ARD-Themenwoche Toleranz

Mann in bayerischer Tracht, Frau und Punker (v.l.n.r.) (Bild: imago)
imago stock&people

Was ist eigentlich Toleranz? Was bedeutet Toleranz im Alltag? Und was passiert, wenn sie fehlt? Unter dem Motto "Anders als Du denkst" beleuchteten die ARD-Programme die vielfältigen Facetten des Themas Toleranz. Morgens kommen bei uns Menschen zu Wort, die Toleranz - aber auch Intoleranz erfahren haben: zum Beispiel eine lesbische Frau, ein Alkoholiker und ein Mann im Rollstuhl. 

Erfahrungen zum Thema Toleranz

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  • Stephanie Kuhnen (Bild: rbb/Sebastian Schöbel)

    Mo 17.11.2014 | 06:05 - "Ich möchte nicht toleriert werden"

    "Homosexuelle? Hab' ich kein Problem mit." Das würden vermutlich heutzutage viele Menschen sagen, viel mehr, als noch vor ein paar Jahrzehnten. Schwul oder lesbisch zu sein, das ist gerade hier in Berlin bekanntlich "gut so". Aber so einfach ist es natürlich nicht, Diskriminierung gibt es durchaus noch. Es gibt aber auch: Falsche Toleranz. Sebastian Schöbel hat sich mit der Journalistin Stephanie Kuhnen getroffen. Sie ist Chefredakteurin des "L.MAG", einer Zeitschrift für lesbische Frauen. Und sie kann mit dem, was viele heterosexuelle Menschen unter Toleranz verstehen, gar nichts anfangen.

  • Tom Kowalzik (Bild: rbb/Sabrina Wendling)

    Di 18.11.2014 | 06:05 - "Es meint ja keiner böse"

    Tom Kowalzik ist 51 Jahre alt. Nach einer seltenen Krankheit mussten ihm beide Beine amputiert werden. "Ein Hammer" war das für ihn, sagt er. Das liegt nun fast 15 Jahre zurück. Sein Leben als Touristenführer auf Mallorca musste er aufgeben. Inzwischen lebt er in Berlin und hat im Rollstuhl-Sportclub das Tischtennis-Spielen für sich entdeckt. Wenn er draußen auf der Straße unterwegs ist, wundert er sich manchmal darüber, wie fremde Leute auf ihn reagieren. Sabrina Wendling hat Tom Kowalzik erzählen lassen.

  • Ghada Lakkis (Bild: rbb/Sebastian Schöbel)

    Mi 19.11.2014 | 06:05 - "Es klappt am Ende"

    Toleranz ist schön und gut, aber für das, was Ausländer leisten, wenn sie in Deutschland leben wollen, gebührt ihnen oft vor allem auch Respekt. Das fängt schon mit der Sprache an. Ghada Lakkis stammt aus dem Libanon. Die modern gekleidete Frau Ende Dreißig ist Muslimin, hat drei Kinder und einen Abschluss in Soziologie in der Tasche. Nun lernt sie Deutsch an einer Berliner Volkshochschule. In einer Unterrichtspause hat sie Inforadio-Reporter Sebastian Schöbel erzählt, warum ihr Toleranz so wichtig ist:

  • Do 20.11.2014 | 06:05 - "Man wird oft nicht verstanden"

    Alkoholiker werden von vielen als schwach bezeichnet - dabei ist Alkoholismus eine Krankheit. Und Menschen, die davon loskommen wollen, brauchen Menschen, die sie ernst nehmen. Erhardt Heichen ist evangelischer Pfarrer im Ruhestand und seit zehn Jahren auch trockener Alkoholiker. Inzwischen leitet er eine Selbsthilfegruppe für andere alkoholkranke Menschen. Unserem Kollegen Sebastian Schöbel hat er erzählt, was es heißt, wenn Alkoholiker zwar toleriert, aber nicht wirklich akzeptiert werden.

Inforadio-"Nahaufnahmen"

Die Themenwoche im rbb und in der ARD