Podcast: Interviews

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- Bauplaner müssen umdenken

Alptraumartige Bilder haben unsere Redaktion am Mittwochnachmittag via twitter & co. erreicht: Ganze Straßenzüge standen in Berlin unter Wasser, Passanten wateten knietief durch die Regenfluten, Autos wurden weggespült. Besonders schwer getroffen hat es die Stadtteile Prenzlauer Berg und Weißensee. Dort gebe es zu wenige Grünflächen, die das Wasser wie ein Schwamm aufsaugen könnten, sagen Experten und schlagen vor, Sportplätze als Auffangbecken tieferzulegen. Sportplatzbau-Experte Michael Henze hält davon wenig: Dachbegrünung sei viel effizienter, sagt er.
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- Höhere Sicherheitsvorkehrungen beim Helene Beach Festival

Nach dem Selbstmordanschlag beim Musikfestival Ansbach Open 2016 am vergangenen Wochenende, bei dem 15 Menschen teils schwer verletzt wurden, reagieren nun auch Veranstalter größerer Open Airs: rbb-Reporter Michael Lietz berichtet über massive Sicherheitsmaßnahmen beim "Helene-Beach Festival", das bis Sonntag am Helene-See in Frankfurt (Oder) stattfindet.
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- Keine Angst!

Würzburg, München, Reutlingen, Ansbach: Die Angst vor möglichen Amokläufer und Terroristen verunsichert viele Menschen. Die Politik diskutiert über die Strategien und Konsequenzen. Angstforscher Prof. Dr. Ulrich Wagner von der Uni Marburg, warnt davor, dass Angst unsere Gesellschaft entzweien könnte. Er rät: Vor Angst nicht zurück weichen und darüber nachdenken, welchen viel größeren Gefahren wir ausgesetzt sind, vor denen wir keine Angst haben. Außerdem sei Integration die beste Gewaltprävention.
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- "Das Darknet ist kein strafverfolgungsfreier Raum"

Das "Darknet" - seit München, seit dem Amoklauf ist dieser geheime, virtuelle Handels- und Informationsplatz in aller Munde. Der Täter hat seine Waffe offenbar über das Darknet beschafft. Für die Fahnder der Kriminalpolizei ist dieses Netz immer wieder ein Ort für illegale Aktivitäten, das aber äußerst schwer zu überwachen ist. Der Leiter des Bundeskriminalamtes, BKA-Präsident Holger Münch, sieht seine Behörde gut aufgestellt im Kampf gegen Darknet-Kriminalität.
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- Deutschland wird immer dicker

Sieben Millionen Menschen lassen sich in Deutschland wegen Adipositas, also krankhafte Fettleibigkeit, behandeln. Adipös ist, wer mehr als 130 Kilogramm wiegt. Menschen ab 130 Kilogramm werden hierzulande immer mehr und begeben sich immer häufiger unters Messer. Das besagt eine aktuelle Studie im Auftrag der Krankenkasse Barmer GEK. Die Folgen von Operationen wegen Fettleibigkeit würden zu häufig unterschätzt, warnt Studienleiter Boris Augurzky vom RWI in Essen. Alternativen wie Ernährungs- und Bewegungstherapien müssten stärker in den Fokus rücken, betont er.
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- Mehr Prävention, mehr Repression

Die Anschläge von Würzburg und Ansbach verunsichern die Menschen in Deutschland. Immer stärker wird die Flüchtlingspolitik in Frage gestellt. Die CDU-Integrationsexpertin Barbara John ist für mehr Prävention und mehr Repression. Es müsse geklärt werden, woher die Flüchtlinge kommen und wer sie sind.
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- Bürgermeister trotz Vorstrafe

Die Stadtverordneten in Guben wollen von Klaus-Dieter Hübner (FDP) nichts mehr wissen. Der vorbestrafte und wiedergewählte Ex-Bürgermeister soll nach seinem Amtsantritt sofort wieder den Stuhl räumen. Gegen die Suspendierung durch die Stadtverordneten werde er rechtliche Schritte einleiten sagte Hübner. Den Stadtverordneten warf er noch einmal eine Kampagne gegen ihn vor. "Was die Damen und Herren da in dieser Allianz vorgetragen haben, das war kein Wahlkampf, das war blanke Hetze." Das Votum der Wähler sei eindeutig.
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- "Aktionismus hilft uns jetzt nicht weiter"

