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Podcast: Interviews

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- Liberale Moschee: "Viele haben Angst"

Auch eine Woche nach Eröffnung der liberalen Moschee in Berlin-Moabit wird das Gotteshaus heftig angefeindet: von der türkischen Religionsbehörde, von der ägyptischen Fatwa-Behörde. Der Vorwurf: das Gotteshaus sei "un-islamisch" - unter anderem deshalb, weil dort Männer und Frauen gemeinsam beten. "Dabei verstößt das nicht gegen den Koran, sondern eher gegen die Regeln patriarchaler Imame", erklärt der Berliner Islamwissenschaftler Ralph Ghadban. Die türkische Kritik sei jedoch gefährlich, weil sie politischen Hintergrund habe, warnt er. "Viele haben Angst, in die liberale Moschee zu gehen", sagt Ghadban.
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- Gefährlicher Ambrosia: Ein aussichtsloser Kampf?

Am Freitag treffen sich die Menschen in Vetschau, um einer eher traurigen Tradition nachzugehen: Sie reißen Ambrosia-Pflanzen aus, die in der Region für enorme Gesundheitsprobleme sorgt. Viele Menschen leiden an Asthma, ausgelöst durch die aggressiven Pollen. Der Allergieforscher Thomas Dümmel schilderte im Inforadio, wie sein Institut an der FU Berlin den Kampf unterstützt, warum sich Ambrosia so schnell ausbreiten konnte und warum immer noch zu wenig dagegen getan wird.
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- CumEx-Skandal: 'Es gab krasse Fehler'

Um bis zu 32 Milliarden Euro sollen Aktionäre den Staat betrogen haben - mit der sogenannten "Cum-Ex-"Methode. Dabei geht es kurz gesagt um die Erschleichung von Steuererstattungen. Insider sprechen von "rauschenden Parties", die zwischen 1999 und 2012 gefeiert wurden. Am Freitag präsentiert der Cum-Ex-Untersuchungsausschuss des Bundestags seinen Abschlussbericht, daran mitgewirkt hat der Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick. Er warf im Inforadio Union und SPD vor, hausgemachte Fehler nicht zuzugeben. Zugleich forderte er, die Finanzaufsichtsbehörde in Berlin neu aufzustellen.
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- Högl: "Wir wollen regieren und gestalten"

Am will die SPD auf ihrem außerordentlichen Bundesparteitag in Dortmund ihr Regierungsprogramm 2017 verabschieden. Dabei setzt die Partei vor allem auf mehr Gerechtigkeit. Doch auch bessere Schulen, ein starker Sozialstaat, sichere Arbeit und eine starke Wirtschaft werden gefordert. In den Umfragen schlägt sich dieser Kurs bisher noch nicht nieder. Doch Eva Högl, Spitzenkandidatin der Berliner SPD bei der Bundestagswahl, gab sich im Inforadio dennoch zuversichtlich, mit Martin Schulz als Spitzenkandidaten zu gewinnen.
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- AfD-Leak und seine Folgen

"Deutschland den Deutschen!" dazu ein schöner Zwinkersmiley. Eigentlich sollte ja so etwas eher privat bleiben, gerade wenn man Spitzenpolitiker ist. Das dachte sich wahrscheinlich auch André Poggenburg, Fraktions-Chef der AfD in Sachsen-Anhalt. Ein anderer AfD-Funktionär schreibt, nach der "Machtergreifung" müsse ein Gremium alle Journalisten prüfen und sieben. Das alles stammt der Whatsapp-Gruppe "AfD Info LSA". Der Sozialwissenschaftler Sebastian Friedrich hat ein Buch über die AfD veröffentlicht. Was sagen diese Beiträge aus über den Landesverband Sachsen-Anhalt?
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- Verheugen: "Brexit ist Weckruf für die EU"

Wieder einmal ohne Großbritannien beschäftigt sich am Donnerstag und Freitag der EU-Gipfel in Brüssel mit den Folgen des Brexits. Unter anderem müssen neue Standort für EU-Agenturen gefunden werden, die bislang in London ansässig waren. Der ehemalige Vizepräsident der EU-Kommission, Verheugen, sieht den Brexit als Weckruf für die EU. Im Inforadio forderte er zugleich Reformen - etwa ernsthaft gegen die Überregulierung vorzugehen oder für mehr Transparenz und Flexiibilität zu sorgen.
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- Wehrbeauftragter befürchtet Nachwuchsdelle

