Interviews

Milchkannen (Bild: imago)

Folgt der Milchquote die Bauernpleite?

Nach 31 Jahren fällt zum Monatsende die Milchquote weg. Sie war Anfang der 1980er Jahre als Schutzmechanismus gedacht und sollte mit Hilfe von Obergrenzen für die Produktion eine Balance zwischen Angebot und Nachfrage herstellen. Für die Milchproduzenten beginnt eine neue Freiheit, die zugleich Ungewissheit mit sich bringt. Romuald Schaber, der Vorsitzende des Bundesverbands deutscher Milchviehhalter, sieht schwierige Zeiten auf die Milchbauern zukommen - und fordert einen Notmechanismus, sollte das Experiment scheitern.

Das Ortseingangsschild von Tröglitz (Sachsen-Anhalt) (Bild: DPA)

Nach Tröglitz: "Das Dorf muss aufschreien!"

In den vergangenen Wochen sind immer häufiger Politiker ins Visier von Rechtsextremisten geraten. In Tröglitz trat sogar der Bürgermeister zurück, nachdem er Morddrohungen erhalten hatte. Angriffe gab es auch auf den Oberbürgermeister der sächsischen Stadt Pirna. Beide Bürgermeister hatten sich für Flüchtlinge eingesetzt. Ulrich Maly (SPD), Präsident des Deutschen Städtetages, fordert als Konsequenz mehr Polizeischutz, appelliert aber auch an die Zivilgesellschaft. Von ihr bräuchten Kommunalpolitiker mehr Rückendeckung.

Atomgespräche in Lausanne (Bild: dpa)

Atomgespräche vor dem Durchbruch?

Auch wenn sich zuletzt die Verhandlungspositionen im Atomstreit mit dem Iran durchaus angenähert haben, wird in Lausanne weiter um einen endgültigen Kompromiss gerungen. Bis Ende des Monats sollen die Gespräche so weit fortgeschritten sein, so dass bis Juni eine vertragliche eine Lösung erzielt werden kann. Paul von Maltzahn, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, bezweifelt, dass diese Fristen eingehalten werden können. Trotzdem glaubt er letztlich an einen tragfähigen Kompromiss.

Polizeistreife im Görlitzer Park (Quelle: dpa)

Herrmann: "Drogenproblem wird nur verdrängt"

Ab heute soll der Görlitzer Park in Kreuzberg eine “drogenfreie Zone“ sein. In Zukunft wird schon der Besitz kleinster Mengen von Cannabis bestraft werden. Das hatten die CDU-Senatoren Henkel und Heilmann im Januar erklärt, als sie ihr Konzept gegen die Drogenszene im Görlitzer Park vorstellten. Bisher wurde eine Menge von 15 Gramm für den Eigenbedarf geduldet, doch auch diese Praxis wurde im Görlitzer Park außer Kraft gesetzt. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann lehnt diese Neuregelung ab: "Das wird gar nichts bringen", ist sie sich sicher.

Weitere Interviews

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  • Ein Soldat der Bundeswehr hält eine Drohne vom Typ «Luna» (Bild: DPA)

    Di 31.03.2015 | 12:45 - Kommt die europäische Kampfdrohne?

    Deutschland und Frankreich wollen zusammen mit Italien Pläne zum Bau einer europäischen Drohne vorantreiben. Andrea Müller, Korrespondentin im ARD-Hauptstadtstudio, sagte im Gespräch mit Sabine Dahl, voraussichtlich würden die drei Länder zunächst eine Studie über eine Drohne in Auftrag geben, die man bewaffnen könne. Bisher gebe es nur Aufklärungsdrohnen. Deshalb stehe jetzt eine politische Debatte an. Die Opposition kritisiert, die Bewaffnung senke die Hemmschwelle für einen Einsatz.

  • Polizeibeamte kontrollieren mit einer Hundertschaft im und um den Görlitzer Park in Berlin Kreuzberg (Quelle: imago).

    Di 31.03.2015 | 09:05 - "Görli": Es gibt noch einige Fragezeichen

    Der Görlitzer Park soll ab heute endgültig "trocken gelegt" werden: Auch die Mitnahme kleinster Mengen von Cannabis steht dort ab sofort unter Strafe. Mit Spannung wird nun erwartet, in welchem Umfang die Polizei dies auch tatsächlich kontrollieren kann und wird, berichtet unser landespolitischer Korrespondent Holger Hansen. Grundsätzlich kann übrigens jede Grünanlage in Berlin zur drogenfreien Zone erklärt werden, das sehe die ab heute gültige Anordnung durchaus vor, so Hansen.  

