Israelische Offensive in Gaza ausgesetzt
Russische Gaslieferungen über Ukraine komplett ausgefallen
Mehr Arbeitslose in Deutschland und in der Region
Müntefering nicht mehr grundsätzlich gegen Steuersenkungen
Bahnverkehr wegen der Kälte beeinträchtigt
Stolpe unterzog sich zweiter Krebs-Operation
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Israelische Offensive in Gaza ausgesetzt
Die israelischen Streitkräfte haben beschlossen, ihre Offensive im Gazastreifen für eine befristete Zeit zu unterbrechen.
Die Mitteilung des Militärs erfolgte, während die israelische Regierung über einen von Ägypten und Frankreich vorgeschlagenen Plan für einen sofortigen Waffenstillstand beriet.
Bereits zuvor hatte der israelische Verteidigungsminister Barak angeordnet, die Warenübergänge in den Gazastreifen zeitweise für humanitäre Hilfslieferungen zu öffnen.
Nach israelischen Angaben soll zunächst Treibstoff in den Gazastreifen geliefert werden. Durch die heftigen Kämpfe ist die Zivilbevölkerung weitgehend von der Versorgung abgeschnitten.
Am Morgen hatten die israelischen Truppen erneut etwa 40 Ziele im Gazastreifen beschossen, insbesondere im Norden des Palästinensergebiets.
Russische Gaslieferungen über Ukraine komplett ausgefallen
Über die Ukraine kommt kein russisches Erdgas mehr nach Westen
Die Ukraine habe in der Nacht alle Transitleitungen in die Europäische Union geschlossen, sagte der Vize-Chef des russischen Gas-Konzerns Gazprom, Medwedew, in Berlin.
Zuvor hatte die ukrainische Gasgesellschaft Naftogaz mitgeteilt, Russland habe die Lieferungen selbst gestoppt.
Gazprom hatte der Ukraine vorgeworfen, das für den Export bestimmte Gas zu stehlen. Deshalb gebe es keinen Grund mehr, das Gas über die Ukraine zu den Kunden in Westeuropa zu pumpen, hatte Gazprom-Chef Miller gestern erklärt.
Russisches Gas fließt noch in geringerer Menge über andere Leitungen etwa durch Weißrussland nach Westeuropa.
Bisher waren etwa 80 Prozent des Gases aus Russland über Leitungen in der Ukraine in die EU gepumpt worden.
Mehr Arbeitslose in Deutschland und in der Region
Zum Ende des vergangenen Jahres ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland gestiegen.
Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg registrierte im Dezember etwa drei Millionen 102-tausend Erwerbslose. Das waren 114.000 mehr im Vergleich zum November.
Der Chef der Bundesagentur, Weise, sagte, 2008 sei eines der besten Jahre für den Arbeitsmarkt gewesen. Allerdings habe sich im Dezember die Wirtschaftskrise ausgewirkt.
Auch in unserer Region waren im Vergleich zum November mehr Menschen erwerbslos gemeldet. In Berlin wurden etwas mehr als 218.000 Arbeitslose registriert, in Brandenburg über 162.000.
Müntefering nicht mehr grundsätzlich gegen Steuersenkungen
In der SPD werden Steuersenkungen nicht mehr ausgeschlossen.
Die Sozialdemokraten wollten im Interesse des Landes bei dem neuen Konjunkturpaket zu einer Regelung kommen, sagte Parteichef Müntefering im ARD-Fernsehen. Auch andere müssten Kompromisse eingehen.
Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Nahles betonte im Inforadio, eine Arbeitsgruppe berechne zurzeit, was die Vorschläge der CSU kosten würden.
Grundsätzlich stünden die Sozialdemokraten pauschalen Steuersenkungen skeptisch gegenüber, weil Rentner und Arbeitslose davon nichts hätten, betonte Nahles vor der heute beginnenden Klausurtagung der SPD-Führung in Berlin.
Mit dem Konjunkturpaket wird sich auch die CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth befassen. Generalsekretär zu Guttenberg sagte ebenfalls im Inforadio, anscheinend lenke die SPD beim Thema Steuersenkungen ein.
Bahnverkehr wegen der Kälte beeinträchtigt
Bei der Bahn häufen sich die Probleme wegen der eisigen Kälte.
Immer mehr Fern- und Regionalzüge sind betroffen.
Am Berliner Hauptbahnhof hatten am Vormittag ein ICE nach Frankfurt am Main und ein Regionalexpress nach Frankfurt/Oder jeweils eine Stunde Verspätung.
Auch internationale Züge aus dem Osten kamen mit erheblichen Verspätungen nach Berlin. Als Gründe nannte die Bahn Störungen an Weichen und Signalen.
Auch bei der Berliner S-Bahn gibt es nach wie vor Verspätungen. Zahlreiche Züge sind wegen Kälteschäden nicht einsetzbar. Deswegen fährt beispielsweise die Ringbahn nur alle zehn Minuten.
Stolpe unterzog sich zweiter Krebs-Operation
Der langjährige brandenburgische Ministerpräsident Stolpe ist erneut an Darmkrebs erkrankt.
Der 72-Jährige sei im Dezember zum zweiten Mal operiert worden, teilte die Staatskanzlei in Potsdam mit. Die Operation sei gut verlaufen, Stolpe sei wohlauf, hieß es weiter.
Der "Bild"-Zeitung sagte Stolpe, er habe sich bereits 2004 in seiner Amtszeit als Bundesverkehrsminister einer ersten Krebs-Operation unterziehen müssen. Danach habe er geglaubt, der Krebs sei besiegt.
Stolpe war von 1990 bis 2002 Ministerpräsident des Landes Brandenburg. 2002 trat er zurück. Im selben Jahr übernahm er in der Schröder-Regierung das Verkehrsressort.
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