Interviews

Demonstranten und Polizisten stehen einander gegenüber während eines Protests gegen die islamkritische Bewegung Leipzig gegen die Islamisierung des Abendlandes (Legida) am 30.01.2015 nahe dem Augustusplatz in Leipzig (Bild: dpa)

Legida-Zuspruch schrumpft

Zur dritten Legida-Kundgebung in Leipzig kamen am Freitagabend weit weniger Menschen als erwartet. Nach Schätzungen der Stadt konnte das Anti-Islam-Bündnis maximal 1500 Anhänger mobilisieren - angemeldet waren 15.000 bis 20.000. Unser Reporter Olaf Sundermeyer war vor Ort - er sprach von einer "puristisch-rechtsextremistischen Demonstration".  

Eine griechische und eine europäische Flagge wehen im Wind (Bild: DPA)

Chatzimarkakis: Griechen gehen mutig in den Ring

Radikaler Kurswechsel direkt nach der Griechenland-Wahl: Der neue griechische Finanzminister Varoufakis hat angekündigt, dass sein Land nicht mehr mit der Troika aus EU, EZB und Internationalem Währungsfonds zusammenarbeiten will - auch wenn die nächste Kredittranche im März ins Wanken gerät. Das bisherige Sparprogram sei nicht umsetzbar. Der Ehrenbotschafter von Griechenland, Jorgo Chatzimarkakis, bewertete die Aussagen von Varoufakis im Inforadio als Verhandlungsstrategie.

Parteigründer und Sprecher der AfD, Bernd Lucke, eröffnet am 30.01.2015 den 3. Bundesparteitag (Bild: dpa)

AfD: Debatte über Führungsstruktur

Mit hitzigen Wortgefechten hat am Freitag in Bremen der Parteitag der Alternative für Deutschland (AfD) begonnen. Die Besetzung der Spitzenpositionen soll neu geregelt werden, was bereits im Vorfeld des Parteitags für interne Machtkämpfe gesorgt hatte. Silke Engel aus dem ARD-Hauptstadtstudio verfolgt die Beratungen - sie konnte bislang nicht erkennen, mit welchen programmatischen Konzepten die AfD künftig aufwarten will.

Syrische Flüchtlinge in einem Camp in Sanliurfa, Türkei, 10. Oktober 2014 - Foto: dpa

"Die Lage in Kobane ist fürchterlich"

Nach monatelangen Kämpfen mit der Terrormiliz IS haben kurdische Kämpfer die nordsyrische Stadt Kobane unter Kontrolle. Doch Raketen und Gefechte haben viele Menschen getötet und die Stadt völlig zerstört. ARD-Fernsehkorrespondent Volker Schwenck war vor Ort und berichtet von den Leiden der Zivilbevölkerung.  

Interview-Archiv

  • Innensenator Frank Henkel (CDU) bei einer Senats-Pressekonferenz in Berlin. (Quelle: dpa)

    "Wir müssen alle Lücken schließen"

    Berlins Innensenator Henkel will den Kampf gegen gewaltbereite Islamisten verstärken. Der Gesetzgeber müsse schon ihre Ausreise in die Kriegsgebiete verhindern, sagte der CDU-Politiker am Freitag im Inforadio. Die Pläne der Bundesregierung, Verdächtigen nicht nur den Reisepass, sondern auch den Personalausweis zu entziehen, seien deshalb ein wichtiger Schritt im Anti-Terror-Kampf.  

    Pegida Aktivisten in Dresden (Bild: DPA)

    Neue Pegida-Bewegung vor der Gründung

    Nach der Spaltung der islam-kritischen Pegida-Bewegung hat das einstige Führungsmitglied René Jahn angekündigt, unter neuem Namen weiter machen zu wollen. Die so genannte "Islamisierung des Abendlandes" werde bei der neuen Bewegung aber keine Rolle mehr spielen, sagte er im Inforadio-Gespräch mit Leon Stebe. Schwerpunkt werde das Thema Zuwanderung sein - hier habe die Politik die Bürger im Stich gelassen.