  • Helfer bergen die Teile der Unglücksmaschine in den französischen Alpen (Bild: DPA)

    Mo 30.03.2015 | 16:25 - Krankengeschichte des Kopiloten

    Der des absichtlichen Absturzes der Germanwings-Maschine beschuldigte Kopilot ist Jahre vor seiner Karriere als Berufsflieger wegen Selbstmordgefährdung behandelt worden. Laut Staatsanwaltschaft Düsseldorf erhielt er damals eine Psychotherapie. In der darauf folgenden Zeit bis zuletzt habe es weitere Arztbesuche gegeben. In Krankschreibungen seien aber weder Selbstmordgefährdung noch Aggressionen gegen andere registriert worden. Mehr zu den neuen Entwicklungen von unserem Korrespondenten Benjamin Sartory.

  • Ein Mann kämpft am 04.10.2012 in Berlin auf dem Alexanderplatz mit seinem Regenschirm gegen den Wind. Foto: dpa

    Mo 30.03.2015 | 13:05 - Auch Dienstag soll es stürmen

    Das stürmische Wetter in Berlin und Brandenburg geht noch mindestens einen Tag lang weiter. Meteorologe Frank Abel sagte im Inforadio, der Sturmhöhepunkt werde ab Dienstagmittag erwartet. Dann seien einzelne orkanartige Böen mit bis zu 120 Kilometer in der Stunde möglich, dazu Regen- und Schneeschauer. Das Osterwetter werde dann aber deutlich besser: Es sei zwar mit kühlen Temperaturen zu rechnen, dafür gebe es reichlich Sonne.  

  • Russlands Präsident Wladimir Putin vor der Akropolis in Athen (Bild: DPA)

    Mo 30.03.2015 | 15:05 - Griechenland hofft auf Hilfe aus Russland

    Schon nächste Woche könnte der griechischen Regierung das Geld ausgehen. Zwar stehen noch gut sieben Milliarden EU-Hilfsgelder zur Auszahlung bereit. Doch Brüssel beklagt, die jüngste Reformliste aus Athen sei zu unkonkret ist, um den Scheck zu unterschreiben. Nun hofft Athen auf Hilfe aus Moskau: Nächste Woche hat Regierungschef Tsipras einen Termin beim russischen Präsidenten Putin. Auf Geld aus dem wirtschaftlich schwächelnden Russland kann Tsipras wohl kaum hoffen, meint unser Moskau-Korrespondent Markus Sambale. Anknüpfungspunkte gebe es aber beim Tourismus und beim Gasgeschäft.

Interview-Archiv

  • ARCHIV - Wohnhäuser in Berlin Marzahn, aufgenommen am 16.03.2014 (Bild: dpa)

    "Marzahn ist anders, als man denkt"

    Vor 40 Jahren begannen in Berlin-Marzahn die ersten Arbeiten für die Großsiedlung Marzahn. Zwei Jahre später, 1977, zogen die ersten Mieter ein. Der Ost-Berliner Bezirk wurde zum Synonym für das DDR-Wohnungsbauprogramm, Plattenbauten bestimmten das Gesicht des Stadtteils. Nach der Wende verließen viele Mieter das Gebiet, der Leerstand nahm zu. Doch mittlerweile wird die "Platte" wieder begehrter, wie Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD) im Inforadio sagte. Die Identifikation mit dem Kiez sei gerade in Marzahn außergewöhnlich hoch, der Bezirk habe mehr als das "Cindy-aus-Marzahn"-Image zu bieten.  

    Bewaffnete Houthis-Kämpfer im Jemen (Bild: DPA)

    Wie gefährlich ist die Situation im Jemen?

    Die Lage im Jemen ist hochexplosiv. Schiitische Huthi-Rebellen haben den gewählten Präsidenten Hadi zur Flucht ins Ausland gezwungen - daraufhin begannen Saudi-Arabien und neun verbündete Länder mit Luftangriffen auf Stellungen der Aufständischen. Guido Steinberg, Experte für den islamistischen Terrorismus bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, beurteilt die Erfolgsaussichten dieser Militäroffensive eher skeptisch. "Wenn Saudi-Arabien wirklich entscheidend eingreifen will, muss es Bodentruppen schicken", sagte er im Inforadio.  

