Interviews

rbb-Moderator Uwe Madel im neuen Studio von "Täter Opfer Polizei" (Quelle: rbb/Claudius Pflug)

Vorhang auf für das neue "Täter-Opfer-Polizei"

Neues Studio, neues Layout, neue Sendezeit. "Täter Opfer Polizei" präsentiert sich erstmals am Mittwoch um 21:00 Uhr im frischem Gewand. Der seit 25 Jahren erfolgreiche Kriminalreport im rbb Fernsehen widmet sich nun noch ausführlicher den spannenden Fällen der Berliner und Brandenburger Polizei, individuellen Präventionstipps und spektakulären Urteilsverkündungen. Wir sprechen mit Moderator Uwe Madel.

Plakat I love Manchester a, 23. Mai 2017 in Manchester, Quelle: imago, Han Yan

Manchester trotzt dem Terror

Der Attentäter von Manchester ist 1994 in der Stadt geboren worden, als Sohn libyscher Flüchtlinge. Er soll sich in Syrien und Libyen aufgehalten und radikalisiert haben. Andererseits gilt Manchester als eine Stadt mit besonders starken Zusammenhalt. Das bestätigt Diemut Cramer. Die evangelische Pfarrerin der deutschen Lutherkirche arbeitet in Manchester. Vom Anschlag erfuhr sie morgens am Telefon. "Wir dürfen uns nicht auseinander dividieren lassen", appelliert sie.

Menschen vor der Emmaus Kirche in Kreuzberg, Quelle: imago/Frank Sorge

Kreuzberger Pfarrer kritisiert Kirchentag-Akzente

"Du siehst mich - auch im Streit" - unter diesem ergänzten Motto des Kirchentags will sich der Kreuzberger Pfarrer Jörg Machel mit seinem Programm abheben vom Mainstream der Großveranstaltung. "In einer Zeit, in der nicht geredet, sondern blind miteinander gekämpft wird, ist Streit besonders wichtig", erklärt Machel. Am Kirchentag kritisiert er die Promidichte: "Wir sollten eigenen Leuten wie dem Theologen Eugen Drewermann ein breiteres Forum geben", fordert er. Auch die Militärseelsorge nimmt für ihn auf dem Kirchentag zu viel Raum ein.

Die Brandenburger Lehrerpreis wird am 23.05.2017 verliehen (Foto: Land Brandenburg/INGO KUZIA)

- "Gesetzmäßigkeiten erforschen und Demokratieverständnis entwickeln"

Er ist aktuell Brandenburgs beliebtester Lehrer, Matthias Dietz. Am Dienstag bekam der 36-jährige den entsprechenden Preis verliehen, für den Schüler insgesamt 50 Lehrer aus allen Landkreisen nominiert hatten. Der Mathematik-, Chemie- und Politiklehrer arbeitet seit zwei Jahren am Erwin-Strittmatter-Gymnasium in Spremberg. Auf den ersten Blick wirkt die Kombination seiner Fächer ungewöhnlich. Doch Dietz hat sie mit gutem Grund gewählt.

- "Bekämpfung des Terrorismus ist ein ständiger Wettlauf"

Nach dem Anschlag von Manchester beginnt erneut die Suche nach Konsequenzen. So fordert beispielsweise Österreichs Außenminister Sebastian Kurz vor allem mehr Maßnahmen zur De-radikalisierung Jugendlicher, etwa durch Initiativen in den sozialen Medien und spezielle Programme in Gefängnissen. Auch für Politikwissenschaftler Prof. Joachim Krause von der Universität Kiel ein wichtiger Weg. Er fordert, Religionsprivilegien des Grundgesetzes neu zu überprüfen, um Jugendliche besser vor radikalen Predigern zu schützen.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD), Quelle: Maurizio Gambarini, dpa

Geisel: "Sicherheit bieten ohne Veranstaltungen zu ersticken"

Die kommenden Tage mit den mehr als 100.000 Kirchentagsbesuchern und dem Fußball-Pokalfinale am Samstag im Berliner Olympiastadion stellen die Berliner Polizei vor eine hohe Herausforderung, und das erst recht nach dem Terroranschlag von Manchester. Für Sicherheit sorgen sollen Poller, Straßensperren, Videoüberwachung und intensive Taschenkontrollen. "Wir sind die Hauptstadt der Demonstrationen", sagt Innensenator Andreas Geisel im Inforadio-Interview und ist zuversichtlich, dass Berlin gut vorbereitet ist.  

