Interviews

Friedlicher Protest gegen den Auftritt der AfD-Politikerin Beatrix von Storch in Osnabrück (Bild: imago/Future Image)

Kölns Oberbürgermeisterin ruft zu friedlichem Protest auf

Dass die AfD ihren Bundesparteitag an diesem Wochenende ausgerechnet in Köln stattfinden lässt - das ist für Henriette Reker eine Provokation. Die parteilose Oberbürgermeisterin der Stadt sagte im Inforadio, die AfD habe Köln offensichtlich deshalb gewählt, weil die Stadt für genau das stehe, was die AfD nicht wolle: Respekt, Offenheit, Toleranz. Zwei Bündnisse haben daher zu Gegendemonstrationen aufgerufen, die Polizei rechnet mit 50.000 Demonstranten und will 4.000 Beamte einsetzen. Reker unterstützt den Protest. Man müsse ein deutliches Zeichen setzen, "dass wir die AfD in unserer Stadt nicht haben wollen".

Eisbär Wolodja (Bild: imago/Thomas Lebie)

Einmal Zoo bis Tierpark: Wenn ein Eisbär durch Berlin muss

Am Samstag soll Eisbär Wolodja aus dem Berliner Zoo zurück in den Tierpark ziehen. Dort hat er zwei Monate gelebt, weil das Eisbären-Gehege im Tierpark kindgerecht hergerichtet werden sollte - doch aus bisher unklaren Gründen starb das Eisbärenjunge "Fritz", das Wolodja zusammen mit Eisbärdame Tonja gezeugt hatte. Wie kompliziert ist es, einen 350 Kilo schweren Eisbären quer durch Berlin zu fahren? Dr. Florian Sicks, Kurator für alle Bären im Berliner Tierpark, erklärt: Man benötige eine große, hochstabile Kiste, in die Wolodja gelockt werden soll.

Interview-Archiv

  • Klaas-Jan Huntelaar, Max Meyer, Torwart Ralf Fährmann und Sead Kolasinac (l-r) von Schalke gehen nach dem Gesamtsieg von Amsterdam zu ihren Fans. (Bild: dpa/Ina Fassbender)

    Wir müssen leider draußen bleiben

    Borussia Dortmund, Bayern München - und seit Donnerstagabend auch Schalke 04: Für alle drei Bundesligisten kam in dieser Woche das internationale Aus. Zum ersten Mal seit 2009 ist kein deutsches Team im Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs vertreten. Philipp Köster, Chefredakteur und Herausgeber des Fußball-Magazins "11 Freunde", erläuterte im Inforadio die Gründe dafür - zuvor sprach er auch über die Festnahme nach dem BVB-Anschlag.

    Polizisten sichern am Abend des 20.04.2017 in Paris, Frankreich, das Gebiet um den Champs Elysees. (Bild: dpa/Kamil Zihinioglu)

    Paris: Attentat überschattet Wahlkampf

    Kurz vor der Präsidentschaftswahl ist Frankreich erneut Schauplatz eines mutmaßlichen islamistischen Anschlags geworden: Bei einem Angriff auf dem Pariser Boulevard Champs-Elysées wurden am Donnerstagabend ein Polizist getötet und drei weitere Menschen verletzt. Der Angreifer wurde erschossen. Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrormiliz IS. Sylvie Goulard, Beraterin im Wahlkampfteam von Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron, zeigte sich von der Reaktion der Franzosen auf das Attentat beeindruckt. 

    Muslima mit Kinderwagen in Berlin (Bild: imago/Winfried Rothermel)

    Doppelpass als Integrationshemmnis?

    Spätestens seit dem Türkei-Referendum ist der Doppelpass für Nicht-EU-Bürger wieder ein politisches Streitthema - vor allem in der Union: Hier gibt es viele, die durch die doppelte Staatsbürgerschaft Loyalitätsprobleme sehen. Der CDU-Spitzenkandidat für die bevorstehende Landtagswahl in Schleswig-Holstein, Daniel Günther, sieht im Doppelpass durchaus ein Integrationshindernis. Er sagte im Inforadio, von Menschen, die in der Bundesrepublik leben, erwarte er auch "eine Hinwendung zu Deutschland".  

    Tunneldeckensanierung der U2, Hardenbergstraße, Quelle: Inforadio

    Grüne wollen Baustellen koordinieren

    Die ganze Woche über berichten wir über Baustellen in Berlin, die den Autofahrern in der Stadt den Weg zur Arbeit zur Hölle machen – und das teilweise seit Jahren. Die lange Bauzeit liege vor allem am hohen Sanierungsbedarf bei Straßen und Leitungen, erläuterte Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Abgeordnetenhaus. Die Koordination der zahlreichen Baustellen müsse aber verbessert werden. Ein Prämienmodell für schnellere Bauarbeiten sieht Moritz skeptisch.

