Interviews

EIn Flüchtlingsmädchen badet im Libanon in einer Burkini (Foto: dpa/epa Messara)

"Die Debatte geht erst los"

Das Burkini-Verbot an einigen französischen Stränden erregt die Europäer. Und zwar auch in Regionen, in denen diese Badebekleidung noch nie gesichtet worden war. Etwa 30 französische Kommunen wollten den Look an ihren Stränden untersagen - am Freitag setzte der französische Staatsrat die umstrittenen Verbote wieder aus. Begründung: ein Burkini gefähre nicht die öffentliche Otrdnung und Sicherheit. Für die Politikwissenschaftlerin Janine Ziegler steht die Debatte über die Burka erst noch am Anfang.

Interview-Archiv

  • ARCHIV - Dietmar Nietan (SPD), 20. Januar 2014 - Foto: imago/ZUMA Press

    "Ressentiments gegen Flüchtlinge waren Teil des Wahlkampfes"

    In einem selbst für sie ungewöhnlich dichten Takt reist Angela Merkel derzeit durch Europa, um nach dem Brexit-Votum der Briten einen gemeinsamen Ansatz der verbleibenden 27 EU-Staaten suchen. Besonders kompliziert dürften die Verhandlungen am Freitag in Warschau sein: Da spricht die Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Visegrad-Staaten. Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn - alle vier ganz hartnäckige Gegner ihres Flüchtlingskurses. Der stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-polnischen Parlamentariergruppe, Nietan (SPD), sagte im Inforadio, er rechne nicht damit, dass Polen Europa in der Flüchtlingsfrage entgegenkommt.  


    Fußball DFB-Pokal 1. Runde: Kickers Offenbach - Hannover 96 am 22.08.2016 im Sparda-Bank-Hessen-Stadion in Offenbach (Hessen). Schiedsrichter Thorben Siewer (M) zeigt Offenbachs Kristian Maslanka (3.v.l.) die gelb-rote Karte. Foto: Arne Dedert/dpa

    Modifizierte Dreifachregel und Videobeweis

    Es ist wieder so weit. Die ligalose Zeit hat ein Ende; am Abend findet das erste Spiel der Saison 2016/2017 statt: Bayern München gegen Werder Bremen. Hertha BSC muss am Sonntag gegen den SC Freiburg ran. Mit Beginn der neuen Saison greifen erstmals auch einige neue Regeln: An 95 Stellen wurde das Werk überarbeitet. Lutz Wagner ist ehemaliger Fußballschiedsrichter und Mitglied der DFB-Schiedsrichter-Kommission. Im Gespräch mit Sabine Dahl erklärte er, was sich ändert.

    Die Bildkombo zeigt Titel der Bravo vom 26.08.1956 und vom 20.01.1969 mit Uschi Glas (Foto: dpa/Bauer Media Group)

    "Das war damals sensationell neu"

    Eine Jugendzeitschrift nähert sich dem Rentenalter: Die "Bravo" gibt es nun schon seit 60 Jahren. In dieser Zeit wurden nach Verlagsangaben 2,68 Milliarden Hefte verkauft. Davon können die Macher heute nur noch träumen - es ist still geworden um die ehemalige Institution. Aber gerne erinnern tun sich mittlerweile Generationen von Ex-Lesern. Der Autor Klaus Farin sprach mit Dörthe Nath darüber, wie Dr. Sommer das Blatt gerettet hat und wie die Zeitschrift im Zeitalter von YouTube & Co. aufgestellt ist.

    App-Icon des Messengers "WhatsApp" auf einem Smartphone (Foto: imago/Deutzmann/Eibner)

    "Das war ja zu erwarten"

    Vor knapp zwei Jahren hat Facebook den Mitteilungsdienst WhatsApp übernommen. Viele befürchteten damals, Facebook könne auf die Daten zugreifen, die auch WhatsApp nutzt – das Telefonbuch zum Beispiel. Völlig unbegründet sei diese Angst, hieß es damals. Aber gestern kam nun die Meldung, Facebook werde DOCH Daten von WhatsApp nutzen. Für den Europa-Parlamentarier der Grünen, Jan-Philipp Albrecht, kommt das wenig überraschend: "Wenn ein Unternehmen wie Facebook ein Unternehmen wie WhatsApp übernimmt, dann deswegen, um an die personenbezogenen Daten und an das Nutzerverhalten ranzukommen."