    ARCHIV - Ein Glasstein liegt in Köln am 13.01.2010 auf dem Bildschirm eines iPhones und vergrößert das Profil-Icon einer Facebook-Anwendung. Foto: dpa

    Neue Bedingungen bei Facebook

    Seit Mitternacht gelten bei der Internet-Plattform Facebook die umstrittenen neuen Datenschutz-Regeln. Nutzer, die sich anmelden, akzeptieren die neuen Geschäfts-Bestimmungen automatisch. Mit den Änderungen will Facebook unter anderem die Werbung stärker auf einzelne Nutzer zuschneiden - Daten- und Verbraucherschützer warnen vor einem Kontrollverlust persönlicher Daten. Der Profi-Blogger Michael Seemann versteht die Aufregung allerdings nicht so recht - er rät zu mehr Gelassenheit.  

    Soldaten des Raketenartilleriebataillons 132 der Bundeswehr sind im thüringischen Sondershausen zum Appell angetreten und stehen vor einer Werbewand der Bundeswehr (Bild: dpa)

    Wie attraktiv ist die Bundeswehr?

    Der Bundestag berät am Freitag erstmals über ein Gesetz, mit dem Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands machen will. Darin geht es unter anderem um gesetzlich geregelte Arbeitszeiten für Soldaten, mehr Teilzeitarbeit sowie bessere Beförderungschancen und höhere Renten für Zeitsoldaten. Für den Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, geht der Gesetzentwurf allerdings nicht weit genug.  

    Kabinett berät Personalausweis-Entzug für Islamisten (Bild: dpa)

    Bundestag debattiert über Ausweis-Entzug

    Am Freitag hat der Bundestag in erster Lesung über einen Gesetzentwurf der Koalition, der es ermöglichen soll, Islamisten den Personalausweis zu entziehen. Die Hörfunkstudio-Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, Angela Ulrich, geht davon aus, dass es dafür eine breite Mehrheit geben wird.

    Bernd Lucke, Bundessprecher der AfD (Bild: dpa)

    Wie hält es die AfD mit Pegida?

    Die Alternative für Deutschland (AfD) beginnt am Freitagabend in Bremen einen dreitägigen Parteitag. Pünktlich zum Auftakt ist ein Richtungsstreit entbrannt: Wie soll man sich zur islamkritischen Pegida-Bewegung positionieren? AfD-Vize Alexander Gauland hatte sich von Pegida abgewandt. Der evangelische Theologe und Autor Sebastian Moll  - bis vor einiger Zeit selbst AfD-Mitglied - hält diese Distanzierung für Kalkül.   

    Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) stellt einen sogenannten Ersatzpersonalausweis für Islamisten vor (Bild: DPA)

    "Dieses Gesetz wird kommen"

    Nach der ersten Lesung im Bundestag scheint es, dass der Gesetzesentwurf der Koalition zum Umgang mit Terrorverdächtigen eine Mehrheit finden wird. "Es ist schon jetzt klar: Dieses Gesetz wird so oder so ähnlich kommen", sagte ARD-Korrespondenten Michael Kück im Inforadio. Die Mehrheit im Bundestag und unter den Innenministern der Bundesländer will unter anderem ermöglichen, dass Ausreisewilligen der Personalausweis abgenommen werden kann.

    Der frühere Industriepräsident Hans-Olaf Henkel spricht während des Bundesparteitages der Alternative für Deutschland (AfD) (Bild: DPA)

    AfD-Parteitag in Bremen beginnt

    Am Freitagabend beginnt der AfD-Parteitag in Bremen. Mehr als 2.000 Mitglieder werden an diesem Wochenende erwartet. Auf der Agenda stehen wichtige Themen: Was macht die Partei zu ihrem inhaltlichen Schwerpunkt? Und wird sich die Führungsstruktur verändern? Unsere Korrespondentin im ARD-Hauptstadtstudio, Silke Engel, blickt voraus.

  • Alexis Tsipras: Hoffnungsträger der Linken

    Die neue griechische Regierung wird wohl kein einfacher Partner für die EU. Ministerpräsident Alexis Tsipras will zentrale Reformmaßnahmen rückgängig machen, das  löst bei vielen EU-Politikern Sorgen aus. Für die Linksparteien ist Tsipras dagegen ein großer Hoffnungsträger - so auch für Fabio de Masi, der für die Linke im Europäischen Parlament sitzt. Im Inforadio sagte er, Tsipras sei ein Garant dafür, dass Griechenland die gescheiterte Troika-Politik überwinden werde.  