    Der Bus von Borussia Dortmund steht mit einer beschädigten Scheibe am 11.04.2017 in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) an einer Straße(Bild: dpa/Ina Fassbender)

    ARD-Terrorismusexperte: "Einzigartige Kaltblütigkeit"

    Es ging wohl um Aktienspekulation - nicht um Terrorismus: Die GSG9 hat bei Tübingen einen Mann festgenommen, der den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund begangen haben soll. Der mutmaßliche Täter hatte offenbar darauf gesetzt, dass nach dem Anschlag die BVB-Aktie fällt - und er so Millionen verdient. ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg bescheinigt dem Mann eine "einzigartige Kaltblütigkeit" - die allerdings gepaart war mit einer dilettantischen Planung der Tat.  

    Der UN-Sicherheitsrat während einer Sitzuung zum Nahost-Konflikt (Bild: dpa)

    Chemiewaffenangriff in Syrien - warum fällt die Aufklärung so schwer?

    Dass Anfang April im syrischen Chan Scheichun Giftgas verwendet wurde, ist mittlerweile amtlich - wer es eingesetzt hat, bleibt unklar. Russland, das Assad-Regime und die Rebellen schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Auch der UN-Sicherheitsrat ist am Donnerstag keinen Schritt weiter gekommen. Werden wir jemals erfahren, wer das Giftgas wirkllich eingesetzt hat? Das fragen wir Prof. Götz Neuneck, amtierender Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg.

    Ranga Yogeshwar (Bild: imago/Future Image)

    Sciencemarch: Zu Fakten gibt es keine Alternativen

    Spätestens seit der US-Präsidentschaft von Donald Trump hat es die Wissenschaft schwer in der Welt: Fakten zählen immer weniger, wenn selbst Staatsmänner mit "alternativen Fakten" arbeiten. Dagegen wehren sich am Samstag Wissenschaftler in aller Welt: In 400 Städten weltweit gehen sie für den "March for Science" auf die Straße - auch in Berlin. Am Brandenburger Tor wird TV-Moderator Ranga Yogeshwar sprechen. Vorher spricht er mit uns.

  • Georg Pazderski und Frauke Petry (Bild: imago/Metodi Popow)

    Petry-Verzicht "überraschend, aber nicht unerwartet"

    Am Mittwoch verkündete AfD-Chefin Frauke Petry ihren Verzicht auf die Spitzenkandidatur ihrer Partei für die Bundestagswahl im September – und das wenige Tage vor dem Bundesparteitag in Köln. AfD-Bundesvorstandsmitglied Georg Pazderski sieht internen Druck als Hauptgrund für den Verzicht und äußert Verständnis. Gleichzeitig unterstützt er den Kurs Petrys - langfristig müsse die AfD Regierungsverantwortung übernehmen können.

    Schnee liegt am 19.04.2017 bei Obereschach (Baden-Württemberg) auf den teils geöffneten Apfelblüten, Quelle: Felix Kästle, dpa

    Frühlingsfrost bringt die Ernte in Gefahr

    Dieses Jahr wird der April seinem durchwachsenen Ruf mehr als gerecht. Nach anfänglicher Wärme, die Bäume und Pflanzen zum Sprießen brachte, droht nun sogar Nachtfrost. Für Stadtbewohner heißt das nur, dass viele ihre Winterjacken erneut rausgeholt haben. Für Obstbauern etwa in Brandenburg ist nun die kommende Ernte in Gefahr. Wirtschaftlicher Schaden für die Bauern - höhere Preise für die Kunden. Wir sprechen darüber mit Thomas Bröcker vom Gartenbauverband Berlin-Brandenburg.

    Blitz-Marathons am 16. April 2015 in Potsdam, Quelle: imago/Martin Müller

    Brandenburger Polizei verteidigt "Blitzer-Marathon"

    An gut 200 Stellen in ganz Brandenburg ging die Polizei beim Blitzmarathon am Mittwoch gegen Raser vor. Doch die ehemals bundesweite Aktion ist umstritten - Berlin nahm gar nicht erst teil. Die Brandenburger Polizei zieht am Tag danach eine positive Bilanz - es seien wieder etliche Verstöße gegen Tempolimits registriert worden, sagt Polizeisprecher Mario Heinemann im Inforadio-Gespräch.

