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Podcast: Interviews

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- Trump will Atomwaffen-Arsenal ausbauen

Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump müssen die USA die führende Atommacht bleiben. "Solange Staaten Atomwaffen haben, werden wir im Rudel ganz oben stehen", sagte Trump. Ist das der Auftakt für ein neues Wettrüsten? Christian Mölling, stellvertretender Direktor des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtigen Politik, sieht die Ankündigung eher gelassen. Modernisierungen erfolgten von Zeit zu Zeit, und die Zahl der Sprengköpfe reiche ohnehin aus, um "die ganze Welt ein paar dutzend Mal in die Luft zu sprengen", so Mölling im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder.
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- SPD-Höhenflug schwächt kleinere Parteien

Erstmals seit mehr als zehn Jahren liegen die Sozialdemokraten im ARD-Deutschlandtrend vor der Union - mit 32 gegenüber 31 Prozent. Gleichzeitig verlieren die kleinen Parteien an Zuspruch. Linke, Grüne, FDP sind der jüngsten Umfrage zufolge alle im einstelligen Bereich. Auch die AfD verliert, bleibt aber zweistellig. Für Joachim Behnke, Professor für Politikwissenschaft an der Zeppelin University Friedrichshafen, ein Indiz dafür, dass es Schulz und der SPD gelingt, sich trotz Großer Koalition wieder stärker von der Union abzugrenzen.
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- Bluhm: 'Man kann diese Stadt nicht von oben herab regieren'

Die Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus zieht sich am Freitag zu einer Klausur zurück. Bei dem dreitägigen Treffen in Leipzig wollen die 27 Parlamentarier über ihre politischen Vorhaben im laufenden Jahr beraten. Ein Schwerpunkt werde das Thema Bürgerbeteiligung in Berlin sein, sagte Fraktionschefin Carola Bluhm. Eine derart selbstbewusste Stadtgesellschaft lasse sich mit autoritären Strukturen nicht regieren, so Bluhm. Vor allem wolle man beweisen, dass eine Partizipation der Bürger nicht automatisch zu Verzögerungen bei der Umsetzung von Projekten führt - sondern zu einer Verbesserung der Qualität.
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- Gehaltsgrenze für Manager?

Der VW-Aufsichtsrat kommt am Freitagabend zusammen und wird aller Voraussicht nach ein neues Vergütungssystem für Vorstände des Konzerns beschließen. Die hohen Managergehälter des Autokonzerns sind wegen des Diesel-Skandals besonders in der Kritik. Auch nach Ansicht des Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Gunther Friedl war VW hier "zu großzügig". Mehr staatliche Vorgaben und Gesetze, die die Top-Einkünfte zügeln könnten, hält er aber für falsch. Er sieht die Aufsichtsräte der Unternehmen in der Verantwortung.
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- Schulz-Effekt: SPD überholt Union

Die SPD setzt ihren Umfragen-Höhenflug fort: Nach dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend erreichen die Sozialdemokraten 32 Prozent und liegen damit erstmals seit 2006 wieder vor der Union. Für CDU und CSU würden 31 Prozent stimmen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Wie hat Martin Schulz das in so kurzer Zeit geschafft? Cecilia Reible aus dem ARD-Hauptstadtstudio meint, der SPD-Kanzlerkandidat werde als unverbraucht wahrgenommen - und mit seinem Thema Gerechtigkeit habe er offensichtlich einen Nerv getroffen.
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- Kaum Schäden durch Sturmtief 'Thomas'

Das Sturmtief "Thomas" hat in der Nacht zu Freitag in Berlin und Brandenburg keine größeren Schäden verursacht. Laut Polizei und Feuerwehr stürzten vereinzelt Bäume um, vor allem in der Region Cottbus und im Oderbruch. Verletzt wurde aber niemand. Für eine komplette Entwarnung sei es aber noch zu früh, meint der Meteorologe Frank Abel.
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- BER-Bauleiter entlassen - Ex-Bahner übernimmt

Der BER bekommt den vierten Bauleiter in fünf Jahren: Der einstige Hoffnungsträger Jörg Marks muss wegen Verzögerungen beim Eröffnungstermin gehen. Inforadio-Flughafenexperte Thomas Rautenberg glaubt, dass die jüngsten Probleme mit Türen und Sprinklern der Grund für die Entlassung gewesen seien - vor allem, weil sie quasi "über Nacht entstanden sind". Und er drückt dem Nachfolger von Marks ganz fest die Daumen.
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- Ähnlich wie die Erde - aber unerreichbar fern

