Interviews

Michael Müller im Inforadio-Studio (Bild: Dieter Freiberg)

Müller gegen vorgezogene Bürgermeister-Wahl

Michael Müller wird Berlins nächster Regierender Bürgermeister. Damit hätte noch vor kurzem niemand gerechnet, denn seit er 2012 von Jan Stöß vom Thron gestoßen wurde, galt Müller als verbrannt. Nach dem bisherigen Fahrplan soll Müller bei einem SPD-Parteitag am 8. November offiziell nominiert und bei der letzten Abgeordnetenhaussitzung am 11. Dezember gewählt werden. Müller lehnte im Inforadio-Interview eine vorgezogene Wahl zum Regierenden ab und forderte seine unterlegenen Mitbewerber beim Parteivotum zur Solidarität auf.

Der designierte Regierende Bürgermeister Michael Müller reckt einen Blumenstrauß in die Höhe, während Raed Saleh (links) und Jan Stöß (rechts) applaudieren. (Quelle: dpa)

Saleh: "Jetzt geht es um Geschlossenheit!"

Der Berliner SPD-Fraktions-Chef Saleh hat an die Abgeordneten seiner Partei appelliert, den Nachfolger für das Amt des Regierenden Bürgermeisters  zu unterstützen. Saleh sagte hier im Inforadio, jetzt gelte es, die Regierungsfähigkeit des Senats zu garantieren.

Mitglieder der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) demonstrieren am 01.03.2013 in Berlin vor der Fortsetzung der Tarifverhandlungen über die Einkommen von rund 137 000 Beschäftigten der Deutschen Bahn und sechs anderer Nahverkehrsbahnen. (Bild: dpa)

Hommel appelliert an GdL

Die Eisenbahngewerkschaft EVG hat an die  Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer appelliert, wieder mit der Deutschen Bahn zu verhandeln. Der Vize-Chef der EVG, Hommel, schlug der konkurrierenden Lokführer-Gewerkschaft GDL zudem erneut vor, wieder zusammenzuarbeiten.

Stimmen des SPD-Mitgliedervotums zur Wowereit-Nachfolge werden ausgezählt (Quelle: dpa)

Michael Müller - die Zukunft der Berliner SPD?

Die Berliner SPD-Mitglieder haben viele Beobachter überrascht und Michael Müller mit komfortabler Mehrheit zum Nachfolger Klaus Wowereits gewählt - und das gleich im ersten Wahlgang Der Politikwissenschaftler und Parteienforscher Gero Neugebauer meint, es werde Müller gelingen, das Klima in der Koalition zu pflegen und und realistische Ziele zu setzen.

Weitere Interviews

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  • Berlin baut Containerdörfer für Flüchtlinge 20.10.2014 17:25

    Der Berliner Senat lässt in den nächsten Monaten sechs große Containerdörfer für 2400 Flüchtlinge bauen. So soll Wohnraum für die steigende Zahl von Ankömmlingen entstehen. Sozialsenator Maio Czaja sagte, die Container würden an Standorten in fünf Bezirken errichtet. Dort könnten jeweil zwischen 300 und 480 Menschen wohnen. Nina Amin, landespolitische Reporterin des rbb, schildert im Gespräch mit Leon Stebe Einzelheiten.

  • Ein Transportflugzeug wird mit Waffen für den Anti-IS-Kampf beladen (Bild: DPA)

    US-Militär wirft Waffen für Kobane ab 20.10.2014 16:45

      Die US-Armee hat die Kurden in der umkämpften Stadt Kobane erstmals aus der Luft mit Waffen und mit Munition versorgt. Der Leiter der syrischen Beobachterstelle für Menschenrechte sagte, ohne Zweifel werde die Ankunft dieser Waffen den Verlauf des Kampfes um Kobane verändern. Der ARD-Korrespondent in Washington, Samuel Jackisch, berichtete im Gespräch mit Leon Stebe, die Waffen stammen angeblich von den kurdischen Behörden im Irak. In den USA gebe es inzwischen eine Debatte über die Entsendung von Kampftruppen in den Irak.
  • Rauch über der Stadt Kobane nach einem Luftangriff; im Vordergrund ein Panzer - Foto: dpa

