Interviews

Braunkohleabbau in Ostdeutschland (Quelle: dpa)

Ausstieg aus der Braunkohle?

Vattenfall ist der größte industrielle Arbeitgeber in Südbrandenburg. Der schwedische Staatskonzern hat jetzt entschieden, den Verkauf der deutschen Braunkohle-Sparte zu prüfen. Es geht um Tagebaue, um Kraftwerke. Der Verkauf ist noch nicht sicher, aber natürlich wächst die Sorge um Tausende von Arbeitsplätzen in der Region. Der Hauptgeschäftsführer der IHK in Cottbus, Dr. Wolfgang Krüger, fordert für die Lausitz ein rasches Zukunftskonzept.

Gelände der Gerhart-Hauptmann-Schule © dpa

- Räumung ja, aber kein Ultimatum

Bis 0.00 Uhr haben die Flüchtlinge in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg Zeit, das Gebäude zu verlassen. Der Bezirk will die Schule allerdings nicht sofort nach Ablauf der Frist von der Polizei räumen lassen, sondern hofft darauf, dass die Besetzer freiwillig abziehen. Das hat die Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne), hier im Inforadio noch einmal deutlich gemacht.

Ultra-orthodoxe Juden vor dem Felsendom in der Altstadt von Jerusalem (Bild: DPA)

Tag des Zorns in Israel

In Jerusalem sind die israelischen Sicherheitsbehörden in höchster Alarmbereitschaft. Die palästinensische Fatah-Partei hat für Freitag zu einem "Tag des Zorns" in Jerusalem und im Westjordanland aufgerufen. Der Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah (Palästinensische Gebiete), Dr. René Wildangel, sieht in dem Konflikt im Kern ein politisches Problem, nicht ein religiöses.

Eine Absperranlage an der EU-Außengrenze (Bild: DPA)

Keller: Bald sterben wieder mehr Flüchtlinge im Mittelmeer

Am Samstag startet die EU-Grenzschutzagentur Frontex mit der Mission „Triton“. Sie soll mit Schiffen und Flugzeugen die europäischen Küsten vor allem im Mittelmeer überwachen. Triton soll die italienische Mission „Mare Nostrum" ablösen, die vor allem in Seenot geratene Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten sollte. Die brandenburgische Europa-Abgeordnete der Grünen, Ska Keller, fürchtet, dass nun - nach dem Ende von "Mare Nostrum" wieder mehr Flüchtlinge im Mittelmeer umkommen werden.

In diesem Haus auf dem Gelände des Stephanus-Stiftes im nordbrandenburgischen Templin wohnte die Familie Kasner, aufgenommen am 15.06.2005 (Quelle: dpa)

Kanzlerin zu Besuch "zu Hause" in Templin

Mit Gottesdiensten und zahlreichen weiteren Veranstaltungen feiern evangelische Christen in aller Welt am Freitag den Reformationstag. Neben leitenden Geistlichen treten am Reformationstag auch prominente Politiker als Redner auf. Bundeskanzlerin Angela Merkel
(CDU) hält in Templin im Anschluss an einen Gottesdienst in der Kirche, in der sie konfirmiert wurde, einen Vortrag zum Thema "Christlich leben, politisch handeln".

Die Band "Puhdys", bestehend aus Peter Meyer (l-r), Dieter Hertrampf, Dieter Birr, Peter Rasym und Klaus Scharfschwerdt (Bild: DPA)

Kommt doch noch eine Zugabe?

Irgendwann ist wohl doch mal Schluss: Die Puhdys wollen heute ihre Abschiedstournee starten. Die Tour soll bis Ende nächsten Jahres dauern. 45 Jahre deutsche Rockgeschichte gehen dann zu Ende. Oder doch nicht?  "Kleine Zugaben gibt es ja immer", sagte Keyboarder und Saxofonist Peter Meyer im Inforadio.

