Interviews

Steigende Mieten (Foto: dpa)

Lob und Kritik für Mietpreisbremse

Das Bundeskabinett hat nach langer Diskussion die Mietpreisbremse beschlossen. Ab 2015 soll die Miete in "angspannten Märkten" höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Unser Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio, Matthias Reiche, bezeichnete den Beschluss als "grundsätzlich gute Sache", auch wenn es Ausnahmen gebe.   

Ein Paket des Online-Versandhändlers für Schuhe und Mode, Zalando (Bild: dpa)

Zalando feiert Börsengang

Der Online-Modehändler Zalando hat am Mittwochmorgen in Frankfurt am Main seinen Börsenstart gefeiert. Das Berliner Internetunternehmen will mit dem Börsengang 605 Millionen Euro einnehmen. Inforadio-Wirtschaftsredakteur Karsten Zummack sagte, wer auf diesem Markt bestehen wolle, müsse expandieren und investieren. Zalando werde die Einnahmen in neue Technik stecken – zum Beispiel in die Produkterkennung  per Foto.  

Das Abgeordnetenhaus in Berlin (Quelle: dpa)

Staatsrechtler gegen Direktwahl

Sollten die Berliner direkt ihren Regierenden Bürgermeister wählen, anstatt die Wowereit-Nachfolge den SPD-Mitgliedern zu überlassen? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns im Inforadio schon den ganzen Tag. Sie konnten ein Streitgespräch mit Argumenten dafür und dagegen hören und in unserem Voting selbst abstimmen. Der Staatsrechtler Prof. Dr. Christian Pestalozza hat sich klar gegen eine Direktwahl ausgesprochen. Das Parlament würde dadurch eher geschwächt.

Zwei Eurofighter (Bild: dpa)

Schockenhoff: Zu wenig Augenmerk auf Grundbetrieb

Die Pannenserie bei der Bundeswehr reißt nicht ab. Jetzt wurden Mängel beim Kampfjet "Eurofighter" gefunden. Unions-Fraktionsvize Schockenhoff sagte im Inforadio, die gegenwärtigen Probleme seien auf Versäumnisse in der Vergangenheit zurückzuführen. Dennoch bleibe Deutschland in der NATO ein verlässlicher Partner.  

Gregor Gysi am 13.04.2014 im Bundestag [dpa]

Misshandlungsfälle: "Wir müssen umdenken!"

Nach wie vor herrscht Fassungslosigkeit über die Misshandlung von Flüchtlingen in Heimen in Nordrhein-Westfalen. Bei aller Bestürzung ist aus der Politik weitgehend zu vernehmen, man vertraue in die Ermittlungsarbeit der Behörden. Aber wie sicher kann man sein, dass solche Fälle nicht häufiger vorkommen? Der Fehler steckt im System, sagt Gregor Gysi (Die Linke). Er fordert: Die Privatisierung öffentlicher Aufgaben wie die Auswahl der Flüchtlingsheimbetreiber und des Wachpersonals muss rückgängig gemacht werden.

Der Landesvorsitzende und wiedergewählte Fraktionsvorsitzende der CDU in Brandenburg, Michael Schierack (Bild: dpa)

Schierack übt Kritik und Selbstkritik

Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche zwischen SPD und CDU in Brandenburg hat CDU-Landeschef Schierack Ministerpräsident Woidke Vertrauensbruch vorgeworfen, kritisiert aber auch die Außendarstellung seiner eigenen Partei: Man sei auf die Absage der SPD medial nicht vorbereitet gewesen.

Ein Hinweisschild für Straßenmaut © dpa

Meyer schlägt Ausweitung der LKW-Maut auf alle Straßen vor

Am Mittwoch und Donnerstag treffen sich die Verkehrsminister der Bundesländer zu Beratungen in Kiel. Unter anderem wird es um die Finanzierung des Öffentlichen Nahverkehrs und die Bundesverkehrswegeplanung gehen - aber auch um die umstrittene PKW-Maut. Geleitet wird die Herbst-Konferenz von Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer - wir sprechen vorab mit dem SPD-Politiker.  