    Polizisten der Antiterroreinheit der GSG 9 stürmen ein Gebäude (Bild: DPA)

    "Das hat nichts mit Überwachung zu tun"

    Nach den Anschlägen von Paris stellt sich die Frage mit neuer Schärfe: Wie lassen sich derartige Terrorakte verhindern? In der lettischen Hauptstadt Riga beraten am Donnerstag die Innen- und Justizminister der EU über diese Frage. Für Sebastian Fiedler, Vize-Vorsitzender des Bundes deutscher Kriminalbeamter, gibt es bei diesem Thema keine einfachen Antworten. Doch die Vorratsdatenspeicherung wäre für die Ermittlungsbehörden schon ein wichtiges Hilfsmittel.  

    Das Präsidium des Edathy-Bundestagsuntersuchungsausschusses (Bild: DPA)

    Untersuchungsausschuss befragt Vertraute Edathys

    Im Edathy-Untersuchungsausschuss werden am Donnerstag weitere Zeugen befragt. Unter ihnen sind auch enge Vertraute des ehemaligen SPD-Abgeordneten, denen er schon früh von den Kinderporno-Ermittlungen erzählt haben will. Dem Ausschuss gehe es um die Frage, ob die Zeugen dies bestätigen könnten, sagte die Vorsitzende des Gremiums, Eva Högl, im Inforadio. Zugleich verteidigte sie ihre Arbeit gegen Kritik aus der Opposition. 

    Sigmar Gabriel spricht im Bundestag (Bild: dpa)

    Gabriel lobt und mahnt

    Die Wirtschaft brummt, die Leute geben ihr Geld mit vollen Händen aus - der Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung sprüht nur so vor Optimismus. Und auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel lobte in seiner Regierungserklärung am Donnerstag die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands . Doch er fand auch mahnende Worte: Das Wachstum müsse bei allen ankommen - das sei die Grundlage für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Matthias Reiche aus dem ARD-Hauptstadtstudio hat die Erklärung Gabriels verfolgt.  

    Russischer Rubel, Foto und Copyright dpa

    "Russland hat Griechenland nichts zu bieten"

    Die Außenminister der EU-Staaten wollen am Donnerstagnachmittag über mögliche neue Strafmaßnahmen gegen Moskau beraten. Eine wichtige Frage muss ebenfalls geklärt werden, nämlich: Welchen Kurs verfolgt Griechenland unter seiner neuen Regierung unter dem Links-Politiker Alexis Tsipras? Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter sagte hier im Inforadio, die neue Administration müsse lernen, dass man mit Konfrontation alleine keinen Fortschritt erzielt.

    Prozess Mord Pferdewirtin Lübars (dpa, 21.03.2013)

    Urteile im Pferdewirtin-Prozess

    Im Fall des Mordes an einer jungen Pferdewirtin hat das Berliner Landgericht fünf Angeklagte schuldig gesprochen und hohe Strafen verhängt. Vier von ihnen wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt, eine fünfte Angeklagte muss für 14 Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. rbb-Gerichtsreporter Ulf Morling berichtet über den Prozess und das Urteil.

    Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz vor griechischen und EU-Fahnen (Bild: DPA)

    Irritationen zwischen EU und Athen offenbar vom Tisch

    Die neue griechische Regierung beabsichtigt nach Angaben von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz keine einseitigen Schritte bei der Überwindung der Schuldenkrise. Nach einem Treffen mit dem linksgerichteten Ministerpräsidenten Alexis Tsipras sagte Schulz in Athen, begrüßenswert sei, dass die Regierung die Steuerhinterziehung und die Korruption im Land bekämpfen wolle.

    Soldat in Brüssel patroulliert vor der US-Botschaft (Bild: imago/Belga)

    Innenminister beschließen Anti-Terror-Maßnahmen

    Die EU will der Propaganda von Terrororganisationen im Internet energisch entgegentreten. Dazu wolle die EU die Zusammenarbeit mit Internetfirmen ausbauen und soziale Medien verpflichten, illegale Botschaften von ihren Plattformen zu entfernen, sagte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos am Donnerstag in der lettischen Hauptstadt Riga.

  • Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), versteigert am 23.10.2013 den "längsten Schal Berlins" (Quelle: dpa)

    "Mehr Taten und weniger Talkshows"

    Der Generalsekretär der Berliner CDU, Kai Wegner, hat den scheidenden Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) als einen profilierten Bezirkspolitiker gelobt. Er habe viele Dinge auf den Punkt gebracht, sagte Wegner am Mittwoch im rbb-Inforadio. Und auch für Buschkowskys designierte Nachfolgerin Franziska Giffey hatte Wegner einen Ratschlag parat.