    Kurden in Kobane bestätigen US-Waffenlieferungen 20.10.2014 13:45

    Zum ersten Mal hat das US-amerikanische Militär Waffen, Munition und Medizin für die kurdischen Kämpfer in der nordsyrischen Stadt Kobane abgeworfen. In die Stadt also, die seit Wochen von der Terrorgrupe "Islamischer Staat" belagert wird. Björn Blaschke, ARD-Korrespondent, meint, die Waffen dürften den Kämpfern helfen und die Grenze zwischen Kobane und der türkischen Grenze sichern.

  • Ein Mann im gelben Schutzanzug wird desinfiziert

    Bundeswehr bereitet sich auf Einsatz vor

    Heute beginnen bei der Bundeswehr die Vorbereitungen für freiwillige Einsätze in den Ebola-Krisengebieten. Zunächst werden 40 Freiwillige fünf Tage lang auf einem Bundeswehr-Gelände in Hamburg geschult. Sie sollen Mitte November in Afrika zum Einsatz kommen. Oberstleutnant Matthias Frank erklärte hier im Inforadio, wie die Schulung aussieht und was passiert, wenn sich trotz aller Schutzmaßnahmen doch einer der Helfer mit Ebola infiziert.

  • Liberische Helfer tragen den Leichnam eines Ebola-Opfers aus den Vororten Monrovias. (Bild: dpa)

    Nooke fordert Abstimmung in der EU

    Die Außenminister der Europäischen Union beraten am Montag über Möglichkeiten, die Ebola-Epidemie besser zu bekämpfen. Bei dem Treffen in Luxemburg liegt bereits ein Vorschlag von Außenminister Steinmeier auf dem Tisch. Der SPD-Politiker schlägt vor, eine zivile EU-Mission nach Westafrika zu schicken. Der Afrika-Beauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, sagte hier im Inforadio, die EU müsse ihre Hilfe besser koodinieren.

Interview-Archiv

  • Bahnstreik - Bremslicht eines ICE (Bild: dpa)

    Welche Züge fahren? - Überblick der Bahn

    GdL-Chef Claus Weselsky geht aufs Ganze: Ausgerechnet zum Ferienbeginn an diesem Wochenende und an einem Bundesliga-Spieltag hatte seine Lokführer-Gewerkschaft am Freitag erneut zu einem bundesweiten Streik aufgerufen - dem zweiten binnen einer Woche. Seit 2 Uhr früh stehen die meisten Züge still. In Ballungsgebieten kann die Bahn nur ein sehr ausgedünntes Angebot umsetzen, im Fernverkehr fährt maximal jeder dritte Zug, wie Bahnsprecher Achim Stauß berichtet.

    Bahnstreiks laufen - Kritik an GdL

    Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat am frühen Morgen ihren zweitägigen Streik im Personenverkehr der Bahn begonnen. Betroffen ist der Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr, wie die Bahn mitteilte. Der Ausstand trifft nicht nur Wochenendpendler, sondern auch viele Urlaubsreisende, weil in neun Bundesländern Schulferien beginnen oder enden. Der CDU-Arbeitspolitiker Peter Weiß zeigt dafür wenig Verständnis und kritisiert die Begründung der GdL für die neuen Streiks.

    Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum (Parteilos) erklärt am 17.10.2014 in Berlin seinen Rücktritt zum Dezember dieses Jahres. (Bild: dpa)

    "Reisende soll man nicht aufhalten"

    Berlins Finanzsenator macht Schluss mit der Politik, tritt zusammen mit Klaus Wowereit zurück. Er sagte, das sei eine persönliche Entscheidung unabhängig vom Mitgliedervotum in der SPD. Der Koalitionspartner CDU bedauert Nußbaums Abtritt, betont aber zugleich: "Die Personaldiskussionen bei der SPD müssen jetzt aufhören", wie CDU-Generalsekretär Kai Wegner im Inforadio sagte.   

  • Liberianer schauen in einem Vorort Monrovias einem Team zu, dass Ebola-Opfer sucht. (Bild: dpa)

    Ebola: Droht nun auch eine Hungersnot?