Demonstranten blockieren eine Hauptstraße im Regierungsviertel in Hongkong © dpa

Proteste in Hongkong - Peking in der Zwickmühle

Die Proteste in Hongkong halten nicht nur an, sie drohen auch zu eskalieren. Ultimativ forderten die Studenten bis Donnerstag einen Rücktritt von Regierungschef Leung Chun-ying und eine Rücknahme der Pläne für nur begrenzte Wahlen. Sonst wollen sie die Demonstrationen ausweiten, zum Streik aufrufen oder Regierungsgebäude besetzen. Kristin Shi-Kupfer vom China-Institut der Mercator Stiftung sieht Peking durch die Proteste in einer sehr schwierigen Situation.

Weitere Interviews

RSS-Feed
  • Computeranimierter Ebolavirus (Quelle: imago)

    Erster Ebola-Fall in den USA festgestellt

    In den USA ist erstmals ein Fall von Ebola festgestellt worden. Ein Flugreisender aus
    Liberia hatte sich an der in westafrikanischen Staaten grassierende Seuche angesteckt. Der Mann hatte nach Behördenangaben sechs Tage nach seiner Landung am 20. September einen Arzt aufgesucht und wurde zwei Tage danach auf eine Isolierstation in Dallas gebracht. Unser Korrespondent in Washington, Andreas Meyer-Feist, sagte im Inforadio, nach Angaben der Krankenhausleitung geht es dem Mann mittlerweile sehr schlecht, sein Zustand sei ernst.

  • Die Flaggen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wehen am 12.06.2012 vor dem Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg © dpa

    Anhörung der designierten EU-Kommissare

    Im Europaparlament gibt es Widerstand gegen drei designierte EU-Kommissare. Sie mussten sich am Mittwoch in Brüssel den Anhörungen stellen. Der künftige Finanzkommissar, der Brite Jonathan Hill, war jahrelang als Lobbyist für Großbanken tätig - er soll EU-Kommissar für Finanzmarktstabilität und Finanzdienstleistungen werden. Unser Korrespondent in Brüssel, Andreas Meyer-Feist, sagte, Jonathan Hill habe  Vorwürfe eines Interessenkonflikts wegen Kontakten zu britischen Finanzdienstleistern zurückgewiesen. Auf viele konkrete Fragen habe er aber ausweichend geantwortet.   

  • Die Odenwaldschule bei Heppenheim in Hessen (Bild: dpa)

    "Die Auserwählten": Ein Film über die Odenwaldschule

    In der ARD wird am Mittwoch der Film "Die Auserwählten" gezeigt - Thema ist der Missbrauch in der Odenwaldschule. Mindestens 130 Schüler wurden zu Opfern - mehr als 20 Jahre hielt die Mauer des Schweigens. Der Regisseur des Films, Christoph Röhl, ist gebürtiger Brite. Er war Anfang der 1990er Jahre Aushilfslehrer für Englisch an der Odenwaldschule, von den Missbrauchfällen hat er erst später erfahren. Röhl drehte bereits einen Dokumentarfilm über dieses Thema. Im Inforadio-Interview mit Irina Grabowski sagte er, die Dokumentation habe die Frage gestellt: Was ist Missbrauch? Sein Spielfilm behandele dagegen vor allem die Frage: Warum schaut das Umfeld weg?

  • Demonstranten blockieren eine Hauptstraße im Regierungsviertel in Hongkong © dpa

    Proteste in Hongkong - Peking in der Zwickmühle

    Die Proteste in Hongkong halten nicht nur an, sie drohen auch zu eskalieren. Ultimativ forderten die Studenten bis Donnerstag einen Rücktritt von Regierungschef Leung Chun-ying und eine Rücknahme der Pläne für nur begrenzte Wahlen. Sonst wollen sie die Demonstrationen ausweiten, zum Streik aufrufen oder Regierungsgebäude besetzen. Kristin Shi-Kupfer vom China-Institut der Mercator Stiftung sieht Peking durch die Proteste in einer sehr schwierigen Situation.