    Kinder laufen am 03.03.2009 in einer Schul-Turnhalle an der Zuleitung eines Heizkörpers vorbei, in dessen Umgebung bereits der Putz abgebröckelt ist. (Quelle: dpa)

    Rackles: "Heilmann soll uns nicht ins Ressort funken"

    Der Streit in der Berliner Regierungs-Koalition über den schlechten Bauzustand vieler Schulen spitzt sich zu. Bildungsstaatssekretär Rackles wies Vorwürfe von Justizsenator Heilmann zurück, es fehle in der Koalition an politischem Willen, das Problem der Schulsanierung bis 2016 in den Griff zu bekommen: "Vielleicht ist dem Senator ja auch langweilig geworden mit seinem Bello-Dialog. Uns wäre es lieber, er würde erstmal den zu Ende führen", sagte Rackles hier im rbb-Inforadio.

    Franziska Giffey, Bezirkstadträtin Neukölln (Bild: Bezirksamt Neukölln)

    Giffey will Bildung und Integration zum Schwerpunkt machen

    Die designierte Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Franziska Giffey, sieht vor allem Bildungsfragen und die soziale Stadtentwicklung als Schwerpunktthemen im Bezirk. Kinder und Jugendliche müssten eine Chance auf Bildung haben, um sie in die Gesellschaft integrieren zu können, sagte sie am Mittwoch im rbb-Inforadio.

    Eien Frau steht neben einem Baum (Bild: dpa)

    Arbeitsausfälle wegen Depressionen nehmen zu

    Die Volkskrankheit Depression ist weiter auf dem Vormarsch. Das belegt eine neue Studie der Techniker Krankenkasse. Demnach sind psychische Erkrankungen mittlerweile der zweithäufigste Grund für Krankschreibungen in Deutschland. Jens Baas, Vorsitzender des TK-Vorstandes, erläutert, welche Berufsgruppen besonders betroffen sind - und warum.  

    Menschen demonstrieren am Mahnmal von Lingiades in Griechenland nach einer einer Feierstunde für Wiedergutmachung und Gerechtigkeit (Bild: DPA)

    Die Furcht vor dem Präzedenzfall

    20 Milliarden Euro fordert Griechenland von Deutschland. Das würde zwar nicht das ganze griechische Schuldenproblem lösen - doch ist es eine riesige Summe. Griechenland fordert Wiedergutmachung für verursachte Kriegsschäden, Deutschland lehnt das jedoch kategorisch ab. Der Historiker Arndt Bauerkämper hält den griechischen Standpunkt für nachvollziehbar - er sei aber schwer mit geltendem Recht vereinbar.  

    Die Facebook-Profilseite (Bild: DPA)

    "Facebook sagt: Friss oder stirb!"

    Facebook ändert in zwei Tagen seine "Allgemeinen Geschäftsbedingungen": Das Netzwerk wird ab Freitag das Surfverhalten seiner Nutzer kontrollieren, um Werbeangebote besser zuschneiden zu können  - damit können noch mehr Daten erfasst weren. Für den Grünen-Politiker Konstantin von Notz sind die Neuerungen "hochproblematisch" - den Nutzern werde keine Wahl gelassen.  

    Teilnehmer der islamkritischen Bewegung Legida ziehen am 21.01.2015 mit Deutschlandfahnen durch Leipzig (Quelle: dpa)

    "Man ist heillos zerstritten"

    Plötzlich führungslos: Fünf Mitglieder haben das Organisationsteam der islamkritischen Bewegung Pegida verlassen - darunter auch Sprecherin Kathrin Oertel. Die für kommenden Montag in Dresden angesetzte Demonstration wurde abgesagt. rbb-Reporter Olaf Sundermeyer sieht "die Stärke von Pegida schwinden".  

  • Rauch über der Stadt Kobane nach einem Luftangriff; im Vordergrund ein Panzer - Foto: dpa

    Lage um Kobane weiter unsicher

    Auch nachdem die kurdischen Einheiten die Stadt Kobane im Norden Syriens zurückerobert haben, bleibt die Lage in dem Gebiet unsicher. Der außenpolitische Sprecher der Bündnisgrünen, Nouripour, sagte hier im Inforadio, den Kurden stünden noch viele Hürden bevor. Das gesamte Gebiet um Kobane sei weiter in den Händen der Terrormiliz.  

    Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), Bundespräsident Joachim Gauck und der Ausschwitz-Überlebende und polnische Journalist Marian Turski (alle in der Mitte hinten) diskutieren am 26.01.2015 im Paul-Löbe-Haus in Berlin mit Jugendlichen die Frage, was Auschwitz 70 Jahre nach der Befreiung bedeutet. Foto: dpa

    Nachama: "Das Interesse der jungen Generation nimmt zu"

    Siebzig Jahre nach der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz sieht der Direktor der Berliner Stiftung "Topographie des Terrors", Nachama, kein schwindendes Interesse an der Geschichte. Auch in der jungen Generation gebe es nach wie vor eine große Bereitschaft, sich mit den NS-Taten auseinanderzusetzen, sagte Nachama am Dienstagmorgen im rbb-Inforadio. Mit dem wachsenden zeitlichen Abstand werde das Interesse immer größer.

    Der künftige Premier Alexis Tsipras (R) von der radikalen Linken und sein möglicher Koalitionär Panos Kammenos von der rechtspopulistischen "Partei der Unabhängigen Griechen" (Bild: DPA)

    Können Linke und Rechte gemeinsam steuern?

    Nur einen Tag nach ihrem historischen Wahlsieg am Sonntag hat die linke 'Syriza' in Griechenland ein Regierungsbündnis mit der rechtspopulistischen Partei "Unabhängige Griechen" geschmiedet. Beide Parteien kämpfen zwar gemeinsam gegen die internationalen Sparauflagen und für einen Schuldenerlass. Doch bei allen anderen Themen liegen sie weit auseinander. Kann das gutgehen? Auch die griechische Journalistin aus Thessaloniki, Kaki Bali, schätzt die Entwicklung eher skeptisch ein. Doch Tsipras habe inzwischen immerhin verstanden, "wie die anderen ticken".  

    Syriza-Chef Alexis Tsipras (Bild: dpa)

    Welches Signal geht von Griechenland aus?

    Der Erfolg der linkspopulistischen Syriza-Partei in Griechenland macht jetzt auch große Parteien in anderen südeuropäischen Ländern nervös: In Spanien beispielsweise, wo im Dezember Parlamentswahlen anstehen. Hansjörg Brey von der Südosteuropagesellschaft sieht keine große Gefahr in dieser Entwicklung, so lange der europäische Gedanke nicht in Frage gestellt wird.

    Ein thüringer Mädchen bemalt einen Gedenkstein für ein deportiertes Kind (Bild: DPA)

    "Holocaust muss ein fester Bestandteil der Identität bleiben"

    An Tagen wie dem 70. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung wird das Andenken an den Holocaust hoch gehalten - doch wie sieht es an anderen Tagen aus? Die deutsch-israelische Politik-Beraterin Melody Sucharewicz sieht in Deutschland eine ungute Tendenz: Den Wunsch, einen "Schlussstrich" zu ziehen. Deswegen erinnert sie an die moralische Verantwortung, die auch die junge Generation hat.

    Heinz Buschkowsky (Bild dpa/Fredrik von Erichsen)

    Heinz Buschkowsky gibt Rücktritt bekannt

    In Neukölln geht am 1.April eine Ära zu Ende: Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) hat seinen Rücktritt zu diesem Datum angekündigt. Sein Arzt hat dem 66-Jährigen dazu geraten. Mit Buschkowsky geht einer der schillerndsten, aber auch einer der umstrittensten Politiker der Hauptstadt. Über Buschkowskys Rücktritt spricht Martin Krebbers mit dem Landespolitik-Reporter Jan Menzel.

  • Demonstranten halten nach dem Wahlsieg der linken Syriza am 25.01.2015 in Athen ein Poster hoch mit dem Slogan "Das ist eine wirklich Gute Nacht, Frau Merkel" - Foto: dpa

    Ferber: "Tsipras Wahlversprechen sind ein Kartenhaus"

    Der künftige griechische Regierungschef Tsipras vom Linksbündnis Syriza wird nach den Worten des CSU-Politikers Markus Ferber viele Wahl-Versprechen nicht halten können. Dazu sei der Handlungsspielraum viel zu eng, sagte der Wirtschaftsexperte im Europäischen Parlament am Montag im rbb-Inforadio.