ARCHIV - Ein Auto fährt am 26.11.2013 über die Autobahn A352 in der Region Hannover (Niedersachsen) vorbei an einer Mautbrücke. Foto: dpa

SPD kritisiert "Murks-Maut"

Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat sein Konzept für die umstrittene Pkw-Maut überarbeitet. Der Gesetzentwurf sieht an einigen Stellen etwas anders aus als zuerst gedacht. Doch die Kritik bleibt. Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) sprach hier im Inforadio von einer "Murks-Maut".

Weitere Interviews

RSS-Feed
  • Ungarns Ministerpräsident (Bild: DPA)

    Ungarn zieht geplante Internetsteuer zurück

    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban stoppt seine umstrittenen Pläne für eine Internet-Steuer. Die Abgabe werde erstmal nicht eingeführt, sagte der Regierungschef in Budapest. Victor Orban hatte geplant, von den Internetanbietern pro Gigabyte Datenübertragung 49 Cent Steuer zu verlangen. ARD-Korrespondent Stephan Ozsvàth berichtete im Gespräch mit Leon Stebe, der Druck der Straße sei offenbar zu groß geworden. Es habe Widerstand über die Parteigrenzen hinweg gegeben. In dem Protest drücke sich der Unmut insgesamt mit den Zuständen im Land aus.

  • Eine Mann geht an einer Gas-Pipeline im russischen Sudzha vorbei (Bild: dpa)

    Ukraine und Russland legen Gas-Streit bei

    Monatelang kamen die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über Gaslieferungen nicht voran. Hauptstreitpunkt war der Preis. Außerdem war bis zuletzt unklar, wie die insolvente Ukraine die Zahlungen leisten soll. Dennoch gelang jetzt der Durchbruch. Vertreter beider Seiten unterzeichneten am Abend in Brüssel die Übereinkunft. Einzelheiten von unserem Korrespondenten Kai Küstner.

Interview-Archiv

  • Bundeswehr-Soldat mit Bobby-Car (Bild: imago)

    Die Truppe soll schöner werden

    Annähernd eine Milliarde Euro woll Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen in die Hand nehmen, um die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands zu machen. Dass bessere Arbeitsbedingungen und Ausrüstung für die Soldaten bitter nötig sind, wird auch nicht vom verteidigungspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Henning Otte, angezweifelt.

    Ein Schild weist auf die Mautpflicht hin (Bild: DPA)

    Kritik am Pkw-Maut-Konzept

    Die Union hat im Streit um eine geplante Pkw-Maut einen Kompomiss erzielt. Fahrer aus dem EU-Ausland sollen für die Nutzung von Autonbahnen zahlen. Martin Mair, Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio, sagte im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder, die CDU-Landesverbände von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hätten sich damit durchgesetzt. Sie wollten vermeiden, dass grenznahe Regionen Nachteile erleiden. Viele Fragen seien aber noch offen.

    Verschiedene Tabletten-förmige Schmerzmittel liegen auf dem Tisch (Bild: DPA)

    Der schnelle Griff zur Tablette

    Die Deutschen nehmen so viele Schmerzmittel wie noch nie. Vor allem der Wirkstoff Ibuprofen erfreut sich immer größerer Beliebtheit und hat Aspirin als beliebtestes Schmerzmittel der Deutschen laut aktueller Studie abgelöst. Die Nebenwirkungen von Schmerzmitteln werden dabei allerdings oft unterschätzt. Prof. Dr. med. Fritz von Weizsäcker, Chefarzt für Innere Medizin an der Schlosspark-Klinik in Berlin-Charlottenburg, warnt davor, gedankenlos zu Schmermitteln zu greifen.

    Im Berliner Amerika-Haus stellt die renommierten Fotogalerie c/o Berlin aus (Bild: DPA)

    C/O wird feierlich eröffnet

    Nach mehr als eineinhalb Jahren ohne eigene Räume hat die international renommierte Fotogalerie C/O ein neues Zuhause: im Amerika Haus am Bahnhof Zoo in Berlin-Charlottenburg. Am Donnerstag ist die feierliche Einweihung. Der Direktor der Galerie, Stefan Erfurt, schwärmt von dem "wunderbar offenen Raum", der optimal sei für Fotografien.