Ein Kreuz steht am 23.05.2017 in Berlin vor der Kulisse des abgesperrten Brandenburger Tores, Quelle: Ralf Hirschberger, dpa-Zentralbild

"Diese Dimensionen haben wir noch nicht erlebt"

Es ist der bestbewachte Kirchentag der Geschichte: Taschen- und Einlasskontrollen bei den Veranstaltungen, Betonpoller und Videoüberwachung. Da passt das Motto des evangelischen Kirchentages gleich in mehrfacher Hinsicht. "Du siehst mich". Die Sicherheitsbehörden hätten das aber von bereits von Beginn an wegen der Terrorgefahr geplant, sagt Ulrike Bieritz aus unserer Religions-Redaktion. Denn zunächst war mit 140 000 Besuchern gerechnet worden. Inzwischen haben die Veranstalter zwar die Zahlen nach unten korrigiert, dennoch wird der Kirchentag 2017 aus mehren Gründen überdimensional.

Interview-Archiv

  • Trump berührt am 22.5.17 die Klagemauer (Bild: Evan Vucci/AP/dpa)

    "Trumps Besuch hat symbolische Kraft"

    Zunächst der gestenreiche Besuch der Klagemauer in Jerusalem, dann das "unumstößliche" Bekenntnis zur israelischen Partnerschaft - ähnlich wie zuvor in Saudi-Arabien hat US-Präsident Trump auch in Israel klar Partei ergriffen. Mit um so größerer Spannung wird am Dienstag sein Treffen mit Palästinenserpräsident Abbas erwartet. Kommt es zu Trumps selbst angekündigten "Deal" für den Nahen Osten? Im Inforadio-Interview sagt der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, dass es am Ende wenig auf den US-Präsidenten, sondern auf die Parteien vor Ort ankomme.

    Angestellte loggt sich in "Big Data"-Seite in Guiyang ein (Bild: Ou Dongqu/imago)

    China plant die "Super-SCHUFA"

    "Ratingsysteme" kennen wir noch allzu gut aus der europäischen Schuldenkrise. Ganze Staaten können auf Ramschniveau gesetzt und damit abgemeldet werden. Nun tüfteln die Chinesen an einem Ratingsystem für alle Bürger – ein Ratingsystem allerdings, dass weit mehr erfasst als nur die Zahlungsmoral. Auch Einkaufgewohnheiten, Strafregister – die komplette Durchleuchtung – ein Sozialkreditsystem, wie es genannt wird. Mirjam Meissner hat das Sozialkreditsystem untersucht. "Die Regierung schraubt massiv die politische Kontrolle nach oben, um soziales, politisches und umweltverträgliches Verhalten. Damit handelt es sich um eine Art Selbstzensur", sagt sie im Inforadio-Interview.

    Senior benutzt Gesundheits-App (Bild: imago/Westend61)

    Medizin-Ethikerin: "Gesundheits-Apps bieten Chancen"

    Nicht nur die elektronische Gesundheitskarte, auf der schon jetzt diverse hochsensible Daten gespeichert sind, sorgt dafür, dass der Patient immer gläserner wird. Ab 2018 sollen auf diesen Karten noch mehr Daten auffindbar sein. Und auch die Gesundheits-Apps, die wie Pilze aus dem Boden schießen, sind Datenschützern ein Dorn im Auge. Mit all diesen Themen befasst sich ab Dienstag in Freiburg der Deutsche Ärztetag. Die Medizin-Ethikerin Christiane Woopen fordert, ein Zertifizierungssystem für die Apps einzuführen.

    Thomas Neuendorf, Pressesprecher der Polizei Berlin (Bild: Dieter Freiberg)

    Stresstest für die Berliner Polizei

    Barack Obama beim Evangelischen Kirchentag, DFB-Pokalfinale, Großveranstaltungen mit zigtausend Besuchern: da kommt einiges zu auf die Berliner Polizei. Der Anschlag von Manchester hat jetzt dafür gesorgt, dass das eigens für das verlängerte Wochenende angelegte Sicherheitskonzept nochmals überprüft wurde. "Wir sind gut aufgestellt", betont Polizeisprecher Thomas Neuendorf im Inforadio. Konkret werden Poller aufgestellt, Fahrzeuge werden als flexible Sperren genutzt, es gibt Taschenkontrollen sowie Videoüberwachung, erklärt Neuendorf.