    Archivbild: Protestierende Lehrer und Schüler demonstrieren anlässlich eines zweitägigen Warnstreiks am 04.12.2013 in Berlin (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)

    GEW will gegen Tarifkompromiss vorgehen

    Alle sind zufrieden - nur die angestellten Lehrer nicht. So lautet, kurz zusammengefasst, das Ergebnis der Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst. Am Wochenende hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften darauf geeinigt, dass die Angestellten der Länder insgesamt 4,6 Prozent mehr Geld bekommen - auch die angestellten Lehrer. Doch das reicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nicht. Die Berliner GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik bemängelt: Besonders für angestellte Lehrer in der Hauptstadt ziehe das Ergebnis schlechte Konsequenzen nach sich.  

    Ein Mann kämpft am 04.10.2012 in Berlin auf dem Alexanderplatz mit seinem Regenschirm gegen den Wind. Foto: dpa

    Auch Dienstag soll es stürmen

    Das stürmische Wetter in Berlin und Brandenburg geht noch mindestens einen Tag lang weiter. Meteorologe Frank Abel sagte im Inforadio, der Sturmhöhepunkt werde ab Dienstagmittag erwartet. Dann seien einzelne orkanartige Böen mit bis zu 120 Kilometer in der Stunde möglich, dazu Regen- und Schneeschauer. Das Osterwetter werde dann aber deutlich besser: Es sei zwar mit kühlen Temperaturen zu rechnen, dafür gebe es reichlich Sonne.  

    Blick auf Plattenbauten mit teilweise sanierten Fassaden in Berlin-Marzahn (Bild: dpa)

    Sind Plattenbauten bald wieder gefragt?

    In den 1980er Jahren war Berlin-Marzahn "Boomtown", tausende Neubauwohnungen entstanden im Akkord. Gebaut wurden vor allem elfgeschossige Plattenbauten, die jeweils innerhalb von etwa 110 Tagen aus den angelieferten Großplatten montiert wurden. Doch das einstige Vorzeigeprojekt der DDR-Führung verlor nach der Wende rasch an Attraktivität, immer mehr Mieter kehrten der Platte den Rücken. Inzwischen deutet sich aber eine Trendumkehr an, wie Diplom-Geograf Nico Grunze erklärt.

  • Nigerias Präsident Goodluck Jonathan (2-R) im Gespräch mit Parlamentarier (Bild: DPA)

    Parlaments- und Präsidentschaftswahl in Nigeria

    Im westafrikanischen Nigeria werden am Samstag ein neuer Präsident und ein neues Parlament gewählt. Präsident Goodluck Jonathan bewirbt sich um eine weitere Amtszeit. Der ARD-Korrespondent Jens Borchers hält sich zur Zeit in Nigerias Hauptstadt Abuja auf und schildert die Stimmung im Land vor der Abstimmung.

    Ermittler der Polizei tragen am 26.03.2015 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) Kisten aus dem Wohnhaus des Co-Piloten des abgestürzten Germanwings-Flug 4U 9525

    Der Stand der Ermittlungen

    Nach dem Absturz des Germanwings-Fluges 4U9525 werden weitere Details bekannt. Die BILD-Zeitung will eine ehemalige Freundin des Co-Piloten ausfindig gemacht haben, eine Stewardess, die offenbar von seinen psychischen Problemen wusste. Inzwischen versucht die Staatsanwaltschaft weiter, das Umfeld des 27-Jährigen zu untersuchen. WDR-Reporter Benjamin Sartory fasste im Gespräch mit Irina Grabowski die wichtigsten Punkte zusammen.

    Eine steinerne Gedenkstele mit der Aufschrift "In Erinnerung an die Opfer des Flugzeugunglücks vom 24. März 2015" steht in La Vernet, Frankreich (Bild: DPA)

    Welche Fehler sind gemacht worden?

    Flugzeugkatastrophen von einer Dimension wie der Absturz der Germanwings-Maschine am vergangenen Dienstag ziehen immer auch gravierende finanzielle Folgen für die Airlines nach sich. Ein Aspekt: Mögliche Schadenersatz- und Entschädigungsansprüche von Hinterbliebenen der Opfer. Der Rechtsanwalt und ehemalige deutschen Innenminister Gerhart Rudolf Baum (FDP) sagte hier im Inforadio, es gebe noch viele offene Fragen, die zu klären sind.

