Fr, 03.09.2010 | 04:40 Uhr
In der Reihe Durchdacht – das politische Gespräch in der Hertie School of Governance
Gesellschaftswissenschaftler verschiedener Generationen sprechen, fragt man Sie nach Renate Mayntz, mit Hochachtung und Respekt von der Gründungsdirektorin des Max Planck Instituts für Gesellschaftsforschung Köln, die sich vor über 50 Jahren an der FU in Berlin habilitierte. Zu ihrem 80. Geburtstag schrieb die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG:
"Der Name Mayntz bürgt für eine im besten Sinne solide Sozialwissenschaft, in der begriffliche Präzision, methodische Raffinesse und empirischer Reichtum erreicht werden können, ohne dass dabei der gesunde Menschenverstand ausgeschaltet wird.“ In den Zeiten der Finanzkrise gelte es auf die "eiserne Ration“ zurück zu greifen, die die Sozialwissenschaften bereit halten, fordern Kommentatoren. Die Soziologie wird zur neuen "Leitwissenschaft“, mutmaßen engagierte Vertreter der Zunft.
Zu fragen ist:
Wie wurde die Politik in der so genannten Finanzkrise "beraten"?
Was vermag Politikberatung generell?
Was fängt eine Soziologin mit dem Begriff Governance an?
Wissenschaftler und Politiker - wie hat sich ihr Verhältnis im Laufe der Jahrzehnte verändert?
Was ist der Unterschied zwischen Beratung und Lobbying?
Wenn wir mehr wissen, aber die Entscheidungsträger offensichtlich weniger Zeit zum Zuhören haben - was machen wir dann?
Wissen wir heute mehr über Politikprozesse und deren Organisation als früher?
Alfred Eichhorn im Gespräch
mit
Prof. Dr. Renate Mayntz,
Direktor emeritus des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung
Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung vom 11.11.2009 in Zusammenarbeit mit der Hertie School of Governance