    Mitglieder einer jesidischen Familie im Nordirak (Bild: DPA)

    Reportagen aus der Hölle

    Der Kampf gegen IS geht in mehreren in Syrien und im Irak weiter. Nicht nur in Kobane, sondern in vielen anderen Orten auch. In den Sinjar-Bergen zum Beispiel droht erneut ein Massaker an etwa 10.000 Angehörigen der religiösen Minderheit der Jesiden, die in der Region geblieben sind. Die Fernsehreporterin Düzen Tekkal ist selbst Jesidin und reist regelmäßig in den Nordirak, um zu berichten und Hilfe zu organisieren. Im Gespräch mit Dörthe Nath sagte sie, die IS-Truppen seien von den Jesiden in den Sinjar-Bergen teilweise nur noch zwei Kilometer entfernt. Die Region sei aber nicht so stark im Blick der Weltöffentlichkeit wie die Stadt Kobane.

    In einem Sparschwein stecken Euro-Banknoten. (Bild: dpa)

    Weltspartag mit Zinsen im Keller

    Es ist Weltspartag. Doch Sparen erscheint zurzeit nicht sehr verlockend, angesichts der niedrigen Zinsen. Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von "Finanztip" findet es dennoch sinnvoll, wenn Kinder und Jugendliche mit dem Sparschwein zur Bank gehen. Für die mittelfristige Geldanlage seien Festgeldkonten eine sinnvolle Möglichkeit.

    MIG 29-Kampfflugzeuge der russischen Streitkräfte (Bild: DPA)

    NATO kritisiert russische Manöver über Europa

    Die NATO hat auffällige Bewegungen auf ihrem Radar entdeckt. Russlands Luftstreitkräfte haben in den vergangenen Tagen umfangreiche Manöver im europäischen Luftraum geflogen. Tom Weingärtner, ARD-Korrespondent in Brüssel, berichtete im Gespräch mit Leon Stebe, insgesamt seien 26 Maschinen der Russen seit Dienstag im Einsatz gewesen. Die Nato sehe darin ein Säbelrasseln. Das werde noch eine Zeitlang so weitergehen, solange der Ukraine-Konflikt nicht gelöst sei.

    Bildcollage: Kontaktabzug (li.) und Vergrößerung (re.) des Fotos von Marc Riboud: Eiffelturm, Paris (Frankreich), AD: 1953. © Agentur Magnum

    Ein Blick in die Küche der Meister

    In ihrem neuen Domizil im Amerika Haus in der Hardenbergstraße zeigt die C/O-Galerie Berlin von Donnerstag an die Ausstellung "Contact Sheets". Der frühere Chef der Fotoagentur Magnum, Thomas Höpker, erzählt, was es mit diesen Kontaktbögen auf sich hat und warum Fotografen diese Bögen eigentlich nur sehr ungerne öffentlich zeigen. 

    Ein Verkehrsschild an einer Zufahrtstraße zu einer mautpflichtigen Strecke (Bild: DPA)

    Deutliche Kritik an Dobrindts Maut-Konzept

    Die Bezahlung der geplanten Pkw-Maut soll über die Nummernschilder elektronisch kontrolliert werden. Das geht aus dem Gesetzentwurf vor, den Verkehrsminister Alexander Dobrindt vorstellte. Autofahrer in Deutschland werden über die Kraftfahrzeugsteuer entlastet. Robert Kiendl, Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio, sagte im Gespräch mit Leon Stebe, unter anderem sei noch unklar, ob Ausländer auf Bundesstraßen ausweichen werden, wenn sie z.B. von Polen nach Deutschland fahren. Scharfe Kritik kam vom ADAC.

    Pro-Palästinensische Demonstranten in Beirut, Libanon, 21. Juli 2014, Foto: dpa

    "Deutschland soll Palästina anerkennen"

    Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, hat die Bundesregierung aufgefordert, Palästina als Staat offiziell anzuerkennen. Er reagierte damit auf die heutige Entscheidung Schwedens. Gysi sagte hier im Inforadio, es sei höchste Zeit, dass das passiere.

