen Ärztemangel in Lichtenberg?

    Im Durchschnitt ist Berlin gut mit Ärzten bestückt - aber es gibt auch Stadtteile, in denen Ärzte fehlen, zum Beispiel in Lichtenberg und Neukölln. Deshalb kommt von dort auch die Idee, kommunale Arztpraxen einzurichten. Dort würden Mediziner arbeiten, die beim Bezirk angestellt sind. "Für bezirkliche Gesundheitszentren und Polikliniken wäre der rechtliche Weg frei", sagt Lichtenbergs Gesundheitsstadträtin Katrin Framke (Die Linke). Schon sehr bald soll darüber mit der Kassenärztlichen Vereinigung beraten werden, kündigt sie an.

    Greenpeace-Demo in Stuttgart am 30.3.17 (Bild: Arnulf Hettrich/imago)

    Experte rät zu Diesel-Fahrverboten

    Dicke Luft herrscht in vielen deutschen Großstädten, auch in Berlin. Das ist bekannt. Nun aber zeigen neue Zahlen der Senatsverwaltung für Umwelt, dass die Lage in Berlin dramatischer ist als bislang angenommen. Die Belastung mit Stickstoff-Dioxid liegt an allen 23 Berliner Messstellen über dem erlaubten Jahresdurchschnitt. "Menschen, die an stark belasteten Straßen leben, könnten früher sterben", warnt der ARD-Umweltexperte Werner Eckert. Hauptversursacher seien Diesel-Fahrzeuge. Ein probates Mittel sei deshalb ein Diesel-Fahrverbot.

  • Fallschirmspringer mit Großbritannien-Flagge (Bild: dpa)

    "Nach dem Brexit wird nichts besser werden"

    Am Montagvormittag kommen in Brüssel Vertreter von Europäischer Union und Großbritannien zusammen, um erstmals über den Brexit zu verhandeln. Michael Roth (SPD), Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, hat zwar momentan keine Hoffnung, dass der Brexit noch zu verhindern ist, möchte die Tür für die Briten aber nicht ganz zuschlagen. Denn der Austritt sei definitiv ein Verlust - sowohl für die EU, als auch für Großbritannien.

    Emmanuel Macron (Bild: imago/Xinhua)

    "Es ist ein Ermüdungseffekt zu erkennen"

    Emmanuel Macron hat es innerhalb eines Jahres geschafft, mit seiner Partei "La République en Marche" die politische Landschaft in Frankreich komplett umzukrempeln. Nach der zweiten Runde der Parlamentswahlen hat er auch im Parlament die absolute Mehrheit. Doch der Jubel ist selbst in seinem Lager verhalten: Nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten ist an die Urnen gegangen. Die in Paris lebende Politikwissenschaftlerin Barbara Kunz führt das auf einen Ermüdungseffekt nach dem Wahlmarathon der letzten Monate zurück.

    Salman Rushdie (Bild: imago/i Images)

    Salman Rushdie wird 70

    Der Schriftsteller Salman Rushdie erlangte vor allem dadurch weltweite Berühmtheit, dass wegen seines Buches "Die satanischen Verse" die Fatwa über ihn verhängt wurde. Dabei ist Rushdie mehr als dieses Buch und das gerade wieder erhöhte Kopfgeld. Zu seinem 70. Geburtstag fragen wir Ulrich Schreiber, Gründer und Leiter des Internationalen Literaturfestivals Berlin, der Rushdie gut kennt, was den Autor heute noch antreibt - und warum er den Literatur-Nobelpreis verdient hätte.

    Anzeigetafel auf dem bahnhof Treptower Park. (Quelle: rbb/radioBerlin/Bartsch)

    Kabelbrand sorgt für Verkehrsbehinderungen

    Der Kabelbrand bei der Berliner S-Bahn in der Nähe des S-Bahnhofes Treptower Park hat Tausende Berliner auf ihrem Weg zur Arbeit behindert. Und es scheint kein Zufall gewesen zu sein: in ganz Deutschland gab es ähnliche Vorfälle. rbb-Reporter Matthias Bartsch war am Treptower Park und hat sich umgesehen.

    Polizeiabsperrung am 19. Juni 17 am S-Bahnhof Treptower Park (Bild: Paul Zinken/dpa)

    S-Bahn Berlin: Kabelbrand war kein Zufall

    Die erste Meldung am Montagmorgen klang vergleichsweise harmlos: Ein Kabelbrand in der Nähe des Berliner S-Bahnhofs Treptower Park - Einschränkungen im S-Bahnverkehr die Folge. Doch dann häuften sich die Meldungen: Auch in anderen Bundesländern gab es Kabelbrände, wurden Bahnanlagen offenbar gezielt attackiert. Inzwischen ist auf einem linksextremen Blog im Internet ein Bekennerschreiben aufgetaucht, dessen Echtheit nun geprüft wird, berichtet Polizeireporter Holger Hansen.

    Olaf Scholz (l-r), Martin Schulz und Thorsten Schäfer-Gümbel präsentieren am 19.6.17 das SPD-Steuerkonzept (Bild: Kay Nietfeld/dpa)

    SPD-Steuerpläne: "Kein großer Wurf"

    Kein Soli-Zuschlag mehr bei Geringverdienern, eine höhere Reichensteuer, Entlastungen von 15 Milliarden Euro für kleine und mittlere Einkommen - das sind die Kernpunkte des SPD-Steuerkonzepts, das am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Einzelheiten und Hintergründe dazu haben wir hier zusammengefasst. "Das ist kein großer Wurf, Vieles bleibt vage," kritisiert der Bundesvorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft DSTG, Thomas Eigenthaler. Er hätte sich in Sachen "Reichensteuer" mehr Mut bei der SPD erhofft und sieht kaum Unterschiede zum Steuerkonzept der CDU.

    Berliner Nummernschild mit Autoschlüssel und Fahrzeugschein (Bild: imago/Frank Sorge)

    Kfz-Zulassung im Netz ab 2018?

    An der Digitalisierung kommt keiner mehr vorbei - auch die Städte und Gemeinden nicht. Wer keinen vernünftigen Internet-Auftritt hat, wird schlicht nicht wahrgenommen. Aber: Sind die Kommunen auf der Höhe der Zeit? Darum geht es derzeit auf dem Deutschen Kommunal-Kongress in Berlin. "Es läuft besser als vermutet", erklärt Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des Brandenburger Städte- und Gemeindebundes. Bürgerportale wie der "Maerker", über das Brandenburger mit ihren Verwaltungen kommunizieren können, zeigten dies, so Böttcher. Nächster Schritt sei die Fahrzeugzulassung per Mausklick. Die könnte schon ab 2018 möglich sein.  

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