Mo, 20.05.2013 | 18:19 Uhr
Fast 100 Tage ist Joachim Gauck im Amt. Anfangs war es auffallend ruhig um ihn und das Schloss Bellevue. Doch mit seinen ersten Interviewäußerungen, mit seiner Reise nach Israel, nicht zuletzt aber auch mit seinem sehr menschlichen Auftreten gewann der "Kandidat der Herzen“ immer stärker an Profil.
Während die einen Gaucks Amtsverständnis bejubeln, dürften im Kanzleramt und in den Reihen der SPD viele wohl eher die Stirn runzeln. Schadet ihm das oder stärkt es ihn? Wie viel eigenes Profil darf ein Bundespräsident entwickeln? Wie viel Protokoll muss sein? Haben die Rücktritte von Horst Köhler und Christian Wulff dem Ansehen des Amtes nachhaltig geschadet? Und welche Rolle spielen die Medien mit ihrer Tendenz zu skandalisieren? Kurz: Was für einen Bundespräsidenten wollen die Deutschen eigentlich?
Es diskutieren:
Dr. Dietmar Bartsch,
stellvertretender Fraktionsvorsitzender von DIE LINKE
Markus Feldenkirchen,
Der Spiegel
Dr. Michael Jansen,
ehemaliger Leiter des Bundespräsidialamtes und heute Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“
Sven-Christian Kindler,
einer der jüngsten Abgeordneten des Deutschen Bundestages, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Prof. Dagmar Schipanski,
CDU , Wissenschaftlerin und Politikerin, 1999 Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten
Moderation:
Kerstin Lohse,
rbb-Korrespondentin im ARD -Hauptstadtstudio
Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung des ARD-Hauptstadtstudios in Zusammenarbeit mit Inforadio (rbb) vom 27.06.2012.