  • Am Joseph-Koenig-Gymnasium in Haltern am See (Nordrhein-Westfalen) trauern am Mittwoch (25.03.2015) zahlreiche Menschen um die 16 Schueler und zwei Lehrerinnen des Gymnasiums, die bei dem Flugzeugabsturz in Suedfrankreich ums Leben gekommen sind. Vor dem Gymnasium werden Kerzen aufgestellt und Blumen niedergelegt. (Bild: dpa)

    Unglück oder gezielter Absturz - ein Unterschied für die Angehörigen?

    Warum? Das war schon die Frage, als die ersten Meldungen vom Absturz der Germanwings-Maschine kamen. Und jetzt, wo wir ziemlich sicher wissen, dass der Co-Pilot diese Katastrophe mit Absicht herbeigeführt hat, stellt sich die Frage umso mehr: Warum? Die Angehörigen der Opfer - und auch des Co-Piloten - müssen mit dieser ungeheuerlichen Wendung versuchen umzugehen. Alexander Schmidt-Hirschfelder sprach über das Thema mit Prof. Isabella Heuser, Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Berliner Charité.

    Ein Auto fährt am 26.11.2013 über die Autobahn A352 in der Region Hannover (Niedersachsen) vorbei an einer Mautbrücke © dpa

    "Die Maut wird keinen Bestand haben"

    Der Bundestag hat am Freitag grünes Licht für die Pkw-Maut gegeben. Sie soll ab 2016 auf allen bundesdeutschen Autobahnen und Bundesstraßen gelten. Die deutschen Autofahrer sollen dafür bei der KFZ-Steuer entlastet werden. Von vielen Seiten wird die Maut kritisiert - vor allem wegen der fragwürdigen Konformität zum EU-Recht und der hohen Verwaltungskosten. Der niedersächsischen Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bekräftigte vor der Abstimmung seine Einwände gegen die Maut.

    Nigerias Präsident Goodluck Jonathan erklärt das Wahlverfahren (Bild: DPA)

    Wahlen im Schatten des Terrors

    In Nigeria findet am Samstag die Präsidentschaftswahl statt. Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Goodluck Jonathan und Muhammadu Buhari, ehemaliger Militärherrscher und mehrmaliger Präsidentschaftskandidat der Opposition. Beherrschendes Thema bleibt die Terrorgruppe Boko Haram. Der Menschenrechtler Obiora Ike berichtet über die Stimmung in dem Land vor der Wahl und schätzt die Kandidaten ein.

    Der Staatsanwalt von Marseile, Brice Robin spricht in Seyne Les Alpes, Frankreich, mit den wartenden Journalisten (Bild: DPA)

    Die Grenzen der Berichterstattung

    Nach der Germanwings-Katastrophe konzentriert sich das Medieninteresse auf die Person des Co-Piloten, der den Absturz mutmaßlich verursacht haben soll. Doch bei dem sensiblen Thema, etwa der Frage nach möglichen psychischen Erkrankungen den 27-Jährigen, werden häufig journalistische Grundsätze verletzt - etwa der Schutz der Privatsphäre. Fragen dazu von Leon Stebe an den rbb-Medienexperten Jörg Wagner.

    Zwei Hubschrauber-Piloten besprechen einen Rettungseinsatz (Bild: DPA)

    Absturzstelle: Deutsche Helfer stützen Angehörige

    Sechs Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes sind zur Zeit in Südfrankreich als Helfer im Einsatz. Sie begleiten und betreuen Angehörige von Opfern der abgestürzten Germanwings-Maschine. Der Bundeskatastrophenschutzbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes, Frank Jörres, ist in ständigem Kontakt mit den Helfern und sagt: "Das ist eine große Belastung auch für die Rettungskräfte".

    Die umstrittene Pkw-Maut könnte ab 2016 kommen © imago/BildFunkMV

    Droht die Maut-Blamage vor dem EuGH?

    Die Maut soll kommen – so viel hat der Bundestag am Freitag entschieden. Ab 2016 sollen Autofahrer auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen zahlen, deutsche Autofahrer sollen über die KFZ-Steuer entlastet werden. Doch die Kritik an der Maut bleibt, ebenso wie die Frage: ist die deutsche Maut konform mit dem EU-Recht? Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Europäischen Parlament, Michael Cramer, sieht in der Maut ein Zeichen für Fremdenfeindlichkeit und die Blamage für die Kanzlerin.

