Der Interviews-Podcast von Inforadio

Podcast: Interviews

Wo immer auf der Welt etwas geschieht: Inforadio bietet aktuelle Hintergrundinformationen. Korrespondenten berichten aus aller Welt, Politiker antworten auf brennende Fragen.

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- WPA2: Vorsicht ja - Panik nein!

Die Meldung sorgt vor allem bei privaten Internetnutzern für Unruhe: Sicherheitsforscher der Katholischen Universität Löwen haben gravierende Sicherheitslücken in dem Verschlüsselungsprotokoll WPA2 entdeckt, mit dem WLAN-Hotspots abgesichert werden. Mit der "KRACK" getauften Attacke können demnach Angreifer die WPA2-Verschlüsselung aufbrechen, belauschen und manipulieren. Panikmache oder Grund zur Sorge? Was User jetzt wissen müssen, erklärt Inforadio-Netzreporter Oliver Soos.
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- #metoo: Sexismus-Debatte in den USA - und bei uns?

Unter dem Hashtag #metoo – ich auch – wird seit der Affäre um den Filmproduzenten Harry Weinstein in den USA eine Sexismus-Debatte geführt. Die gibt es in Deutschland bereits seit einigen Jahren unter dem Hashtag #aufschrei. Auslöser damals: der "Dirndl-Kommentar" des FDP-Politikers Rainer Brüderle gegenüber der Journalistin Anne Wizorek. Sie sagte im Inforadio, bei Sexismus gehe es um strukturelle Gewalt und Diskriminierung. "Insofern gibt es eine ganze Palette von Kommentaren über das Äußere von Frauen über körperliche Belästigungen bis hin zu Vergewaltigungen."
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- Rohingya-Flüchtlingscamps: "So etwas habe ich noch nie erlebt"

Mehr als 500.000 Menschen sind nach Bangladesch geflohen, seit Ende August in Myanmars nördlichem Bundesstaat Rakhine Gewalt ausbrach. Ein Großteil der Geflüchteten sind Frauen mit Kindern. Sie erreichen das Flüchtlingscamp in Cox's Bazar kurz hinter der Grenze zu Bangladesch oft völlig erschöpft, dehydriert und traumatisiert. Die deutsche Mitarbeiterin von CARE, Jennifer Bose, ist vor Ort, um die Nothilfe zu unterstützen. Im Gespräch mit Dörthe Nath schildert sie, woran es am Nötigsten fehlt.
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- Prozessauftakt gegen mutmaßlichen Dreifachmörder

Am Dienstag beginnt in Frankfurt (Oder) der Prozess gegen Jan G., der im Februar dieses Jahres in Müllrose in Ostbrandenburg zunächst seine Großmutter ermordet und anschließend auf der Flucht zwei Polizisten totgefahren haben soll. Jetzt muss sich der 25-Jährige wegen dreifachen Mordes vor Gericht verantworten. Bis Januar 2018 sind rund 20 Verhandlungstermine geplant. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der Beschuldigte die Taten gestanden.
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- "Dass es ruckelt, ist normal"

In Potsdam beginnt am Dienstag eine zweitägige Klausur der Linksfraktion. Auf der Agenda stehen neben der Wahl der Fraktionsvorsitzenden Beratungen über die künftige Positionierung der Partei, die angesichts des starken Abschneidens der AfD bei der Bundestagswahl besonders in Ostdeutschland viele Wähler nicht binden konnte. Fraktionschef Dietmar Bartsch stört sich nicht an Nebengeräuschen und ist davon überzeugt: "Wir werden am Ende der Klausur einen handlungsfähigen Fraktionsvorstand haben."
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- Nach der Parlamentswahl: Wohin steuert Österreich?

Der Mann ist auffallend jung und auffallend zielstrebig: Sebastian Kurz, gerade mal 31 Jahre alt. Kurz könnte an der Spitze einer Regierungskoalition mit den weiter erstarkten Rechtspopulisten von der FPÖ Bundeskanzler Österreichs werden - und damit der jüngste Regierungschef Europas. Der frühere tschechische Außenminister Schwarzenberg hatte vor der Wahl Befürchtungen geäußert, Kurz wolle Österreich im Sinne des ungarischen Regierungschefs Orban umbauen. Im Inforadio relativierte er diese Äußerung allerdings.
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- "Kurz ist es gelungen, die Unzufriedenheit zu nutzen"