    Die Seuche grassiert ungebremst weiter: Über 4.000 Ebola-Tote in Afrika. Und auch in Europa sowie in den USA sterben Patienten an der Krankheit. Der Entwicklungspolitiker Niema Movassat (Die Linke) begrüßt die Bereitschaft der Bundesregierung, den von Ebola betroffenen westafrikanischen Ländern zu helfen. Gleichwohl kommen diese Maßnahmen für ihn fast zu spät. Wenn jetzt nicht schnell geholfen werde, drohe neben der Seuche auch eine Hungersnot.

    Anhänger des vielfach als islamistisch eingestuften salafistischen Predigers Vogel skandieren am 20.04.2011 in der Innenstadt von Frankfurt am Main Parolen. (Bild: dpa)

    Beck: "Dürfen keine Terroristen ausreisen lassen"

    Die Innenminister der Länder diskutieren am Freitag in Berlin darüber, wie man verhindern kann, dass gewaltbereite Islamisten aus Deutschland nach Syrien oder in den Irak reisen, um dort für die Terrormiliz "Islamischer Staat" zu kämpfen. Volker Beck (Die Grünen) spricht sich in solchen Fällen für eine eingeschränkte Reisefreiheit aus, sieht aber zugleich eklatante Abstimmungssschwierigkeiten zwischen den Innenministern von Bund und Ländern.

    Eine Lok der Deutschen Bahn steht an einem Gleis. (Bild: imago)

    GdL-Chef Weselsky verteidigt neuen Streik

    Die GDL macht erneut ernst und ruft zum bislang längsten Streik des laufenden Tarifstreits mit der Bahn auf: Rund 50 Stunden ruht bundesweit der Regional- und Fernzugverkehr, von Samstag (2:00 Uhr) bis Montag (4:00 Uhr) - und das zum Ferienbeginn in sieben Bundesländern. GDL-Chef Claus Weselsky gibt sich von teils harscher Kritik unbeeindruckt, geht von Rückendeckung auch durch Bahnkunden aus - und betont: "Wir haben keine andere Wahl!"  - Am Freitagnachmittag legte die Bahn unterdessen ein neues Angebot vor.

    Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Finanzsenator Ulrich Nußbaum. (Quelle: dpa)

    Grüne fordern Neuwahlen

    Der finanzpolitische Sprecher der Berliner Grünen, Jochen Esser, hat Neuwahlen in der Stadt gefordert. Hintergrund sind die angekündigten Rücktritte des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) und des parteilosen Finanzsenators Ulrich Nußbaum. Dieser hatte heute angekündigt, er werde sich am 11. Dezember zeitgleich mit Wowereit zurückziehen.

  • Russlands Präsident Wladimir Putin und sein ukrainischer Amtskollege Petro Poroschenko (Bild: DPA)

    Ukraine-Krisengipfel in Mailand

    In Mailand kommen am Donnerstagnachmittag etwa 50 Spitzenpolitiker zu einem Europa-Asien-Gipfel zusammen. Während des zweitägigen Treffens wollen dort auch Russlands Präsident Putin und der ukrainische Präsident Poroschenko miteinander sprechen. Der Russland-Koordinator der Bundesregierung, Erler, sagte hier  im Inforadio, dabei werde es vor allem darum gehen, dass Russland eine Sicherung seiner Grenze zur Ukraine durch die OSZE akzeptiert.

    Eine S-Bahn fährt am 16.10.2014 in Hamburg in den Bahnhof Dammtor ein, während ein Arbeiter den Bahnsteig säubert. Foto: dpa

    "Die GdL nutzt ihre Blockademacht"

    Kleine Spartengewerkschaften wie Lokführergewerkschaft oder die Pilotengewerkschaft Cockpit schaffen es immer wieder, mit Streiks den Luft- oder Schienenverkehr bundesweit lahmzulegen.  Der Gewerkschaftsexperte Prof. Rudi Schmidt sagte hier in unserem Programm, sollten die kleinen Gewerkschaften ihren Kurs fortsetzen, werde die Politik handeln müssen.