    Die Dokumentarfilmer und diesjährigen Grimme- Preisträger Daniel Abma (l) und Marc Wiese (r) (Bild: DPA)

    "Nach Wriezen": Der schwierige Neustart nach der Haft

    Die Entlassung aus einer Jugendstrafanstalt bedeutet für die meisten Häftlinge nur ein baldiges Wiedersehen, eine kurze Frist vor der nächsten Straftat – das glauben viele JVA-Mitarbeiter und wohl auch die meisten Menschen in Freiheit. Der niederländische Filmemacher Daniel Abma hat für seine rbb-Dokumentation „Nach Wriezen“ drei jugendliche Häftlinge mit der Kamera begleitet, drei  Jahre lang. Nun wird er dafür mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

    Bewaffnete Houthis-Kämpfer im Jemen (Bild: DPA)

    Arabischer Krieg im Jemen?

    Im Jemen droht ein arabischer Krieg: Am Donnerstag um Mitternacht hat Saudi Arabien schwere Luftangriffe geflogen, zur Zeit sollen 150.000 Soldaten zum Einsatz bereit stehen. Saudi Arabien wird unterstützt, unter anderem von Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese sunnitische Staaten-Allianz will gemeinsam die schiitischen Huthi-Rebellen vertreiben, die seit Jahren für Bürgerkrieg im Südstaat der Arabischen Halbinsel sorgen. ARD-Korrespondentin Nina Amin informiert aus Kairo im Gespräch mit Moderator Martin Krebbers.

  • Alpine Kletterer bereiten sich nahe dem Örtchen Seyne Les Alpes, Frankreich, auf ihren Einsatz an der Unfallstelle vor (Bild: DPA)

    Nur ein Pilot im Cockpit

    Kurz vor dem Absturz der Germanwings-Maschine am Dienstag haben sich offenbar dramatische Szenen an Bord abgespielt. Das berichten die "New York Times" und die französische Agentur AFP unter Berufung auf französische Ermittlerkreise. Demnach soll einer der Piloten vor dem Sinkflug das Cockpit verlassen und anschließend vergeblich versucht haben, die Tür zu öffnen, um wieder ins Cockpit zu kommen.

    Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, spricht am 13.11.2014 zur feierlichen Inbetriebnahme der neue Pilotanlage der Zünd- und Stützfeuerung auf Basis von Trockenbraunkohle am Braunkohlekraftwerk von Vattenfall in Jänschwalde (Brandenburg) (Quelle: dpa)

    Kein doppelter Ausstieg

    Der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Westphal hat Verständnis für die Proteste gegen Pläne für eine CO2-Abgabe auf ältere Kohlkraftwerke geäußert. Es gehe nicht an, gleichzeitig aus der Kernenergie und aus der Kohle auszusteigen.

    Eine Karte der Webseite "flightradar24" mit dem Routenverlauf der abgestürzten Germanwings-Maschine Flug 4U9525 am 24.03.2015 - Foto: dpa

    Was geschah in den letzten acht Minuten?

    Die Germanwings-Katastrophe über den französischen Alpen gibt weiter Rätsel auf. Wie am frühen Donnerstagmorgen bekannt wurde, soll sich zum Unglückszeitpunkt nur ein Pilot im Cockpit befunden haben. Der andere soll seinen Platz vor dem Sinkflug verlassen und danach vor verschlossener Tür gestanden haben, berichten die "New York Times" und die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf französische Ermittlerkreise. Doch dies wirft weitere Fragen auf. 

    "Die Leute wollen das so"

    Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) hat in den ersten hundert Tagen seiner Amtszeit bei den Bürgern punkten können. 52 Prozent der Berliner sind mit seiner Arbeit zufrieden, wie der neue Berlintrend von rbb-Abendschau und "Berliner Morgenpost" ergab. Für rbb-Redakteur Christoph Reinhardt kommt das Ergebnis nicht überraschend.

    Sigmar Gabriel spricht im Bundestag (Bild: dpa)

    Gabriel: Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif

    Der Bundestag hat sich am Donnerstag mit der geplanten CO2-Abgabe für ältere Kohlekraftwerke befasst. Der Vorschlag von Bundeswirschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte in Brandenburg zu heftigen Protesten geführt. Befürchtet wird, dass viele Braunkohle-Kraftwerke schließen müssen. Unsere Korrespondentin im ARD-Hauptstadtstudio, Angela Ulrich, hat die Debatte im Parlament verfolgt - und auch Kompromissbereitschaft bei Gabriel gehört.

