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rbb PRAXIS

Audio 24.05.13

rbb PRAXIS, 24.05.2013

Fleischallergie

Allergisch kann man gegen alles Mögliche sein: Blütenpollen, Erdbeeren oder Modeschmuck. Fast immer reagiert der Körper sofort, zum Beispiel mit Augenjucken oder Hautausschlag. Wenn diese Symptome aber erst Stunden spätert auftreten, ist der Auslöser der Allergie oft schwer zu finden. So erging es auch Ronald Kammler. In einem Selbstversuch hat er herausgefunden, worauf er so heftig reagiert. Ursula Stamm berichtet.

Neue Mohammed-Karikaturen

Frankreich schließt Botschaften

Eine französische Satire-Zeitschrift provoziert Muslime und druckt Karikaturen des Propheten. Aus Angst vor Angriffen hat die Regierung in Paris am Mittwoch in 20 Ländern Botschaften und Schulen geschlossen.

Zuvor hatten sowohl Außenminister Laurent Fabius als auch Regierungschef Jean-Marc Ayrault die Macher der Zeitschrift "Charlie Hebdo" aufgefordert, Verantwortungsbewusstsein zu zeigen und kein weiteres "Öl ins Feuer" zu gießen. Ayrault betonte zwar das Recht auf Meinungsfreiheit, sagte aber auch, die Veröffentlichung zu diesem Zeitpunkt sei "nicht intelligent".

Auf dem Titel der Zeitschrift ist ein gebrechlicher Mann mit Turban in einem Rollstuhl zu sehen, der von einem orthodoxen Juden geschoben wird. "Man darf sich nicht lustig machen", wird den beiden Figuren in einer Sprechblase in den Mund gelegt. Darüber steht der Titel "Intouchables 2", - in Anlehnung an den Film "Intouchables", der in Deutschland sehr erfolgreich unter dem Titel "Ziemlich beste Freunde" lief.

Im Inneren des Blattes sind weitere Zeichnungen, die unter anderem den Propheten Mohammed zeigen, der nackt vor einer Kamera liegt.

Chefredakteur sieht keine besondere Schärfe

Redaktionsräume nach dem Anschlag am 2. November 2012 

Der Chefredakteur des Satiremagazins verteidigte die Karikaturen am Dienstag. Die Zeichnungen seien nicht provozierender als gewöhnlich und würden "jene schockieren, die schockiert werden wollen und eine Zeitschrift lesen, die sie nie lesen", sagte Stéphane Charbonnier in einem Fernsehinterview.

Bereits vor Veröffentlichung der neuen Ausgabe traf die französische Polizei Sicherheitsvorkehrungen vor dem Redaktionsgebäude in Paris. Im November 2011 waren Redaktionsräume von "Charlie Hebdo" in Brand gesetzt worden, nachdem die Satire-Zeitschrift eine "Scharia"-Sonderausgabe mit "Chefredakteur Mohammed" gedruckt hatte.

Protestwelle nach islamfeindlichen Video

Die Veröffentlichung der Karikaturen kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Stimmung in muslimischen Ländern ohnehin schon aufgeheizt ist: Wegen eines islamfeindlichen Videos aus den USA gibt es seit vergangener Woche in mehreren muslimischen Ländern teils gewaltsame Proteste vor US-Einrichtungen und anderen westlichen Vertretungen. Dabei wurden mehrere Menschen getötet, unter ihnen der US-Botschafter in Libyen.

Ägyptischer Haftbefehl gegen Schmähfilm-Macher

Am Montag hatte der ägyptische Generalstaatsanwalt einen Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Regisseur des Islam-Schmähfilms, Nakoula Basseley, erlassen. Außerdem wird gegen den islamfeindlichen US-Prediger Terry Jones und sechs ägyptische Kopten, die im Ausland leben, ermittelt.

Ihnen werde vorgeworfen, den Islam beleidigt und öffentlich angegriffen sowie falsche Informationen verbreitet zu haben, teilte das Büro des Staatsanwalts mit

Ägypten verlangte die Auslieferung der acht Beschuldigten. Gegen die Angeklagten könnte die Todesstrafe verhängt werden. Das Vorgehen der ägyptischen Justiz hat hauptsächlich symbolische Bedeutung, da sich die sieben angeklagten Männer und eine Frau vermutlich in den USA aufhalten.

Stand vom 19.09.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 19.09.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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Audio 19.09.12

ARD-Studio Paris

Neue Provokation

In Frankreich hat ein Satiremagazin Mohammed-Karikaturen veröffentlicht. Die Regierung in Paris schließt deswegen am Freitag Botschaften und Schulen in rund 20 Ländern sicherheitshalber. Evi Seibert berichtet. 

Afghanische Demonstranten verbrennen eine gemalte US-Flagge, um gegen ein anti-islamisches Schmähvideo zu protestieren (Foto: dpa)

Nachricht vom 17.09.2012

Debatte um anti-islamisches Schmähvideo

Ein islamfeindliches Video hat in der arabischen Welt blutige Krawalle entfacht. Die Bundesregierung prüft ein Aufführungsverbot des Films in Deutschland. Doch ist dies überhaupt möglich? _mehr

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