  • Ein Wasserwerfer wird in Köln

    Wendt fordert strengere Auflagen

    Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, fordert strengere Auflagen für Hooligan-Aufmärsche. Hier im rbb-Inforadio sagte Wendt, er sehe gute Chancen, dass die geplante Hooligan-Demonstration in Berlin verboten werden kann. Zur Begründung verwies er auf die Ausschreitungen in Köln am Wochenende.

    Illustration: Internetsucht - Gefangen im Netz (Bild: imago)

    "Lieber an der Kussbilanz arbeiten"

    Das "world wide web" wird am Mittwoch 45 Jahre alt. Flüge buchen, Rechnungen bezahlen, Informationen abrufen: Ohne Internet ist unser Leben kaum noch denkbar. Doch gerade die Social Media bergen ein enormes Suchtpotenzial. Die Autorin Anitra Eggler rät: Handy abschalten und dem Gegenüber in die Augen schauen.  

    Stimmen der Parlamentswahl werden ausgezählt (Foto: dpa)

    Platzeck hofft auf Annäherung an Russland

    Der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Platzeck, mahnt eine Rücknahme der Sanktionen gegen Russland an. Nach der Wahl in der Ukraine müsse man jetzt mit Geduld und Weitsicht eine Lösung des Konfliktes suchen, sagte Platzeck hier im Inforadio.

    Zwei Nullen auf einem schwarzen Hintergrund (Bild: imago)

    Schwarze Null oder Investieren?

    Wie soll der deutsche Staat wirtschaften: Sparen oder investieren? Ist es besser, an der "schwarzen Null" festzuhalten, also an einem ausgeglichenen Haushalt? Oder müsste nicht mehr investiert werden, um die Wirtschaft vor einer Rezession zu bewahren? Der Volkswirt Heiner Flassbeck hat dazu eine eindeutige Meinung: investieren, zur Not auch auf Pump.

    Die Facebook-Profilseite (Bild: DPA)

    Dient das Internet der Demokratie?

    Das Internet ist im Bereich Kommunikation die vielleicht wichtigste Erfindung seit dem Buchdruck. Es hat die Welt verändert. Der arabische Frühling vor drei Jahren hatte schnell den Beinamen „Twitter - oder Facebook-Revolution weil sich die Demonstranten in Tunesien und Ägypten über die sozialen Medien organisierten - hat das weltweite Netz also eine demokratie-fördernde Wirkung?

    Ein Teilnehmer des nationalen IT-Gipfels sitzt am 21.10.2014 in Hamburg in der Handelskammer mit seinem Smartphone vor einer Wand. Foto: dpa

    "Ich würde mich unendlich langweilen!"

    Der Alltag ohne das Internet - den kann man sich heute bestenfalls nur noch vorstellen. Erleben lässt er sich jedenfalls nur noch gezwungenermaßen - etwa bei Stromausfall oder wenn das WLAN nicht mitspielt. Was die Frage aufwirft: Hat das WWW seine Zukunft schon hinter sich? Oder ist da noch Entwicklungspotenzial?

    Eine US-Trägerrakete der NASA vor dem Start (Bild: DPA)

    Antares-Explosion: "So was wird immer wieder passieren"

    Die Explosion der Antares-Trägerrakete - mitsamt des unbemannten Versorgungsfrachters Cygnus - ist ein Ärgernis für die NASA, aber nicht zwingend überraschend, sagt Ulrich Walter vom Lehrstuhl für Raumfahrttechnik der TU München: Mit solchen Unfällen müsse man angesichts der Anforderungen an das Material immer wieder rechnen. Die Astronauten auf der ISS seien allerdings in keinerlei Gefahr durch den ausgefallenen Transport.