Sebastian Kurz ist der Sieger der Parlamentswahl in Österreich – und aller Voraussicht nach auch der nächste Kanzler in Wien. Der Politikwissenschaftler Andreas Holzer vom SORA Institut in Wien erklärt den Erfolg des 31-Jährigen damit, dass es ihm gelungen ist, die Stimmung der Unzufriedenheit im Land aufzugreifen und mit einer geschickten Image-Kampagne für sich zu nutzen.
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- "Alkohol und Verkehr dürfen nichts miteinander zu tun haben"

In der Nacht zu Samstag kam es in Friedrichshain zu einem schweren Unfall: Ein Autofahrer war mit seinem Wagen in eine Tram-Haltestelle gefahren und hatte eine Frau getötet, eine andere schwer verletzt. Der Fahrer hatte nach noch unbestätigten Informationen 2,5 Promille im Blut. Der Verkehrspsychologen Sebastian Böttner fordert nicht nur mehr Aufklärung über die Gefahren des alkoholisierten Fahrens, sondern auch eine strikte 0,0-Promille-Grenze: "Alkohol und Straßenverkehr - das darf nichts miteinander zu tun haben!"
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- Niedersachsen: Die CDU bringt Jamaika ins Spiel

Der klare Sieg der SPD bei der Landtagswahl in Niedersachsen war eine Überraschung – eine besonders unschöne für die CDU, die erstmals seit 1998 nicht mehr stärkste Kraft im Land ist. Björn Thümler, der Fraktionsvorsitzende der Niedersachsen-CDU, sieht dennoch die Möglichkeit einer Regierungsbeteiligung – sowohl als Teil einer großen Koalition, als auch mit einer Jamaika-Koalition.
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- "Es wird sicher zu Gesprächen mit der FDP kommen"

Überraschend klar mit 36,9 Prozent der Stimmen hat die SPD die Landtagswahl in Niedersachsen gewonnen – das die gute Nachricht für die Sozialdemokraten um Ministerpräsident Stephan Weil. Die schlechte: Es reicht nicht wieder für Rot-Grün. Kommt nun also eine Ampel gemeinsam mit der FDP? Die hat das ausgeschlossen – SPD-Bundesvize Ralf Stegner ist sich jedoch sicher, dass es zumindest zu Gesprächen kommen wird.
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- Berliner Grundschüler auf dem vorletzten Platz

Deutschlands Viertklässler haben sich in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt in Mathematik, beim Zuhören und in Rechtschreibung verschlechtert. Die Lesekompetenz ist dagegen im vergangenen Jahr auf ähnlichem Niveau geblieben wie 2011. Das geht aus der Studie IQB-Bildungstrend hervor, die die Kultusministerkonferenz (KMK) am Freitag veröffentlicht hat. Berliner Schüler sind in der Studie auf dem vorletzten Platz aller Bundesländer gelandet. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) macht dafür die besonderen Probleme eines Stadtstaates verantwortlich: "Weil wir einfach viele Kinder und Jugendliche in unseren Schulen haben, wo Elternhäuser ihre Kinder nicht so unterstützen können."
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- Problempark Tiergarten: "Brauchen eine Gesamtstrategie"

Der Berliner Tiergarten ist mit dem Mord an einer 60-jährigen Frau Anfang September so richtig ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit gerückt. Ein 18-jähriger Russe wurde daraufhin in Polen als Verdächtiger festgenommen. Er soll bald nach Deutschland ausgeliefert werden. Stephan von Dassel, Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, schlug am vergangenen Wochenende in der Berliner Morgenpost Alarm. Der Große Tiergarten sei völlig außer Kontrolle: Aggressive vor allem osteuropäische Obdachlose, Kleinkriminelle, Drogen und Prostitution. Man müsse nun versuchen die Identität der Personen festzustellen, um Ordnungsrecht anwenden zu können, so von Dassel im Interview.
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- Schafft es Sebastian Kurz ins Kanzleramt?

Österreich wählt am Sonntag ein neues Parlament. Das Land ist stark polarisiert - das hat zuletzt die zweifache Präsidentenwahl gezeigt. Nun geht es um die Regierungsmehrheit und damit um das Kanzleramt. Während es jahrelang so aussah, dass die rechtsnationale FPÖ unaufhaltsam an den beiden klassischen Volksparteien vorbeizieht, hat der ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz das Blatt in ziemlich kurzer Zeit gewendet, wenn man den Umfragen Glauben schenken kann. Er habe seinen Aufstieg strategisch professionell geplant, sagt der Politologe Prof. Dr. Peter Filzmaier im Interview.
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- Die UNESCO ohne die USA