Sind wir allein im Universum? Die Frage ist alt, aber sie lässt die Wissenschaftler nicht los, und jetzt haben sie eine Entdeckung gemacht, die einer der beteiligten Forscher als einen entscheidenden Schritt auf der Suche nach Leben im All bezeichnet hat. Etwa 40 Lichtjahre von der Erde entfernt wurden sieben erdähnliche Planeten gesichtet. Dr. Mareike Godolt von der TU Berlin sprach im Inforadio von einer "ganz neuen, tollen Entdeckung" - und sie verriet, wie die Forschungen jetzt weitergehen.
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- Wie es zum Ende der Romanows kam

Vor genau 100 Jahren erschütterte ein Ereignis die Welt, dessen Folgen wir bis heute spüren: Die Revolution in Russland. Als ihr Auftakt gilt der 23.2.1917 (8.3. nach heutigem gregorianischen Kalender). Damals begann eine Welle von Hungerdemonstrationen und Streiks, die zum Sturz des Zaren und zum Aufstieg von Lenins Bolschewiki führte. Der Historiker Manfred Hildermeier erläutert, warum dieser Hungeraufstand in eine Revolution mündete - und der Sturz der Romanows letztlich unvermeidlich war.
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- Konjunktur spült Milliarden in die Staatskassen

Immer weniger Arbeitslose, gute Konsumlaune, enorme Produktivität: die robuste Konjunktur füllt die öffentlichen Kassen. 2016 erzielte der deutsche Staat einen Rekordüberschuss - den höchsten seit der Wiedervereinigung. Unterm Strich nahmen Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen fast 24 Milliarden Euro mehr ein, als sie ausgaben. Der Ökonom Lars P. Feld, Mitglied des Sachverständigenrates der Bundesregierung, plädierte im Inforadio dafür, in dieser günstigen Konjunkturlage weitere Schulden zu tilgen. Fehler aus der Vergangenheit dürften nicht wiederholt werden.
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- 'Dürfen Kommunismus nicht bagatellisieren'

Der 23.2.1917 (8.3.1917 nach heutigem gregorianischen Kalender) gilt als Beginn der Februarrevolution in Russland. Sie führte zur Oktober-Revolution und damit zur Epoche des Sozialismus, die erst 1989/90 endete. Markus Meckel ist Chef des Stiftungsrates der Bundesstiftung, in der vor allem ehemalige Bürgerrechter die SED-Diktatur aufarbeiten. "Die Oktober-Revolution hat ein ganzes Jahrhundert geprägt und bis heute Spuren hinterlassen", betont er im Gespräch mit Irina Grabowski. Die Folgen udn Opfer des Kommunismus würden zu häufig bagatellisiert, kritisiert er.
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- Noch 100 Tage - und ganz Berlin turnt

Vom 3. bis 10. Juni findet in Berlin das Turnfest 2017 statt. Unter dem Motto "Wie bunt ist das denn" wird in der ganzen Stadt Spitzen- und Wettkampfsport geboten. Aber es gibt auch Freizeit- und Gesundheitsveranstaltungen - vom Yoga vor dem Reichstag bis zur Gala in der Mercedes Benz-Arena. "Wir wollen aktuelle Sporttrends auch an die vielen Sportvereine weitertragen", formuliert die Geschäftsführerin des Organisationskomitees, Kati Brenner, das Ziel des Turnfests. Sie rechnet mit 70.000 aktiven Teilnehmern des Turnfests.
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- IHK: 'Wir brauchen ein gesundes Miteinander'

Rot-Rot-Grün will Berliner Hauptverkehrsstraßen zu Gunsten von Radfahrern beengen, und auch Fahrverbote für bestimmte Diesel-Modelle sind kein Tabu mehr, zumindest in Stuttgart nicht. Die Berliner CDU spricht schon von einem "Kulturkampf gegen die Autofahrer". Die Wirtschaft der Hauptstadt reagiert dagegen abwartend: "Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird", mahnt der Vize-Geschäftsführer der Berliner IHK, Christian Wiesenhütter. Vorrang müssten aber Investitionen in die oftmals marode Infrastruktur haben. Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge sieht Wiesenhütter dagegen grundsätzlich skeptisch und warnt vor negativen Folgen für die Wirtschaft.
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- Lehrergewerkschaft lobt Scheeres

Berlin benötigt dringend Grundschullehrer - und will nun mit besseren Bezügen Pädagogen an die Spree locken. Ihnen winken ab dem kommenden Schuljahr 500 Euro mehr – also insgesamt 5.000 Euro brutto im Monat. Das hat Bildungssenatorin Scheeres am Mittwoch angekündigt. "Wir begrüßen das ausdrücklich", sagt Tom Erdmann, Landeschef der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Berlin. Den akuten Lehrermangel werde aber auch das nicht schnell beheben: "Wir werden weiter Quereinsteiger brauchen", kündigt Erdmann an.
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- Nächster Anlauf für den Frieden

Seit Jahren suchen Konferenzen und Friedensgipfel nach Lösungen für den Syrien-Konflikt, der eine gesamte Region destabilisiert hat. Am Donnerstag soll nun ein neuer Versuch in Genf gestartet werden. Zunächst einmal sei es gut, dass sich die Konfliktparteien - inklusive der Opposition - wieder an einen Tisch setzen, betont der CDU-Außenexperte Roderich Kiesewetter im Inforadio. Russland und die Türkei müssten nun dabei helfen, Assad die Macht zu nehmen - "wir brauchen da einen Prioritätenwechsel", fordert Kiesewetter.
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- Diesel, Benziner - oder ganz was anderes?

Clean Diesel, Blue Efficiency – das waren die Werbeversprechen der Autoindustrie. Aber der Diesel ist nicht sauber, nicht mal wenn er den Vornamen Clean trägt. Stuttgart zieht deshalb die Reißleine und kündigt als erste deutsche Stadt Fahrverbote für ältere Dieselautos an. Was bedeutet das für den Auto-Neukauf und den Wiederverkaufswert ihres Dieselfahrzeugs? Martin Krebbers hat Andreas May (Zeitschrift "Autobild") gefragt, für welches Auto man sich in welcher Situation entscheiden sollte.
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- Katharina von Bora - die Frau an Martin Luthers Seite

Vor genau 500 Jahren, im Herbst 1517, begann mit der Reformation eine der wichtigsten Umwälzungen der Neuzeit, deren Auswirkungen wir noch heute spüren. Mit dem Urheber Martin Luther beschäftigt sich im Jubiläumsjahr nicht nur Deutschland - und auch mit seiner Frau, Katharina von Bora. Die Pfarrerin Sabine Kramer hat ihre Doktorarbeit über die Frau geschrieben, die für Luther ihr Leben in einem Kloster aufgab. Diese war "eine eigenständige und ungewöhnliche Person in ihrer Zeit, die die Reformation auf ihre Weise mitgestaltet hat".
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- "Bausparer sollten erst einmal abwarten"

Der BGH in Karlsruhe hat entschieden: Bausparkassen dürfen nach zehn Jahren Altverträge kündigen, wenn der Kunde diesen als reine Sparanlage laufen lässt. Renate Daum, Redakteurin für Geldanlagen bei der Zeitschrift "Finanztest", rät Bausparern zunächst einmal abzuwarten: "Wenn die Bausparkasse kündigen will, wird sie das schon von sich aus tun", meint Daum. Wehren sollten sich Betroffene aber in jedem Fall gegen Kündigungsgebühren, sollten solche von der Bausparkasse in Rechnung gestellt werden.
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- Bayram: 'Berlin wird sich nicht beteiligen'

Am Mittwochabend sollen 50 Afghanen von München aus in ihre Heimat zurückgeschickt werden. Menschenrechtsorganisationen üben scharfe Kritik, auch die Grünen im Bundestag. "Diese Praxis ist verantwortungslos", sagt auch die Flüchtlingspolitikerin der Berliner Grünen, Canan Bayram. Das Land Berlin werde sich an Abschiebungen von Afghanen nicht beteiligen. "Wir haben die Möglichkeit zu sagen, dass wir das nicht durchführen. Der Bund muss seine Bewertung Afghanistans ändern."
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- Harte Zeiten für Menschenrechte

Amnesty International hat am Mittwoch den aktuellen Jahresbericht vorgelegt, und der lässt an der europäischen Flüchtlingspolitik kein gutes Haar: Markus Beeko, Generalsekretär von AI Deutschland, kritisiert vor allem die geplante EU-Kooperation mit Libyen, die die Situation der Flüchtlinge keinesfalls verbessere. Auch die Abschiebungen von Asylbewerbern von Deutschland nach Afghanistan seien menschenrechtlich nicht vertretbar.
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