    "Wir dienen Deutschland" (Bild: imago)

    "Attraktivitätsgesetz": Gut, aber nicht genug

    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Bundeswehr attraktiver machen - durch mehr Geld und familienfreundlichere Arbeitsbedingungen. All diese Maßnahmen seien richtig und überfällig, sagt der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe (SPD) - doch sie reichten nicht aus: Die Bundeswehr müsse mit großen Konzernen konkurrieren und das könne sie nur, wenn es ein Umdenken in der Bundesregierung gebe.

  • Syrische Flüchtlinge in einem Camp in Sanliurfa, Türkei, 10. Oktober 2014 - Foto: dpa

    Müller fordert rasche Hilfe für Flüchtlinge

    Der Winter rückt näher, und mit ihm wird die Situation der syrischen Flüchtlinge immer schwieriger. Die Bundesregierung lädt für heute zu einer internationalen Flüchtlingskonferenz nach Berlin ein. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sieht dringenden Handlungsbedarf. Es fehle den Flüchtlingen aus Syrien an allem.
     

    Der Kabarettist Dieter Nuhr (Bild: imago)

    Wieviel Satire vertägt der Islam?

    Bis zu drei Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe drohen Dieter Nuhr, falls die Anzeige Erfolg hat, die ein Muslim aus Osnabrück gegen den Kaberettisten erstattet hat. Seine Begründung: Nuhr beleidige in seinen Shows unter dem Deckmantel der Satire den Islam und die Muslime. Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, rät zu Gelassenheit. Die Mehrheit der Moslems identifiziere sich nicht mit der Klage.

     

    Leute tragen Plastiktüten (Quelle: dpa)

    EU-Umweltminister: Kampf gegen Plastiktüten

    Am Dienstag berät der Umweltministerrat der Europäischen Union über einen Vorschlag der Kommission zur Abfallpolitik. Dabei soll es nicht nur um ein Verbot dünnwandiger Plastiktüten gehen, es könnten auch Weichen für ein insgesamt ressourceneffizienteres Europa gestellt werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) appelliert an die EU-Umweltminister, die Beseitigung von Kunststoffabfällen zu verbessern und die Recyclingquoten zu erhöhen. Der BUND-Experte Rolf Buschmann rechnet jedoch nicht mit einem raschen Ende der Plastiktüten.

    Die Polizei geht am 26.10.2014 vor dem Hauptbahnhof in Köln (Nordrhein-Westfalen) mit Wasserwerfern gegen gewaltbereite Demonstranten vor. (Bild: dpa)

    SPD sieht Kölner Krawalle als "Alarmsignal"

    Nach den Kölner Krawallen hat die Bundesregierung ein hartes Vorgehen gegen Rechtsextremisten und Hooligans angekündigt. Neue Gesetze seien aber nicht nötig, sagte Innenminister Thomas de Maizière in der ARD. Bundesjustizminister Heiko Maas erklärte, der Staat dürfe nicht zulassen, "dass sich gewalttätige Salafisten und Rechtsextreme gegenseitig hochschaukeln". Burkhard Lischka, der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsproduktion, sprach von einem Alarmsignal.

    Eine Syrerub sitzt mit ihren Kindern auf einem staubigen Bürgersteig einer Straße in Istanbul und bettelt (Bild: dpa)

    Internationale Konferenz zu syrischen Flüchtlingen

    Bei der internationalen Flüchtlingskonferenz zu Syrien in Berlin haben Vertreter der Nachbarstaaten eindringlich gefordert, die Lasten bei der Aufnahme der Schutzsuchenden zu teilen. Sie seien mit der Versorgung der rund 3,2 Millionen Schutzsuchenden vollkommen überfordert. Der "Zeit"-Reporter Wolfgang Bauer hat syrische Flüchtling undercover begleitet. Im Gespräch mit Leon Stebe berichtet er von seiner Entführung durch eine konkurrierende Mafia-Bande in Alexandria. Die deutsche Flüchtlingspolitik kritisierte Bauer als "hilflos bis zynisch".