    Azubi im Kreuzberger Bürgeramt (Bild: imago/Bernd Friedel)

    Berliner Verwaltung: "Es fehlt an Fachkräften"

    Stadtamtfrau, Hausmeister, Diplom-Psychologe oder "Tarifbeschäftigter": 230 freie Stellen in der Berliner Verwaltung findet man zurzeit auf berlin.de. Ein Grund dafür sei der Fachkräftemangel, der beispielsweise auch die Wirtschaft betreffe, sagt Henrik Vagt von der IHK Berlin. Doch auch die Konkurrenz mit der freien Wirtschaft sei ein Problem - zum Beispiel bei der Suche nach IT-Fachkräften.

    Ein Airbus A330 von Air Berlin (Bild: imago/Rainer Unkel)

    Air Berlin: Umwandlung mit Anlaufschwierigkeiten

    Das Flugunternehmen Air Berlin hat derzeit mit mehreren Problemen zu kämpfen: Kofferchaos, verspätete Gehaltszahlungen - Kunden und Personal sind gleichermaßen sauer. Der Journalist und Luftfahrtexperte Cord Schellenberg sieht die Ursache in der gerade stattfindenden Umwandlung vom klassischen Carrier zum Dienstleister für andere Fluggesellschaften. Das Konzept sei das richtige für Air Berlin, müsse sich aber erst einspielen.

    Entwicklerkonferenz F8 am 19.4.2017 in San Jose (Kalifornien, USA), Menschen können mit Hilfe von Sensoren Worte direkt aus ihrem Gehirn in Computer eintippen. Quelle: Andrej Sokolow, dpa

    Die Gedanken sind frei (und bleiben es auch vorerst)

    Die Vorstellung ist faszinierend und gruselig zugleich: Weltweit forschen Wissenschaftler an Möglichkeiten, menschliche Gehirnströme zu lesen, mit dem Ziel, dass Menschen irgendwann einmal nur mit den Gedanken Geräte steuern oder gar Texte schreiben können. Auch der Internetriese Facebook beteiligt sich an der Forschung. Wissenschaftsredakteur Thomas Prinzler ist da sehr vorsichtig: Aus wissenschaftlichen, wie auch aus ethischen Gründen.

    Flüchtlinge arbeiten beim Projekt "Chance Plus" an einer S-Bahn in Berlin (Bild: imago/Jens Jeske)

    Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten läuft schleppend

    Das Bundesarbeitsministerium wollte 100.000 Geflüchtete in geförderte Ein-Euro-Jobs bringen – doch von denen sind bislang lediglich 25.000 beantragt worden. Die Grünen sehen darin ein Scheitern des Programms. Ganz so weit würde Dr. Herbert Brücker vom Institut für Arbeits- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit nicht gehen. Aber das Programm sei zu spät gekommen und habe daher nur eine kleine Wirkung gehabt. Besser funktionierten Beratungs- und Qualifizierungsprogramme. Doch Geduld zahle sich aus: Rund 50 Prozent der Geflüchteten seien nach spätestens fünf Jahren in Lohn und Brot.

    Alexander Gauland und Frauke Petry (Bild: imago/IPON)

    AfD: "Da gehen zwei aufeinander zu"

    Hat der Verzicht von Frauke Petry auf die Spitzenkandidatur ihrer Partei bei der Bundestagswahl den Riss aufgezeigt, der durch die AfD-Spitze geht? Kann man so sehen, meint der Parteienforscher Richard Stöss – muss man aber nicht: Seiner Meinung nach zeigen sowohl Petry als auch ihr interner Kontrahent Alexander Gauland deutliche Zeichen des Kooperationswillens – weil beide Lager wissen, dass vom Parteitag am Wochenende ein Zeichen der Geschlossenheit ausgehen muss, soll der Abwärtstrend der AfD gestoppt werden.

    Containerfrachtschiff im Hamburger Hafen (Bild: imago/Markus Tischler)

    "Nicht weniger exportieren – mehr importieren!"

    Der deutsche Exportüberschuss stößt immer mehr Politikern im Ausland sauer auf. Auch das wird Thema sein beim Treffen von Internationalem Währungsfond, Weltbank und Finanzministern der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen. Fabian Lindner vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung sagt: Die Lösung könne nicht sein, die Exporte herunterzufahren, vielmehr müssten die Importe gesteigert werden.

    Verwundeter kurdischer Kämpfer in Bashiqa (Bild: imago/ZUMA Press)

    Irak: Der Kampf um Mossul geht weiter

    Nicht nur in Syrien, auch im Nachbarland Irak herrscht noch immer Krieg. Aus der noch immer umkämpften Drei-Millionen-Stadt Mossul sind Hunderttausende Menschen geflohen, unter anderem in die ebenfalls weitgehend zerstörte Stadt Bashiqa, gut zehn Kilometer entfernt. Bundesaußenminister Gabriel hat am Donnerstag diese Stadt besucht, in der auch die Hilfsorganisation Care tätig ist, unter anderem in der Person von Care-Generalsekretär Karl-Otto Zentel.  Im Interview sagt er uns, unter welchen Bedingungen die Menschen dort leben und was für einen Wiederaufbau nötig ist.

  • Archivbild: Der Berliner Landesvorsitzende von Die Linken, Klaus Lederer (l-r), Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, Ramona Pop (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)

    Berliner CDU kritisiert R2G-Bilanz

    Mit einem 100 Tage-Sofortprogramm wollte der rot-rot-grüne Senat die größten Baustellen in Berlin anpacken: Bürgerämter, marode Schulen, Flüchtlingsunterbringung, Mieten. Diese 100 Tage sind abgelaufen. Florian Graf, CDU-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus, kritistiert die bisherige Arbeit des Senats massiv. Er wirft rot-rot-grünen Koalition unter anderem vor, Klientel-Interessen zu verfolgen.

    Proteste in Istanbul gegen Referendums-Ergebnis (Bild: imago/Depo Photos)

    Türkei-Referendum: "Gut und richtig, dass Klage erhoben wurde"

    Der knappe Ausgang des Referendums in der Türkei hat die Gräben zwischen den Lagern im Land eher vertieft als zugeschüttet – spätestens seit unabhängige Wahlbeobachter von Ungereimtheiten berichteten. Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Wahlbeobachterin Mechthild Rawert bestätigt im Inforadio-Gespräch Berichte über Unregelmäßigkeiten. Gleichzeitig räumt sie aber ein, dass offizielle Klagen vermutlich wenig Aussicht auf Erfolg haben.

    Astronautin im Weltall (Bild: imago/UIG)

    Wer wird "Die Astronautin"?

    Elf deutsche Männer waren bislang im Weltall – und keine einzige Frau. Doch das soll sich ändern: Per Casting hat die Firma HE Space die ersten deutschen Frauen gesucht, die bis spätestens 2020 ins Weltall reisen soll. Rund 60 Frauen hatten sich beworben und am Mittwochnachmittag werden in Berlin die zwei Gewinnerinnen des Wettbewerbs "Die Astronautin" bekannt gegeben. Wir fragen Claudia Kessler, Ingenieurin für Luft- und Raumfahrt, Geschäftsführerin von "HE Space Operations": Welchen Anforderungen müssen die künftigen Astronautinnen genügen?

    Moderator Frank Elstner (Bild: imago/Eibner)

    "Frank Elstner in Rente – kann ich mir nicht vorstellen"

    Ohne Frank Elstner wäre die deutsche Fernsehlandschaft nicht so, wie sie ist: "Spiel ohne Grenzen", "Die Montagsmaler" und natürlich: "Wetten Dass..?" sind nur einige der Sendungen, die er groß gemacht hat - und die ihn groß gemacht haben. Am Mittwoch wird Frank Elstner 75 Jahre alt - und hat noch lange nicht vor, aufzuhören. Das Geheimnis seines Erfolges, so sein Moderatoren-Kollegen Hugo Egon Balder: "Er hat sich das Kind im Manne bewahrt."

    Familie beim gemeinsamen Essen (Bild: imago/MITO)

    Besser in der Schule dank gemeinsamem Abendbrot

    Die neueste PISA-Studie hat nicht mehr nur die Leistungen, sondern auch das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler untersucht. Eines der Erebnisse: Jedes sechste 15jährige Schulkind in Deutschland wird gemobbt. Ein anderes: Kinder fühlen sich umso wohler - und sind somit leistungsfähiger - , je mehr sich ihre Eltern für ihr Wohlbefinden interessieren. Matthias Rumpf von der OECD sagt: Schon gemeinsam zu Abend zu essen, kann den Unterschied ausmachen.

    AfD-Chefin Frauke Petry (Bild: imago/Eibner)

    Petrys Verzicht: Rückzug oder Schachzug?

    AfD-Chefin Frauke Petry hat in einer Videobotschaft bekanntgegeben, dass sie bei der Bundestagswahl im Herbst weder als Spitzenkandidatin antritt noch als Teil eines Spitzen-Teams. Ihr Begründung: Innerparteiliche Schwierigkeiten. Hauptstadtreporterin Cecilia Reible ist sich gar nicht so sicher, dass diese Ankündigung als Rückzug oder gar Niederlage zu werten ist: Dahinter könnte durchaus ein Plan der Parteivorsitzenden stecken.