    Zeugen des Anschlags von Manchester (Bild: Rui Vieira/AP/dpa)

    Wie können Jugendliche Terror verarbeiten?

    Der Anschlag nach einem Konzert des Teenie-Idols Ariana Grande hat vor allem jungen Menschen das Leben gekostet - viele der 22 Opfer von Manchester waren gerade mal 13 bis 15 Jahre alt. Auch in völlig unbeteiligten Jugendlichen, die in den Medien von dem Anschlag hören, können Angstzustände entstehen. "Eltern sollten auf Veränderungen bei ihren Kindern achten und notfalls fachlichen Rat einholen", empfiehlt Harald Karutz. Er bildet Rettungskräfte, Lehrer und Notfallseelsorger aus.

    Bootsdemo Heizkraftwerk Klingenberg, Quelle: Christian Mang, imago stock&people

    Berlin steigt aus der Braunkohle aus

    Der 24. Mai 2017 wird eingehen in die Annalen Berlins: die Hauptstadt verabschiedet sich endgültig von der Braunkohle. Das Heizkraftwerk Klingenberg nahe der Rummelsburger Bucht wechselt von Braunkohle auf Gas, drei Jahre früher als geplant. Die parteilose Umweltsenatorin Regine Günther spricht von einem "großen Tag für Berlin" und erhofft sich eine Signalwirkung für das gesamte Bundesgebiet. Jetzt müssten CO2-arme Alternativen angeboten werden, fordert sie.

  • Fahndungsfotos des Tunesiers Anis Amri in einer Polizeibehörde (Bild: Arne Dedert/dpa)

    Zimmermann: "Wir sind sehr hellhörig geworden"

    Die jüngste Ermittlungspanne im Fall Anis Amri hat bundesweit hohe Wellen geschlagen. Nach der oppositionellen Berliner CDU schließt inzwischen auch die mitregierende SPD einen Untersuchungsausschuss zum Manipulationsverdacht bei einer Ermittlungsakte nicht mehr aus. Am Montag spricht zunächst einmal der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses über das weitere Vorgehen. Der teilnehmende SPD-Innenpolitiker Frank Zimmermann fordert im Inforadio-Interview, dass bei den Ermittlungen organisatorische Defizite aufgeklärt werden müssen. Sein Appell ist aber auch, sich mit voreiligen Schuldzuweisungen und Vorwürfen zurückzuhalten.   

    CDU-Vizechefin Julia Klöckner mit CDU-Generalsekretär Peter Tauber (Bild: imago/Stefan Zeitz)

    Womit geht die CDU in den Wahlkampf?

    Mit breiter Brust sind die Christdemokraten aus den jüngsten Landtagswahlen herausgegangen, jetzt beginnt “eine neue Phase des Wahlkampfs“, wie Parteichefin und Kanzlerin Merkel vor wenigen Tagen ankündigte. Erst im Juli wollen die Unionsfraktionschefs das Programm für die Bundestagswahl vorstellen. Doch schon jetzt ist für die CDU sicher: Mit ihr wird es keine Vermögenssteuer geben, der Steuerzahler aber entlastet werden, sagt CDU-Vizechefin Julia Klöckner im Inforadio-Interview.

    Trump trifft am 20.5.17 in Saudi-Arabien ein (Bild: Evan Vucci/AP/dpa)

    Trumps Reise zu den Zentren der drei Weltreligionen

    Saudi-Arabien, Israel, Vatikan - für seine erste Auslandsreise hat Trump eine Route entlang der drei Weltreligionen gewählt. Der US-Präsident selbst spricht davon, Freundschaften zu stärken und neue Geschäftspartner zu finden. Kritiker hingegen sprechen von einer guten Möglichkeit für ihn, ein paar Tage der innenpolitischen Hexenjagd in Washington zu entfliehen."Wir müssen sehen, ob er sich nach amerikanischen Interessen verhält oder ob er alles seinem Temperament unterordnet", sagt der Politikwissenschaftler Andrew Denison im Inforadio-Interview.  