    Demonstranten laufen am 26.10.2014 in Köln (Nordrhein-Westfalen) während einer Demonstration von Hooligans bei der Aktion "Gemeinsam gegen Salafismus" durch die Innenstadt. (Bild: dpa)

    Lux (Grüne): Hooligan-Gewalt im Keim ersticken

    Hooligans und Neonazis haben am vergangenen Wochenende in Köln für chaotische Szenen gesorgt, als plötzlich Flaschen und Feuerwerkskörper gegen Polizisten flogen. Sind solche Straßenschlachten oder Ausschreitungen auch in Berlin denkbar? Innensenator Frank Henkel hat heute mitgeteilt, dass die Gruppe „Hooligans gegen Salafisten" für den 15. November eine Demonstration in Berlin angemeldet hat. Falls die Veranstaltung nicht ohnehin verboten wird, müsse die Polizei Gewalt im Keim ersticken, fordert Benedikt Lux, der innenpolitische Sprecher der Grünen im Abgeordnetenhaus.

  • Das letzte Licht des Tages fällt auf die Bankentürme von Frankfurt am Main (Bild: DPA)

    Zeugnistag für Europas Banken

    Erleichterung bei Deutschlands Banken: Alle großen Institute sind für Krisen gerüstet. Zwar fiel die Münchener Hypothekenbank als einziges deutsches Institut bei den Bankentests der Europäischen Zentralbank (EZB) auf Grundlage der Zahlen von 2013 durch. Das Institut hat den Angaben zufolge die Kapitallücke aber mittlerweile geschlossen. Der Ökonom Martin Hellmich sagte, die Verbraucher müssten sich keine Sorgen machen, aber das europäische Bankenwesen müsse reformiert werden.

    Tunesier stehen am 23.10.2011 in Tunis Schlange, um ihre Stimmen für die ersten freien Wahlen im Lande abzugeben (Bild: dpa)

    Parlamentswahl in Tunesien

    Bei der Parlamentswahl in Tunesien ist die säkulare Partei "Nidaa Tounes" nach eigenen Angaben stärkste Kraft geworden. Unter Berufung auf Teilergebnisse hieß es, die Partei habe mehr als 80 Sitze im neuen Parlament errungen und damit die favorisierte islamistische "Ennahda" deutlich überflügelt. ARD-Korrespondent Alexander Göbel berichtete im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder, die Wähler hätten begriffen, dass zum ersten Mal eine gewählte Regierung Reformen einleiten könne.

    Ein Baustellenschild stehtvor der Norddeutschen Landesbank NordLB in Hannover (Bild: DPA)

    Wie weiter nach dem Banken-Stresstest?

    25 der 130 untersuchten Institute im Euroraum fielen beim EZB-Stresstest zum Stichtag 31. Dezember 2013 durch, darunter als einzige deutsche Bank die Münchener Hypothekenbank. Diese und elf weitere Geldhäuser haben in diesem Jahr aber schon nachgebessert und ihre Puffer um insgesamt 15 Milliarden Euro gestärkt. Michael Kemmer, den Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Banken, sagte, die deutschen Banken hätten ihre Ausaufgaben gemacht.

    Ausüben von Gewaltfantasien - Hooligans und Neonazis demonstrieren

    In Köln ist am Sonntag eine Demonstration tausender Fussball-Holligans eskaliert. Organisiert wurde diese Demo laut Polizei von der Vereinigung „Holligans gegen Salafisten". Die Gewerkschaft der Polizei zeigt sich entsetzt, Bundesjustizminister Maas kündigt ein entschiedenes Vorgehen gegen das Netzwerk aus Hooligangs und Nenonazis an. Nach Einschätzung des Sportsoziologen und Fanforschers Gunter Pilz, geht es vielen Teilnehmern der gestrigen Proteste nicht um den Salafismus, sondern darum, in der Masse Gewalt auszuüben.

