Der Bus von Borussia Dortmund steht mit einer beschädigten Scheibe am 11.04.2017 in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) an einer Straße(Bild: dpa/Ina Fassbender)

- ARD-Terrorismusexperte: 'Einzigartige Kaltblütigkeit'

Es ging wohl um Aktienspekulation - nicht um Terrorismus: Die GSG9 hat bei Tübingen einen Mann festgenommen, der den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund begangen haben soll. Der mutmaßliche Täter hatte offenbar darauf gesetzt, dass nach dem Anschlag die BVB-Aktie fällt - und er so Millionen verdient. ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg bescheinigt dem Mann eine "einzigartige Kaltblütigkeit" - die allerdings gepaart war mit einer dilettantischen Planung der Tat.  

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Polizeifahrzeuge stehen am 21.04.2017 in einer Straße in Rottenburg am Neckar (Baden-Württemberg). (Bild: dpa/Christoph Schmidt)

Ermittler: Aktienspekulation als Motiv - BVB-Anschlag: Haftbefehl gegen Tatverdächtigen

Spektakuläre Wende nach dem Anschlag auf den BVB-Teambus: Die Ermittler nehmen einen 28-Jährigen fest. Es ging wohl um Wirtschaftskriminalität - und nicht um Terrorismus. Der mutmaßliche BVB-Attentäter nahm einen Kredit auf und setzte auf fallende Kurse der BVB-Aktie. Für Mittäter gebe es bislang keine Anhaltspunkte. Wir haben Hintergrund-Informationen und Interviews zum Thema zusammengefasst.

Stark fallender Kurs von Aktien an der Börse, Quelle: imago/blickwinkel

Anschlag wegen Aktiengeschäften: Wie funktionieren Puts?

Jetzt ist der Anschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund also auch ein Wirtschaftsthema. Der mutmaßliche Tatverdächtige, den die Polizei festgenommen hat, soll den Anschlag verübt haben, um den Aktienkurs des BVB zu beeinflussen. Offenbar wollte er von einem fallenden Aktienkurs des börsennotierten Fußballvereins profitieren. Christiane Gronau aus der Inforadio Wirtschaftsredaktion erklärt, wie das Prinzip der steigenden und fallenden Kurse funktioniert.