Die Bundeswehr hat in den vergangenen Monaten viel Kritik einstecken müssen, unter anderem wegen der Affäre um den Oberleutnant Franco A., der unter Terrorverdacht steht, und Fällen mit rechtsextremem Hintergrund. Zieht die Truppe, seit sie eine Freiwilligenarmee ist, mehr Extremisten an? Nein, sagt der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD) im Inforadio: Eine solche Tendenz sei nicht nachweisbar. Er befürchtet aber, dass die Negativschlagzeilen durchaus zu einer Nachwuchsdelle führen könnten.
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- Enorme Waldbrandgefahr in Brandenburg

Die verheerenden Waldbrände in Portugal werden auch in Brandenburg mit Sorge betrachtet, denn: Die EU-Kommission führt die Waldflächen Brandenburgs wie die Wälder Portugals, Spaniens oder auch Griechenlands in der höchsten Gefährdungsstufe. Raimund Engel ist Brandenburgs Waldbrandschutz-Beauftragter. Wir fragen ihn, was die häufigsten Brandursachen sind – und was wir im Wald tunlichst vermeiden sollten.
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- Kujat: Abzug aus Incirlik überfällig

Reine Formsache ist die Abstimmung im Bundestag am Mittwoch: Denn längst ist entschieden, dass die Bundeswehr vom türkischen Stützpunkt Incirlik abgezogen und nach Jordanien verlegt wird. Für Harald Kujat, ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr und früheren Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses, ein überfälliger Schritt, wie er im Inforadio sagt.
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- Landeseigene Flüchtlingsheime - ein Erfolgsmodell?

Um Flüchtlinge in Berlin schneller und unbürokratischer unterzubringen, hat das Land im April einen eigenen Landesbetrieb gegründet. Inzwischen hat die von Rembert Vaerst geleitete Einrichtung drei Flüchtlingsheime übernommen - zum Ärger freier Träger wie die Caritas, die unlauteren Wettbewerb befürchtete. Am Mittwoch lädt der Landesbetrieb für Flüchtlingsheime in Berlin zum Tag der offenen Tür ein. Wir wollen das zum Anlass nehmen, mit Rembert Vaerst eine Zwischenbilanz zu ziehen.
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- Mautdaten zur Verbrechensaufklärung nutzen? Jein!

Politiker der Union plädieren dafür, bei der Maut erhobene Daten auch für die Verbrechensbekämpfung zu nutzen. Darüber diskutieren am Mittwoch die Justizminister der Länder. Der von Rheinland-Pfalz, Herbert Mertin (FDP), sieht den Vorschlag kritisch: Wenn überhaupt, komme das nur ein Einzelfällen in Frage. Einer pauschalen Nutzung dieser Daten stehe das Grundrecht der Freizügigkeit im Weg.
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- Experte rät zu Diesel-Fahrverboten

Dicke Luft herrscht in vielen deutschen Großstädten, auch in Berlin. Das ist bekannt. Nun aber zeigen neue Zahlen der Senatsverwaltung für Umwelt, dass die Lage in Berlin dramatischer ist als bislang angenommen. Die Belastung mit Stickstoff-Dioxid liegt an allen 23 Berliner Messstellen über dem erlaubten Jahresdurchschnitt. "Menschen, die an stark belasteten Straßen leben, könnten früher sterben", warnt der ARD-Umweltexperte Werner Eckert. Hauptversursacher seien Diesel-Fahrzeuge. Ein probates Mittel sei deshalb ein Diesel-Fahrverbot.
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- Was tun gegen Ärztemangel in Lichtenberg?

Im Durchschnitt ist Berlin gut mit Ärzten bestückt - aber es gibt auch Stadtteile, in denen Ärzte fehlen, zum Beispiel in Lichtenberg und Neukölln. Deshalb kommt von dort auch die Idee, kommunale Arztpraxen einzurichten. Dort würden Mediziner arbeiten, die beim Bezirk angestellt sind. "Für bezirkliche Gesundheitszentren und Polikliniken wäre der rechtliche Weg frei", sagt Lichtenbergs Gesundheitsstadträtin Katrin Framke (Die Linke). Schon sehr bald soll darüber mit der Kassenärztlichen Vereinigung beraten werden, kündigt sie an.
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- Weltflüchtlingstag: "Müssen Afrika als Partner sehen"