    Echo 2015 - Fototermin, Foto: dpa-bildfunk

    "Man bleibt professionell"

    Vor dem Hintergrund der Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen verleiht die deutsche Musikindustrie an diesem Donnerstag ihre Echo-Preise. Als Gäste werden u.a. Herbert Grönemeyer und Udo Lindenberg erwartet. Das Erste überträgt die Gala ab 20.30 Uhr live - nach einem "Brennpunkt" zum Airbus-Absturz. Auch bei der Gala selbst wird die Tragödie Thema sein, wie unsere Reporterin Sarah Tschernigow berichtet.  

  • Wasserdampf über den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG in Jänschwalde (Quelle: dpa)

    Braunkohle-Streit zwischen Bund und Brandenburg

    5 vor 12 - zu dieser symbolischen Uhrzeit findet am Mittwoch in Jänschwalde eine öffentliche Betriebsratsversammlung bei Vattenfall statt. Man sorgt sich, dass es mit der Braunkohle in der Lausitz deutlich schneller zu Ende gehen könnte als bislang angenommen. Bundeswirtschaftsminister Gabriel will alte Kraftwerke mit höheren CO2-Abgaben belasten. rbb-Reporter Rico Herkner berichtet, welche Kraftwerke in der Lausitz von dieser Maßnahme besonders bedroht sind.  

    Braunkohlekraftwerk der Vattenfall AG (Quelle: dpa)

    Gerber: Gabriels Pläne "nicht akzeptabel"

    Deutschland sieht sich als Vorreiter in Sachen Umweltschutz - könnte aber die Klimaziele verpassen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) schlägt deshalb Alarm - und plant eine neue Abgabe für alte Kohlekraftwerke. Das Land Brandenburg ist über dieses Vorhaben empört. Die Pläne seien "nicht akzeptabel", sagte Landeswirtschaftsminister Albrecht Gerber im Inforadio. Die Abgabe würde dazu führen, dass die Kraftwerke in Brandenburg in wenigen Jahren stillgelegt werden müssten. Am "Weltklima" würde sich zudem nichts ändern.

    Beschäftigte von Vattenfall bei einer Protest-Aktion (Bild: DPA)

    Kohlekumpel contra Klimaabgabe

    Aufruhr in der Lausitz: In Jänschwalde haben am Mittwochmittag mehrere tausend Vattenfall-Beschäftigte gegen die Braunkohle-Pläne von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) protestiert. Sie trafen sich zu einer außerordentlichen Betriebsversammlung. Befürchtet wird der Verlust von tausenden Arbeitsplätzen, sollte der Vorschlag zur Klimaabgabe Realität werden. Gabriel will ältere Kraftwerke mit einer Sonderabgabe belegen, um den CO2-Ausstoß zu verringern. rbb-Reporterin Anne Holzschuh hat die Versammlung verfolgt und aufgebrachte Kumpel interviewt.  

    HANDOUT - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (M, SPD) und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (r, CSU) besuchen am 24.03.2015 das Lagezentrum in Seyne Les Alpes in der Nähe der Absturzstelle der Germanwings Maschine in Frankreich (Bild: dpa)

    Absturz: Dobrindt informiert Verkehrsausschuss

    Verkehrsminister Dobrindt will den Verkehrsausschuss des Bundestages am Mittag über erste Erkenntnisse vom Absturzort des Airbus A320 in Südfrankreich informieren. Der Vorsitzende des Gremiums, Martin Burkert, kündigte bereits an, dass der Ausschuss auf eine rigorose Aufklärung des Unglücks dringe. "Wir werden alles hinterfragen", so Burkert. Martin Krebbers spricht mit dem Politiker. 

    Zwei Piloten sitzen im Cockpit eines Lufthansa-Airbus A380 (Bild: dpa)

    "Es gibt jetzt wichtigere Dinge"

    Angesichts der Flugzeugkatastrophe über Südfrankreich verzichten die Piloten der Lufthansa vorerst auf weitere Streiks. Vor dem Hintergrund einer solchen Tragödie müsse die Tarifauseinandersetzung zurückstehen, sagte der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Markus Wahl, am Mittwoch im rbb-Inforadio. Jetzt gehe es darum, möglichst schnell die Unglücksursache herauszufinden.

    Flug 4U9525 gibt weiter Rätsel auf

    Auch nach dem Fund des Stimmenrecorders des Germanwings-Unglücksflugs besteht weiter Ungewissheit über die genaue Ursache für die Katastrophe. Zwei Fragen stehen im Mittelpunkt: Warum reagierten die Piloten in den letzten acht Minuten vor der Katastrophe nicht auf die Funksprüche der französischen Controller, und warum begann die Maschine plötzlich kontrolliert, aber unaufhaltsam zu sinken?

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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