Die CSU will schnell Konsequenzen aus den Anschlägen von Würzburg und Ansbach ziehen: Strengere Kontrolle von Flüchtlingsunterkünften, strengere Grenzkontrollen, schnellere Abschiebungen, auch in Krisengebiete, fordert Bayerns Innenminister Herrmann. Eva Högl (SPD), Vize-Chefin der Bundestagsfraktion, sagt, es gebe keinen Anlass für generelle Kritik an unserer Flüchtlingspolitik. Auch mit strengeren Maßnahmen würden wir nicht verhindern können, dass verstörte Einzeltäter Amok laufen.
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- Psychotherapeuten fordern Nachbesserungen

Nach den Anschlägen der vergangenen Tage diskutieren Politik und Öffentlichkeit darüber, die Polizei aufzustocken, das Waffengesetz zu verschärfen und abgelehnte Asylbewerber konsequenter abzuschieben. Und es fragen sich viele: Wenn der Täter von Ansbach zum Beispiel in psychiatrischer Behandlung war, warum hat keiner gemerkt, was mit ihm los ist? Oder der Messerstecher von Reutlingen. Er war ebenfalls schon vorher auffällig. Die Bundespsychotherapeutenkammer fordert schon seit über einem Jahr: Die Betreuung von Flüchtlingen muss besser werden. Sabine Dahl hat mit Dietrich Munz gesprochen. Er ist der Präsident der Kammer.
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- 'Kauf der Rigaer 94 langfristige Option'

In der Berliner SPD gibt es Überlegungen, das besetzte Haus in der Rigaer Straße 94 durch das Land Berlin kaufen zu lassen. Innenexperte Tom Schreiber hat bestätigt: Ein Kauf könne eine langfristige Option sein, um Rechtssicherheit zu schaffen. So könnten die Bewohner und die linke und linksextreme Unterstützerszene beruhigt werden. Ähnliche Projekte etwa in Hamburg hätten positive Effekte gezeigt, so Schreiber im Gespräch mit Martin Krebbers.
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- "Ausreisepflichtige Asylbewerber konsequenter abschieben"

Nach dem Schock über den Selbstmordanschlag in Bayern wird über Konsequenzen diskutiert: Ist der Staat genug gegen solche Attacken gewappnet? Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer fordert mehr Investitionen in die innere Sicherheit. CDU-Innenexperte Armin Schuster unterstützt diese Forderung - und will außerdem abgelehnte Asylbewerber konsequenter abschieben als bisher. Nur dann könne man sich um die Menschen kümmern, die bleiben sollen. "Ansonsten sinkt die Integrationsqualität", so Schuster im Gespräch mit Martin Krebbers.
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- US-Demokraten suchen die Geschlossenheit

Der Parteitag der Demokraten in Philadelphia drohte, von einem Skandal überschattet zu werden. Auf Wikileaks wurden E-Mails aus der Parteizentrale der Demokraten veröffentlicht, die belegen, was das Sanders-Lager schon lange behauptet hat: dass der Parteiapparat gegen Sanders war - und für Clinton. Politikwissenschaftler Michael Werz warnt aber davor, die Sache zu überschätzen. Im Gespräch mit Martin Krebbers sieht er die Demokraten alles in allem gut aufgestellt.
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- Das Sicherheitsgefühl nimmt ab

Es hat schon wieder eine Bluttat gegeben, wieder in Bayern. In Ansbach sprengte sich ein junger Syrer in die Luft. Zwölf Menschen sind verletzt, zum Glück niemand lebensbedrohlich. Die gehäuften Taten berühren unser Sicherheitsgefühl. ARD-Terrorismusexperte Holger Schmidt sagt man, könne die Taten nicht pauschal miteinander vergleichen, sondern müsse zunächst die genaue Motivation der Täter herausfinden. Über einen Bundeswehreinsatz in solchen Fällen müsse man eine ruhige Debatte führen.
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- 'Soziale Medien bei der Polizeiarbeit unverzichtbar'

