Ausstellungsansicht: "Unvergleichlich: Kunst aus Afrika im Bode-Museum"
Bild: Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

- Unvergleichlich: Afrika im Bode-Museum

Erstmals trifft Kunst aus West-und Zentralafrika auf Meisterwerke aus Byzanz, Italien und Mitteleuropa - die Sonderschau im Bode-Museum ist seit dem 27. Oktober 2017 zu sehen.

Mehr als 70 afrikanische Skulpturen aus dem Ethnologischen Museum sind zu Gast auf der Museuminsel. Noch nie wurde die Skulpturentradition aus West- und Zentralafrika so umfangreich mit der aus Byzanz, Italien und Mitteleuropa verglichen.

In 20 direkten Gegenüberstellungen geht es im Bode-Museum seit dem 27. Oktober 2017 um die großen Themen der Menschen: Macht und Tod, Schönheit und Ästhetik, Identität und Erinnerung. Unerwartete Übereinstimmungen und Unterschiede werden hier sichtbar: Der Putto mit Tamburin des Renaissance-Bildhauers Donatello schient die frühneuzeitliche Prinzessin dem Königreich Benin zu einem Tanz aufzufordern. Die spätgotische Schutzmantelmadonna von Michel Erhart tritt in unmittelbarer Nähe zu einer Kraftfigur aus dem Kongo auf, die ebenfalls zum Schutz der Bevölkerung geschaffen wurde. Mythische Helden aus Zentralafrika nehmen ihren Platz zwischen christlichen Figuren der Spätgotik ein und eröffnen neue Sichtweisen auf beide Sammlungen.

Die Umzugsvorbereitungen in das Humboldt Forum bieten, laut Generaldirektor Michael Eissenhauer, die einmalige Gelegenheit, die außereuropäischen Bestände der Staatlichen Museen in spannende, sammlungsübergreifende Dialoge zu setzen. "Unvergleich: Afrika im Bode-Museum" ist bis zum Einzug in das Humboldt Forum zu sehen.