    ARCHIV - Ein Spezialeinsatzkommando der Brandenburger Polizei hat in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) einen 27-jährigen Mann festgenommen. Foto: Patrick Pleul/dpa (zu dpa vom 25.08.2016)

    "Wir achten strikt auf die Hausordnung"

    Die Aufregung war groß in der vergangenen Woche im brandenburgischen Eisenhüttenstadt: ein Terrorverdächtiger wurde vorübergehend festgenommen, ein zweiter sitzt noch in U-Haft. Doch der Verdacht, er könne einen Anschlag auf das am Freitagabend beginnende Stadtfest geplant haben, stellte sich schnell als falscher Alarm heraus. Mit der Bürgermeisterin Dagmar Püschel sprach Heiner Martin, welche Vorkehrungen die Stadtverwaltung gegen Anschläge getroffen hat - und was das Stadtfest für seine Besucher an Attraktionen bietet.

    Pressekonferenz zu Beginn des Treffens der Premierminister der Visegrad-Gruppe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Warschau (Foto: dpa/Radek Pietruszka)

    Merkel bei den Visegrad-Ministerpräsidenten

    Angela Merkel trifft sich im Rahmen ihrer Europareise in Warschau mit den Regierungschefs der vier Visegrad-Staaten: Polen als Gastgeber, Ungarn, die Slowakei und Tschechien. In der Pressekonferenz zu Beginn betonten die Teilnehmer, man wolle und müsse sich wieder näher kommen, um die EU zu stärken. Das wird nicht leicht - angesichts der Differenzen in der Flüchtlingspolitik. Inforadio-Korrespondent Henryk Jarczyk sieht dennoch Anzeichen für eine neue Haltung der Visegrad-Staaten.

  • Rettungsarbeiten im zerstörten Amatrice nach dem Erdbeben in Italien (Bild: imago/Xinhua)

    Weltrisikobericht 2016

    Keiner kann vorhersagen, wann die Erde bebt, wie zuletzt in Italien. Aber man kann sich vorbereiten auf schwerwiegende Naturereignisse, wie Erdbeben oder Wirbelstürme, Dürren oder Überschwemmungen. Und diese Vorbereitung trägt am Ende dazu bei, ob ein Naturereignis zur Katastrophe wird oder nicht. Wie verwundbar ein Land ist, das hat das Bündnis Entwicklung zusammen mit der Universität der Vereinten Nationen berechnet - im Weltrisikobericht. Peter Mucke hat ihn heute vorgestellt.

    Vater und Sohn schauen zu Hause Fernsehen (Bild: imago/MITO)

    Freizeit-Monitor 2016

    Was machen Sie eigentlich am liebsten in ihrer Freien Zeit? Faulenzen, Lesen oder doch lieber raus in die Natur? Was die Deutschen so in ihrer Freizeit machen, dass wird in jedem Jahr untersucht - und zwar  von der Stiftung für Zukunftsfragen. Heraus kommt dann der Freizeit-Monitor. Der aktuelle ist am Donnerstag vorgestellt worden. Und sprechen darüber mit dem Wissenschaftlichen Leiter der Stiftung, Prof. Ulrich Reinhardt.

    Live-Übertragung eines Fußballspiels bei den Olympischen Spielen im Fernsehen sowie der parallele Livestream eines Ringkampfs auf einem Tablet-Computer (Foto: dpa/Julian Stratenschulte)

    Die Bedeutung unserer Freizeit

    Womit verbringen wir unsere Freizeit? Das versucht Jahr für Jahr der "Freizeit Monitor" herauszufinden. Im vergangenen Jahr war dabei Fernsehen die häufigste Freizeitaktivität, gefolgt von Radio hören und Telefonieren. Sehr viel hat sich daran nicht geändert. Am Donnerstag haben die Freizeitforscher ihre neuesten Zahlen vorgestellt - Sabine Dahl nimmt sie unter die Lupe mit Walter Tokarski, Professor für Sportpolitik und Freizeitforschung.

    Parade zum Unabhängigkeitstag in Minsk am 3. Juli 2016 (Bild: imago/ITAR-TASS)

    25 Jahre Unabhängigkeit in Weißrussland

    Der Zerfall der Sowjetunion hat insgesamt 15 neue Staaten hervorgebracht. In diesen Augusttagen vor 25 Jahren erklärten einige osteuropäische Staaten ihre Unabhängigkeit: Am Donnerstag blicken wir nach Weißrussland. Alesja Belanovic-Petz ist Weißrussin und Historikerin – sie lebt seit vier Jahren in Deutschland. Im Inforadio-Gespräch erklärt sie, ob dieser Tag in Weißrussland auch als Tag der Befreiung verstanden wird, wie in den Baltischen Staaten.