    Trump am 22.5.17 bei Israels Regierungschef Netanjahu (Bild: Oded Balilty/AP/dpa)

    Trump: Von Saudi-Arabien nach Israel

    Aus Sicht Donald Trumps ist die erste Etappe seiner ersten Auslandsreise im Amt, Saudi-Arabien, erfolgreich verlaufen. Einen Milliarden-Rüstungsdeal hat er abgeschlossen und eine Grundsatzrede zum Kampf gegen den islamistischen Terrorismus gehalten. "Trump hat sich klar an die Seite der arabischen Staaten gestellt und sich gegen den Iran positioniert", erklärt Nahost-Experte Sebastian Sons von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Jetzt ist Trump in Israel gelandet, dort werde er wohl auch eher Partei ergreifen als Brücken zu bauen, befürchtet Sons.  

    PKW voller Blütenstaub (Bild: Jürgen Ritter/imago)

    "Mit Sahara-Staub hat das nichts zu tun"

    Haben Sie`s auch schon bemerkt? Gelber Staub, wohin man schaut. Es hat fast keinen Sinn, das Auto durch die Waschanlage zu fahren. Oder das Fahrrad aufwendig zu putzen. "Das sind die Reste des abblühenden Raps und von Kiefern, die uns mindestens bis nächste Woche begleiten werden", erklärt Falk Böttcher, Agrar-Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Dass sich die Pollen beider Pflanzen derzeit so bündeln, sei durchaus außergewöhnlich - mit Sahara-Staub hat das aktuelle Phänomen aber nichts zu tun, sagt Böttcher.

    Innensenator Geisel (r) mit seinem Staatssekretär Akman am 22.5.17 (Bild: Britta Pedersen/dpa)

    Fall Amri: R2G will U-Ausschuss

    Die Regierungsfraktionen von SPD, Linken und Grünen in Berlin wollen nun doch einen Untersuchungsausschuss zum möglichen Behördenversagen im Fall Anis Amri einrichten. Darauf haben sich die Fraktionen im Abgeordnetenhaus am Montag verständigt. Der Ausschuss könnte  seine Arbeit nach dem 3. Juli beginnen, wenn der Zwischenbericht des Sonderermittlers Bruno Jost vorliegt. Christoph Reinhardt aus der rbb-Landespolitik mit den Einzelheiten.

  • Kleider trocknen auf dem Fensterkreuz einer ehemaligen Amtsstube im Rathaus Berlin-Wilmersdorf (Foto: imago/Jürgen Heinrich)

    Sozialsenatorin: "Zustände sind nicht hinnehmbar"

    Bettwanzen in mehreren Zimmern, Gewalt gegen Bewohner durch Security-Mitarbeiter - mehrere Dutzend Flüchtlinge protestieren weiter gegen die Zustände in der Notunterkunft im Rathaus Wilmersdorf. Sie fordern den Umzug in ein anderes Heim. Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) kündigt Hilfe an: "Das Gesundheitsamt hat Bettwanzen nachgewiesen, der Protest ist berechtigt.  Wir werden nach neuen Unterkunften schauen, das alles wird aber nicht von heute auf morgen gehen", sagt sie im Gespräch mit Irina Grabowski.  

    Raed Saleh (Bild: Uli Winkler/imago)

    Saleh: "Innere Sicherheit ist ur-sozialdemokratisches Thema"

    im Angesicht sinkender Umfragewerte des einstigen SPD-Hoffnungsträgers Martin Schulz und der jüngsten Landtagswahlpleiten treffen sich heute die Berliner Sozialdemokraten zu ihrem Landesparteitag. "Wir müssen kämpfen", betont Fraktionschef Rahed Saleh im Inforadio-Studio. Er glaubt auch weiterhin fest an einen SPD-Sieg im September und erneuert seine Forderung, das Thema Innere Sicherheit ernster zu nehmen: "Wir brauchen eine innere Sicherheit mit Augenmaß."

