Podcast: Interviews

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- 'Da ist der Wurm drin'

Bei der Berliner S-Bahn sind im ersten Halbjahr 15.655 Zugfahrten ausgefallen. Für die Fahrgäste bedeutet das rund 2.300 Stunden zusätzliche Wartezeit. Auch das unter Androhung von Strafabzügen mit Berlin und Brandenburg vereinbarte Ziel von 96 Prozent pünktlicher Züge wurde nicht eingehalten. Wir fragen S-Bahn Berlin-Geschäftsführer Peter Buchner: Woran liegt es, dass die Bahn nicht pünktlich ist? Derzeit sei einfach "der Wurm drin", sagt Buchner. Seit Oktober gebe es viele Infrastrukturstörungen und Fahrzeugstörungen. Er gehe aber davon aus, dass die Zuverlässigkeit in den nächsten Monaten besser werde.
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- 'Merkel entfremdet sich zunehmend von der CDU'

Das Verhältnis von Angela Merkel zu ihrer eigenen Partei war nie ein völlig unbeschwertes - und der Bundesparteitag der vergangenen zwei Tage hat es nicht verbessert. Am Ende stimmten die Delegierten gar mit knapper Mehrheit und gegen den Willen Merkels für die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft. Wie stark ist Merkel noch? Das fragen wir den Dokumentarfilmer Torsten Körner, der Merkel über längere Zeit begleitet hat. Im Streit über den Kurs der CDU entferne sich Merkel derzeit immer mehr von großen Teilen der Partei, sagt Körner.
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- 'Hamburg ist gelassen und entspannt'

Mit einem Ministertreffen in Hamburg geht nach einem Jahr der deutsche OSZE-Vorsitz zu Ende. Aus Sorge vor Anschlägen oder Krawallen ist das Polizeiaufgebot enorm: Über 10.000 Beamte schützen die rund 50 Ministerinnen und Minister - das sind dann also etwa 200 Beschützer auf einen Beschützten. Für Hamburger Bürger und Touristen bedeutet das erhebliche Beeinträchtigungen. Über die Stimmung in der Stadt sprechen wir mit Katharina Fegebank (Grüne), der stellvertretenden Bürgermeisterin von Hamburg. "Ich nehme die Hamburger als gelassen wahr", sagt sie.
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- 'Die Stadt vollzieht einen gewaltigen Rutsch nach links'

Nachdem nun auch die Linkspartei dem Koalitionsvertrag zugesagt hat, steht R2G in Berlin – und die CDU findet sich in der Opposition wieder. Deren Fraktionsvorsitzender Florian Graf lässt kein gutes Haar an der neuen Regierung: Eine "Koalition der Beschränkung der Zukunftschancen" sei sie, "Wohltäter auf Pump", die sich von einer seriösen Finanzpolitik verabschiedet hätten. "Impulslos, hoffnungslos, trostlos", findet Graf die Pläne von Rot-Rot-Grün. Die neue Koalition vollführe einen deutlichen Linksruck, dem die CDU als Oppositionspartei Paroli bieten wolle: "Den Klamauk überlassen wir gerne den anderen."
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- "Diese Brutalität hat es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gegeben"

"Schluss mit dem Massenmord in Aleppo!" Diesen Aufruf hat eine Gruppe von Schriftstellern auf der Facebook-Seite des Internationalen Literaturfestivals Berlin gepostet. Für Mittwoch rufen die Unterzeichner nun zu einem Protest vor der russischen Botschaft auf. Wir sprechen darüber mit Ulrich Schreiber, Direktor des Literaturfestivals und Mitunterzeichner. Er sagt, die Brutalität von Russland und Syrien habe es seit dem Zweiten Welkrieg nicht gegeben. Assad und Putin ließen vorsätzlich Krankenhäuser und Schulen bombardieren und müssten gestoppt werden.
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- "Die Kinder sind in diesem Albtraum gefangen"

Der nahe Winter droht laut Unicef die Not hunderttausender Kinder im Bürgerkriegsland Syrien weiter zu verschärfen. Dem UN-Kinderhilfswerk zufolge leben derzeit eine halbe Million Kinder unter schwierigen humanitären Bedingungen. Das wenige Essen, dass es noch gebe, sei für die Familien nicht mehr bezahlbar. Mädchen und Jungen, die ihr Zuhause verloren hätten, seien der Kälte schutzlos ausgeliefert. Im Interview berichtet der deutsche UNICEF-Geschäftsführer Christian Schneider: Für die Kinder sei der Schrecken des Kriegs Alltag geworden. Sie lebten in ständiger Gefahr - und würden von keiner der Konfliktparteien geschont.
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- CDU & CSU: 'Ziel der Zuwanderungsbegrenzung haben wir nun gemeinsam'

