Interviews

Sprengstoffanschläge in Dresden (Bild: Sebastian Kahnert/dpa)

"Jetzt sind klare Worte gefragt"

Ganz offenbar fremdenfeindliche Motive haben am Montagabend Unbekannte dazu bewegt, vor einer Dresdner Moschee und dem Kongresszentrum der Stadt Sprengsätze zu zünden. Der Dresdner Mediziner Gerhard Ehninger engagiert sich im Verein "Dresden - Place to be!" für Toleranz und Weltoffenheit. Von der sächsischen Landesregierung fühlt er sich dabei zu oft allein gelassen, wie er im Gespräch mit Dietmar Ringel kritisiert.  

Berlins ehemaliger Innensenator Erhart Körting (SPD) (Bild: imago/Reiner Zensen)

"Islamkonferenz hat Kurve nicht gekriegt"

Heute vor zehn Jahren wurde die Deutsche Islamkonferenz gegründet. Ehrhardt Körting saß damals in seiner Funktion als Berliner Innensenator mit am Tisch. 2014 formulierte der SPD-Politiker einen Entwurt für einen Staatsvertrag des Landes Berlin mit Vertretern islamischer Vereine und Moscheen. Die Islamkonferenz habe gut begonnen, dann aber unter Bundesinnenministere Hans-Peter Friedrich "die Kurve zu einer erfolgreichen Integration nicht gekriegt", bilanziert Körting.

Sprengstoffanschläge in Dresden - Schäden auf der Freiterrasse des Congress Centers (Bild: Arno Burgi/dpa)

Wer steckt hinter den Anschlägen?

Knapp eine Woche vor der zentralen Einheitsfeier in Dresden haben Unbekannte dort zwei Sprengsätze gezündet - vor einer Moschee und vor dem Kongresszentrum, wo Bundespräsident Gauck am 3. Oktober eine Rede halten wird. Verletzt wurde glücklicherweisee niemand. Die Polizei geht von einer rechtsextremen Tat aus, hält sich aber auch Stunden später bedeckt. ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg geht von einer organisierten Tat aus: "Es wurden professionell gebaute Bomben eingesetzt", berichtet er im Gespräch mit Leon Stebe. Die Ermittler suchten nun in rechtsradikalen Internetforen nach Hinweisen.

Laptop am Arbeitsplatz (Bild: imago/Westend61)

Digitalisierung kann krank machen

Emotionale Erschöpfung, Müdigkeit, keine Kraft mehr für private Unternehmungen nach dem Feierabend: die zunehmende Digitalisierung am Arbeitsplatz kann gesundheitliche Folgen haben. Das hat eine Studie der Universität St. Gallen herausgefunden. Studienleiter Stephan Böhm ruft die Arbeitgeber zu einem besseren Führungsverhalten auf. Und der Betroffene müsse für genügend Ausgleich im Privatleben sorgen, beispielsweise durch Sport. Hier können Sie die Studie herunterladen und nachlesen.

Ein Stau auf der A 100 in Berlin höhe Kaiserdamm (Quelle: rbb/Andrea Marshall)

Rot-Rot-Grüne Verkehrsprobleme

Die Weichen stehen auf Rot-Rot-Grün: Der Regierende Bürgermeister Michael Müller hat sich gestern für Koalitionsgespräche mit den Grünen und den Linken ausgesprochen, eine Zustimmung der Parteien ist wohl nur noch Formsache. Auch wenn es so manche Stolpersteine gibt, die wir in dieser Woche etwas näher beleuchten. Heute geht es um das Verkehrsressort: Fahrrad versus Auto, Umweltschutz, Ausbau der A100. Der Verkehrsexperte der TU Berlin, Wulf-Holger Arndt, wagt mit uns einen Blick in die Zukunft.