    Eine Frau geht an einem Wahlpßlakat vom ukrainischen Ministerpräsidenten Jatseniuk vorüber (Bild: DPA)

    Ukraine: Ein Schub in Richtung Europa

    Nach der Parlamentswahl in der Ukraine stehen die proeuropäischen Kräfte um Präsident Petro Poroschenko vor einem klaren Sieg. Nach der Auszählung von über einem Drittel der Stimmzettel kommen der prowestliche Poroschenko-Block und die neue Volksfront von Regierungschef Arseni Jazenjuk auf jeweils mehr als 21 Prozent der Stimmen, wie die Wahlleitung in Kiew am Montag mitteilte. Nach Einschätzung des ukrainischen Journalisten Jurij Durkot ist das Wahlergebnis insgesamt ein Schub in Richtung Europa. Dennoch warnte er vor zu großen Erwartungen.

    Der Vorsitzende der Berliner SPD-Fraktion, Raed Saleh (Bild: dpa)

    Saleh: Große Koalition nicht schlechtreden

    Innensenator Frank Henkel (CDU) hat sich am Wochenende per Interview zu Wort gemeldet - und in Richtung SPD ausgeteilt. Er sieht ein Machtvakuum. Begründung: Der künftige Regierende Bürgermeister Müller, Landeschef Stöß und der Chef der Fraktion Saleh seien sich offenbar nicht einig in der Frage, wer denn nun in der Berliner SPD den Hut auf hat. Henkel sieht die Arbeit des Senats in Gefahr - und fordert einen Neuanfang. SPD-Fraktionschef Raed Saleh warnt, die Arbeit der letzten drei Jahre dürfe nicht schlechtgeredet werden.

  • Wahlkampfzelte der Radikalen Partei der Ukraine (Bild: DPA)

    Die Ukraine vor der Wahl

    In der Ukraine wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Umfragen sehen die Partei des amtierenden Präsidenten Poroschenko vorn. Die pro-russischen Separatisten im Osten des Landes wollen die Abstimmung indessen boykottieren und im November eine eigene Wahl abhalten. Die Ukraine ist also ein gespaltenes Land. Henryk Jarczyk beschreibt die mentalen Unterschiede.

    Eine irakische Flüchtlingsfrau mit zwei kleinen Kindern in einem Lager in Erbil (Nordirak), 19. September 2014 - Archivbild, dpa

    Eindrücke aus Erbil

    Während weite Teil des Irak inzwischen von der Terrororganisation "Islamischer Staat" beherrscht werden, ist es im Norden des Landes, der mehrheitlich von Kurden bewohnt ist, relativ ruhig. Allerdings muss der Nordirak mit immer mehr Flüchtlingen zurechtkommen. Der deutsche Journalist Hendrik Fenz, der bis vor kurzem in Erbil war, schilderte hier im Inforadio die aktuelle Situation vor Ort.

    ARCHIV - Nach der Vorstandssitzung der Thüringer Sozialdemokraten verkündet der designierte Thüringer SPD-Landeschef, Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD), am 20.10.2014 in Erfurt (Thüringen) das Ergebnis der Abstimmung. Foto: dpa

    "Es ist eine thüringische Entscheidung"

    Der SPD-Landesvorstand in Thüringen wählt am Sonnabend einen neuen Chef. Der Führungswechsel wird mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet. Denn die SPD in dem Bundesland ist auf dem Weg, Juniorpartner in einer Rot-Rot-Grünen Koalition zu werden. Der SPD-Haushaltspolitiker Carsten Schneider, selbst Thüringer, sieht die Entwicklung nicht ohne Skepsis.

RSS-Feed

Auch auf Inforadio.de

US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

Nachrichten, Wetter

Rund um die Uhr besser informiert: Hier finden Sie die Nachrichten der Stunde, einen Überblick über das Wichtigste der vergangenen sieben Tage sowie Wetter und Verkehrs-Informationen.

Sport im Inforadio

Ergebnisse, Interviews, Sieger und Verlierer des Tages. Dazu am Wochenende Fußball satt: Erste und zweite Liga live, natürlich mit der Bundesliga-Konferenz und dem Tippspiel.