Sehr schwesterlich haben sich CDU und CSU in der jüngeren Vergangenheit nicht gerade verhalten, dennoch wollen beide gemeinsam in den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 ziehen. Wie bewertet die CSU Merkels Auftritt beim Bundesparteitag der Schwesterpartei? Merkel hätte mehr Stimmen bekommen können, sagt CSU-Innenpolitiker Hans-Peter Uhl im Interview mit Sabine Dahl. Dazu hätte die Kanzlerin aber eingestehen müssen, dass die Öffnung der Grenzen in der Flüchtlingskrise ein Fehler gewesen sei. In Zukunft wolle die CSU Merkel auch weiterhin unterstützen.
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- "Der Atomausstieg ist endgültig besiegelt"

Das Bundesumweltministerium hat mit Erleichterung auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum beschleunigten Atomausstieg reagiert. Der Atomausstieg in Deutschland habe Bestand, das Gericht habe das Gesetz nur in Randbereichen bemängelt. Was bedeutet diese Entscheidung für Staat und Steuerzahler? Die Regierung freue sich, dass der Atomausstieg nun stehe, sagt Jochen Flasbarth. Er ist Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Flasbarth meint, dass auch die Kosten für die Entschädigung der Energiekonzerne sich in Grenzen halten werde: "Jeder, der in der Größenordnung von Milliarden spekuliert, liegt ganz definitiv falsch."
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- PISA: 'Soziales Bewusstsein ist nicht messbar'

Deutschland bleibt im weltweiten Schulvergleichstest "PISA 2015" im vorderen Drittel. Tom Erdmann, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, sieht darin wenig Aussagekraft und erinnert daran, dass viele Fähigkeiten, die in unserer Wertegemeinschaft eine große Rolle spielen, gar nicht mit solchen Tests erfasst werden können: Demokratieverständnis, Verantwortung und soziales Bewusstsein.
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- 'Europa steht unter Hochspannung'

Nicht erst das Scheitern des italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi hat europaweit Sorgen ausgelöst. Was bedeuten die Ergebnisse der jüngsten Voten für die europäische Einigung? Der Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld sieht einen Gegentrend zum Trend der Globalisierung: "Europa steht bei den Menschen für die Internationalisierung, die meiner vertrauten Umgebung die Dinge wegnimmt." Als Konsequenz müsse sich die Europapolitik ganz anders erklären und vor allem die Sinnfrage des europäischen Projektes beantworten.
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- Saleh: 'Die SPD hat verstanden'

Die Berliner SPD hat dem rot-rot-grünen Koalitionsvertrag zugestimmt. Auf einem Parteitag sprachen sich am Montagabend 89,5 Prozent der Delegierten für das Papier aus. Die Grünen hatten bereits am Samstag den Weg für das Bündnis frei gemacht. Das Ergebnis der Mitgliederbefragung bei der Links-Partei soll am Mittwoch feststehen. SPD-Fraktionschef Raed Saleh sieht trotz des schlechtesten Wahlergebnisses nach dem Krieg nun eine zweite Chance für seine Partei. Im Gespräch mit Sabine Dahl verspricht Saleh Demut - und eine Politik für die ganze Stadt: "Rot-Rot-Grün ist zum Erfolg verdammt."
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- 'Auch leistungsstarke Schüler müssen gefördert werden'

Das ganz große PISA-Fiasko wie vor 15 Jahren wird nicht mehr befürchtet - dennoch blickt die deutsche Bildungspolitik mit Anspannung auf die weltweit größte Schulvergleichsstudie. Getestet wurden Schüler in Naturwissenschaften, Mathematik und Lese-/Textkompetenz - am Dienstagvormittag kommen die neuen PISA-Zeugnisse auf den Tisch. Über die Bedeutung dieser Fächer für den Arbeitsmarkt sprechen wir mit Gerhard Braun; er ist Vizepräsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände und sagt: "Wir brauchen gut ausgebildete Jugendliche für unseren Standort Deutschland". Dabei seien soziale Kompetenzen mindestens genauso wichtig wie das Fachwissen.
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- 'Die Kanzlerin ist nicht mehr unangreifbar'

In Essen wollen die Christdemokraten erste Pflöcke für ihren Wahlkampf einschlagen - in der Steuer- und Flüchtlingspolitik. Es geht aber auch um die Wahl der Spitze. Kanzlerin Angela Merkel tritt wieder als Vorsitzende an. Die Wiederwahl gilt als sicher - doch spannend wird sein, mit welchem Ergebnis sie ins Amt gewählt wird. Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter sieht in der Partei nach wie vor ein "gewisses Brodeln" - obwohl Merkel von ihrer liberalen Flüchtlingspolitik längst abgerückt sei. "Den Streit, der da inszeniert wird, versteht rational niemand mehr", so Oberreuter im Gespräch mit Sabine Dahl.
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- Österreich: Dämpfer für Rechtspopulisten?