Interview-Archiv

  • Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (r) informiert neben Kanzleramtsminister Rudolf Seiters am 30. September 1989 vor der Bonner Vertretung in Prag die Journalisten: Er hatte den rund 4000 DDR-Bürgern, die sich in der Vertretung aufhielten, die bewilligte Ausreise in die Bundesrepublik verkündet. (Bild: dpa)

    "Das war eine europäische Freiheitsrevolution"

    Seine Worte sorgten für unbändige Jubelstürme, damals, am 30. September 1989 auf dem Balkon der bundesdeutschen Botschaft in Prag. In den Wochen zuvor hatten tausende DDR-Bürger auf dem Botschaftsgelände Zuflucht gesucht in der Hoffnung, in den Westen ausreisen zu dürfen. Als der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher eben an jenem 30. September die Ausreisegenehmigung verkündete, war das Ende des "Eisernen Vorhangs" eingeleitet. Die Völker Europas waren einander nie so nah, wie in jenen Tagen des Jahres 1989, sagte Genscher im Inforadio. Und auch heute - 25 Jahre später - sollte auf Kooperation statt auf Konfrontation gesetzt werden.  

    Udo Jürgens, Foto: wdr

    "Ein wahrer Künstler und toller Mensch"

    Man mag es kaum glauben: Udo Jürgens wird heute sage und schreibe 80 Jahre alt. Aber wenn das Leben tatsächlich erst mit 66 anfängt, dann hat Udo Jürgens noch das Beste vor sich. Schon jetzt blickt der gebürtige Österreicher auf eine beispiellose Karriere, die ihren Anfang nahm mit dem Erfolg beim Eurovision Song Contest 1966 - mit Merci Cherie. Einer seiner Wegbegleiter war Ralph Siegel. Im Interview würdigt er Udo Jürgens als guten Freund und großartigen Künstler.

    Die Flaggen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wehen am 12.06.2012 vor dem Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg © dpa

    Ferber rechnet mit "einigen Überraschungen"

    Im EU-Parlament haben die Anhörungen der designierten EU-Kommissare begonnen. "Digital"-Kommissar Günter Oettinger stellte sich am Montagabend den Abgeordneten - er legte nach Ansicht des CSU-Europapolitikers Markus Ferber einen "absolut überzeugenden Auftritt" hin. Oettinger sei kein "Wackelkandidat" - bei einigen anderen könnte es Überraschungen geben.  

    Flüchtlinge vor ihrer Unterkunft (Bild: dpa)

    "Entscheidend ist die Zuverlässigkeit der Mitarbeiter vor Ort"

    Waren die Misshandlungsfälle in einem Flüchtlingsheim in Nordrhein-Westfalen nur die Spitze des Eisbergs? Längst ist eine Debatte über nötige Konsequenzen entbrannt. Wie kann man solche Vorgänge vermeiden? Brandenburgs Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) sagte im Inforadio, es sei nicht entscheidend, wer Flüchtlingsheime betreibe - "entscheidend ist die Zuverlässigkeit der Mitarbeiter vor Ort". Und er kündigte an, dass die Innenminister der Länder in der kommenden Woche über einheitliche Standards bei der Unterbringung von Flüchtlingen beraten werden.  

    Illustration: Internetsucht - Gefangen im Netz (Bild: imago)

    Gibt es eine Internetsucht?

    Experten schätzen, dass in Deutschland knapp 20 Millionen Menschen süchtig sind. Damit wäre ein Viertel der Gesamtbevölkerung auf die eine oder andere Art abhängig - von Tabak, von Alkohol, von Medikamenten oder Drogen. In Berlin geht seit Dienstag der Deutsche Suchtkongress der Frage nach, inwiefern auch übermäßiger Internetgebrauch eine Sucht sein kann. Die Surfdauer ist dabei nur eines von vielen Kriterien, wie der Psychologe Johannes Lindenmeyer erklärt.

    Rumänen in Eisenhüttenstatt (Quelle: dpa)

    "Wir brauchen strenge Standards"

    Seitdem wieder mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen, scheint das System der Aufnahme und Unterbringung immer mehr aus den Fugen zu geraten. Jüngstes Beispiel: Die Misshandlungen eines Flüchtlings durch Wachpersonal in einer Unterbringung in Nordrhein-Westfalen. Für Gabriela Jaschke vom Brandenburger Flüchtlingsrat sind diese Probleme allesamt hausgemacht.