    Flüchtlinge vor ihrer Unterkunft (Bild: dpa)

    Woidke: "Keine Provisorien für Flüchtlinge"

    Die Ministerpräsidenten der Länder treffen sich heute in Potsdam zu ihrer Jahreskonferenz. Dabei wird es auch darum gehen, wie Bund und Länder besser mit der wachsenden Zahl von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern umgehen können. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke, der die Konferenz leitet, sagte hier im Inforadio, Asylanträge müssten schneller bearbeitet werden.

    Die Hand einer Frau am Triangelgriff eines Pflegebettes (Quelle: dpa)

    Kommt ein Gesetz zur Sterbehilfe?

    Bundestagsabgeordnete verschiedener Fraktionen wollen am Mittag einen gemeinsamen Vorschlag für ein Sterbehilfe-Gesetz erläutern. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, Reimann, sagte hier im Inforadio, man müsse wegkommen von der Verbotsdebatte und stattdessen Rahmenbedingungen für ein würdevolles und selbstbestimmtes Sterben schaffen. Unheilbar kranke Patienten sollten sich mit ihrem Sterbewunsch überall in Deutschland an ihren Arzt wenden dürfen.

    Streik der Lokführer - Schlussleuchten eines Zugs der Deutschen Bahn (Bild: dpa)

    Bahninvestitionen: Mehr Geld - aber auch mehr Kontrolle

    Deutschland geht es wirtschaftlich vergleichsweise gut, aber wir leben von der Substanz - lautet ein nicht neuer Vorwurf. Gerade in die Infrastruktur müsse viel mehr investiert werden. Die Frage ist nur, woher das Geld dafür kommen soll. Vier Milliarden Euro will der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt von der CSU jährlich in die Hand nehmen, um das Bahnnetz instand zu halten - eine Milliarde mehr als bislang. Doch dafür wird künftig auch genauer hingeschaut, sagt Ulrich Lange, verkehrspolitischer Sprecher von CDU und CSU.

    Textilbündnis-Koordinatorin Christiane Schnura, VAUDE-Geschäftsführerin Dr. Antje von Dewitz, DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann, Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller (Bild: imago)

    Textilbündnis gegen Ausbeutung - aber nicht alle machen mit

    Das von Entwicklungsminister Müller auf den Weg gebrachte Textilbündnis gegen Ausbeutung ist eine gute Sache - kann aber nur funktionieren, wenn möglichst viele Bekleidungsfirmen mitmachen. Gerade die großen Ketten sind es allerdings, die sich dem Bündnis verweigern. Antje von Dewitz macht mir ihrer Firma VAUDE mit und hat zwar Verständnis für eine gewisse Zögerlichkeit mancher Kollegen, nicht aber für deren Begründungen.

  • Eine leere Anzeigetafel ist am 08.10.2014 kurz nach fünf Uhr auf dem Hauptbahnhof in Leipzig (Sachsen) zu sehen. (Bild: dpa)

    Bahn fährt seit Mitternacht mit Notfallplan

    Obwohl der Streik der Lokführergewerkschaft GDL für 14 Uhr angesetzt ist, fährt die Bahn bereits seit Mitternacht mit einem Sonderfahrplan. Damit soll verhindert werden, dass es auch am Donnerstagmorgen noch zu großen Behinderungen kommt. Wer am Mittwochnachmittag aber mit der Bahn reisen wollte, hat schlechte Karten: Denn da fährt so gut wie nichts mehr, sagt Bahn-Sprecher Heinrich Schierbaum.

    Margot Käßmann, ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Berlin - (Bild: imago)

    Ehrensenatorenwürde für Margot Käßmann

    Margot Käßmann gehört zu den Theologen in Deutschland, denen auch Nicht-Christen gern zuhören. Das liegt auch daran, dass sie sich undogmatisch den Fragen unserer Zeit stellt. Am Mittwoch ernennt sie die Universität Tübingen zur Ehrensenatorin. Wir sprechen mit Margot Käßmann über ihr Engagement für den Dialog zwischen Christen und Muslimen.