    Kämpfer der syrischen Kurdenmiliz hissen auf einer Anhöhe ihre Flagge nach einem Sieg in Kobane am 26.01.2015 (Foto: dpa)

    "Eine Neujustierung der amerikanischen Syrien-Politik"

    Die Kämpfer der syrischen Kurdenmiliz galten bislang als engste Vertraute der USA im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) in Syrien. Deshalb wurden sie auch finanziell und militärisch unterstützt. Nun aber forderte US-Vizepräsident Joe Biden die Milizen bei seinem Besuch in Ankara zum Rückzug auf - weil sich herausgestellt habe, dass die Beziehungen zur Türkei wichtiger seien als die zu den Kurden, glaubt Nahost-Experte Michael Lüders: "Die Kurden waren gewissermaßen 'nützliche Idioten', die in einer bestimmten Phase den IS mit Bodentruppen bekämpfen sollten." Der Krieg sei noch lange nicht zu Ende.

    Luftwaffenstützpunkt Incirlik (Bild: Bundeswehr/Falk Bärwald/dpa)

    Lamers: Besuchsverbot für Incirlik aufheben

    Die Bundeswehr ist mit Aufklärungsflugzeugen an der internationalen Allianz gegen den IS beteiligt. Die Tornados sind in der Türkei auf der Luftwaffenbasis in Incirlik stationiert. Der Bundestag muss im Dezember über eine Verlängerung des Einsatzes entscheiden. Bislang verwehrt die Türkei Bundestagsabgeordneten den Besuch der Soldaten. Der Verteidigungspolitiker Karl Lamers (CDU) fordert die Türkei daher auf, das zu ändern. Für Anfang Oktober sei ein Besuch von Mitgliedern des Verteidigungsausschusses geplant. Sollte der nicht stattfinden können, so wäre das eine Situatiuon, in der man neu nachdenken müsse.

  • US-Vizepräsident Joe Biden mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach einem Treffen in Istanbul am 23. Januar 2016 (Foto: dpa/Sedat Suna)

    US-Vizepräsident Joe Biden in der Türkei

    Wenn US-Vizepräsident Joe Biden am Mittwoch Ankara besucht, muss er sich auf schwierige Gespräche gefasst machen. Die Türkei gehört zwar zu den wichtigsten Verbündeten Washingtons in der Region, doch waren die Beziehungen schon lange nicht mehr so angespannt wie derzeit. Wichtigster Streitpunkt ist das Auslieferungsgesuch der Türkei für den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen, den die türkische Regierung als Drahtzieher des gescheiterten Militärputsches vom 15. Juli ansieht. Bislang blieben die Beweise aber aus. Über das schwierige Verhältnis zwischen der Türkei und den USA spricht Sabine Dahl mit dem Politikberater und Sicherheitsexperten Charles King Mallory.

    Ein Kunde steht vor einem Supermarktregal (Bild: Oliver Berg/dpa)

    Zivilschutzkonzept: Was uns Angst macht

    Trinkwasser, Nahrungsmittel, Medizin, Geld: Im Entwurf für ein neues Konzept zur Zivilverteidigung schreibt die Bundesregierung auf, wie sie die Bürger bei einem Angriff schützen will. Es geht um die Abwehr von Terror, Cyber-Attacken oder moderner Kriegsführung. Das Konzept soll am Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden. Der Aufruf, dass Bürger Lebensmittelvorräte anlegen sollen, ist dabei nicht neu. Und dennoch: Selbst bei der Berliner Polizei waren nach den ersten Meldungen dazu viele Anrufe verunsicherter Bürger eingegangen. Über diese Sorgen sprechen wir mit Jens Plag, Facharzt für Psychiatrie und stellvertretender Leiter der Spezialambulanz für Angsterkrankungen an der Charité.