Mehr als 65 Millionen Menschen sind im Moment weltweit auf der Flucht. Weltweit. Sie fliehen vor Krieg, Vertreibung, Verfolgung, Hunger und Umweltkatastrophen. Und oft sind die Ursachen miteinander verbunden. Darauf macht heute der Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen aufmerksam. Luxemburgs Außen- und Immigrationsminister Jean Asselborn sieht es als wichtigste europäische Aufgabe an, die Entwicklungshilfe in Afrika zu intensivieren – auch aus eigenem Interesse.
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- Kollatz-Ahnen sieht den Senat auf einem guten Weg

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) ist überzeugt, dass der Senat sein Ziel erreichen wird, den Personalmangel in der Verwaltung zu beheben. Im Inforadio weist der SPD-Politiker darauf hin, dass im vergangenen Jahr schon 7600 Beschäftigte neu eingestellt wurden, davon 5500 unbefristet. Der Senat zeige, dass es zu schaffen sei, jedes Jahr 5000 bis 6000 Stellen in der Verwaltung zu besetzen.
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- Kfz-Zulassung im Netz ab 2018?

An der Digitalisierung kommt keiner mehr vorbei - auch die Städte und Gemeinden nicht. Wer keinen vernünftigen Internet-Auftritt hat, wird schlicht nicht wahrgenommen. Aber: Sind die Kommunen auf der Höhe der Zeit? Darum geht es derzeit auf dem Deutschen Kommunal-Kongress in Berlin. "Es läuft besser als vermutet", erklärt Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des Brandenburger Städte- und Gemeindebundes. Bürgerportale wie der "Maerker", über das Brandenburger mit ihren Verwaltungen kommunizieren können, zeigten dies, so Böttcher. Nächster Schritt sei die Fahrzeugzulassung per Mausklick. Die könnte schon ab 2018 möglich sein.
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- SPD-Steuerpläne: "Kein großer Wurf"

Kein Soli-Zuschlag mehr bei Geringverdienern, eine höhere Reichensteuer, Entlastungen von 15 Milliarden Euro für kleine und mittlere Einkommen - das sind die Kernpunkte des SPD-Steuerkonzepts, das am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Einzelheiten und Hintergründe dazu haben wir hier zusammengefasst. "Das ist kein großer Wurf, Vieles bleibt vage," kritisiert der Bundesvorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft DSTG, Thomas Eigenthaler. Er hätte sich in Sachen "Reichensteuer" mehr Mut bei der SPD erhofft und sieht kaum Unterschiede zum Steuerkonzept der CDU.
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- Salman Rushdie wird 70

Der Schriftsteller Salman Rushdie erlangte vor allem dadurch weltweite Berühmtheit, dass wegen seines Buches "Die satanischen Verse" die Fatwa über ihn verhängt wurde. Dabei ist Rushdie mehr als dieses Buch und das gerade wieder erhöhte Kopfgeld. Zu seinem 70. Geburtstag fragen wir Ulrich Schreiber, Gründer und Leiter des Internationalen Literaturfestivals Berlin, der Rushdie gut kennt, was den Autor heute noch antreibt - und warum er den Literatur-Nobelpreis verdient hätte.
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- "Es ist ein Ermüdungseffekt zu erkennen"

Emmanuel Macron hat es innerhalb eines Jahres geschafft, mit seiner Partei "La République en Marche" die politische Landschaft in Frankreich komplett umzukrempeln. Nach der zweiten Runde der Parlamentswahlen hat er auch im Parlament die absolute Mehrheit. Doch der Jubel ist selbst in seinem Lager verhalten: Nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten ist an die Urnen gegangen. Die in Paris lebende Politikwissenschaftlerin Barbara Kunz führt das auf einen Ermüdungseffekt nach dem Wahlmarathon der letzten Monate zurück.
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- "Nach dem Brexit wird nichts besser werden"

Am Montagvormittag kommen in Brüssel Vertreter von Europäischer Union und Großbritannien zusammen, um erstmals über den Brexit zu verhandeln. Michael Roth (SPD), Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, hat zwar momentan keine Hoffnung, dass der Brexit noch zu verhindern ist, möchte die Tür für die Briten aber nicht ganz zuschlagen. Denn der Austritt sei definitiv ein Verlust - sowohl für die EU, als auch für Großbritannien.
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