  • Trump entsteigt am 6.2.17 der Air Force One (Bild: Susan Walsh/dpa)

    "Trump-Anhänger glauben weiter an ihn"

    In Washington wird mittlerweile das I-Wort offen in den Mund genommen. Impeachment. Also: die Möglichkeit eines Amtsenthebungsverfahrens für Präsident Donald Trump. Es gibt im Moment einfach zu viele Vorwürfe, Spekulationen, um fragwürdige Russland-Kontakte des Präsidenten. In Houston/Texas leitet Ute Eisele seit 30 Jahren eine deutsche Sprachschule. Dort halten die Trump-Anhänger zu ihrem Präsidenten, berichtet sie: "Einem Impeachment stehen viele skeptisch gegenüber und misstrauen der Presse rund um Washington Post & Co.", erzählt sie.

    LKA-Gebäude in Berlin (Bild: Paul Zinken/dpa)

    Wie kam es zur Amri-Vertuschung?

    Die Berliner Polizei wusste mehr über Attentäter Amri als bisher angenommen. Im Nachhinein wurde das verborgen. Auch wenn über Motive spekuliert wird, wirft der Fall ein neues Licht auf die Terrorermittlungen. Der leitende Polizeidirektor Dirk Heidemann lehrt kommende Führungskräfte an der Deutschen Polizei-Hochschule. Im Gespräch mit Leon Stebe erklärt er, wie Polizeibehörden intern arbeiten und mit Fehlern umgehen - und warnt: "Wir müssen die Strukturen in solchen Behörden im Auge behalten."  

    Wie handlungsfähig ist die US-Regierung unter Trump noch? (Bild: dpa)

    "Amtsenthebung eher unwahrscheinlich"

    Ausplaudern von israelischen Militärgeheimnissen und Verdacht auf Behinderung der US-Justiz - der mächtigste Mann der Welt scheint gerade an seiner eigenen Entmachtung zu arbeiten. So etwas wie Trump hätten die USA noch nicht erlebt, allerdings: "Die institutionellen Hürden für eine Amtsenthebung sind sehr hoch", erläutert der US-Experte Prof. Boris Vormann im Inforadio.

    Amri-Fahndungsfotos hängen am 22.12.2016 an der Tür der Weihnachtsmarktwache in Frankfurt/Main (Bild: Arne Dedert/dpa)

    Fall Amri: Was wir wissen und was nicht

    Die Vertuschungsvorwürfe gegen Mitarbeiter des Berliner Landeskriminalamts im Fall Anis Amri sorgen für reichlich politischen Wirbel. Der Innensenator hat Anzeige gegen Mitarbeiter des LKA gestellt. Sie sollen Dokumente der Akte des Weihnachtsmarkt-Attentäters verfälscht haben. Warum sie das getan haben könnten, dazu kursieren einige Theorien. Unsere Terrorismusexperte Michael Götschenberg fasst die jüngsten Erkenntnisse zusammen.

    Radfahrer in Berlin (Quelle: Abendschau/rbb)

    Schlechtes Fahrradklima: Berlin rutscht ab

    Radfahren in Berlin ist gefährlich, stressig und macht einfach keinen Spaß. So lässt sich verkürzt der aktuelle ADFC-Fahrradklima-Test zusammenfassen. 3.000 Menschen wurden dafür befragt. Im Städtevergleich rutscht Berlin weiter ab - auf Platz 36 von insgesamt 39 Städten. "Die Stadt wächst, und die vergangenen Regierungen haben auf dem Radgebiet geschlafen", kritisiert ADFC-Sprecher Nikolas Linck. Berlin biete genügend Platz für großzügigere Radwege.  

    Senatorin Katrin Lompscher (LINKE) am 15.02.2017 im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wohnen (Foto: imago/Christian Ditsch)

    Lompscher: Gegen unrechtmäßige Mieterhöhungen klagen

    Die Mieten in Berlin sind in den vergangenen zwei Jahren massiv angestiegen. Das geht aus dem aktuellen Mietspiegel 2017 hervor, den die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen am Freitag vorstellte. Danach kletterte die durchschnittliche Nettokaltmiete, bezogen auf ganz Berlin, von 5,84 Euro auf genau 6,39 Euro. Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) räumte ein, dass die Wirksamkeit der Mietpreisbremse begrenzt sei. Trotzdem sollten Mieter ihr Recht wahrnehmen und gegen unrechtmäßige Erhöhungen klagen, sagte Lompscher im Gespräch mit Klemens Schulze.

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