Auch am Freitag schlägt die Entscheidung der USA und Israels Wellen, die UNESCO, die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, zu verlassen. Das US-Außenministerium begründete den Schritt unter anderem damit, dass die Organisation in zunehmendem Maße anti-israelische Positionen vertrete. Israels Ministerpräsident Netanyahu erklärte, die UNESCO sei ein absurdes Theater geworden, sie verzerre Geschichte, anstatt sie zu bewahren. Verena Metze Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, überrascht dieser Schritt nicht: Die USA zahlten schon seit vielen Jahren keine Beiträge mehr. Es sei ihnen per Gesetz verboten, Organisationen zu unterstützen, die Palästina aufnehmen.
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- "Der persönliche Kontakt ist immer das Wichtigste"

Ärzte und Krankenhäuser galten früher in Konfliktgebieten als tabu für die kämpfenden Parteien. Doch das hat sich geändert: selbst Hospitale oder Flüchtlingslager werden in Kriegsgegenden heutzutage gezielt angegriffen und bombardiert. Diese und andere aktuelle Fragen zu Theorie und Praxis der Humanitären Hilfe stehen im Mittelpunkt eines Kongresses, der am Freitag in Berlin beginnt. Volker Westerbarkey, Präsident der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen, sagte im Inforadio, zwar müssten sich humanitäre Organisationen neutral verhalten. Dies schließe jedoch Kontakte und Gespräche auch mit bewaffneten Milizen vor Ort nicht aus.
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- Niedersachsen-Wahl: Profitiert die SPD vom Mitleidseffekt?

Am Sonntag wird in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Eigentlich sollte das erst im Januar nächsten Jahres geschehen. Die Wahl musste jedoch vorgezogen werden, weil die rot-grüne Landesregierung durch den Fraktionsübertritt der Abgeordneten Twesten von den Grünen zur CDU keine Mehrheit mehr hat. Die Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU voraus. Andreas Busch ist Professor für Politikwissenschaft an der Uni Göttingen. Im Inforadio erklärte er, warum die SPD in den letzten Wochen in den Umfragen wieder zulegen konnte.
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- "Schäuble wurde immer als verlässlicher Akteur angesehen"

Seit 2009 ist der CDU-Politiker Wolfgang Schäuble der oberste deutsche Kassenwart. In Kürze legt er sein Amt nieder, um Bundestagspräsident zu werden. Der Grünen-Politiker Gerhard Schick hat Schäuble in den vergangenen zehn Jahren kritisch begleitet. Im Inforadio hob er vor allem hervor, dass man sich auf Schäubles Wort verlassen könne. "Aber das kann natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ihm in den letzten acht Jahren nicht gelungen ist, aus der europäischen Finanzkrise herauszukommen".
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- Willsch fordert Auflagen für die Lufthansa

Nach der Teilübernahme von Air Berlin durch die Lufthansa warnen Verbraucherschützer vor steigenden Ticketpreisen - vor allem auf innerdeutschen Strecken, auf denen die Lufthansa das Monopol haben könnte. Der CDU-Luftfahrtexperte Willsch forderte im Inforadio klare Auflagen durch die Kartellwächter. Die Ankündigung, durch die Tochterfirma Eurowings für Wettbewerb zu sorgen, sei wenig glaubwürdig. Zugleich begrüßte er die Ankündigung der Monopolkommission, bestimmte Strecken nach der Teilübernahme von Air Berlin durch die Lufthansa kartellrechtlich zu prüfen.
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- Was sagt die AfD zum Abschlussbericht des Sonderermittlers Jost?

Der Berliner Senat hat am Donnerstag den Abschlussbericht des Sonderermittlers zum Fall des Attentäters Anis Amri vorgelegt. Viele darin aufgelistete Versäumnisse waren schon bekannt: Amri hätte lange vor dem Anschlag festgenommen werden können, wenn die Behörden korrekt und effizient gearbeitet hätten. Am Tag des Anschlags selbst dauerte es mehr als drei Stunden, bis die Berliner Polizei Terroralarm ausgelöst hat, so konnte Amri entkommen. Alles gipfelte darin, dass das Landeskriminalamt schließlich Akten manipuliert hat, um alles zu verschleiern. Fragen dazu an den Berliner AfD-Fraktionschef Georg Pazderski.
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- Österreich will gegen deutsche PKW-Maut klagen

Die Pkw-Maut war bei uns lange umstritten - nach vielem Hin und Her, auch auf europäischer Ebene, wurde ihre Umsetzung dann aber doch beschlossen: Ab 2019 soll sie gelten. Von Anfang an gab es aber auch Widerstand gegen die deutsche Maut in anderen EU-Staaten: Vor allem Österreich drohte immer wieder mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof - und die soll jetzt kommen. Der österreichische Verkehrsminister Leichtfried kündigte am Vormittag an, man werde die Klageschrift noch heute einreichen.
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