  • Kujat fordert höheren Wehretat

    Transportmaschinen der Bundeswehr können nicht in Richtung Nordirak starten, nur ein Bruchteil der Hubschrauber ist einsatzbereit. Verteidigungsministerin Von der Leyen räumte ein: Im NATO-Ernstfall könnte die Bundeswehr nicht genügend Eurofighter bereitstellen. Jetzt fordert sie einen höheren Wehretat - was aber auf Widerstand beim Koalitionspartner SPD stößt. Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, schließt sich in diesem Punkt der Ministerin an.

    Entwicklungsminister Müller: NRW-Behörden haben versagt

    Nach der Misshandlung von Flüchtlingen in einer nordrhein-westfälischen Notunterkunft hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) den Behörden vorgeworfen, versagt zu haben. Wachmänner sollen unter anderem einen etwa 20 Jahre alten Algerier misshandelt haben. Gegen vier Verdächtige wird ermittelt. Nach Angaben der Polizei gibt es noch weitere Verdachtsfälle.

    Demonstrationen in Hongkong: Finanzbezirk lahmgelegt

    Eine Wahlreform, mit der Peking für 2017 zwar direkte Wahlen, aber keine freie Nominierung der Kandidaten zulassen will, sorgt in Hongkong für Aufruhr. Die ehemalige britische Kronkolonie wird nach wie vor als eigenes chinesisches Territorium autonom regiert. Die Menge der Demonstranten in Hongkong schwillt trotz Aufrufen der Regierung zur Ruhe weiter an. ARD-Korrespondent Markus Rimmele berichtet.

    Mann geht in Wahlkabine (dpa, 02.01.2013)

    - Wahl des Bürgermeisters - mehr Demokratie wagen?

    Wer beerbt Klaus Wowereit? Raed Saleh, Michael Müller oder doch Jan Stöß? Die Entscheidung darüber liegt bei den Berliner SPD-Mitgliedern. Doch es gibt nicht wenige in der Hauptstadt, die lieber selbst über ihren Regierenden Bürgermeister entscheiden würden. Zu ihnen gehört Ilja Richter, der Ur-Berliner und Fernsehstar. Er findet es nicht richtig, dass 17.000 SPD-Mitglieder quasi stellvertretend für dreieinhalb Millionen  Berliner über ihr künftiges Landesoberhaupt entscheiden.

    "Wir müssen an einem Strang ziehen"

    Der Skandal um die Misshandlung von Flüchtlingen in nordrhein-westfälischen Notunterkünften weitet sich aus. Nachdem am Wochenende Übergriffe durch private Wachleute in Burbach bekannt geworden waren, wird jetzt auch in zwei weiteren Heimen ermittelt. Die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), fordert eine lückenlose Aufklärung – und einen Schulterschluss zwischen Bund und Ländern bei der Bewältigung des Problems.

    Flüchtlinge aus Syrien im Hof des Flüchtlingsheims Berlin-Hellersdorf [Quelle: dpa]

    Flüchtlingsheime: "Ohne Immobilien geht es nicht"

    Die Bilder erinnern an Abu Ghraib, im Irak, doch sie stammen aus einer Flüchtlingsunterkunft mitten in Deutschland: In einem Heim in Burbach, in Nordrhein-Westfalen, haben Mitarbeiter eines Wachdienstes Flüchtlinge offenbar geschlagen und gedemütigt, haben sich selber dabei gefilmt. Die Polizei ermittelt - dem Wachdienst wurde gekündigt, für den Betreiber der Flüchtlingsheime, die private Firma "European Homecare", wurden am Wochenende strengere Auflagen in Kraft gesetzt. Auch in Berlin will "European Homecare" tätig werden, generelles Misstrauen sei jedoch nicht angebracht, sagt der Regionalleiter der Caritas Berlin, Frank Petratschek.