In Österreich wird der frühere Grünen-Chef Alexander van der Bellen Bundespräsident - der Rechtspopulist Norbert Hofer verlor am Sonntag überraschend deutlich und muss seine Amibitionen auf die Hofburg erst einmal aufgeben. Der österreichische Politikwissenschaftler Peter Filzmaier sieht in der Wiener Entscheidung allerdings kein Signal für Europa: Zu glauben, dass ein Kleinstaat wie Österreich den Siegeszug der Rechtspopulisten gestoppt haben könnte, sei "schlicht und einfach naiv", sagte er im Inforadio-Gespräch mit Irina Grabowski.
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- 'Renzi hat Fehler gemacht'

Das düsterste Szenario für die Regierung in Rom ist in der Nacht Wirklichkeit geworden: Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi hat eine herbe Niederlage beim Referendum über eine Verfassungsreform kassiert und umgehend die Konsequenzen gezogen. Am Montagnachmittag will er seinen Rücktritt bei Staatspräsident Sergio Mattarella einreichen. Lars Castellucci (SPD) ist Mitglied im Bundestags-Innenausschuss und Vorsitzender der deutsch-italienischen Parlamentariergruppe. Ihn hat das Ergebnis nicht überrascht. Trotzdem rät er, die Auswirkungen auf Europa nicht überzubewerten: "Im Kern war es eine innenpolitische Entscheidung in Italien."
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- 'Das Referendum ist von Populisten missbraucht worden'

Nach der deutlichen Niederlage im Verfassungsreferendum hat Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi seinen Rücktritt angekündigt. Er übernehme die volle Verantwortung, sagte Renzi in der Nacht in einer TV-Ansprache. Seine Niederlage ist aber auch ein schwerer Schlag für Europa, so der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth: "Uns geht eine pro-europäische Regierung verlustig, mit der wir gut zusammengearbeitet haben." Für Italien wäre die größte Verfassungsreform in der Geschichte der Republik eine Chance gewesen, betont Roth im Gespräch mit Sabine Dahl.
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- 'Man merkt, dass man nicht alleine ist'

Bundespräsident Gauck zeichnet am Montag 24 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit einem Verdienstorden aus. Anlass ist der Internationale Tag des Ehrenamtes, der immer am 5. Dezember begangen wird. Philipp Bertram wurde für sein Engagement als Flüchtlingshelfer bereits Anfang des Jahres ausgezeichnet. Er brachte es vom studentischen Helfer zum Leiter der Flüchtlings-Notunterkunft im Rathaus Wilmersdorf. Sabine Dahl spricht mit ihm über seine Zukunftspläne und wie seine ehrenamtliche Tätigkeit ihn verändert hat.

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- Künast sieht Grüne in Aufbruchstimmung

Die Berliner Grünen stimmen am Samstag über den Koalitionsvertrag mit SPD und Linken ab. Es wird erwartet, dass die Delegierten die Vereinbarung billigen werden. Die ehemalige Spitzenkandidatin der Berliner Grünen, Künast, sprach im Inforadio von einer Aufbruchstimmung. Die künftige Regierung müsse jetzt Verantwortung übernehmen. Dabei gehe es vor allem darum, die Verwaltung zu modernisieren und für eine ökologische und sozial gerechte Stadt zu sorgen.
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- Mike Bischoff (SPD): "Viele Sorgen sind unberechtigt"

Die rot-rote Landesregierung treibt ihr Projekt der Brandenburger Kreisgebietsreform voran. Am Donnerstag stellte Innenminister Schröter den Entwurf für ein "Gesetz zur Neugliederung" und den weiteren Fahrplan für die Umsetzung des Vorhabens vor. Doch in der Bevölkerung haben die Pläne wenig bis keine Unterstützung, was auch der aktuelle Brandenburg zeigt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Mike Bischoff sagte im Inforadio, man müsse die Sorgen der Bürger ernst nehmen - und zugleich aber auch deutlich machen, dass viele Bedenken unbegründet seien.
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- Was wird nun aus der Massentierhaltung in Brandenburg?

Die Brandenburger haben sich per Volksbegehren gegen Massentierhaltung in ihrem Land ausgesprochen: 103.891 Bürger haben unterschrieben, 80.000 wären nötig gewesen. Es ist das zweite erfolgreiche Volksbegehren in Brandenburgs Geschichte. Aber was nun? Landesbauernpräsident Folgert warnte vor der Vernichtung von Arbeitsplätzen in der Region. Brandenburgs Verbraucherschutzminister Helmuth Markov (LINKE) glaubt dagegen an eine Lösung und will z.B. das Geld für einen Tierschutzbeauftragten beantragen, wie er im Gespräch mit Heiner Martin sagt. Markov sieht viel Verantwortung beim Verbraucher, aber auf den müsse die Politik nicht zwangsläufig warten.
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