Deutsche Islamkonferenz im Novermber 2015 (Bild: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)

10 Jahre Islamkonferenz: Umstrittene Erfolgsgeschichte

Als 2006 der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die Deutsche Islamkonferenz ins Leben rief, sollten Brücken gebaut werden zwischen muslimischen Ausländern und Deutschen. Eigentlich sollte die Konferenz keine Dauereinrichtung werden, doch die Ereignisse der letzten Jahre machten sie letztlich doch unersetzlich. Inzwischen mehrt sich aber auch Kritik: Sie sei zu einem Ort der ritualisierten Begegnung verkommen, kritisieren zum Beispiel die Kurdische Gemeinde. Für die CDU-Politikerin Emine Debürken-Wegner ist die Konferenz dennoch eine Erfolgsgeschichte.

Hillary Clinton und Donald Trump schütteln sich nach dem ersten TV-Duell die Hand (Bild: dpa)

Erstes TV-Duell: Clinton 1, Trump 0

Bis zu 100 Millionen US-Amerikaner haben in der Nacht auf Dienstag das erste TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump mitverfolgt, auch das deutsche Fernsehen übertrug die Redeschlacht am frühen Morgen unserer Zeit. Unter den Zuschauern saß der ehemalige deutsche Botschafter in den USA, Klaus Scharioth. Er sieht Hillary Clinton als Gewinnerin des ersten Duells - sie habe bei den entscheidenden Wählern mehr Punkte geholt.

Schwerer Unfall in Schöneberg am 25.09.16 (Bild: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)

Was tun gegen die Raserszene?

Wenige Tage nachdem sich der Bundesrat für schärfere Strafen ausspricht, kommt es in Berlin erneut zu einem folgenschweren Unfall, dem womöglich ein illegales Autorennen vorausging. Auf der Potsdamer Straße in Schöneberg kommt ein Audi ins Schleudern und gerät auf der Gegenspur frontal in einen LKW. Drei Menschen werden schwerverletzt. Was kann jenseits der rechtlichen Seite unternommen werden? Helfen mehr Radarkontrollen? Das fragen wir den Verkehrsexperten der Berliner Polizei, Andreas Tschisch.

Interview-Archiv

  • - Freie Bahn für Rot-Rot-Grün?

    Die Berliner SPD will am Montag mit Grünen und Linkspartei an den Verhandlungstisch gehen - Rot-Rot-Grün wäre die favorisierte Koalition des Regierenden Bürgermeisters Müller. Der SPD-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, ist zuversichtlich, dass die Verhandlungen zu einer gemeinsamen Koalition führen werden. Saleh sagt im Inforadio-Gespräch, für erfolgreiche Verhandlungen müsse man beide Partner auf Augenhöhe betrachten und versuchen, das Beste für die Stadt herauszuholen. Wichtig sei es, auch für diejenigen Politik zu machen, die nicht Rot-Rot-Grün gewählt haben und zu verhindern, dass die Stadt gespalten wird.

    Clinton gegen Trump: Wer gewinnt das erste TV-Duell?

    Gut fünf Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA treffen am Montag die Kandidaten der Demokraten und der Republikaner, Clinton und Trump, zu ihrem ersten Fernsehduell aufeinander. Es wird erwartet, dass 80 bis 100 Millionen Zuschauer das Duell verfolgen werden. Der CDU-Außenexperte Jürgen Hardt sagt im Inforadio-Gespräch, der Fernsehauftritt sei sehr wichtig für den Wahlausgang. Zugleich betonte der Koordinator für transatlantische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt, dass für Europa ein Wahlsieg von Clinton berechenbarer sei.

    Urlaub als Brückenschlag zwischen den Kulturen?

    Urlaub und Reisen als Brücke der Verständigung - unter diesem Motto steht der 20. Tourismusgipfel am Montag in Berlin. Gastrednerin wird unter anderem Angela Merkel sein. Das Motto hört sich gut an - aber kann die Tourismusbranche für den Brückenschlag zwischen Ländern und Kulturen etwas tun? Darüber spricht Moderatorin Sabine Dahl mit Michael Frenzel, dem Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft.

    Harmonie oder Zwist? Rot-Rot-Grün und das Thema Wohnen

    SPD, Grüne und Linkspartei beginnen am Montag in Berlin mit den Dreier-Sondierungen. Unsere Serie beschäftigt sich mit den größten Knackpunkten der Verhandlungen. Das erste Thema: Wohnen und Mieten. Um bei diesem wichtigen Thema zu punkten, müsse die Immobilien-Spekulation in der Stadt deutlich eingeschränkt werden. Das sagt der Wohnungsbau-Experte Andrej Holm von der Humboldt-Universität Berlin im Inforadio-Gespräch.

    Vorbereitungen für das TV-Duell - Studenten bei der Stehprobe (Bild: dpa/Andrew Gombert)

    "Clinton wird es schwerer haben"

    Das wird eine spannende Nacht: In den USA treffen Hillary Clinton und Donald Trump erstmals beim TV-Duell direkt aufeinander, auch im deutschen Fernsehen wird die 90-minütige Redeschlacht zu sehen sein. Beide Kandidaten liegen fast gleichauf. Die Politikwissenschaftlerin Constanze Stelzenmüller arbeitet für die "Brookings Institution", eine der renommiertesten Denkfabriken in den USA. Sie erwartet, dass Clinton viele auch unangenehme Fragen beantworten muss.  

    CDU-Landeschef Henkel unterhält sich mit CDU-Wahlkampfleiter Kai Wegner (Bild: Britta Pedersen/dpa)

    "Müssen als Partei nachjustieren"

    Auch Tage nach den Sexismus-Vorwürfen der 26jährigen CDU-Bezirkspolitikerin Jenna Behrends an Frank Henkel kommt die Berliner CDU nicht zur Ruhe. Generalsekretär Kai Wegner kündigt im Inforadio eine Aufarbeitung der Vorwürfe an. Er selbst werde mit den Frauen in der CDU das Gespräch suchen, wie er im Interview mit Dietmar Ringel sagt. Gleichzeitig betont Wegner: "Sexismus ist ein gesamt-gesellschaftliches Problem."

  • Staffelstab-Übergabe bei Kilometer 34 (Bild: rbb/Wendling)

    Marathonwette: Was sagt der Experte?

    42 Männer wollen schneller ins Ziel kommen als der Gewinner des Berlin-Marathons – die Inforadio-Staffel steht in den Startlöchern und kann es kaum noch abwarten. Martin Grüning ist Chefredakteur des Fachmagazins “Runner's World“ und hat schon 140 Marathons absolviert. Was denkt er – kann es unsere Inforadio-Staffel schaffen? Und warum wird der Marathon-Sport eigentlich  immer beliebter?

    Balkanroute ein Jahr danach - Grenze bei Mazedonien (Bild: dpa/Georgi Licovski)

    Die Balkanroute - ein Jahr danach

    Die sogenannte “Balkanroute“ ist schon seit Monaten dicht. Seit dem kommen spürbar weniger Flüchtlinge nach Mitteleuropa. Heute nun treffen sich die Regierungschefs der südosteuropäischen Staaten in Wien zu einem Westbalkan-Gipfel. Auch Bundeskanzlerin Merkel und die Spitzen der EU werden dabei sein. Gemeinsam soll eine Flüchtlingsstrategie für die Zukunft erarbeitet werden. Wie könnte die aussehen? Das fragen wir die Historikerin und Balkan-Expertin Prof. Armina Galijas.

    Jeremy Corbyn am 30.08.2016 (Bild: epa/Will Oliver)

    Labour entscheidet über Parteichef

    Bleibt Jeremy Corbyn Chef der britischen Labour Party? Bis Mittwoch konnten die 550.000 Parteimitglieder über diese umstrittene Personalie entscheiden. Umstritten deshalb, weil er vielen Labour-Mitgliedern deutlich zu weit links steht und sich auch nicht vehement genug gegen den Brexit ausgesprochen hatte. Heute nun wird das Ergebnis der Parteiabstimmung bekannt gegeben. Fragen dazu an den englischen Politikwissenschaftler Anthony Glees.