    Gehhilfen in einer Senioren-Tagespflege auf dem Flur (Bild: dpa)

    Pflege: Zehn Tage für den Notfall

    Arbeitnehmer sollen bei einem plötzlichen Pflegefall in der Familie künftig zehn Tage lang bezahlt im Job pausieren können. Die Auszeit ist zur Organisation der Pflege vorgesehen. Das entsprechende Gesetz wird am Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedet. Über die neue Regelung spricht Michael Castritius mit dem Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Deutschland, Dr. Ulrich Schneider.

    Mitglieder der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) demonstrieren am 01.03.2013 in Berlin vor der Fortsetzung der Tarifverhandlungen über die Einkommen von rund 137 000 Beschäftigten der Deutschen Bahn und sechs anderer Nahverkehrsbahnen. (Bild: dpa)

    Machtkampf zwischen GdL und EVG

    Beim Streik bei der Bahn geht es auch um eine Auseinandersetzung zwischen der Lokführergewerkschaft GdL und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Sie streiten darüber, wer für welche Mitarbeitergruppe die Verhandlungen führen darf. Die Bahn will konkurrierende Tarifverträge für eine Berufsgruppe vermeiden und fordert klare Zuständigkeiten. Klaus-Dieter Hommel, stellvertretender Vorsitzender der EVG, kritisiert die Strategie der EVG.

    Lokführer-Streik bei der Bahn - Berlin (Quelle: dpa)

    CDU nennt Streik der Lokführer "unverständlich"

    Bereits seit Mitternacht fahren nur noch die Hälfte aller Züge, ab 14 Uhr, wenn der Streik der Lokführergewerkschaft GDL offiziell beginnt, wird so gut wie keiner mehr fahren. Dafür muss die GDL nun heftige Kritik einstecken. CDU-Verkehrspolitiker Oliver Friederici hat keinerlei Verständnis für den Ausstand und fordert eine Änderung des Streikrechts.

    Das Firmenlogo von Google leuchtet am 26.09.2012 in den Räumen der Niederlassung des Unternehmens in Berlin. (Bild: dpa)

    Google: Das Recht auf Vergessen gibt es nicht

    Verbraucherschützer und Internet-Experten haben die Betreiber von Suchmaschinen aufgefordert, seltener den Löschanträgen von Bürgern in der Europäischen Union nachzugeben. Auf einem Treffen des Experten-Beirats für Google zum "Recht auf Vergessen" unter dem Vorsitz von Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt verwiesen die Sachverständigen am Dienstag in Berlin auf das öffentliche Interesse an bestimmten Informationen, selbst wenn betroffene EU-Bürger diese aus den Ergebnislisten entfernen lassen wollen.

    Kurt Landauer (links) mit DFB-präsident Peco Bauwens 1955 (Bild: imago)

    TV-Tipp: "Landauer - Der Präsident"

    Viele Namen verbindet man mit dem FC Bayern: Rummenigge, Beckenbauer und Hoeneß – zu keinem anderen deutschen Fußballverein würden einem mehr Namen einfallen. Aber Kurt Landauer? Dabei war Landauer enorm wichtig für die Bayern: Er war der Präsident, der den Verein zur ersten deutschen Meisterschaft führte und wird von den Fans entsprechend verehrt. Am Donnerstagabd zeigt die ARD einen Film über den Juden Landauer, der in der Zeit des Nationalsozialismus ins Exil gehen musste, sogar einige Tage im KZ-Dachau saß, aber nach dem Krieg zu seinem Verein in München zurückkehrte. Über den Film spricht Sabine Dahl mit dem Produzenten Michael Souvignier.

  • Soldaten wachen vor dem ukrainischen Parlament in Kiew (Foto: imago)

    Ischinger ist gegen baldigen NATO-Beitritt der Ukraine

    Das ukrainische Parlament stimmt heute über den zukünftigen Status des Landes ab: Sollte es - wie geplant - nicht mehr blockfrei sein, würde das den Weg in die NATO ebnen. Doch damit hat nicht nur Russland ein Problem: Auch Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, spricht sich im Inforadio gegen einen baldigen Beitritt aus. Der könne höchstens ein sehr langfristiges Ziel sein.

