Raed Saleh, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, präsentiert sein neues Buch. In seinem Buch "Ich deutsch"
Bild: dpa, Maurizio Gambarini

- Neue Leitkultur - ein guter Vorstoß von Saleh?

Schon vor zwei Jahren, auf dem Höhepunkt der Migrationsbewegung, hat Berlins SPD-Fraktionschef Raed Saleh für eine deutsche Leitkultur plädiert. Zu deren moralischen Grundlagen gehört laut Saleh auch ein "europäisch aufgeklärter" Islam. Nach den Worten von Gökan Sofuoglu (Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland), müsste jedoch die Initiative dazu von hier lebenden Muslimen kommen: "Wichtig wäre, dass diese sich mit europäischen Werten auseinandersetzen und sich fragen, ob sie ihre Religion danach ausrichten wollen."

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Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus
imago stock&people/Stefan Boness/Ipon

Brauchen wir eine Leitkultur?

Nicht nur CDU-Politiker wie einst Friedrich Merz oder gerade Lothar de Maizière bewegt diese Frage, sondern auch den Berliner SPD-Politiker Raed Saleh. Der gebürtige Palästinenser gibt eine eindeutige Antwort: "Ich Deutsch" nennt er sein Buch, in dem er Demokratie und Weltoffenheit als Grundlagen unserer gesellschaftlichen Stabilität das Wort redet. Sabina Matthay spricht mit Raed Saleh über neue Spielregeln für unsere Gesellschaft.