    Luftaufnahme vom VW Werk mit dem Heizkraftwerk (l) und der Autostadt (r) in Wolfsburg (Foto: dpa/Julian Stratenschulte)

    "Gewonnen hat vor allem die Branche"

    Der Streit zwischen Volkswagen und zweien seiner Zulieferer ist beigelegt. VW teilt mit, sie bereiten alles vor, um die Golf-Produktion in Wolfsburg wieder anzufahren. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat VW große Zugeständnisse gemacht. Der Obmann der Unionsfraktion im Wirtschaftsausschuss des Bundestags, Andreas Lämmel, zeigte sich erleichtert über die Einigung. Im Inforadio-Gespräch äußert er zugleich sein Unverständnis darüber, dass sich VW derart von einzelnen Firmen abhängig gemacht hat.

    Bürger entfernen am 25.08.1991 vom Hauptquartier der ukrainischen Kommunistischen Partei in Kiew die sowjetische Flagge. Die Ukraine hatte einen Tag zuvor formell ihre Unabhängigkeit von der Zentralregierung in Moskau erklärt. (Bild: dpa)

    25 Jahre Unabhängigkeit der Ukraine

    In diesen Augusttagen jährt sich für viele osteuropäische Staaten die Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Vor 25 Jahren sagten sich das Baltikum, Weißrussland und die Ukraine vom großen Bruder los. In der Ukraine entflammt gerade wieder der Konflikt mit den von Russland unterstützten Separatisten. Am Mittwoch wird dort der Tag der Unabhängigkeit begangen – ob das ein Tag zum Feiern ist, das besprechen wir mit Marie-Luise Beck von den Grünen. Sie ist Sprecherin für Osteuropa-Politik ihrer Bundestagsfraktion und kennt das Land sehr gut.

    Ein AFD-Plakat zur Berliner Abgeordnetenhauswahl hängt in Friedrichsfelde (Foto: dpa/Maurizio Gambarini)

    - Wer sind die Wähler der AfD?

    Gerade mal drei Jahre ist es her, daß die Alternative für Deutschland (AfD) gegründet wurde. Inzwischen sitzt sie bereits in acht Landesparlamenten und fährt zweistellige Ergebnisse ein. Auch in Berlin, wo die Abgeordnetenhauswahl ansteht, rangiert sie laut Umfragen derzeit bei 15 Prozent. Martin Kroh ist Professor für Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin. Er hat festgestellt: Das Profil der AfD-Anhänger hat sich in den drei Jahren deutlich verändert.

    Der türkische Premierminister Binali Yildirim posiert mit US-Vizepräsident Joed Biden vor den Gesprächen in Ankara (Foto: dpa)

    US-Vizepräsident Biden in Ankara, türkische Panzer in Syrien

    Die Türkei hat am Mittwoch eine Offensive gegen Stellungen der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Nordsyrien eingeleitet - nur wenige Stunden vor dem Besuch von US-Vizepräsident Joe Biden in Ankara. Dessen Mission ist delikat: Während Washington ein entschiedenes Vorgehen gegen den IS begrüßt, könnte es zugleich aber auch zu einer Konfrontation türkischer Truppen mit den von den USA unterstützten kurdischen Kämpfern in der Region kommen. Die Türkei wiederum macht den IS verantwortlich für den jüngsten Anschlag auf eine kurdische Hochzeitsgesellschaft. Einschätzungen von Kristian Brakel, Büroleiter der Heinrich-Böll-Stiftung in der Türkei.

    Soldaten suchen im zentralitalienischen Amatrice nach Vermissten (Foto: dpa/Massimo Percossi)

    "Eine punktgenaue Vorhersage ist nach heutigem Stand nicht möglich"

    Auf der Karte der Seismologen leuchtet Italien rot. Innerhalb weniger Jahre hat es nun zum zweiten Mal die Mitte des Landes erwischt. Am Mittwochmorgen wurden mehrere Bergdörfer durch zwei starke Erdstöße verwüstet. Sie liegen im Bereich der Abruzzen, dem höchsten Gebirgsteil des Apennins, der Italien durchzieht. Erst vor sieben Jahren gab es dort das letzte größere Beben mit etwa 300 Toten. Warum Italien immer wieder von Erdbeben erschüttert wird, erklärt Prof. Marco Bohnhoff vom Geo-Forschungs-Zentrum Potsdam.

  • Neuwagen von Volkswagen stehen in den Autotürmen der Autostadt am VW Werk in Wolfsburg (Foto: dpa/Julian Stratenschulte)

    Volkswagen: Der Zulieferer-Streit geht weiter

    Der Konflikt von Volkswagen mit zwei wichtigen Zulieferern erreicht immer neue  Dimensionen. Viele Bänder stehen aufgrund des Lieferstopps still, bislang sind 28.000 Mitarbeiter betroffen. Die Zulieferer-Branche befürchtet Auswirkungen auch auf andere Lieferanten. Auch die Bundesregierung mahnt eine schnelle Lösung an. Jörg Bode ist ehemaliger Wirtschaftsminister in Niedersachsen - und war als solcher damals auch Mitglied im Aufsichtsrat von VW. Vom Ausmaß des Streits ist er überrascht.