  • Stefan Liebich [Arlett Mattescheck]

    Liebich kritisiert völkerrechtswidriges Handeln

    Die US-Luftwaffe hat auch in dieser Nacht wieder Angriffe in Syrien geflogen. Das bestätigte ein Pentagon-Mitarbeiter in Washington. Als Ziele nannte er Stellungen von Kämpfern der Terror-Miliz "Islamischer Staat". Der außenpolitische Experte der Linken, Liebich, sagte hier im Inforadio, die Militäraktionen seien trotz einer internationalen Allianz völkerrechtlich nicht gedeckt.

    Symbolbild: Das brandenburgische Wappen hängt an einem Rednerpult während einer Wahlparty der AfD (Quelle: dpa)

    "Jeder hat eine zweite politische Chance verdient"

    In der Brandenburger "Alternative für Deutschland" (AfD) gehen die Querelen weiter. Trotz der jüngsten Antisemitismus-Vorwürfen will der Landtagsnachrücker Weiß an seinem Mandat festhalten. AfD-Landeschef Gauland will Weiß aus der Partei ausschließen. An vier umstrittenen AfD-Mitgliedern will Gauland hingegen weiter festhalten.

    Ein Läufer des Berlin-Marathon passiert das Brandenburger Tor in Berlin. (Archiv/ Quelle: dpa)

    "Ein sagenhaftes Gefühl"

    Das sportliche Großereignis des Herbstes steht an diesem Wochenende wieder an: der Berlin-Marathon. Unser Inforadio-Nachrichtenkollege Alexander von Uleniecki ist passionierter Ultra-Marathonläufer, ist die 42-km-Distanz schon über 200 Mal gelaufen. Welche Tipps gibt er zur Vorbereitung - und warum ist er am Sonntag nicht dabei?

  • Wie rechts ist die AfD in Brandenburg?

    Die brandenburgische AfD-Fraktion kommt nicht zur Ruhe: Am Donnerstag hat der frisch gewählte Abgeordnete Stefan Hein sein Mandat zurückgegeben. Schon einen Tag später soll sein Nachfolger, Jan-Ulrich Weiß aus Templin, aus der Fraktion ausgeschlossen werden -  er hatte offenbar rechtslastige und antisemitische Einträge auf seiner persönlichen Facebook-Seite gepostet. "So ein Facebook-Posting halte ich nicht für eine Bagatelle", sagt Gideon Botsch, Rechtsextremismusforscher am Moses-Mendelsohn-Zentrum in Potsdam.

    Vermeintlicher Ebola-Patient landet in Schönefeld

    Seit langem bereitet sich auch Deutschland auf einen Ebola-Fall vor. Am Freitagabend ist ein Flugzeug mit einem vermeintlichen Ebola-Patienten an Bord auf dem Flughafen Schönefeld gelandet. rbb-Reporter Thomas Weber berichtet im gespräch mit Moderator Alexander Schmidt-Hirschfelder von den Ereignissen am Flughafen Schönefeld.

     

     

    Eine Videokamera soll für Sicherheit auf dem Bahnhof sorgen (Bild: DPA)

    "An Sicherheit darf nicht gespart werden!"

    In Berlin und Brandenburg gibt es besonders viele Übergriffe im Nahverkehr. Jüngstes Beispiel: Die Attacke dreier Jugendlicher auf eine Familie in einer Regionalbahn bei Strausberg. Inzwischen haben sich die mutmaßlichen Täter gestellt. Aber die Frage bleibt: Gibt es im Zugwaggon ein Sicherheitsproblem? Karl-Peter Naumann, der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, betont: Wir brauchen mehr Sicherheitspersonal. Gefragt ist seiner Meinung nach die Politik. Sie dürfe nicht am falschen Ende sparen, warnt er.

    Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe © dpa - Bildfunk

    "Das Sicherheitsargument ist vorgeschoben"

    Die Bundesregierung macht keine Anstalten Edward Snowden aus Moskau nach Deutschland zu holen, damit der NSA-Untersuchungsausschuss ihn befragen kann. Grüne und Linke wollen nun Druck auf die Regierung ausüben - mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. "Wir wehren uns gegen die Regierung", sagt der innen- und netzpolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Konstantin von Notz.