  • Erdogan-Anhänger feiern am 16.4.17 in Ankara (Bild: depo Photos/ZUMA Wire/dpa)

    War's das mit dem EU-Beitritt?

    52 Prozent "Ja", 48 Prozent "Nein" - eine denkbar knappe Mehrheit der Türken hat sich für mehr Macht für Präsident Erdogan ausgesprochen. Während die Bundesregierung besonnen darauf reagiert, fordert die Opposition - darunter auch die Grünen - einen klaren deutschen Kurswechsel in der Türkei-Politik. Parteivorsitzender Cem Özdemir fordert im Interview eine Neubewertung aller Beziehungen zur Türkei. Hier finden Sie zudem Hintergründe zum Referendum.

    Postkartenständer in Berlin (Bild: imago/Peter Sandbiller)

    Wieviel Tourismus verträgt die Stadt?

    Etwa zwei Millionen Touristen haben das verlängerte Osterwochenende für einen Trip nach Berlin genutzt. Keine Frage, Berlin boomt nach wie vor - zu jeder Jahreszeit. Urlaub in der Hauptstadt bleibt "in". Gleichzeitig wächst seit einigen Jahren der Unmut mancher Berliner über den zunehmenden Touristenansturm. Wie kann dem begegnet werden? Das fragen wir den Chef von "VisitBerlin", Burkhard Kieker.

    Weltraumschrott (Bild: imago/Eibner)

    Wie werden wir den Weltraumschrott los?

    Wo der Mensch hinkommt, hinterlässt er Müll - auch in den Weiten des Weltraums. Mittlerweile kreisen rund 170 Millionen Schrotteile um die Erde: Kleinste Lackreste, aber auch Schraubenzieher und Satellitenteile. Bei der unvorstellbaren Geschwindigkeit, mit der sie dort oben unterwegs sind, stellen sie eine erhebliche Gefahr dar. Aber diesen Müll zu beseitigen ist schwer. Ideen zur Müllbeseitigung im All werden gerade in Darmstadt vorgestellt: Auf der 7. Europäischen Konferenz über Weltraumschrott, die von der Europäischen Weltraumagentur ESA veranstaltet wird. Teilnehmer Tim Flohrer von der ESA erklärt uns, welche Pläne es gibt.

    Türken geben im Wahllokal im Hof des türkischen Generalkonsulats in Berlin ihre Stimme ab (Bild: dpa)

    Berliner Türken: Rund 50 Prozent für den Ein-Mann-Staat

    In Istanbul hat die Mehrheit der Menschen gegen die Staatsreform in der Türkei gestimmt - die Türken in Dortmund, Hamburg und Düsseldorf jedoch klar dafür. Mit 63 Prozent der Stimmen war das "Ja"-Lager in Deutschland deutlich vorne. Warum ist das so? Der Berliner Integrationsbeauftragte Andreas Germershausen will die Antwort nicht alleine in der Frage der Integration suchen: Auch wenn die Zahlen an sich bedenklich seien, so seien doch die Motivationslagen sehr unterschiedlich.

    Baukräne in Istanbul (Bild: EPA)

    "Die Türkei ist wirtschaftlich auf die EU angewiesen"

    Das Votum der Türken für eine Verfassungsänderung, die Präsident Erdogan deutlich mehr Macht einräumt, ist international auf Kritik gestoßen und könnte auch wirtschaftliche Folgen für das Land haben. Galina Kolev, Türkei-Expertin am Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln, stellt im Inforadio fest, dass die instabile politische Lage im Land Investoren abschreckt – auf die die Türkei allerdings angewiesen ist. Denn wirtschaftlich sei das Land auf die EU angewiesen.

    Unfall am Kudamm (Quelle: rbb)

    CDU-Plan: Mit Taxis gegen Raser?

    Nach einem neuen schweren Raser-Unfall auf dem Berliner Kudamm fordert die CDU Konsequenzen. Innenpolitiker Burkard Dregger sagte im Inforadio, die Herausforderung sei, den Straßenverkehr besser zu kontrollieren, damit die Polizei schneller eingreifen kann. Er schlug dafür vor, dass Polizei und Taxifahrer zusammenarbeiten. Wenn die Taxifahrer solche Vorkommnisse sofort meldeten, könnten Polizisten schneller einschreiten.

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Hertha BSC - Olympiastadion (Bild: dpa)

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