"Wir haben einen großen Polizeieinsatz am OEZ. Meiden sie den Bereich um das Einkaufzentrum." 112 Zeichen auf Twitter von der Münchner Polizei am Freitag. Der nüchterne Anfang für eine Nacht, in der die sozialen Medien dabei die gewichtige Rolle übernahmen, zu informieren, die Lage zu beruhigen - aber auch, Panik zu schüren. Es gab sie, die schnell hochgeladenen Videos, die Tatschauplätze zeigten, Bilder von Einsatzkräften, falschen Hinweisen. Angeblich Schüsse in der Innenstadt, einer hätte Allahu akbar, Allah ist groß, gerufen. Twitter-Meldungen. Stimmte nicht. Es gab aber auch die andere Seite: Die Polizei duzt die Bevölkerung: "Passt auf euch auf. Meidet die Öffentlichkeit, geht nach Hause, keine Spekulationen verbreiten, helft uns damit bei der Fahndung“. Auf Englisch, auf Französisch, auf Türkisch. Sandra Schwarte hat mit Winfrid Wenzel gesprochen - er ist der Sprecher der Berliner Polizei.

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- 'Wir brauchen ein strengeres Waffenrecht'

Innenminister de Maizière hat eine Verschärfung des Waffenrechtes nicht ausgeschlossen: Erst müsse man ermitteln, wie sich der Schütze die Waffe besorgt habe, dann prüfen ob und wo es noch gesetzlichen Handlungsbedarf gebe. Auch Konstantin von Notz, Mitglied des Innenausschusses, sieht Lücken im existierenden Recht. Dietmar Ringel hat mit dem Grünen-Politiker gesprochen.
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- 'Die Häufung der Ereignisse ist kein Zufall'

Der Amokläufer von München hatte seine Tat ein Jahr lang akribisch geplant. Er hat sich intensiv mit dem Amoklauf von Winnenden 2009 befasst und auch vor Ort recherchiert. Was treibt einen jungen Menschen zu einer solchen Tat? Und wo ist die Grenze zum Terrorismus? Darüber sprach Martin Krebbers mit dem Kriminalpsychologen Jens Hoffmann. Er sieht im Täterprofil von München Gemeinsamkeiten mit früheren Amokläufern - und betont: "Es gibt im Vorfeld fast immer Anzeichen."
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- 'Sanktionen derzeit kein Thema'

In der Türkei hat Ministerpräsident Yildirim die Auflösung der Präsidentengarde angekündigt. Zudem lässt Erdogan mehr als 2300 Einrichtungen schließen, die aus Sicht der Regierung zur Gülen-Bewegung gehören, darunter mehr als 1000 private Schulen. Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat sich für Sanktionen gegen die Türkei ausgesprochen, falls diese ihren Kurs nicht ändert. Der ehemalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hält das aber für verfrüht. Vielmehr müsse die Türkei auf die Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie hingewiesen werden.
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- Glocken läuten den CSD ein

Ein interreligiöser Gottesdienst bildet in diesem Jahr am Vorabend des Christopher Street Days den Auftakt zur diesjährigen Queer-Parade. Der Gottesdienst wird um 18 Uhr vom Evangelischen Kirchenkreis Stadtmitte, zusammen mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD), dem Abraham-Geiger-Kolleg und dem Liberal-Islamischen Bund gefeiert. Die Predigt hält die frühere Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Mit ihr spricht Irina Grabowski.
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- Hurghada: Ein Urlaubsort im Wachkoma

Jahrelang strömten Touristen aus aller Welt nach Ägypten, doch inzwischen mutieren die beliebten Urlaubsorte mehr und mehr zu Geisterstädten. In Hurghada am Roten Meer griffen im Januar Extremisten Touristen mit Messern an, im Oktober 2015 war ein russischer Ferienflieger abgestürzt – 224 Menschen starben. Weitere Attentate folgten. Die ägyptische Tourismusbranche ist verzweifelt. Medhat Anis ist Fotograf und Reiseführer in Hurghada. Er sagt, dass vor allem der Anschlag im Januar ein Tiefschlag für alle gewesen ist, obwohl es glücklicherweise keine Toten gab.
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- OSZE will Prozesse in Türkei beobachten

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist wegen der aktuellen politischen Lage in der Türkei besorgt. Laut OSZE-Menschenrechtler Michael Georg Link (FDP) habe man der Regierung in Ankara vorgeschlagen, die Prozesse gegen die mutmaßlichen Putschisten zu begleiten, um das Vertrauen zu stärken.
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