  • Kaisers's Tengelmann Markt in Köln (Bild: Oliver Berg/dpa)

    Zerschlagung auf Eis gelegt

    Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub will in zwei Wochen endgültig entscheiden, ob die verlustreiche Supermarktkette Kaiser's Tengelmann zerschlagen wird. Die Beendigung des Vertrags zur Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka werde für diesen Zeitraum ausgesetzt, entschied der Aufsichtsrat.  Betriebsratschef Volker Bohne hofft unterdessen immer noch auf die Durchsetzung der Ministererlaubnis.  

    Die gesperrte Tauentzienstraße in Berlin am 01.02.2016 nach einem illegalen Autorennen mit tödlichem Ausgang (Foto: dpa/Britta Pedersen)

    "Es geht um Menschenleben!"

    Am Berliner Kadewe sorgen zwei junge Raser mit ihrem illegalen Autorennen für den Tod eines Rentners, gerade stehen die Männer vor Gericht. Auch in Köln und in anderen deutschen Städten kamen schon Menschen durch illegale Autorennen ums Leben – weswegen Nordrhein-Westfalen im Bundesrat aktiv werden will. Konkret fordert NRW-Justizminister Thomas Kutschaty: "Freiheitsstrafen müssen schon allein für die Teilnahme an Autorennen drohen." Auch die Veranstalter müssten zur Verantwortung gezogen werden. Im Bundesrat rechnet er mit einer großen Mehrheit für diese Pläne.

    Ein Schild mit dem Schriftzug "Kaiser's" steht am 21.09.2016 vor einer Filiale der Einzelhandelskette "Kaiser's" in Berlin (Quelle: dpa/Lino Mirgeler)

    "Der Konkurrenzkampf wird immer härter"

    Es tut sich was in der deutschen Supermarktbranche: Die Zahl der Anbieter geht zurück, die Konzentration der Handelsketten steigt. Rewe, Edeka, Aldi und Lidl haben einen Marktanteil von 85 Prozent. Gleichzeitig basteln Lidl und Aldi an neuen Konzepten und bieten zunehmend auch höherwertige Waren an. Hinzu kommen Online-Lieferdienste, die derzeit noch keine große Rolle spielen, die bei steigenden Marktanteilen aber völlig neue Herausforderungen darstellen werden, meint Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Berliner Einzelhandelsverbands. Er ist trotzdem überzeugt: Der Supermarkt hat eine Zukunft.

    WhatsApp-Logo auf dem Bildschirm eines Smartphones (Foto: imago/Eibner)

    "WhatsApp verstößt gegen Datenschutzrecht"

    Seit 2014 bereits gehört WhatsApp zu Facebook. Trotzdem operierten die beiden Dienste bislang weitgehend unabhängig voneinander. Das ändert sich jetzt durch neue Nutzungsbedingungen, zu denen Facebook bis Sonntag eine Zustimung haben möchte. Wenn Sie künftig WhatsApp nutzen, dann müssen Sie damit rechnen, dass zum Beispiel Ihre Handynummer an Facebook weitergegeben wird - ganz gleich, ob sie bei Facebook sind oder nicht. Das kritisieren Datenschützer in Deutschland heftig – so auch Christopher Kunke, Jurist bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Er spricht von "Täuschung" und rät, die neuen Bedinungen erst mal abzulehnen. Warum, erzählt er im Gespräch mit Leon Stebe.

    Yahoo-Logo (Bild: epa/Michael Nelson)

    Datenklau in großem Stil

    Es geht um Namen, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Sicherheitsfragen – und das von 500 Millionen Nutzern des Internetdienstes Yahoo. Diese Daten wurden sprich gestohlen - schon vor zwei Jahren. Das musste das Unternehmen jetzt zugeben. Einen derart großen Datenklau hat es im Internet noch nicht gegeben haben. Der Grünen-Netzpolitiker Jan-Philipp Albrecht wirft dem US-Konzern Vertuschung vor und betont: "Das wird so nicht weitergehen, denn schon bald wird die EU-Datenschutzverordnung eine solche Verschleppung verbieten." Was Sie nun als Yahoo-Kunde tun müssen, lesen Sie hier.

  • Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am 19 Juli 2016 (Bild: imago/Martin Müller)

    "Kampf gegen Rechtsextremismus darf keine Geldfrage sein"

    Die zunehmende Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland hemmt die gesellschaftliche und auch wirtschaftliche Entwicklung in den neuen Ländern. Zu diesem deutlichen Fazit kommt der aktuelle Jahresbericht zum Stand der deutschen Einheit. Die Bundesregierung spricht von "besorgniserregenden Entwicklungen" mit dem Potenzial, "den gesellschaftlichen Frieden in Ostdeutschland zu gefährden". Ostdeutschland müsse sich dem Problem daher in besonderer Weise widmen, sagt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Sein Land sieht Woidke dabei auf einem guten Weg.

    Raul Krauthausen demonstriert gegen das Bundesteilhabegesetz (Bild: imago/ZUMA Press)

    "Nicht mein Gesetz!"

    Eigentlich soll der Entwurf des neuen Bundesteilhabegesetzes aus dem Hause von Sozialministerin Andrea Nahles die Perspektiven von Menschen mit Behinderung verbessern: Bei Pflege- und Assistenzbedarf soll weniger vom Einkommen angerechnet werden, auch vom Ersparten soll mehr übrigbleiben. Doch Betroffene wie Raul Krauthausen warnen: Das Gesetz gehe völlig an seinem Ziel vorbei und sorge eben nicht für mehr Teilhabe. Vielmehr bestehe sogar die Gefahr, dass Menschen aus Kostengründen ins Heim gezwungen werden könnten. Sabine Schwarte hat mit dem Berliner Behindertenaktivisten gesprochen.

    Zwei Frauen mit Kopftüchern am Kölner Hauptbahnhof (Foto: imago/Future Image)

    Wie intolerant sind die Deutschen?

    Die Bundesregierung hatte am Mittwoch ihren Jahresbericht zum Stand der deutschen Einheit veröffentlicht und darin vor Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz im Osten der Republik gewarnt. Aber sind die Westdeutschen wirklich toleranter? Andreas Zick, Leiter Instituts für interdisziplinäre Gewalt- und Konfliktforschung an der Universität Bielefeld, bestreitet das: "Die Karte der Anschläge in Deutschland ist flächendeckend." Dabei sei die Zahl der Menschen mit einem geschlossen rechtsextremen Weltbild eher gering. Deutlich verändert hätten sich aber die Einstellungen beispielsweise gegenüber Muslimen.

    Unruhen in Charlotte am 21.09.2016 (Bild: epa/Caitlin Penna)

    "Man schießt schnell!"

    In Charlotte im US-Bundestaat North-Carolina ist in der Nacht zum Donnerstag der Protest gegen Polizeigewalt einmal mehr selbst in blutiger Gewalt eskaliert. Ein Mann wurde schwer verletzt. Auslöser war der Tod von Keith Lamont Scott tags zuvor - den Afro-Amerikaner hatte ein ebenfalls schwarzer Polizist niedergeschossen. Der Politikwissenschaftler Dr. Christian Lammert lehrt Nordamerikanistik an der FU Berlin. Er beobachtet eine grundlegend gestiegene Gewaltbereitschaft bei der Polizei - und auch in der Gesellschaft. Gleichzeitig formiere sich bürgerrechtlicher Widerstand.

    Gerwald Claus-Brunner (Piraten) am 08.09.2016 im Abgeordnetenhaus in Berlin (Bild: Britta Pedersen/dpa)

    Fall Claus-Brunner: Was tun bei auffälligem Verhalten?

    Der Fall Gerwald Claus-Brunner beschäftigt die Öffentlichkeit gerade wegen der vielen Fragen, die er aufwirft. Laut "Berliner Zeitung" wussten alle um ihn herum, dass Claus-Brunner psychisch krank war, einer attestierte ihm Wahnvorstellungen - aus der Piraten-Fraktion hieß es, er sei nie unumstritten gewesen. Hätte seine Umgebung ihn vor sich selbst schützen können? Grundsätzlich sollte jeder die Hemmschwelle überwinden und Kollegen auf markante Verhaltensänderungen ansprechen, rät der rbb-Arbeitsmediziner Sven Boschan.

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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