Aktuelle Staumeldungen und umfassende Verkehrs- hinweise für die Straßen und Autobahnen in Berlin & Brandenburg finden Sie hier. _mehr
Deutschlands nächste Agenda
Die Pflegefalle
Die Deutschen werden immer älter - Gleichzeitig gibt es weniger Junge, die die Kosten der Pflege stemmen sollen. Ist Deutschland darauf eingestellt, oder schnappt die Pflegefalle zu?
Für den Ostermontag haben wir Ihnen eine Auswahl der besten Beiträge unseres Sonderprogramms im April zu Fragen der Pflege im Alter zusammengestellt. _mehr
Deutschland in der Pflegefalle?
Kurzportraits
"Und ich im Alter?"
Ob wir wollen oder nicht, irgendwann werden wir alle einmal alt. Doch welche Vorstellungen, welche Wünsche und vielleicht auch welche Sorgen haben die Menschen, wenn sie an ihr Leben im Alter denken? Protagonisten aus unseren Reportagen berichten.
Vor der Pflegereform
Inforadio-Schwerpunkt
Deutschland altert. Längst gibt es mehr Menschen, die über 70 Jahre alt sind, als unter 20-Jährige. Die Lebenserwartung der Deutschen steigt weiter und damit die Zahl der Älteren. Das wird die Gesellschaft verändern. Im Jahr 2030 werden mehr als drei Millionen Menschen pflegebedürftig sein - ein Markt von knapp 50 Milliarden Euro Umsatz mit vielen tausend neuen Arbeitsplätzen.
Deutschland ist unterwegs in die Pflege-Gesellschaft, aber wie?
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat 2011 zum „Jahr der Pflege“ ausgerufen und will eine Reform auf den Weg schicken. Reichen die Vorbereitungen aus - oder landet die deutsche Gesellschaft in der Pflegefalle? In einer Themenreihe zur Pflege in Deutschland schaut Inforadio genau hin und vor allem nach vorne: Ausgehend von heute ist die Frage: Wie wird es mit der Pflege weitergehen, wohin wird die Entwicklung in 20 Jahren führen? Mögliche Antworten geben unsere Autoren, Experten und natürlich die Menschen vor Ort und aus der Praxis.
Zum Abschluss der Serie "Die Pflegefalle - Deutschlands nächste Agenda" blicken wir ins Jahr 2030. Kaum ein Land altert so schnell wie Deutschland. Hier werden die Alten die größte Bevölkerungsgruppe sein. _mehr
Leben in der Wohngemeischaft und die Putzarbeiten übernimmt der Roboter. Wie werden die Pflege und die Lebensmodelle der Zukunft ausssehen? Können wir damit rechnen, in zwanzig Jahren eine barierrefreie Stadt zu haben? Ein Blick voraus in der dritten Projektwoche. _mehr
Über vier Millionen Menschen werden in Deutschland von Angehörigen gepflegt. Für die Pflegenden bedeutet dies oft einen Fulltime-Job. Viele fühlen sich damit überfordert – und im Stich gelassen. Dies ist der Schwerpunkt der zweiten Projektwoche. _mehr
2011 hat Gesundheitsminister Philipp Rösler zum "Jahr der Pflege" ausgerufen. In einer Themenreihe berichtet Inforadio drei Wochen lang ausführlich darüber und fragt: Wie wird sich die Pflegesituation in Deutschland entwickeln? Hier die Themen der ersten Woche. _mehr
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Infos im WWW
Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit zur Pflege [bmg.bund.de]
Informationen des Bundesfamilienministerin zu Alter und Pflege [bmfsfj.de]
Informationen des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zum demografischen Wandel in Deutschland [berlin-institut.org]
Fakten und Zahlen
Demografischer Wandel
Pflegesituation in Deutschland
- 2010 leben in Deutschland über 16,6 Millionen Menschen, die über 65 Jahre alt sind. Für 2030 gehen Schätzungen von 21,8 Millionen aus.
- Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in 20 Jahren auf vermutlich 3,4 Millionen steigen. Heute bekommen etwa 2,3 Millionen Menschen Geld aus der Pflegeversicherung. Weitere 2 Millionen bekommen keine Unterstützung.
- Mehr als zwei Drittel der Pflegefälle werden zu Hause gepflegt.
- 2005 kamen auf 100 Erwerbsfähige 4 Pflegefälle, für 2050 gehen Schätzungen von einem Verhältnis 100 zu 12 aus.
Was kostet Pflege?
Pflegeleistungen
- Die Pflegekosten liegen heute bei 32 Milliarden Euro, 2030 bei geschätzen knapp 50 Milliarden Euro.
- Die Hälfte der Kosten tragen heute die Pflegeversicherungen, rund ein Drittel müssen die Patienten leisten, der Rest sind staatliche Zuschüsse.
- Der Beitrag zur Pflegeversicherung liegt heute bei 1,95, beziehungsweise bei 2,2 Prozent für Kinderlose.
- Die Pflegeleistungen orientieren sich an Pflegestufen. Diese richten sich danach, wie viele Minuten täglich pflegerische Hilfen notwendig sind.
- In Deutschland gibt es rund 11.500 ambulante Pflegedienste und 11.000 Pflegeheime.
- 60 Prozent der Pflegedienste sind in privater Trägerschaft, der Großteil der Pflegeheime ist in freier Trägerschaft.
- Im Pflegesektor arbeiten etwa 800.000 Fachkräfte, das sind etwa 545.000 Vollzeitstellen. Experten gehen davon aus, dass sich der Bedarf an Vollzeit-Beschäftigten in zwanzig Jahren verdoppelt.
- Fachkräfte im Bereich der Altenpflege sind durchschnittlich weniger als 10 Jahre in ihrem Beruf tätig.