    Das Lenin-Monument im Zentrum Rigas wird am 23.08.1991 aubgerissen (Foto: dpa/Gunars Janaitis)

    Lettland feiert 25 Jahre Unabhängigkeit

    In dieser Woche feiern Staaten wie Estland, die Ukraine, Weißrussland und auch Usbekistan ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Deren Zerfall 1992 hatte insgeamt 15 neue Staaten hervorgebracht. Die Entwicklung der einzelnen Länder hätte aber nicht unterschiedlicher sein können. Die baltischen Staaten stellten rasch auf Demokratie und Marktwirtschaft um. Seit 2004 sind sie Mitglieder in NATO und EU. So auch Lettland: Andrejs Urdze war bevollmächtigter Vertreter der Republik Lettland in der Bundesrepublik. Dörthe Nath blickt mit ihm im Gespräch zurück.

    Die Österreicherin Natascha Kampusch posiert am 14.12.2009 in Hamburg kurz vor der Präsentation der NDR-Dokumentation "Natascha Kampusch - 3096 Tage Gefangenschaft" (Foto: dpa/Marcus Brandt)

    "Als der Täter sie entführte, hatte er richtig Pech"

    3096 Tage in Gefangenschaft - einer besonderen Gefangenschaft. Das Martyrium begann, als die damals 10-jährige Natascha Kampusch auf dem Weg zur Schule entführt wurde und dann mehr als acht Jahre lang in einem schalldichten Keller-Verlies eingesperrt war. Genau vor 10 Jahren gelang ihr endlich die Flucht. Seit dieser Zeit steht der Filmemacher und Autor Peter Reichard mit ihr in engem Kontakt. Im Gespräch mit Sabine Dahl erzählt er, dass Kampusch noch immer kein normales Leben führen könne.

    Föderalismusreform lässt Länderfürsten aneinander geraten - Playmobilritter stehen sich auf einer Deutschlandkarte gegenüber (Bild: imago/ecomedia/robert fishman)

    "Die Bürger erwarten einen funktionsfähigen Staat"

    Wie zufrieden sind die Deutschen mit dem, was man gemeinhin öffentlichen Dienst nennt? Genau dies erfragt das Forsa-Institut seit 2006 jedes Jahr - im Auftrag des Deutschen Beamtenbundes. "Bürgerbefragung öffentlicher Dienst" nennt sich das und am Dienstag sind die Ergebnisse der aktuellen Erhebung vorgestellt worden. Danach wünschen sich 72% der Deutschen einen starken Staat, und die Berufe im öffentlichen Dienst genießen ein hohes Ansehen. Trotzdem müsse man noch attraktiver werden, um auch den nötigen Nachwuchs zu gewinnen - sagt Klaus Dauderstädt, Bundesvorsitzender des Deutschen Beamtenbundes.

    Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach in seinem Heimatort Bergisch-Gladbach (Bild: dpa)

    "Ich kann Teile der CDU-Politik nicht mehr überzeugend genug vertreten"

    Wolfgang Bosbach, ausgewiesener Innenexperte der CDU, ist seit 1994 im Bundestag, also seit 22 Jahren, aber im nächsten Jahr ist Schluss. Er hat seinem Heimatverband in Nordrhein-Westfalen erklärt, dass er nicht mehr kandidieren wird. Schon vor gut einem Jahr hatte er schon den Posten des Vorsitzenden des Innenausschusses abgegeben. Seit Jahren leidet Bosbach an Krebs und geht sehr offen mit der Krankheit um. Auch im Gespräch mit Irina Grabowski räumt er ein, dass die Kraft nachlasse - stellt aber die politischen Motive in den Vordergrund.

  • Menschen und Verwandte auf einer Trauerfeier für die Opfer des Anschlags (Bild: dpa)

    "Die Türkei ist unterschiedlichsten Bedrohungen ausgesetzt"

    Der Terroranschlag in der Türkei mit mehr als 50 Toten ist international verurteilt worden. Die US-Regierung nannte die Tat barbarisch, ähnlich äußerte sich die Bundesregierung. Der außenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, sicherte der Türkei deutsche Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus zu. Allerdings warnt der CDU-Politiker im Inforadio-Gespräch mit Sabine Dahl davor, voreilige Schlüsse über die Urheber des Anschlags zu ziehen.

