Sa, 31.07.2010 | 09:55 Uhr
Die Jahre 1989/90 werden derzeit in vielerlei Hinsicht genauer betrachtet. Die gesellschaftliche Umwälzung brachte den Menschen in der DDR nicht nur eine neue Zukunft, sondern auch einen gewandelten Umgang mit der Vergangenheit. Viele Innenstädte litten unter einer maroden Bausubstanz, gleichzeitig gab es eine Reihe von Initiativen, die sich um den Erhalt historisch gewachsener Stadtstrukturen kümmerten. In den Folgejahren wurden nicht nur viele bedeutende Denkmale saniert, es wurde auch darüber nachgedacht, wie diese mit Leben erfüllt werden könnten.
In Zusammenarbeit mit dem AG Historische Stadtkerne im Land Brandenburg fragt das Forum des inforadios: Welche Motivation trieb die Beteiligten in den letzten Jahren der DDR und in den ersten Jahren in der Bundesrepublik an? Welche Erfahrungen wurden gemacht, die auch für gegenwärtiges bürgerschaftliches Engagement weiterhelfen? Wie gehen die Bürger und die Verwaltungen heute mit den erhaltenen Innenstädten um? Und wie sollen sie in Zeiten andauernder Schrumpfung der Wohnbevölkerung bewahrt werden?
Aus Anlass der gleichnamigen Buchpräsentation der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg“ und der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung sind Zeitzeugen aus Beelitz, Beeskow, Brandenburg/Havel und Potsdam zu Gast:
Heidrun Fleege
Architektin, Interessengemeinschaft Denkmalpflege
Saskia Hüneke
Kunsthistorikerin, Verein Potsdamer Stadtschloss e.V.
Knut Krüger
Nach 1990 Leiter des Bauamtes Beeskow, Förderverein Marienorgel Beeskow e.V.
Thomas Wardin
Bürgermeister der Stadt Beelitz
Moderation: Harald Asel
Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung vom 15.12.2009 in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen.