Podcast: Interviews

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- "Merkel war nur zuständig für die freundlichen Reden"

Der stellvertretende SPD-Chef Ralf Stegner hat der Union vorgeworfen, zu wenig für die Integration von Flüchtlingen getan zu haben. Mit Beginn der Flüchtlingskrise vor einem Jahr habe es bei CDU und CSU "eine Art Arbeitsteilung" gegeben: Merkel habe zwar mit der humanitären Hilfsaktion Recht gehabt. Danach habe sie jedoch nur noch "freundliche Reden" gehalten. Gleichzeitig habe die CSU angefangen, gegen Flüchtlinge zu hetzen. "Und die praktischen Hilfen wie etwa Unterstützung der Kommunen musste die SPD jedesmal gegen die CDU bitter durchsetzen."
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- Was ist besser: Studium oder Ausbildung?

mmer wieder wird der Gegensatz Studium und Ausbildung bemüht. Betriebe suchen händeringend nach Lehrlingen, aber die Hörsäle sind voll, so das Klischee. Dabei können beide Wege Bildungserfolge bringen. Welche Berufswege den beruflichen Aufstieg ermöglichen, das besprachen wir mit Heino von Meyer. Der Leiter des OECD-Büros in Berlin sagte im Inforadio, man solle "Master und Meister" nicht als Gegensätze begreifen. Akademische Bildung heiße nicht immer zwangsläufig bessere Einnahmen: "Natürlich werden Sie den Taxi fahrenden Philosophen finden und den Goldschmiedemeister."
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- "Das war ja zu erwarten"

Vor knapp zwei Jahren hat Facebook den Mitteilungsdienst WhatsApp übernommen. Viele befürchteten damals, Facebook könne auf die Daten zugreifen, die auch WhatsApp nutzt – das Telefonbuch zum Beispiel. Völlig unbegründet sei diese Angst, hieß es damals. Aber gestern kam nun die Meldung, Facebook werde DOCH Daten von WhatsApp nutzen. Für den Europa-Parlamentarier der Grünen, Jan-Philipp Albrecht, kommt das wenig überraschend: "Wenn ein Unternehmen wie Facebook ein Unternehmen wie WhatsApp übernimmt, dann deswegen, um an die personenbezogenen Daten und an das Nutzerverhalten ranzukommen."
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- "Das war damals sensationell neu"

Eine Jugendzeitschrift nähert sich dem Rentenalter: Die "Bravo" gibt es nun schon seit 60 Jahren. In dieser Zeit wurden nach Verlagsangaben 2,68 Milliarden Hefte verkauft. Davon können die Macher heute nur noch träumen - es ist still geworden um die ehemalige Institution. Aber gerne erinnern tun sich mittlerweile Generationen von Ex-Lesern. Der Autor Klaus Farin sprach mit Dörthe Nath darüber, wie Dr. Sommer das Blatt gerettet hat und wie die Zeitschrift im Zeitalter von YouTube & Co. aufgestellt ist.
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- Modifizierte Dreifachregel und Videobeweis

Es ist wieder so weit. Die ligalose Zeit hat ein Ende; am Abend findet das erste Spiel der Saison 2016/2017 statt: Bayern München gegen Werder Bremen. Hertha BSC muss am Sonntag gegen den SC Freiburg ran. Mit Beginn der neuen Saison greifen erstmals auch einige neue Regeln: An 95 Stellen wurde das Werk überarbeitet. Lutz Wagner ist ehemaliger Fußballschiedsrichter und Mitglied der DFB-Schiedsrichter-Kommission. Im Gespräch mit Sabine Dahl erklärte er, was sich ändert.
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- "Ressentiments gegen Flüchtlinge waren Teil des Wahlkampfes"

In einem selbst für sie ungewöhnlich dichten Takt reist Angela Merkel derzeit durch Europa, um nach dem Brexit-Votum der Briten einen gemeinsamen Ansatz der verbleibenden 27 EU-Staaten suchen. Besonders kompliziert dürften die Verhandlungen am Freitag in Warschau sein: Da spricht die Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Visegrad-Staaten. Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn - alle vier ganz hartnäckige Gegner ihres Flüchtlingskurses. Der stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-polnischen Parlamentariergruppe, Nietan (SPD), sagte im Inforadio, er rechne nicht damit, dass Polen Europa in der Flüchtlingsfrage entgegenkommt.
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- Die Bedeutung unserer Freizeit

Womit verbringen wir unsere Freizeit? Das versucht Jahr für Jahr der "Freizeit Monitor" herauszufinden. Im vergangenen Jahr war dabei Fernsehen die häufigste Freizeitaktivität, gefolgt von Radio hören und Telefonieren. Sehr viel hat sich daran nicht geändert. Am Donnerstag stellen die Freizeitforscher ihre neuesten Zahlen vor - Sabine Dahl nimmt sie unter die Lupe mit Walter Tokarski, Professor für Sportpolitik und Freizeitforschung.
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- Türkische Militäroffensive in Syrien

Die Türkei hat am Mittwoch eine Offensive gegen Stellungen der Extremistenmiliz Islamischer Staat in Nordsyrien eingeleitet - unter Kritik der Opposition. Der Abgeordnete Ziya Pir von der pro-kurdischen Partei HDP nannte das Vorgehen "verheerend", weil sich der Einsatz auch gegen die kurdischen Milizen in Syrien richtet. Pir betont im Inforadio-Gespräch, dass die Kurden Verbündete der USA im Kampf gegen den IS seien. Aber die Türkei wolle ihren Einfluss eindämmen.
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- 25 Jahre Unabhängigkeit der Ukraine

In diesen Augusttagen jährt sich für viele osteuropäische Staaten die Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Vor 25 Jahren sagten sich das Baltikum, Weißrussland und die Ukraine vom großen Bruder los. In der Ukraine entflammt gerade wieder der Konflikt mit den von Russland unterstützten Separatisten. Am Mittwoch wird dort der Tag der Unabhängigkeit begangen – ob das ein Tag zum Feiern ist, das besprechen wir mit Marie-Luise Beck von den Grünen. Sie ist Sprecherin für Osteuropa-Politik ihrer Bundestagsfraktion und kennt das Land sehr gut.
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- "Gewonnen hat vor allem die Branche"

Der Streit zwischen Volkswagen und zweien seiner Zulieferer ist beigelegt. VW teilt mit, sie bereiten alles vor, um die Golf-Produktion in Wolfsburg wieder anzufahren. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat VW große Zugeständnisse gemacht. Der Obmann der Unionsfraktion im Wirtschaftsausschuss des Bundestags, Andreas Lämmel, zeigte sich erleichtert über die Einigung. Im Inforadio-Gespräch äußert er zugleich sein Unverständnis darüber, dass sich VW derart von einzelnen Firmen abhängig gemacht hat.
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- Zivilschutzkonzept: Was uns Angst macht

Trinkwasser, Nahrungsmittel, Medizin, Geld: Im Entwurf für ein neues Konzept zur Zivilverteidigung schreibt die Bundesregierung auf, wie sie die Bürger bei einem Angriff schützen will. Es geht um die Abwehr von Terror, Cyber-Attacken oder moderner Kriegsführung. Das Konzept soll am Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden. Der Aufruf, dass Bürger Lebensmittelvorräte anlegen sollen, ist dabei nicht neu. Und dennoch: Selbst bei der Berliner Polizei waren nach den ersten Meldungen dazu viele Anrufe verunsicherter Bürger eingegangen. Über diese Sorgen sprechen wir mit Jens Plag, Facharzt für Psychiatrie und stellvertretender Leiter der Spezialambulanz für Angsterkrankungen an der Charité.
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- Was wird nun aus der Massentierhaltung in Brandenburg?

Die Brandenburger haben sich per Volksbegehren gegen Massentierhaltung in ihrem Land ausgesprochen: 103.891 Bürger haben unterschrieben, 80.000 wären nötig gewesen. Es ist das zweite erfolgreiche Volksbegehren in Brandenburgs Geschichte. Aber was nun? Landesbauernpräsident Folgert warnte vor der Vernichtung von Arbeitsplätzen in der Region. Brandenburgs Verbraucherschutzminister Helmuth Markov (LINKE) glaubt dagegen an eine Lösung und will z.B. das Geld für einen Tierschutzbeauftragten beantragen, wie er im Gespräch mit Heiner Martin sagt. Markov sieht viel Verantwortung beim Verbraucher, aber auf den müsse die Politik nicht zwangsläufig warten.
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- Wie verhältnismäßig war der Einsatz 'Rigaer Straße'?

Mit Hundertschaften und zahlreichen SEK-Beamten ist die Berliner Polizei gegen die linksautonome Szene in der Friedrichshainer Rigaer Straße vorgegangen. Nach einem Angriff auf einen Polizisten sei dies "eine ganz folgerichtige Reaktion" gewesen, verteidigt sich Innensenator Frank Henkel. Die Opposition sieht das anders und wirft Henkel vor, auf dem rechten Auge blind zu sein. Der SPD-Innenpolitiker Tom Schreiber war einst selbst ins Fadenkreuz der Linksextremisten geraten. Im gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder erklärt er, der Einsatz sei zwar grundsätzlich richtig gewesen, aber ziellos: "Es braucht eine lang- und mittelfristige Strategie bei der Berliner Polizei, die fehlt mir."
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