    Stadtleben in Rio De Janeiro (Foto: imago/ ZUMA Press)

    "Rio kehrt in einen schwierigen Alltag zurück"

    In Rio de Janeiro sind am frühen Morgen unserer Zeit die Olympischen Sommerspiele beendet worden. Das olympische Feuer wurde gelöscht und die Fahne an Vertreter des nächsten Austragungsortes Tokio übergeben. Im inforadio-Gespräch zog der Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Rio, Dawid Danilo Bartelt, eine durchwachsene Bilanz. Die Kosten würden Brasilien noch lange beschäftigen.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht am 27.06.2016 zusammen mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande und dem italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi nach einer Pressekonferenz in Berlin zusammen. (Foto: dpa)

    Dreiergipfel vor Ventotene

    Bundeskanzlerin Merkel trifft sich am Montagnachmittag mit Italiens Regierungschef Renzi und dem französischen Präsidenten Hollande. Bei dem Dreiergipfel auf einem Flugzeugträger vor der italienischen Insel Ventotene stehen das weitere Vorgehen nach dem Brexit-Votum und die Flüchtlingspolitik im Vordergrund. Die italienische Parlamentsabgeordnete Laura Garavini betont im Inforadio-Gespräch, dass die Flüchtlingskrise nur gemeinsam bewältigt werden könne.

    Ein aus Lehm gebautes Minarett einer Moschee in Timbuktu, Mali (Bild: dpa)

    Historischer Prozess um islamistische Zerstörungen

    Im internationalen Prozess um die Zerstörung historischer Kulturstätten in Timbuktu hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Vor dem Strafgerichtshof in Den Haag sagte der Islamist, er bekenne sich mit großem Bedauern schuldig. Der Angeklagte führte 2012 eine Gruppe Dschihadisten an, die in der Wüstenstadt in Mali 14 Mausoleen zerstörte. Diese gehörten zum Unesco-Weltkulturerbe. Im Inforadio-Gespräch hebt der Strafrechtsexperte Kai Ambos die Bedeutung des Prozesses hervor. Es handelte sich um ein Pilotverfahren, weil bisher Angriffe auf Kulturgüter nicht verfolgt wurden.

    Blick auf einen Firmensitz des Automobilzulieferers Prevent in Warmenau bei Wolfsburg (Foto: dpa/Julian Stratenschulte)

    Autozulieferer: Prevent gegen Goliath

    Die beiden in Sachsen ansässigen Zulieferfirmen ES Guss und Car Trim weigern sich, Getriebeteile beziehungsweise Sitzbezüge an den VW-Konzern zu liefern, da dieser Schadenersatzzahlungen bei einem gestrichenen Auftrag verweigere. Durch den Streit können bei Volkswagen knapp 28.000 Mitarbeiter nicht wie geplant arbeiten. Betroffen sind nach Angaben des Konzerns die Werke in Wolfsburg, Emden, Zwickau, Kassel, Salzgitter und Braunschweig. Beide Zulieferer gehören zur Unternehmensgruppe Prevent. Was macht diese Gruppe so selbstbewusst, sich mit Volkswagen anzulegen? Einschätzungen von mdr-Wirtschaftsredakteur Ralf Geißler

    Notrationen von Lebensmitteln sind am 18.03.2013 im Regierungsbunker beim Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) zu sehen (Foto: dpa/Thomas Frey)

    "Seit dem letzten Zivilschutzgesetz hat sich vieles überholt"

    Vertrauen erzeugen geht anders: Am Wochenende hieß es, der Bundesinnenminister rate den Bürgern, Vorräte an Essen und Trinkwasser für zehn Tage anzulegen. Dies gehe aus dem neuen Zivilschutzgesetz hervor, dass das Kabinett am Mittwoch beraten und anschließend der Öffentlichkeit vorstellen wolle. Die Opposition spricht schon mal von "Angstmache." Dem widerspricht Albrecht Broemme. Der Präsident des Technischen Hilfswerkes zeigt sich im Gespräch mit Irina Grabowski "entsetzt, dass die Leute erst jetzt merken, was sie eigentlich schon immer haben sollten."

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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Hertha BSC - Olympiastadion (Bild: dpa)

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