  • ARCHIV - Syrer, die an der syrischen Grenze auf eine Fluchtmöglichkeit in den Irak warten. (Quelle: dpa)

    "Wir brauchen ganz schnell Lösungen"

    Auch in der vergangenen Nacht sind die Angriffe auf die Terrorgruppe Islamischer Staat IS in Syrien fortgesetzt worden. Unterdessen sind weiterhin hunderttausende Menschen auf der Flucht - eine humanitäre Katastrophe. Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Christoph Strässer, forderte mehr Engagement für Flüchtlinge. Deutschland und die EU müssten ihren eigenen Menschenrechtsstandards gerecht werden, sagte er im Inforadio. 

    Eine Hand hält eine andere, Quelle: dpa

    Wieviel Sterbehilfe darf sein?

    Kirche und Politik streiten weiter über die Sterbehilfe in Deutschland. Die katholischen Bischöfe wollen am Donnerstag bei ihrer Herbstvollversammlung in Fulda ein Positionspapier verabschieden. Sie sind strikt dagegen, das Sterbehilfe-Verbot aufzuweichen. Auch Vertreter der evangelischen Kirche sehen das so. Bundestags-Vizepräsident Peter Hintze (CDU) will dagegen Sterbehilfe für todkranke Patienten zulassen.

    Das neue Einkaufszentrum Stadtquartier Leipziger Platz in Berlin (Bild: dpa)

    "Es ist ein ganzes Stadtquartier entstanden"

    Gut dreieinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich hat die "Mall of Berlin" am Leipziger Platz am Donnerstag ihre Türen geöffnet. Sie entstand auf dem Gelände des einstigen Kaufhauses Wertheim und beherbergt 270 Läden - aber auch Wohnungen, Büros und Hotels. Der Architekturexperte Wolfgang Schäche findet, der Gebäudekomplex sei mehr "als nur eine Mall" - vor allem städtebaulich habe er eine große Bedeutung.  

    Philippinische Polizei kontrolliert Motorradfahrer (Bild: dpa)

    Sorge um verschleppte Deutsche

    Nach Todesdrohungen gegen zwei verschleppte Deutsche auf den Philippinen hat die Bundesregierung bekräftigt, sich von Terroristen nicht unter Druck setzen zu lassen. Das Paar war im April von der Abu Sayyaf verschleppt worden. Die Gruppe verlangt Lösegeld, zudem soll sich Deutschland nicht am Kampf gegen die IS-Miliz beteiligen. Felix Heiduk von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin sagte im Inforadio, es gebe keine Belege für direkte Beziehungen zwischen Abu Sayyaf und IS - die Verbindung sei taktischer Natur: Man nutze die Furcht vor IS aus, um die Lösegeldforderung in die Höhe zu treiben.

    Die Abgeordneten im Bundestag verfolgen am 09.04.2014 die Haushaltsdebatte im Bundestag in Berlin © dpa

    Handelsabkommen: Nachbesserungen in Sicht?

    Im Bundestag wurde am Donnerstag über die geplanten Freihandelsabkommen Europas mit den USA und Kanada debattiert. Grüne und Linke warnten davor, dass in den geplanten Verträgen Konzernen bestimmte Schutzklauseln eingeräumt werden sollen. Wirtschaftsminister Gabriel sagte, die Bundesregierung wolle diese Klauseln noch stoppen. Die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn forderte Gabriel auf, den Worten nun auch Taten folgen zu lassen.  

    Alexander Gauland, Spitzenpolitiker der Alternative für Deutschland (AfD) (Bild: DPA)

    Großer Streit bei AfD in Brandenburg

    Große Unruhe in der neu gewählten AfD-Fraktion im Potsdamer Landtag: Einer der elf Abgeordneten hat heute erklärt, dass er sein Mandat nicht annehmen wird - und persönliche Gründe dafür angegeben. Aber diese persönlichen Gründe haben es in sich: sie sind eben nicht rein persönlich, sondern haben auch mit einem inhaltlichen Konflikt zu tun. Einzelheiten vom inforadio-Reporter für Landespolitik in Brandenburg, Alex Krämer.

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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Rund um die Uhr besser informiert: Hier finden Sie die Nachrichten der Stunde, einen Überblick über das Wichtigste der vergangenen sieben Tage sowie Wetter und Verkehrs-Informationen.

Sport im Inforadio

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