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rbb PRAXIS

Audio 16.05.12

rbb PRAXIS, 16.05.2012

Neues Verfahren zur Behandlung von Bluthochdruck

Hoher Blutdruck - auch Hypertonie genannt - tut nicht weh. Das hört sich erst mal positiv an, ist es aber nicht. Denn wenn Gefäße unerkannt über Jahre mit zu hohem Druck durchblutet werden, hat das Folgen: im schlimmsten Fall Herzinfarkt, Schlaganfall. Der morgige Welt-Hypertonie-Tag will darauf aufmerksam machen. Ein Bericht von Ursula Stamm.

Wie weiter in Afghanistan?

Vor zehn Jahren fand auf dem Petersberg bei Bonn die erste internationale Afghanistan-Konferenz nach dem Sturz der Taliban statt. Seit heute beraten dort Vertreter von 85 Staaten und 16 internationalen Organisationen auf der 11. Konferenz über Perspektiven für Afghanistan, wo die Taliban mittlerweile wieder auf dem Vormarsch sind. Ein Gespräch mit Elke Hoff, sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion.

Für Afghanistan beginnt mit dem Abzug der westlichen Kampftruppen 2014 eine neue Ära. Von der Bonner Afghanistan-Konferenz soll dafür ein Signal der Hoffnung ausgehen. Doch die Absage Pakistans überschattet das Treffen.Denn ohne die Kooperation der Nachbarländer ist Frieden am Hindukusch nicht möglich: Pakistan spielt eine Schlüsselrolle, denn es gilt als Rückzugsraum für Al-Kaida-Kämpfer und für die Taliban, die in Afghanistan wieder auf dem Vormarsch sind.

Elke Hoff, sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, hält die Absage Pakistans deshalb für einen Rückschlag bei den Bemühungen um Frieden in Afghanistan. Trotzdem sei es wichtig, den Einsatz der internationalen Truppen – wie geplant – 2014 zu beenden, sagte Hoff am Montag im inforadio.

Angesichts der schwierigen Sicherheitslage sei es aber notwendig, die afghanischen Sicherheitskräfte weiter zu finanzieren – und das bedeute, dass Afghanistan nach dem Abzug der ausländischen Kampftruppen Ende 2014 vermutlich mehr finanzielle Unterstützung benötigen werde als bislang veranschlagt.

Nach heutigen Berechnungen müssten die Unterstützerländer zusammen mindestens vier Milliarden Dollar zur Verfügung stellen, um die afghanischen Sicherheitskräfte weiter zu finanzieren, so die FDP-Politikerin.

„Das reicht natürlich nicht, um einen solchen Umfang, wie wir ihn jetzt zurzeit in Afghanistan anstreben - nämlich über 300.000 Soldaten und Polizisten - auf Dauer zu finanzieren. Entweder wird man mehr Geld zur Verfügung stellen müssen, oder man wird auch ab einem bestimmten Zeitpunkt die afghanischen Sicherheitskräfte dann dieser Lage auch in den Zahlen anpassen. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt wo wir schnell Klarheit bekommen müssen, was in Zukunft die afghanischen Sicherheitskräfte kosten werden und wie viel man dann tatsächlich brauchen wird.“

Stand vom

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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