    Eine Unterrichtsstunde im Sonderintegrationskurs (Bild: imago)

    SPD möchte "Willkommenskultur etablieren"

    Die Berliner Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) hat erneut Veränderungen in der Flüchtlings- und Einwanderungspolitik gefordert. Die SPD wolle eine Willenskommenskultur etablieren, sagte Kolat im Inforadio. Deshalb sei der Beschluss der Fraktionsklausur wegweisend, die Ausländerbehörde in ein "Landesamt für Einwanderung" umzuwandeln.

    Verkäufer in einem Zeitungskiosk, umgeben von aktuellen Titelblättern der griechischen Zeitungen zum Wahlsieg der "Syriza" am 25.01.2015 - Foto: dpa

    Ohne Kompromisse wird es nicht gehen

    Die Griechen haben am Sonntag ein neues Parlament gewählt - und sich für einen Kurswechsel in der Spar- und Sozialpolitik des Landes entschieden. Syriza-Chef Tsipras will mit den internationalen Geldgebern einen Schuldenschnitt aushandeln. Der Politologe Janis Emmanouilidis sagte, Tsipras werde in vielen Dingen "eine Rolle rückwärts" vollziehen müssen, etwa bei der Frage eines radikalen Schuldenschnitts.

    Das ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen in Oranienburg [Foto: picture alliance/dpa / Bernd Settnik]

    Putin bei Feiern unerwünscht

    Anlässlich des Holocaust-Gedenktages wird in Auschwitz, Prag, Berlin und an zahlreichen anderen Orten an die ermordeten Juden erinnert. Parallel dazu gibt es auf politischer Ebene einen Streit, der sich um die Teilnahme von Russlands Präsident Putin an den Gedenkfeierlichkeiten dreht. Putin hat seinen Besuch in Prag abgesagt - auch nach Auschwitz war er nicht explizit eingeladen worden. Der Europa-Politiker Knut Fleckenstein (SPD) bedauerte die Entscheidung.

    Teilnehmer der Kundgebung «Steh auf! Nie wieder Judenhass!» des Zentralrats der Juden in Deutschland vor dem Brandenburger Tor in Berlin (Bild: DPA)

    Wolffsohn: Juden in Europa noch immer gefährdet

    Am Dienstag wird der Internationale Holocaust-Gedenktag begangen - in Berlin haben bereits am Montag Auschwitz-Überlebende mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Befreiung des Konzentrationslagers vor 70 Jahren erinnert. Im Inforadio verwies der Historiker Michael Wolfssohn darauf, dass Juden in Europa noch immer Gefahren ausgesetzt seien. Dabei gebe es mehr als nur die islamistische Bedrohung, so Wolffsohn.  

    Eine griechische und eine europäische Flagge wehen im Wind (Bild: DPA)

    Euro-Gruppe lehnt Schuldenschnitt ab

    Der Chef des radikalen Linksbündnisses Syriza, Alexis Tsipras, ist am Montag als neuer Ministerpräsident Griechenlands vereidigt worden. Tsipras lehnt das Reform- und Sparprogramm ab - genauso wie der Koalitionspartner, die rechtspopulistische Partei "Unabhängige Griechen". Beide fordern von den internationalen Geldgebern einen Schuldenschnitt. Doch die Euro-Finanzminister lehnen dies ab, das wurde bei einem Treffen in Brüssel deutlich. Unser Korrespondent Andreas Meyer-Feist hat die Beratungen verfolgt - er sprach von "Schockwellen aus Athen, die nach Brüssel geschwappt sind".    

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sitzt am 26.01.2015 bei der zentralen Auftaktveranstaltung des weltweiten Gedenkens zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz in Berlin neben den Auschwitz-Überlebenden Eva Pusztai-Fahidi (r) und Marian Turski (l). (Bild: dpa)

    Merkel: Auschwitz steht für Zivilisationsbruch

    Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel haben Auschwitz-Überlebende in Berlin an die Befreiung des Vernichtungslagers vor 70 Jahren erinnert. In ihrer Rede sagte Merkel, Auschwitz stehe für Millionen Einzelschicksale, die von unfassbarem Leid erzählten - aber auch für den von Deutschland begangenen Zivilisationsbruch. Unser Korrespondent Michael Götschenberg hat die Gedenkstunde verfolgt.

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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