    Edmund Stoiber (Quelle: rbb)

    Stoiber: "Milliardenentlastungen für die Unternehmen"

    Vor sieben Jahren hat Edmund Stoiber damit begonnen, die EU zu ent-bürokratisieren. Als Chef der so genannten high-level-group sollte er überprüfen, wie man Bürokratielasten in der Gemeinschaft abbauen und damit Ausgaben sparen kann. Heute zieht der ehemalige bayerische Ministerpräsident Bilanz - und kommt auf eine Summe von insgesamt 33 eingesparten Milliarden.

    Brandenburgs Verfassungsschutz-Chef Carlo Weber (Bild: dpa)

    Verfassungsschutz-Doku: "Wir sind Menschen, keine Monster"

    Der beeindruckende Film "Spitzel und Spione" am Montagabend im WDR-Fernsehen hat zum ersten Mal die Arbeit und das Leben von 40 Mitarbeitern des Verfassungsschutzes gezeigt – und wie betroffen viele von ihnen ob des Versagens im Zusammenhang mit der NSU-Mordserie sind. Brandenburgs Verfassungsschutzchef Carlo Weber erklärt, warum seine Behörde mitgemacht hat und warum er einen Entschuldigungsbrief seiner Mitarbeiter an die NSU-Hinterbliebenen für keine gute Idee hält.

    Ein Schnuller liegt vor gestapelten Euro-Geldmünzen (Bild: DPA)

    Schmidt fordert mehr Kindergeld für Geringverdiener

    Seit genau 60 Jahren gibt es Kindergeld in Deutschland: Anfänglich 25 D-Mark ab dem dritten Kind. Heute gibt es deutlich mehr und das bereits ab dem ersten Kind - doch für die ehemalige Familienministerin Renate Schmidt (SPD) reicht das nicht: Sie fordert einen faireren Lastenausgleich zwischen Kinderlosen und Kinderhabenden - die steckten schließlich den Gegenwert eines Einfamilienhauses in ihr Kind.

    Prostituierte auf einem Straßenstrich in Dortmund (Quelle: dpa)

    Zwangsprostitution: "Verbote verringern nicht die Nachfrage"

    Die Schwarz-Rote Regierung will künftig Freier von Zwangsprostituierten bestrafen. Sozialarbeiterin Monika Nürnberger vom Frauentreff "Olga" sieht wenig Sinn in einer solchen Gesetzesänderung: Zum einen würde dadurch die Nachfrage nicht verringert und zum anderen würde ein Verbot keinen abschrecken. Sinnvoller sei es, die Lebenssituation der Frauen selbst zu verbessern.

    Monteure bei der Arbeit (Bild: dpa)

    CDU-Nachwuchs: "Es muss gehandelt werden"

    Die deutsche Wirtschaft schwächelt: Die Bundesregierung hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum drastisch nach unten korrigiert. Für 2014 wird statt 1,8 Prozent nur noch ein Plus von 1,2 Prozent erwartet. Ein "Weiter so!" kann es nach Ansicht des CDU-Parteinachwuchses in dieser Situation nicht geben. Steffen Bilger, Vorsitzender der "Jungen Gruppe" der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, sagte im Inforadio, der Schwerpunkt müsse wieder auf das "Erwirtschaften und weniger auf das Verteilen" gelegt werden.  

    Ebola-Patient zur Behandlung in Frankfurt angekommen (Bild dpa)

    Virologe: Ebola-Sterblichkeitsrate bei 70 Prozent

    Der in einer Leipziger Spezialklinik behandelte Ebola-Patient ist tot. Der 56 Jahre alte UN-Mitarbeiter starb in der Nacht zum Dienstag an dem gefährlichen Virus, wie das Klinikum St. Georg mitteilte. Trotz intensiv-medizinischer Maßnahmen sei der Sudanese der
    Infektionskrankheit erlegen, sagte ein Sprecher. Der Virologe Christian Drosten sagte im Inforadio, die Sterblichkeitsrate bei Ebola liege derzeit bei 70 Prozent - und die Entwicklung eines Medikaments sei schwierig.

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)

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